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Tagesreilttn

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Lie ..»I««« ^n,r»,e>«nn«- ci chelai ,cdc bberktag. Regelmäßige Veilaeen ,.ye« o.orr ,n. rg,n- »r, de» Agenlcn moimilüh 20 Pig. ÖIN,U Irl» Posigebützr obtl Irägerlohi,. An,ti ( ni : Grund,«Ue 20 Ptq Erfüllungsort Friedberg. SchrifNritu», »nd Verla, Fricdd-,g tpeilcn,, Haiwuerstraße ll.

vir r»vim.a«d.". 0,«pr...: «e, dkl, Po!>°i,a,,r oiencl,ay,iiitz l»(dl» I > t'lfl-, än;eifltit oo auiuiuru werde OurJ, t'o.niartjnolimc Fernsprecher 4*. P-!chrg.L-»,» !Hr. 4*i9, «ml Stonlfiirt «.

Mt. 1,9 ft'iobei:

3ir hkütillt Ititmmrr innfnßt 10 Feite». Än uufrre ÄboMuten rhD Leser!

Nach tijährigcm Bestehen habe» wir unsere Dril­ling so vervollständigt, das, auch unsere Gegner mit ihr rechnen müssen.

Wir wollen seht ihre weitere

Verbreitung für Giehcn

und die angrenzenvcn Kreise vornehmen und wir haben zu diesem Zweit den srühercn Stadtverordneten V o m i « Traf; in Miffjfn mit unserer Bcrtrctung betraut.

Herr Trost ist ein alter Kämpfer sür die nationale Sache und die Sache des Bauernstandes, dem reiche Erfahrungen zur Seite stehen. Gr schlagt eine gute Klinge und wird u»serer Zeitung «ine graste Siüste lein.

Wenn schon ein sozialdemokratisches Blatt schreibt: Unser Kamps gilt nicht allein den Schlössern und Palasten, er gilt auch der kleinsten Baucrnhütte" dann ist es nötig, dast auch im Kreise EiestenErün- dclgNidda die

11 cur Tagtsmtilng"

in jedem Banernhano vertreten ist.

Selbstverständlich werden wir auch den kommn- nate» Borkommnissen, und den Tagesereignissen von Giesten unsere besondere Ausmerksamkeit widmen und wir bitten deshalb alle unsere Vertrauensmänner und Freunde in Stadt und Land für

möglichste Verbreitung

unserer Zeitung besorgt zu sein.

Wir werden in der Folge dem Teilte unserer Zeitung auch JUnsiratione» über wichtige Ereignisse. Kartenplanc und dergl. bcisiigen und vom 1. Februar werden wir die wichtigsten

amtlichen Bekanntmachungen für die Kreise Friedberg, Büdingen und (Ziehen

im Wortlaut bringen.

Wir geben uns der Hoffnung hin, dast uns diese Neuerung recht viele neue Leser und Abonnenten zu- siihren wird.

Nene Tageszeitung

Druckerei und Verlag A. K.

Friedberg i. H, Hanauerstrahe 12.

Nebrrftcht.

Wie dieNorddeutsche Allgenieine Zeitung" hört, ixt sich d> > knisrrliche Statt!,alter Gras von Wrdrl bereit er- tiärt, noch einige Monate aus seinem Posten z» bleiben, um

die Nachfolger des Staatssekretär» Freiherr» Zorn v. Bulach und anderer aus ihren Aemtcrn scheidender Mitglieder der ieichclänidschen Regierung in die Geschäfte einznsühren.

Seit mehreren Tagen herrscht in Qnarnerogols eine >,eitig« Bora. Ter wütende Sturm hat schon diele Schisse »iisälle zur Folge gehabt, ilnd man fürchtet, daß bald auch Meldungen über größere Verluste an Menschenleben ein- tressen werden. _

«ns der elektrische» Klrinbah» BudapestSzrnt Lrrinoz furfjcn in der Nähe von Kisprö zwei Zuge zusammen. Ne» de» Fahrgäste» wurden fiinf »lehr oder weniger fchivcr ,eil,dt. Ter Materialschaden ist bedentend.

Ter franzvstschen Kammer ist ein Antrag ans Br- willig»ng eines Kredits von 2 Millionr» Franken zur Br- »iiignnq Frankrrichs an der Wrltanestrttung '» St. Fenn zieko Illlä vorgclegt worden. Ter größte Teil dieics «redi's ,1 c-.,s Budget 1014 iibcTiiomciin werde».

