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wem Xa 9 « 6 ,)t«tung. Freitag, oen 16. janu«* 1914
Miuibcmiiurb j„ S?cnküit. Ein grausiges Verbrechen hält si;r Seit die f'k-niiiUv der britischen Hauptstadt in Aufregung, ^n einem Abteil dritter Klasse der North-London Eisenbahn sand inan die Leiche eines etwa siebenjährigen Knaben. Die Leiche des KindcS war unter einem Zit, versteckt. Ein Arzt, der sie zwanzig Minuten nach ihrer Auffindung unter- chchtc. erklärte, das; der Mard seit ungefähr einer Stunde begangen Warden, er sei durch Erwürgen erfolgt. In sväter Abendstunde gelang cs auch, die Elter» des unglücklichen bindes senznitellen. Es bandelt h>h u,n eine voclianfleseheiie Bcaintentaiirilie in .tuanpstead. d-ech weigert sich die Polizei, den Na-nen der Familie zu nennen. Das Kind fei von ihnen, io rrllareir die Eltern, zu eineni Gärtner geschickt worden, uni Blumen zu holen, jedoch nicht zurück-»-kehrt. Anscheinend
lugt Lustmord vor.
Bier Brüder aktive Generäle. Durch die zuni Geburts- iag König Ludwigs ltk. von Bayern criolqten Beförderungen tritt jetzt der in der Armee einzig dastehende Fall ein. kan vier Brüder zn gleicher Zeit der «rtioeii Generalität nn- gel-ören. Es betrifft dies die Brüder Gustav. Albert, Emil und Karl Bitter von Schoch. Der älteste. Oteneralleul-iant Gustav Ritter von Schoch, befehligt die 5. Division in Nürnberg. der zweite, Generalleutnant Albert Ritter von Schoch, lübrt die erste Division in München, der dritte, General- major Emil Sckioch, ist Brigadekoiuuiandciir in Augsburg und der vierte, Keuerglmojor Karl Schoch, Brigadekoiiimmi-
dcur in Neu-Nlm.
Selbstmord eine« Fabrikbesitzers. Gestern morgen bat
i ch der Fabrikant Ferdinand Schübe. Hannover, Gneisen,,n- st, oste 15 wohnhaft, erschossen. Schütze >var Kandidat für die Bürgervarsteherwahlen im Tiergartenviertel. Er hat gestern eingestanden, dah er anonyme Schmähbriefe an seine Mi Kandidaten geichricben hat.
• Klingeuderg a. St., 13. Jan, Am Freitag zahlte die hle- ,iee Siadtkasse das jogeiiannte Biirgergeld in Höhe von sc 400 Wart ml j-btn Bürger, jeden Bürgerssohn über 25 Jahre und jel* Bürgersmitioe aas. Das Bürgergeld ist bekanntlich ein Teil de» hohen tbewiniies. den di« Stadt aus ihren Bergwerken löst. Her Rei, -ertrag tst so hoch, daß Kltngeuberg daran» sämtliche Keinerndeausgoben decken und noch das genannte llürgeigeld decken kann. Glücklich«» Klingenbera. in dem
Steu-rn unbekannt« begriffe find.
vrrhaftung. In Hohensalza wurden drei Schüler «rhaflet, die im Lause de» Sommer» in der dortigen Kirche den Andächtigen Pompadours und Portemonnni» gestohlen hatt:n.
Heiratsschwindler. Bor der Straff-numer in Mannheim »alt« stch der 44jährige Masseur Soffer au» Erbach a. Rh. we- fln Heiratsichnrindel» zu verantworten. Der Angeklagte hatte i- den letzten Jahren in mehreren Städten Süddeutfehlanti» oorunter auch in Heidelberg, gelebt und gab sich al» Nervenarzt aus Er wustte verschiedene Mädchen an sich zu locken und stch durch Schwindeleien ihr« Ersparnisse zu verschassen. In 3 Fällen hatte er stch nun wegen Heivatsschwinbel» zu «rant- worten. Da» Urteil lautet, a»s 4 Jahre Zuchthau« »nt zehn Jahre Ehrverlust.
