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feie ist eingehend erörtert worden, aber ich bi» nickst zu der tleberzengung gekommen, daß wir in der Lage sind, dem wir!sck>aftlichen Ausschuß eine wesentlich andere Gestalt zu geben, als er von Hause aus besitzt, ohne seine Brauchbarkeit für seinen eigentlichen Zweck zu schädigen. Mir müssen zu­nächst turn festhalt.m: die allgenieinen Richtlinien der Zoll- üaö Wirtschaftspolitik werden hier ini Reichstage festgelegt. Tann ist es Pflicht der Regierung, alles zur Beantwortung der dabei etwa auftauchenden Fragen erforderliche Material ju beschaffen. Man muß aber vor allen Dingen vermeiden, diesen vorbereitenden Beratungen handelspolitisther Fragen gewissermaßen eine amtliche Form zu geben. TaS würde auf die Errichtung einer Art Zollparlament hinauSlaufe», das naturgemäß den Einfluß des Reichstages beschränken miißte, in dem Maße, wie es seine Zusammensetzung und Or­ganisation sestlegt. Ich darf an den preußischen Volkswirt- fchaftsrat erinnern. Er war eine Idee des preußischen Abge­ordnetenhauses, sie wurde aber hier im Reichstage von der Hand gewiesen mit der Begründung, man könne unmöglich eine Organisation schaffen, die in die Konipetenzen des Reichstages eingriffe. Ter wirtschaftliche Ausschuß soll ledig­lieh die Regierung beraten bei Bewertung der Faktoren, die bei Festsetzung eines Zolltarifes und Schaffung von Handels- Verträgen ausschlaggebend sind. Deswegen bin ich der Mei­nung, daß die augenblickliche Organisation des wirtschaft­lichen Ausschusses richtig ist. Sie gibt mir die Möglichkeit, so viel Sachverständige zu hören, als ich irgendwie für nütz­lich halte. Mehr ist von einer derartigen begutachtenden und vorbereitenden Behörde überhaupt nicht zu erreichen. Es läßt sich aber tatsächlich mit dem jetzigen Zustande auskom- men. Es hat sich herausgestellt, daß der Bund der Indu­striellen außerordentlich stark vertreten ist, denn seine Mit­glieder sind zum Teil auch Mitglieder des Zentralverbandes, sind vor allem aber auch Vertreter des deutschen Handels­tages und kommen so in großer Zahl in den wirtschaftlichen Ausschuß. Die augenblickliche Organisation gibt aber auch sonst die Möglichkeit eines Ausgleiches, wie er erwünscht ist. Mir können immer dabei die verschiedenen Landesteile und Industriezweige berücksichtigen. Wir können tatsächlich aus diese Weise ein nicht allzu großes und tatsächlich aktions- föhiges Parlament, wenn ich inich jo ausdrücken darf, für die Beratung dieser Fragen erhalten. Tie Verhältnisse wür­den nickst gebessert werden, wenn die Zahl gegen früher er­heblich vermehrt und noch eine größere Anzahl von Körper- ,ckasten ein Präseritationsrecht erhalten mürbe. Durch die Möglichkeit, Sachverständige zu vernehmen, ist der wirt­schaftliche Ausschuß außerordentlich elastisch, so daß alle Interessen darin vertreten sein werden. Ich bin bereit, in der bisherigen' Richtung alles zu tun, was in meiner Kraft sielst, »in den wirtschaftlichen Ausschuß leistungsfähig zu er­halten, und alle Interessen dort zu Worte kommen zu lassen. Aber Schritte zu tun, die in der Richtung einer größeren seilen Organisation liegen, che nach meiner Ansicht zu einer Art Sieben-, wirtschaftlichen oder Zollparlament führen wür- den, kann ich weder im Interesse des Reichstages, noch im Interesse der Verbündeten Regierungen für zweckmäßig halten. (Beifall.)

Abg. Dr. Wendorss (sortschr.) bedauerte, daß der Aus­schuß nicht weiter ausgestaltet werden soll. Redner nannte weiterhin die ihin vom Abg. Hoesch kürzlich entgegengehal- tene Aeußerung des Freiherrn von Wangenheini, daß innere Kolonisation ein Schlagwort der Demokratie sei, eine junker­liche lleberhebnng.

Präsident I>r. Kaenipf rügte diesen Ausdruck.