. 1 », aivniiiichc Gendarmen >>i>d nach Sanl, S.»a»rala .-bgeginigc», ilm das Gebiet voii Ehimarra zu dcirnca, ,o. li'ld die griechische» Truppe» d>,s Land geränint habet», '.iijiio inrchtet. d> die Bevölkerung von Ehinmrra versuchst, »ird. dr-r Akk»f>ntion durch die alb>mi'chk» Gendarmen Widerstand entgegen zn fetze»,

- Tie griechische Rrgierung ordnele eine nochmalige Itlberprnlnng der Ginnahmen beS pro,rt»ier«rn Hasrn-- »"» Knuiolli a». bevor sie die Geuehmianng der vorgelegtn t-Iäne sür den B>iu des j>,,e»ö erteilen wird

Durch königlichen Ufa« wcroon die serbischen Reserve, oikizirrr uub Reieniistk, aller Wassengattnngen de« I. Ans- getmts ndteilnngrivrise zu den Waisen riabrrnien.

Wie verlautet, hat die ripsische Regierung gemein ichojtlich mit der japanische» beich,loiir», Protest gegei, die Anleihe der Provinz Girii,, die i» Drntichl.iiid iinterge- bracht ist. zu erhebe».

(Tljcorte uub |Ivnrtö.

Ein alte Erjahriliig lehrt, dap» man die radikale» Strömungen und Parteien nicht nach ihr'» Talen, ian derii lediglich nach ihre» Worte n richten dar, Tie C*>c- schichte des politische» Radtkalisiiius' aller Zeile»! und all.r Völker lehrt, dast er da. wo er nur geduldet »Utd r.ft sehr, sehr weitherzig geduldet ist, uidit müde wird, iibir Beriic- lraltigiing und lliiteedrückiiiig zu schreien, .tkaum aber ist er selbst zi» Herrschmst und zur Macht gelangt, dann eriveijeu sich all' die schönen Ausdrücke von Freiheit. Gleichheit und Brüderlichkeit ak» leere Redensarten, als hoble Phrase». Wo der Radikalismus am Ruder ist. da knüppelt er alle ihn» cnl- llkgenstehenhe Meinungen nieder und duldet kei.ic» Wider­stand gegen seine Theorien, die mit albn ni d jede» Milicln zur Tiirchfühnuig gebracht werden.

Ströme von Blut bestätige» diese Behauptung. Als Opfer derFreiheit" sanken hnndertlansende in der groben französiiche» Revolution dabin. Tie Pariser Coinniiine hat mit Mord, Totschlag nnd Plünderung ihre Herrscksist be­gonnen. Meuchelmord bezeichnet die Spure» der ruinscheu Nihilisten und wehe, wen» in Portugal Jemand den Ruf, ES lebe die Monarchie! kaut werden licste, er ist seines LckenS nicht sicher und wenn dort eine Zcitniig es ivagt, nionarchistilche Neigungen z» haben, so konnnt der Pöbel über ihr Geschäftslokal und Verwüstung und Plünderimg sind die Folgen: alles im Name» der Freiheit!

Doch was brancheil »vir bis nach Frankreich oder gar nach Portugal z» gehen. Bleiben wir in der Wettcra», so können wir gerade jetzt ein bezeichnendes Beispiel erleben, wie die Freiheit der Selbswerwcrltiing in sozialdcinokratisch regierten Organen aufgesastt und gehaubbabt Ivird. Be­kanntlich wurde im Reichstag das Ikrankrnkassengesctz einer gründlichieii Umwandlung »ntcrzogc». Nicht zuletzt war cs der Zweck dieses Beginnens, die nLcriilöchtige und unerträg­liche Herrschest der Sozialdemokratie, die die Krankenkasse» vielfach in erster Linie als Versorgungsanslalt sür erprobte Genossen zu benutzen pflegte, zu brechen. Dein unheilvollen Einsliib der Kathedersozial,sicn und Uebersozialpolitikern ist cS aber leider wieder einmal gelungen, dast dieser Zweck gründlich volbeigelnngcn ist. Man kann heule schon sagen, dast die Roten ungcschwächt in die Neuorganiiation cinzichen werden, ja dast sie ihre Macht vergröbern werden, da Millio­nen neuer Vcrsicherungspslichtiger in den Bannkreis ihrer Machtgelüsle gezogen werden.