Wackere Seemannstat. Tie Rettungsstation Stolpmünde her Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert. dost in der Nacht ant den 9. Januar von hem deutschen Dampfer „Stolp", Kapitän Schelz, gestrandet östlich der Molen, mit Gütern von Stettin nach Stolpmünde bestimmt, zehn Mann durch doS Retlnngsboot ..Generalpost- neister" der Station Stotvmiinde-Ost gerettet wurden.
Starke Rrrv-n. In der Folie-Bergdre in Paris sollte dieser Tage der Dompteur Richard Wiese austreten, uni in
Und da warf fie plötzlich aufschluchzend die Arme um seinen.<ö,il«.
..Nikital»
Er streichelte zärtlich fächelnd !lir Haar.
„Sonja — kleine Fürstin Sonja — dark denn der arme Graf Argnnoff Dich stir? Leben batten? Weistt Du, was Deine Grostinntter zu mir sagte beim Abschied?»
S-e stob Eggend die Avaen zu ihm empor.
„Geben Sie mit Gott, Nikita — brinn-n Sie für mich die Enkelin zurück — und für sich die — Braut 1"
kleberwältigt von dem antsteigenden Gtücksgefübl. barg se !br Gesicht an seiner Brust. Er slüste-te ihr zärtlicke.ZM- enhio-nde Worte in? Obr. se innig an sch drückend.
Nach einer Weile löste fie sch ansntinend aus seinen ckrmen.
„Last mich lesen", bat sc leite.
Er führte se *ii einem Settel, und sie las d-n Brief oer G--ostinutter. Graste Tränen r--.',',-n übe. ihre Wongen und lösten die Spannung, die in ioreni W teil war. seit sie wustv- d r > ibr R-ter e-ii T-»rst et-,,. , ,, gewesen war.
Er füst'e ihr die Tränen fort.
„Nilstt weinen, meine SonjaI NIM ist ja alles, alle? mied— gnt. Nickt wal-r. mm wirst Du mit mir keni-nen?"
Sie lehnte ihren Kopk an seine» Arin und sah mit leuchtenden Auoen zn ji-m auf.
„Wie kann i,l' anders. a^S Dir I--si',-n! Lud wenn ineine Giostinnkter wir'-icki in Liebe und Sehnsucht meiner harrt. — iiieivlt Du, ich könnte tie r>er---kub warten losen? Ich habe sie doch lieb, — trotzdem ich gt,,-siie. g.> u--' - u-u-ftz
von mir wis-n wolle-,. Ach — so-'e niw, ob sic H-, l-'d-t? SEVir su „neust!,-, als Du sie Perl'estest? H ittc sie wieder : f, rc schlimme» Schmer--' ini Knie?"
„Tie Schme- zen im Knie waren wobt kaum so arg al? die ,,n Herzen. Tu lieber, ungestü-uer Trotzkops. Ais ich zuloll'g. kurz nachdem fie alles was in ihr sandl st gelesen halle, zn istr s.z.n fand ich s° in Zustande. Aber dann wurde fie ruhiger „ . , >
Dich bevn-uiioleu."
