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l Beilage zurNeuen Tageszeit ung

| Samstag. den .>i. jnuunr 1914«

44

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Gedenktage.

.! '«ininr. 1797 Frz. Peter Schubert. Tonseher, «ob. >81!-! tr(i|c Polko. Schriststellcrin, «ob. 1866 Friedrich Nuckcrt t- 1891 Maler Meissonier t.

I Februar. 1828 Gerh. Ad. Splingrnberg, Maler, «cd., Hainburg. 1855 Pros. Klaus Harms 1'. 1871 Bour- tniki über die Sckfweizer Grenze gedrängt. 1871 Erobe­rn»« von Dijon.

Für 3cit nnd Iswigüeit.

4. -»»»tag itnifr Lpiphanir»

Nachdem vor Zelten Gott manchmol And mancherlei Weise geiedet hat zn den Vater» durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen p> na, geredet durch Len Lohn, tkbräer I, 1. 2.

Von Anbeginn der jkelt hat <üott zu de» Menschen geredet. Ara der Zeit vor Mose haben wir freilich verhältnismäßig we­nig Gottesworte. Aber wie wichtig und bedeutsam ist doch, von andern abgesehen, das Wort Eotles an Abraham: Durch

dich und deinen Samen solle» gesegnet werde» all« ttzeschlechter vus Erben, ein Wort, das die Paradiesesverheitzung sorfführend, dir Grundlage und di« Summa aller altlestamentlichen Weis, sazungen ist. Ununlerbiochen hat Gott zu den, in Abraham erwählten Volk« durch Propheten g«red«t, mit ihrem propheti­sch«» Wirken in Wort und Tat haben sie die Geschichte diese» Volke» begkitet bi» zu seinem Untergang. Bald reden sie als ernitc Butzprediger zu dem Volt, u Fürsten und Untertanen, und künden ernste Gericht« an. wenn Israel nicht umkehre zu seinem Gott und seinem heiligen Gesetze bald rusen. locken, mahnen sie voll Erbarmen und warnen vor allerlei drohenden Gefahren; bald tristen sie das unter allerlei Druck und Heim­suchung leidende Volk; bald enthülle» sie den Rat Gottes über Israel und die Völker der Erd«, immer bestimmter verheißen s>« «ine» von Gott kommende» Heiland und Retter. Seine» H öhepunkt erreicht das alttestamentliche Prophetentum IN den Weissagungen de» Jesaija vom Knecht Gatte», und bei Ma» leachi klingt er aus in der Verheißung: Bald wird kommen zu feinem Tempel der Herr, den ihr suchet. Und er kam. alr die Zeit erfüllt war. Da sandte Gott seinen Sohn; in ihm hat Eott nicht blctz am letzten, sondern auch am vollkommensten, abschlie- tzend geredet Ueber ihn hinaus gibt e, kein« Eottesossenba- rung. Alle Tön« der Lieb« Gottes stehen ihm zu Gebot; wie weiß er zu locken, wie weiß er zu drohen, wie weiß er zu lehren und wie zu trösten, wie weiß er mit den Schristgelehrten zu re. den und wie zu den Unmündigen, wie zu den Volksmassen und wie zu den einzelnen; die tiefsten Geheimnisse des Himmel­reichs, ihm sind sie selbstverständliche Ding«, weil er di« Wahr­heit i» Person geschaut, ja di« Verkörperung der göttlichen Wahiheit ist, weil er vom Himmel gekommen ist au» den Ewi­gen Schatz. Er hat den Vater uns vertündet, den niemand je gesehen hat al» der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schatze sitzt. Di« Worte, die er redet, find Geist und Leben, sie sind Wahrheit. Seine Person wie sein Leben er ist ja der Ab. glanz seiner Herrlichkeit, das Ebenbild de» unsichtbaren Gottes und ist gekommen, den Vater zu verklären und aus Lieb« sein Leben zu geben zu einer Erlösung für viele find Bürgschaft dafür Darum, wer sie hört und glaubt und tut sie, der ist ei­nem klugen Manne gleich, der sein Hau» aus einen Fels bauet«; nenn ein Platzregen fällt und «in Gewässer kommt und di« Wind« wehen, fällt es nicht den» e» ist auf einen Fels gebaut.