TaS sprech,endste Beispiel haben wir im Kreise Fried- b e r g. Hier bestanden seither Ortskrankenkassen in Fried­berg, Vad-Nauheii», Bnbbach, Vilbel, Asscnhcim, Ricder- Wöllsiadt nnd Reich)elshcim. Eine Landkrankenkalsc siir den Kreis Fricdvcrg ist nicht gegrimdcl worden, dagegen sind alle Ortskrankenkassen bis aus die von Jriedberg und Bad- Nnuheii», ansgclvst worden. Tic Kasse in Bad-Naiiheu» wird selbsländig bestehe,i bleiben, die übrigen Kassen aber sollen mit der Ftiedbergcr, die ansgcbaut wird, zu einer ein- zigen Krankenkasse vereinigt werden. Lurch diese Regelung ist der seitherige» Ortslranienkasse Friedberg d,c Führung aller Geick^istc bis z» de» llleuwahlen übertragen. AnsangS sträubte mau sich bei der Fricdberger Kasse, bis man dann Ichlicstlich gesunden hat, das, man selbst aas Gistblüten Honig sangen könne. Tie Frieübcrger Kasse steht bclanntiich ganz j,n Zeichen der Sozialdcinokratie, im Vordergründe steht der Rechner der Kasse, Herr Kühn, dessen gewissenhaste Geschwits- sührnng wir gerne anerkennen, der aber aus (einem sozial­demokratisch,»:» Herzen keine Mördergrube »l icht. Im Hinter­grund ichövebt der Geist Busold's über den Wassern. Last der Beigeordnete Tamm Vorsitzender der Kasse ist, stört das gute Einvernehmen nicht im geringsten, behaupten dock, böse Zungen, das, die Gesellichsist mit bei ch rankte r Hastung, die dieser Politiker mit Herr» Buiold eingeangen ist, »euer- ding» sogar in eine solch-c mit unbeschränkter Hastung verwandelt worden sei.

Ans alle Fälle mache» di« Hcr,|ch>istc.i, ivaS sie wollen, sic silxrlte» und walten nach Belieben und ganz »ach if-icm '>-«d»»ken. Wir wollen hier nick» rede» darüber, war- be­reits sür Trnüsachen hergejtcllt waidc» sind und wie und wo sie »nd andere BcileUuiigcu vergeben werden sind, das steht ans einem anderen Blatt und soll ein ander Mal zur Sprache kommen. -Heute wollen wir nur eminnl beleuchten, wie die Sozialdeinokralen, da, wo sie an» Ruder sind, die Freii,eit die W>,hl hoch'lzalten. Im Landtag hat sich Herr Bnsold hiugcsleUt und über alle möglichen VergrwaltigungS- versuche gegenüber der Arbeitertlasse. soll heiheu. sozial- dcmolralie, hohe Töne geredet. Hier in Friedberg aber tciinen dir Herren von de'r roten Eonlenr doch» einiual d->> B.weis liefen,, wie sie die ..Rechte des Volkes t.d wie die

»istagwörtel alle heisjen, aetgei» ,,»d zu erwciter. !» »eu. Ta aber erhebe,, wir inerkivürvig« Dingr. Es ,!t i, oen iirineu der Lersi«I>erle». Arbeitgeber uub Arbeitnebmei der B',m,ch,. dast i» alle» Gemeinden, wo über kB Wahlbe »«tstigte «Ardeitgrder und Arbeitnehmer) wohnen, ein ,-igc- mr ivahltn-.strk gebildet iverden möge. Nicht io aber walle» es die Gewaltige,, -er Frirdberger Kasse, sie dekretiere», das i >'< Gemeinden des Kreise« gewählt iverde. Ta der »ireic Gemeinden .>ihlt. so muüstten deiiiiiach in unactäln i- -'Uli,ei,Iden die Wähler aus liingere Entsernunge» zu NI Wahlarte wandern, wenn sie von ihrem Wahlrecht Eübrauc. machen wollen. Tie Ortskrankenkalse in Vilbel ha« ans ihre, leisten Geuetalveilamiiiluiig de» Beschlub gesastt. dgsür ei». '»treten, das, in allen Gemeinde» mit mindesirnS Aalil- berechtigtc» Wahlbezirke gebildc-t werden, die Butzbacher Kassc Hai das Gleich^ getan. Tut »ichis! die Herren in Friedbc.g lehnen ab. Hervorragend« Gewerbetreibend,' begrü-iden aniü- eiiigchendst« denselbe» Anlrag. Hilst alles nichts! ,,»r ,». I'i Genieiiidcn soll gewählt werde». Man zog die Kreise Büdingen und Giesten nt« Beispiele heran, ive in »oil allen Gemeinden gewählt wird. Man rührt sichickstl Eis! als von höherer Stelle noch einmal ganz deutlich mit dem Zan». psahl getvunken wurde, da entschlos, man sich allergu N ist sür Gi-im-inden einen Wahlbezirk zn bilde», lind warnm die,er lrotzige Widerstand? Angeblich koste die Bildung a>, so Viele» Wahltommissionen viel Geld und deshalb die Zahl eingeschränkt werden. Man glaubt seinen Cei- , nicht z» trauen: wen» VolkSrechte in Frage kommen, l die Sozialdemokratie vor Geldansgaben! Was würde ,i.» für ein Jndianergeheul erhebe», wenn die Regierung ein, , solchen Standpunkt einnehmen würde. AI« nach Ansichit d r roten .Herrschasten die Regierung bei de» prensstschs'n La,,' - tagswahlen nicht genug Wahlbezirke gebildet hat. d,i » Wal, l recht «raub der gelindeste Vonvnrf, der it<r - macht wurde. Hier aber, wo die Sozialdemokraten am Ru« r sitzen, soll Geldansgabe das Hindernis sein, um den Wählet > Gelegenheit zn», wählen z» geben. Nein, damit macht , , die Gäule nicht schwul Ter wahre Grund ist die Machlir,:. Wer im Rohr sitzt, der schneidet sich die Pfeifen, io de»!. und haistiel» auch die Sozialdemokraten. Sie haben , e Macht »ist nutzen sie rücksichtslos ans: sic wallen die W»,