(Schlnst folgt.-
der Revue, die alle Abend gegeben wird, seine Laren mit- wlrkcn z» lassen. Ta jed-ck die Tiere verspätet emtrafen. wurde das Auftreten des Doniptenrs un, einige Tage per- schoben und Wiese erhielt Erlaubnis, die Baren provisorisch in, Hofe des Lari-st-- nntcezubringen. Du- Bestien waren jedoch durch die lang.- Reise unruhig geworden und wurden durch Neckereien von Leuten, die zur Besichtigung zuge- lassen waren, noch aiehc gereizt. Als nun am Abend die Frau des Dompteurs den Bären zur Beruhigung ein grostoS Stück Brot reiche» wollte, fable ein groster Bär mit seinen Arallen die Hau» der Frau und richtete sie durch Bisse fürchterlich zu. Nur durch Schläge mit eisernen Stangen konnte das Tier veranlaßt werden, von feinem Opfer zu lassen. Tie übel zugerichtete Frau wurde jedoch nicht eine» Augenblick von ihrer Kaltblütigkeit verlassen. Trotz ihrer wahnsinnigen Schmerzen verzog sie keine Miene, sondern wandte sich noch lächelnd an da? Publikum niit der Bitte, ihr eine Säge zu geben, damit sie die verstünuuelte Hand, die sie nun doch nickt mehr gebrauchen könnte, abschneiden könnte. Selbst- vcistäiidlich gab man ihrem Ersuchen nicht statt, sondern brochto sie nach denr Hospital Lariboisiüre, wo ihr wahrscheinlich die Hand amputiert werden wird.
Seid einig und .... Bei der Rückkehr auf sein bei Essenberq liegendes Schiff suchte der Schifter van Sandtee laut „Niederrheinische Lolkszeitung" seine Frau zu erstechen und über Bord zu werfen. In der Gegenwehr verletzte die Frau ihren Mann dnrch Revolverschüsse in Kopf und Arm in lebensgefährlicher Weise.
:: Sin Staurermeister wegen Aloidversuchs an Frau und KtuS verhaftet. In Köttingen wurde der Maurermeister Ma gerhans unter dem dringenden Verdachte verhaftet, wiederholt versucht ju haben, seine Fra» und sein uneheliches Kind zu oer- glsten.
Freilafluug eine« betrüg-rUche» Beamten. Aus Dortmund wird gemeldett Der Oberpostassistent Meyer, der im vorigen Jahre wegen Fälschung von Rennlelegraniinen zu einem Jahr acht Monaten Zuchthaus verurteilt worden war. hat nach Hi», terlegung einer Kaution mm 50 000 Mark auf fteieii Fuß ge setzt worden.
Der Tesfinee vanlkrach. Der Krach der Telsiner Kreditbank ist noch betzeutender. al» man bi» jetzt angenommen hat. Mehr «l, 21 Millionen find gefährdet. Die Untersuchung ln» «r. geben, daß in den Büchern der Bank die größte Unordnung herrscht«. Der Direktor ist verhaltet morden. Bor dem Bankgebäude fand eine äußerst stürmische Kundgebung statt. Die Polizei mußte mehrmals einschrei len.
Kopf vor dem Schwurgericht.
®. & H. Frankfurt a. M., 18. Jan.
(4. Derhandlungstag.)
Der vierte Derhandlungstag in dem Prozeß gegen de» Gistmörder Karl Hopf begann mit der Besprechung des Mordversuchs an der Mutter deS Angeklagten. Eine Zeugin Fischer bekundet, daß Frau Hops eines natürlichen Todes verstorben sei und daß niemand an das Gegenteil geglaubt habe.
Die Zeugin Kohl weiß, daß Frau Hopf stch geäußert habe, sie wolle ihren Sohn Karl auf den Pflichtteil setzen; eine ander Zeugin bekundet demgegenüber, daß die alte Frau mit großer Liebe an ihrem Sohne gehangen habe.