Abg. Graf Westarp (kons.): Die klaren und lichtvollen Ausführungen des ReichSbankpräsidenten könne» wir nur billigen. Gegen die Animierbankiers ist ein entschiedenes Einschreiten notwendig. Hinsichtlich der Handelsverträge weide» Gründe der auswärtigen und inneren Politik eine Aenderung der passiven Haltung der Reichsregiernng not- wendig machen. Wir wollen den Arbeitern das Koalitions- recht nickst nehmen, auch begrüßen wir die Tätigkeit der wirt- jchastsfriedlichen Gewerkschaften. Dagegen genügen die Be­fugnisse der Polizei nicht, um die Mißstände, die das Streik­postenstehen geschaffen hat, zu beseitigen. Das Streikposten­stehen dient heute zur Einschüchterung der Arbeiter, zu einer Beschränkung ihrer persönlichen Freiheit. Die Unzulänglich­keit de-s jetzigen Zustandes wird-durch die iminer lauter wer­denden Beschwerden des Mittelstandes und der Industrie be­zeugt. Ein Koalitionszwang der Arbeitgeber hat zu Miß­ständen bisher nicht geführt. (Unruhe bei den Soz Rns: Haben Sie eine Ahnung>) Außerdem ist die Frage nach an­deren Gesichtspunkten z» beurteilen als der KoalitnonSmiß- branch, der die Arbeiterschaft beherrscht. Wir werden nicht anshöre», gegen diesen Mißstand anznkäinvfen. (Beifall icclitS, Zischen der Soz.)

Abg. Spiegel (Soz.) sprach von einem krassen Terroris- mns der Unternehmer, während

Abg. Fnstbcnder (Zentr.) ein Gesetz zur Bekämpfung des Waffenhandels wünschte.

Unterstaatssekretär Di. Richter teilte mit, daß ein sol­cher Entwurf ausgearbeitet werde.

Abg. Dr. Bechmc (Bbd.) bezeichnete darauf die Aenße- »Migen der Konservatwen über die Notwendigkeit innerer Kolonisation als nickst ernst zu nehmen. Die Konservativen reden nur dann von preußischer Tradition, wenn sie ihnen angenehm sei. Nach weiterer kurzer Erörterung schloß die allgemeine Aussprache. Das Gehalt des Staatssekretärs winde bewilligt und das Haus vertagte sich auf Dienstag: Forts, innig der Etatsberatung.

|lvettrji!ri}cv Landlag.

Abgeordnetenhaus.

Dos Preußische Abgeordnetenhaus begann am Samstag die *: natung des Fcrstetats.

»!->- (Eintritt in die Toaesordnung beschloß das Haus, den

Weite Tageszeitung. Montag, »en z. Februar 181*

von dem Grubenunglück auf ZecheAchenbach" bei Dortmund Betroffenen telegraphisch das Beileid auszrrdrllcken.

Beim Forstetat legte Abg. Meyer (kons.) besonderen Weit auf Schaffung guter und geräumiger Wohnungen der im Jorstdienst Beschäftigten.

Abg. Luders (fkoiis.) beinerkte ebenfalls, daß dem schwie­rigen, gefahrvollen Försteiberufe das größte Wohlwollen ent­gegengebracht werde.

Abz. Ehlers (Fortschr.) wies auf die schlechte Konjunktur im Holzhandel hin. Das habe leider das finanzielle Ergebnis der Forfioerwalkung nicht günstig gestaltet.

Präsidnet Graf Schwerin - Läwitz gab bekannt, daß nach einer Meldung auf ZecheAchenbach" 5060 Arbeiter ge. rettet sind. Tot seien 22, verletzt 19 und vermißt 5. (Beweg­ung),

Abg. Weißermel (kons.) meinte, wenn die Forstver­waltung die Erträgnisie in diesem Jahre höher geschätzt habe, so müsse sie wohl gute Gründe haben.

Abg, Niehl (Ztr.) wünschte, die Forstveiwaliung solle den kleinen Nutznießern des Waldes nicht unnötige Schwierig, leiten machen.

Kleinere allgenieine Wunsche brachten d!« Abg. M a c t o (Natl.), Brandhuber (Ztr), v. Wenden (kons.), Rose- naw (Fortschr.) vor.