»US den kleineren Gemeinden, denen sie nicht trauen, von der Wahl fern halte». Deshalb soll die Wahl nur in eiuiee» größeren Gemeinden, wo die Sozis wie der Hederich - e- deihen, vor sich gehen. Wenn sich, dann die alte Erfahrung bestätigt, daß die Wähler der kleineren Gemeinden, die Stunde Weg scheuen, die sie. »in wähle» z können, zin nck. legen »nisten, dann kann die Rechnung stimmen »nd die sozialdemokratische Herrsch,»!« bleibt unerschüttert.

Hassen w,r daß die Herren Sozialdemolratcn die Rech ng dieses Mol ohne den Wirt gemacht habe». Mögen lick- die Wäblcr das Verhalten der Partei sür Freiheit, Gl, ch- heit »nd Brüderlichkeit merken, mögen sic bei den Wahlen dieses Gewaltstrcichcs, der, um im sozialdemokratische,, 7 ir- go zu spreche», geeignet ist, die Wähler zu eatrechlen, ei..ge­denk sein und ihn sich zum Ansporn dienen lassen, keinen Weg zn scheuen, sondern zu wähle» unter der Parole:

Nieder in i t der sozialdemokratische» Herrschaft I

Dcntlcher ireichstafl.

202, Sitzung. 30. Januar 1011, 1 Uhr.

Kurze Ansragr».

Abg IO. Trrndrl IZentr.) fragt wegen des Wehiv- -» träges an, ob die Feststcllmig des Vermögens vom 31. De - - der 1013 auch, für 1917 zugrimdc gelegt werden wird.

Ilnlcrstoalssekretär Jahn: Das I0l3 jestgesleUlc 2 »

möge» ist unverändert auch bei der Fcststellimg der Be,-

mögen von 1017 zugrunde zu lege». ES wird da»» mit ......

Ergebnis des am 31. Dezember 1016 ermiielten Verniöge S verglichen werden. Diese Ansfassung hat auch der Staat:- fekrctär schon früher vertreten.

Abg Sittart (Zcntr.) fragt a». ob die tüarinson vou Zobern, deren Verlegung nach dem Barackenlager von Hage- au Bitjch als harte Bestrafung empfiindkn werde, bald In - her feiner früheren oder einer anderen Garnison überwiesen wcrdcn soll.

Gcneralniajor Wild von Hohrnborn: Tie Ansragr u -t von unzutreffenden Voraussetzungen ans. Es handelt sich bei ler Verlegung der Garnison von Zobcni dnrck>aus nickst u>» eine Bestrafung, »nd die Verlegung kann um fo weniger olc- e,nc Bestrafimg rinpfimdeii werde», als eine große Anzahl von Truppe» seit zwei Jahren auf Truppenübung-Platz,-> vnteraebrnchl werden mußte,,. E,»e Benulwortuug der Frage selbst kann nicht ersolgen, (Heiterkeit nnd Unruhe.)

Der Etat drS Rricheamts d«S Innern.

(Achlrr Tag.)

Ab.-.. Wr!..i,anirn IBP): Es ist verlorene Mühe, für "S grlben Arbciten>ereine ei» gutes Wort rinzulege». Wir wollen sozialpolitische Beweü»ngSsre,heit für Unternehmer ist Arbiiler Wir N-erde» gegen daS Verbot des solrei!-

polleiitlebeiiS stiiiunen Terror>s»'«s wird von !»rbe>Ioebe>