Im Mittelpunkt der Derhandlnng stand heute der Mordversuch an der dritten Frau, die heute noch lebt, von Hopf aber geschieden ist. Sie gibt zunächst an, Hopf durch eine Zeitungsannonce kennen gelernt zu haben. Hopf habe ein Testament bnld nach der Hochzeit gemacht, in welchem sie als alleinige Erbin benannt war. das Testament aber war wegen eine? Formfehlers ungiltig. Später forderte Hopf von seiner Frau eine Verfügung, wonach sie nach ihrem Tode verbrannt zu werden wünsche. Die Frau lehnte das ab, obwohl Hopf ihr sagte, in seiner Familie sei die Leichenverbren- imiig üblich. Da die Zeugin Grund z» haben glaubte, an der ehelichen Treu ihres Mannes zu zweifeln, untersuchte sie eines Tage? seinen Schreibtisch und fand dort u. a. Beweise dafür, daß er schon zweimal verheiratet war, nicht nur ein- mal, wie er ihr erzählt hatte. Sie stellte ihren Mann deshalb zur Rede und habe in der Erregung das Zimmer verlassen. um vor ihrem Mann die Träne zu verbergen. Sic habe dann eine Tasse Tee trinken wollen, bemerkte aber an demselben ciuen sonderbaren Geschmack, es wurde ihr übel und sie konnte sich nicht mehr erheben. Sie fragte ihren Mann, ob er ihr etwas in den Tee gegeben habe, was er mit der Bemerk,mg verneinte, sie wäre Wohl selbst am Gist- lchrank gewesen. Er bet ihr dann Wein an nnd trank davon, zum Beweise, daß er nichts in denselben getan habe. Später drohte er ihr mit einer Anzeige wegen Einbruchs. da sie sei- neu Schreibtisch erbrochen hätte, worauf sie erwidert habe, sie werde dann gegen ihn Anzeige wegen Mordversuchs er- statten. Sie habe dann den Rest des Tees ärztlich untersuche» lassen, doch sei nichts verdächtiges gefunden worden. Weiter erklärte Frau Hopf, sie habe Aufzeichnungen ihres Mannes gefunden, wonach sie damals Fiebergrade bis zu -10,5 aufgewicsen habe.
Ans Befragen des Vorsitzenden bekannte der Angeklagte, daß er damals seiner Frau Typhusbazillc» gegeben habe. Weiter wurde fcstgestellt. daß Hopf sich mehrfach bei dein Wiener Laboratorium, bei dem er seine Kulturen bestellt k alte, belcbwert hat, weil dieselben nicht virulent genug ge- wesen leien. Gleichzeitig verlangte er frische Fnstnren von Dysenterie-, Enteritis- und Botulismusbnzillcn.
Femi Hops bekundet weiter, sie habe von ihrem Mann einmal ein Glas Milch erhalten, nach dessen Genuß sie neuer- dmgs erkrankte. Ihr Mann habe versucht, eine Untersuchung der Milch zu verhindern, es sei ihr aber gelungen, Rd. Rosenbaiini eine Probe der Milch zu senden, der sie aber
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wegen ihrer Besorgnis vor einer Vergiftung zu beruhigen, versucht habe.
Wie der Vorsitzende feststellte, hat Hers sich in 7?-vem- 6er wieder bei der Wiener Firma über die Unwirlk-n.'eit der Kulturen beklagt habe, wobei er gleichzeitig Kulture i von Cholera asiatica bestellte, die vom Kriegkschonplatz nick dem Balkan wohl frisch geliefert werden könnten. Er rä-unie dann auf eine Frage des Vorsitzenden auch ein. seiner Freu Cholerabazillen beigebracht zu haben, und zwar wiederholt.
Frau Hopf erzählt dann weiter, daß sie mit ihrem Mm», einmal eine Flasche Sekt getriinien hätte, der genau so schmeckte, wie dec Inhalt eines Fläschchens, das sie r.i seiner Tasche fand, als er auf einer Chaiselongue lag; an' den« Stöpsel des Fläsckicheiis sei ein „A" gestanden, was nach Hopfs Angabe Arsenik ku'deiitete. Tie Frau ging dann ir-s Krankenhaus, Ivo sie bekanntlich gerettet werden konnte, ste wäre am 12. April eutlassen worden, ihr Mann war a0— einige Tage vorher verhaftet worden.
Auf ausdrückliches Befragen durch den Vorsitzenden, bekannte der Angeklagte , daß er seiner Frau nickt nur Arsenik, sondern auch Typhi,?, und Cholcrabazillen in die Speisen gemengt habe.