Ein Antrag Wendlandt (Natl.) wünsch!« !m Interesse der allseitigen Verbreitung der Holzvetkaussanzeigen sie gleich­mäßig der Fachpresse zur Verfügung zu stellen oder aber ein be. sonderes Zentralblatt der Forswerwaltung zu schaffen.

Abg. H e n [ e t (kons.) forderte, es lolle möglichst vorsichtig vorgegangen werden bet der Einschränkung von Waldweiden,

Abg. Dr. Wendlandt (Natl.) sprach sich gegen die Ab­lösung des Losholzes aus.

Beiden Wünschen sagte Oberlandforstmeister v. F r c y e r Berücksichtigung zu.

Abg. Frhr. Wolff - Metternich (Ztr.) erbat ein« schnel. lere Beförderung der Oberförster, während sich Abg. Wall­baum (Hosp. b. d. Kons.) der Waldarbeiter anuahm. Er be. klagte besonders, daß man den Waldarbeitern Schwierigkeiten mache, di« dem christlich - nationalen Waldarbeiterverbande angehören.

Der Landwirtschastsminister stand jeder Organisation, be­sonders einer sozialdemokratischen, ablehnend gegenüber. Ein Entlassungsgrund würde di« Mitgliedschaft aber erst dann, wenn dadurch Unzuftiedenheit oder Belästigungen der Arbeiter entständen.

Dem Abg. Hofer (Soz.) erwiderte Aba. Meyer (kons.), daß er überall für die Schaffung von Arbeiterwohnungen «in. trete. Di« Sozialdemokraten sollten aber selbst einmal den An­fang damit machen, denn sie besäßen Millionen Mark auf den Banken.

Di« Abgg. Hoffmann und Hirsch (Soz.) bemerkten, dies Geld gehöre den Gewerkschaften, di« nicht politische Ge­bilde seien. (Lebh. Lachen rechts).

Nach weiterer unwesentlicher, kurzer Debatte wurde der Antrag Wendlandt. gegen den sich auch Oberlandsorstmerster Frcyer ausgesprochen batte, abgelehnt. Der Forstetat wurde genehniigt. Nächste Sitzung: Dienstag. Schluß 354 Uhr.

Tayesndersrchl.

Deutsche» Deich.

:: Die neuen Männer in Elsaß.Lothringen. Di« Genehmig­ung der Rücktrittsgesuche des Staatsfetretärs Frhr. Zorn von Bulach, sowie $<r Unterstaassekreiär« Mandel und Dr. Petri wird amtlich bekannt gegeben. Zum Staatssekretär wurde Oberpräsidialrat Eraf v. Roedcrn aus Potsdam ernannt. Nach­folger Mandels wird Frhr. v. Stein, Vortragender Rat Im ' Reichsamt des Innern. Der Posten Petris ist noch nicht besetzt. Unterstaatssekreiür Köhler bleibt im Amte. Graf Wedel tritt in einigen Monaten zurück. Oberpräsidialrat Gras v. Roe- dern in Potsdam, der zum Staatssekretär für Elsaß,Lothringen ernannt worden ist, ist am 27. Juli 1670 als Sohn des Oberst, leutnants Graf v. Roedern in Marburg geboren. Nach Vollen­dung seiner Studien war ec zuerst Regierungsasicsior bei dem Landratsamt in Freicnwalde und dann beim Oberpräsidium in Posen beschäftigt. 1003 zum Hilfsarbeiter in die Abteilung des Staats, und Kastenwesens im Finanzministerium berufen, wurde er 1005 zum Verwalter des Landratsamles des Kreises Riedeibarnim und im selben Jahre noch zum Laadrat des Krei­ses ernannt. Seit 1011 ist er Oberrpäsidialrat in Potsdam. Ter neu« elsaß-lothringische Unterstaalssekretär Frhr. v. Stein begann seine Laufbahn im bayerischen Staatsdienst, wo er zu. nächst als Negierungsastestor in Würzburg tätig war. Dann trat er iiu Jahr« 1003 als Hilfsarbeiter beim Reichsamt »es Innern «in und wurde während dies-s Kommissioninms zum Bezirksamtmann befördert Im Mai 1005 erfolgte dann seine Ernennung znm Geheimen Regi-rungsrat und Vortragenden Rai im Reichsamt des In er».