Derne Lehren sind der Pfad, der uns führt zur Gottesstoot. Treusrer Meister, deine jljorte sind di« recht« Himelspsorte. Sprich doch «in in meiner Seele, gib ihr Weiluug und Beseh!« Lehr sie holten bis in Tod deiner Liebe sanft Gebot. Ame».

Por hundert Zähren.

I. bis 7. Februar 1814.

Eitiaii glänzenden Sie« erfockit Blücher a»i !. Fror, über Napoleon bei LaRolhicre. Der Kampf wogte "oii' frühesten Morgen bis ,»»> späten Abend hin »nd her. Napo­leon hatte 4t) 000 Mann »nd 128 Eleschütze zur Verfügung. Vlücher anfänglich 46000 Mann, zn denen später die Trup­pen des bayerischen Feldmarschalls Gras Wrcde traten. lTiese Schlacht ist deshalb von besonderem Interesse, weil zu», ersten »nd einzigen Male Bläckfkr Oberbefehlshaber war; Schwarzenberg hatte ihm nämlich die Württemberger unter dem Kronprinzen »nd die Oeslerreicher unter Gnnlai unterstellt, Blnckfcr alles weitere tiberlosfcn. Sehl mahr- schcinlich hätte eS Schwarzenberg lieber gesehen. Ivenn Blücher eine Niederlage erlitten hätte.) Ter Derlnsi der Franzose» in dieser <Ä>lacht betrug 9600 Mann »nd 2400 Gefangene; aber auch die Verbündeten blitzten 600«) Mann ein.

Am Tage nach der Schlacht wurde in Anwesenheit der Monarchen im Schlosse von Bcienne ein KriegSrat abgelal- ten, an dem Schwarzenberg, Blücher und Barclay tcilnah- inen. Es wurde bestimmt, das; die Hiniptaruiee wieder von der Schlesische» Armee Blüchers abgetrennt werde» »nd BIütl>cr aus eigene Faust aus Paris operiere» solle, während die Hanptarmee über TroyeS gegen Paris Vordringen wüide. (Als Grund der Trennung der beiden Heere wnrde die Schwierigkeit der Verpflegung angegeben, in Wirklichkeit lag Schwarzenberg d>ira, den ewig drängenden Marschall Vorwärts aus gute Manier los zu werden.) Blücl>cr »nd Gnciscnau waren es zufrieden, der jedes tatkräftige Han­deln hcnimendcn Einflüsse des Hanpfauartiers entrückt zu werden.

Am 5. Februar wurde endlich der Komproinitz von C h a t i l l o n eröftnet, (der ganz anders wie seine Vorgän­ger sehr rasch hätte zum Frieden führen können, wenn Oester­reichs starke Rücksichtnahme auf Napoleon nicht gewesen wäre.) Napoleon war in jenen Tagen bereits so niederge­drückt. dnsi er seinem Unterhändler Eanlainrourt die Weisung gab, in alles zn willigen, um den Frieden zu bekommen. Enulaincoiirt aber schreckte vor der großen Verantwortung zurück, die er übernähme und so erbat er sich arn 7. Februar, in der zweiten Kongießsihnng, genauere Angaben der E!n- tzclheite» der Friedensbedingnngcn. imi Zeit zn gewinnen. Tie Folge war, daß der Kongreß am 9, Februar auf Befehl des Zaren, der das Spiel Napoleons durchschaute, auf un- bestimnite Zeit vertagt wurde.

(Die Hanptarmce unter Schwarzenberg setzte sich ain 4. Februar nach Troyes in Bewegung. Am 6. Februar wurde eine Erknndung gegen Troyes vorgenommen und am nächsten Tage sollte ein Angriff auf die Stadt erfolgen; in- des kam cs hierzu nicht mehr, da die Franzosen in der Nackt den Ort räumten. Nachdem so in sechs Tagen die Haupt- armec die 5 Meilen von Brienne nach Troyes zurückgelegt hatte, verharrten die Truppen in völliger Untätigkeit, angeb­lich weil sie der Ruhe bcdltrstcn.) _

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Schöne Ausflch! 12.

rte-c c 3:

~* c eigentlich zur Bliickierjstnii Armee gehörige» Korps kloik und Wittgenstein waren van Schuutlzcnbcrg angewie­sen worden, sich gegen V i t r y, eine alte und vernachlässigte, ater seit wenigen Tagen zufällig von den Franzosen besetzte nnd mit tneschuhen armierte Feflnng. z wenden. In Ar inhrnng de, Befehle kan, es am 8. Februar zn dem glänzen- den Reiterge,cck,t de, La Ehonsse,-. j »)ork die F,o.

zosen völlig sckflng. Fm Anschluß an dieses Grfrckil - Bork aus Ebalon« sur Manie vorrücke», da« nach ki-,>r Bisanetziing nachden, die französische Besatzung ans Vatia abgezogen :i»rr. eingenomeinn wurde. Vo» EI»,Ions au- fr.» slerk. eine», einlauscnde» Brsetzle Blüchers folgend i\ Marfm über Epern»y aus Eatcau Thierry an.

Blüchers Plan .vor, zuäck,st das in de, tchg,» » von Ebalvus vermutete Korps- Racdonald zu schlagen, »«. oii dee Brrcinigiing mit Napoleon zn hindern und i»o>». »>»" Bereinigung ,einer Trupp>c mit d u zlorps l'jork, Kleist und Kapzrwilsch, den Marsch aus Paris auzutreteu. Am 6. Fedr. traf Blücher seine Dispositionen: Nork mit IC 500 Mann zog onf der großen Hauptstraße über Epcruay ge» P rie, Sacken und Olsuchirw mit >0 0>»0 gingen die «eine Kaiserstraße nb> c Etogcs und Montulirail und die Korps Kleist nnd Kapze- witsch folgten Sacken mit 14 900 Mann im Abstand zwe,ei Tagesmärsche.

Nack der Sck,lacht von La Rot hie re war es Napo­leon, dank der geringen Taikratt der Brrbündrte», gelungen, seine Armee über die Anbe zu führe» und in Sicherheit zu bringen. (Am 3. Februar lvar der Kaiser i» Troyes, wo er mit eisigem Schweigen cmpsangen wnrde. Die Be­völkerung war nicht einmal zu bewegen, den hungernden Soldaten Brot zu geben. Allgemein inachte sich die Sehn­sucht nach Frieden geltend »nd der Kaiser Wurde allseitig r,i radczn bestürmt, dem Kriege ei» Ende z» machen. Aber lauteten die Fricdcnsbedingnngen der Verbündeten bereit - dahin, daß Frankreich aus seine Grenzen von 1792 besä,ränl sein sollte. TaS konnte Napoleon nicht zugeben, da er ti seinen Thron fürchten mußte. So verhielt er sich den» an. - weichend und suchte seine Heere nach Möglichkeit zn ergän,,en. Italien nnd Spanien waren von Napoleon a.isgegeben la.a - den und die daselbst freigewordeucn Truppen begannen , - ilim zn stoßen ) Kaum hatte Napoleon von Blüchers Pja. . gegen Paris zu ziehen, erfahren, als er an, 7. Februar I, schloß, der Schlesischen Arme« den Weg nach der Hanpist.-ig zu verlegen.

(Von der N o r d a r m c c endlich ist z» erwähnen, d,,i; am 4. Februar eine vergebliche Beschießung Antwerpens nnd am selben Tage die Besetzung Brüssels durch Borstell stnlt- sa»d; am 7. Februar fiel Gorknm und damit war so ziemliili die Eroberung Hollands beendet.)

Ans der fteimnk.

Brandschäden und Feuerversicherungen. Die Echlutzsär- In den Berichlc» über di« letzten grotzen Fruersbrünsie in Raffau und Heffen lauteten durchweg:Die Abgebrannte» wo r<n wenig oder garnicht versichert!" Mit dieser stereoltzmn B inerkung weiden Mitzstände in unserem Feuerveisicherungswese» blotzgelcgt, wie sie schwerer nicht zu denken sind. Vor allem aus dem Lande find dle Laut« von einer geradezu unbegrenzte» Vertrauensseligkeit zu der Feucrsi,herheit ihrer Anwesen. ll»d wenn dann der rot« Hahn trotzdem auss Dach geflogen ka».

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Nur bis C«de Diärz 1914.