:: Versetzung von Rcn: r-> und o. Forstner». Oberst v Reu­ter, Kommandeur des 2. oi£rit/:iitijK :n Infanterieregiments Nr. 99 ist als Kommandeur des G a.'MerregimentsPrinz Karl von Preußen" nach Jranksurt a. d O. versetzt worden. Die Ordre des Kaisers, durch die ihm die Versetzung persönlich mit­geteilt wird, ist. wie derBeil. Lolal Anz." erfährt, am gest­rigen Sonntag nachmittag an ihn o.bgogangen, Gleichzeitig wird bekannt, daß Leutnant Frhr. ». Forstuer in dos Jnfanle- rie-RegimenlGras Schwerin", 3. Pommersches II. nach Brom, borg versetz! ist.

Oesterreich

:: Das Reich vor einer neuen Versastungslrife. Was heute über die gemeinsame Beratung sämtlicher tschechischer Abgeord­neten, die kurz vor der Vertagung des Hauses stattfand, laut wird, deutet aus eine viel tiefere Kris«, als sie schon durch die Obstruktion der tschechischen Agrarier und Radikalen heivorg«. rusen wurde. Di. Kramarsch hak erklärt, es sei möglich, daß schon im März die tschechischen Parteien geschloffen in der Ob. struktion stehen würden. Der Zusammenhang dieser Aeußerung mit der Obstruktion ist da. Die Tschechen sollen nbwarten, ob der Aosaleicb de» die Reoieruna den Parteien voraeleat bot

Seit« Z.

nun von den Deutschen geschlossen wird, oder ob die Regierung den Mut ausbringt, dieses Ausgleichelaborat zu oktroieren. Ist

das nicht der Fall, Io wollen die Tschechen im Mär, die Erhöh­ung des Rekrutenkoniingenis und die beiden bosnischen Bah. nen obstruieren. Durch ihr« Klagen über die böhmische Der. waltungskommission stellen sie sich alz die eigentlich k»:schädig- te» hin und wollen den Deutschen die Verantwortung für dar Scheitern des Ausgleichs überlasten, der heute infolge des Wi­derspruchs sämtlicher deutscher Körperschaften schon als geschei. tert angesehen werden kann. Die tschechische Verwaltung bringt die Gefahr einer chweren Versastungslrife noch viel näher, als man gestern noch glauben konnte.

Vom Bolka».

:: Türkische Verstimmung gegen England und Dentschlnnd

Rach der Versicherung desTanin" ist die Jnselfrage in eine neu- Phase getreten. Da, offizielle Blatt schreibt: Benizelos, der weiß, daß Griechenland aus eigener Kraft die Inseln un­möglich sich erhalten kann, sucht dafür die Earonlie Europas zu erlangen. Dies ist der Zweck der Reife des griechischen Kabi­nettchefs nach den europäischen Hauptstädten. Es gelang Veni. zelos, seiner Anfsassung zum Siege zu verhelfen. Man kann sich porsrellen, welchen Eindruck diese Tatsache in Kou.siantinopeler politischen Kreisen l>ervorrust. Kein geringerer als England schlägt jetzt den übrigen Großmächten vor, die Inseln unter die Garantie Europas zu stellen, dasselbe England, ans dessen Freundschaft wir bauten, um deretwegen die Türkei die größten Opfer brachte. Aus diesem Grunde ist die Ueberreichung der Rote in Konstantinopel und in Athen verzögert worden. Das Blatt schlicht mit dem Hinweis darauf, daß noch eine andere, der Türkei befreundete Macht, Deutschland, sich die englische Auftastung aneigneie, was den äußerst peinlichen Eindruck ver­stärkte,

:: Türkische Kriegsrästungen, In politischen Kreisen nimmt die Erregung gegen England wegen des Vorschlags in der Jn« selftag« täglich zu. Die Jungiärken geben ihrer Mißstimmung gegen England offen Ausdruck. In diesen Kreisen verlangt man «in energilches Vorgehen der Türkei und man ist auch be. reit, eventuell die größten Opfer für die Wahrnehmung der türkischen Interessen zu bringen. Inzwischen werden Vorberei­tungen für einen neuen Feldzug mit der größten Energie fort­gesetzt. Die Truppen werden neu uniformiert, di« Waffende. pots gefüllt. Enver Pascha hat an sämtliche Korpskommandan­ten einen Zirtularbefehl erlasten, in dem sie aufgefordert wer- den, den Mannschaften die kritische Situation vo, Angen zu halten und ihnen die treueste Pflichterfüllung an» Herz zu legen.

Tunis.

:: Schlägerei zwischen Deulschen und italienischen Arber, tern in Tunis. In einer Mnschinensabrik kam es vorgestern zu einer Schlägerei zwischen deutschen und italienischen Arbeitern. Es befinden sich seit einiger Zeit viele deutsch« Arbeiter in der Fabrik, um neu angekommen« deutsche Maschinen aufzustellcn. Ein italienischer Arbeiter, Piatti, glaubte, sich von einem deut- scheu Arbeiter namens Heide bedroht, zog einen Revolver her. vor und schoß den Deutschen nieder, der sofort tot zusammen­brach. Der Mörder wurde verhaftet. Die Erregung unter den deutschen Arbeitern ist außerordentlich grotz.

Japan.

:: Der Flottenslandal. Der Flottenskandal nimmt «in« sehr beträchtliche Ausdehnung an infolge der Angriffe im Par­lament. nachdem der Marineminister zugegeben hat, daß der Agent Reuters, Pooley, erfolgreich an der Erpressung der Firma Siemen» teilgenommen habe. Pooley wurde aus Grund dicser Erklärung des Ministers verhaftet. Allgemein befürchte» man weiter« Enthüllungen. Di« Stellung des Mtnisterpräfl. deuten und des Marineminister» erscheint nunmehr gefährdet. Tie gesamte Oeffentiichkeft Japans ist stark erregt.

Bereinigte Staaten.

:: Schreckeiisszene» beim Untergang des DampfersMon­roe". Dis Zeitungen veröffentlichen erschütternde Einzelheiten di« die Pastagier« des gesunkenen DampfersMonroe" erzäh­len. Einige von ihnen sind dem Tode durch unglaubliche Zu. fall« cnffiohen. Ein Heizer z. B. besand sich in dem Augenblick im Maschinenraum, als das Ungeheuer desRantuckek" über seinem Haupte erschien. Da die Maschinen desRanluckeks" be­reits rückwärts arbeiteten, entstand in dem durchgeschlagenen Rumps desMonroe" «in so weiter Raum, daß er ins Master springen konnte und sich so rettete In einem Rettungsboote spielten sich furchtbare Szenen ab. Ein Reger war vor Entsetzen rvahnsinnig geworden, klammerte sich an ein junges Mädchen lest und versuchte schließlich, mit dieser tns Master zu springen. Mit linem Hammer wurde aus den Wahnsinnigen solang« rin­ge schlagen. bis er besinnungslos zu Doden siel und sein Opfer losließ. Ein anderer Reger schnitt sich aus dem Deck des sinken, denMonroe" mit einem Taschenmesier den Hals durch. Eine bekannt« Schauspielerin wurde wahnsinnig und mußte ins Ho­spital gebracht werde». Im allgemeinen werden di« wachha­benden Offiziere desRantucket" für die Katastrophe verant wörtlich gemacht. Rach den Berichten der Ueberlebenden und der Ossiziere desMonroe" erwidert« derRantucket" nicht auf die Signale desMonroe". Außerdem ist «s erwiesen, daß derRantucket" den vor ihm fahrendenMonroe" zu überholen versuchte. Tie Schnelligkeit, di« er daber entwickelte, wider­spricht sümtliclzen Gebräuchen, die die Dampfer sonst bei so dichtem Nebel anzuwenden pflegten. Die Zahl der Toten wird aus etwa 10 angegeben, jedoch dürste sich die Zahl noch erhöhen, da die in den Hospitälern nntergebrochlen Ueberleben­den infolge völliger Erschöpfung nicht am Leben zu erhalten sein werden.

(Tljeovie mrd Praxis

Wir erhalten folgende Zuschrift:Bezngnebnicnd auf Ihren ArtikelTheorie und Praxis", teile ich Ihnen hösl. mit, daß niein Antrag:in allen Orten mit über 60 Ver­sicherten Wahlbezirke der Vertretcrwahl zur Allgemeinen Lrtskrankenkassc für den Kreis Friedberg zu errichten", gegen dir Stiinnien aller drei Arbeitgeber, Heß. Dänin, Mörschel >>on sämtlichen sechs Arbeitnollmern in, Vorstondc