Die Frage des Vorsitzenden, ob er, wie eZ den Anickeu> habe, feine Frau nur geheiratet habe, um sie mnbringcn zu können, verneinte Hopf, gab aber zu, daß er sie habe töten ivollen. Ebenso, daß er, der doch die Krankheit durch du Eingeben gefährlicher Bazillen die ganze Krankheit der vor- her gesunden Frau verursacht hatte, während dar urrrnn- lung der Frau au deren Bett saß und weinte und sie. ivie die Frau selbst bekundete, in liebevoller Weise pflegte. Er recht fertigte das daniit, daß er zu jener Zeit sehr niedergeschlagen und depriiniert gewesen sei.
Die Zeugin bekundet weiter noch aus eine Frage des Vorsitzenden, daß sic von Len Batterieniendungen und den wisseuschastlicheu Experimenten des Angeklagten nichts gewußt habe. Ibr Man» habe ihr einmal ein Mikrojkov ge- brnchi und sie gefragt, ob sie sich für Milzbrand interessiere Sie habe dann auf seine Veranlassung hin in das Mifrvi'nv gcseheu und auf der Platte eine Menge rote Pünktchen bemerkt. lieber seine zweite Ehe. von der sie durch die Durch- suchung seines Sckweibtisches Kenntnis erhalten hatte. IW.c ihr Mann stets sehr harinlos erzählt und gesagt, seine Este sei sehr unglücklich gewesen, obwohl er seine Frau sehr gut behandelt habe. Er stellte die Sache- so dar, als wenn M,- Frau zu einem anderen Manne imerlnnbte Beziehungen unterhalten und von diesem ein Kind gehabt hätte. Nnd um dieses Kindes willen hätte er seine zweite Frau freigeaebe». Ferner habe ihr der Angeklagte sehr häufig von seinen Eltern erzählt, die er- sehr lieb gehabt habe nnd deren Verlust ihm sehr nahe ging, sodah es ihn sehr angreife, wenn seine Frau immer von seinen Ettern zu erzählen ankauge. Der Um- stand, daß Hops alle ihre verschiedenen Vorlialtnngen, di- ziemlich lange andauerten, ruhig anhörte, habe die Zeugin auf den Gedmrkeu gebracvt. daß lein Gelvissen nicht ganz so rein war. als er sich Len Anschein gab.
Der Zeuge Bankbeamte H o f m a n n von der Psälzi!a>en Bank erklärt, daß die Angabe des Angeklagten gegenüber dr,n Kriminalinspettor v. Salomon, er habe anr der B--nt ein Guthaben von 7000 Jt liegen, falsch gewesen lei. Hop'» Guthaben habe zurzett feiner Berhaftimg nur 1500 Jt he tragen.
Diesen Didersprnch sucht der Angeklagte einW’ dadurch zu entschuldigen, daß er sich bezüglich der Höhe feu;-■ Guthabens geirrt habe; in dieiem Glauben habe er auch die hohe Lebensversicherung abgeschlossen.
Ter Vorsitzende bemerkt ihm hierzu, daß es auch -uinf-. i- nent höchste Zeit gewesen sei für ihn, seine Frau rtnf i'i” Seite zu bringen, da er so gut wie kein G--.'d mehr gelial.t habe und gehasst habe, durch die Lebensversicherung wieder zu Bargeld zu komnien.
Die Zeugin S ch l i e p er, ivelchc die Frau Wallh Hops während ihrer vierwöchentlichen Krankheit gevllegt bat bekundet. daß sie einmal gemeinsam mit Fra» Hovt eine v- n dern Angi-klogten »ritgrbrachte Ananas verzebrt baSe. Darauf sei sie scbr krank gcworden und batte mehrere Tage da? Bett hüten niüssen. Das Gleiche sei der Fall gewesen nack dena Genuß von Ptlaumenkiichen, den sie ebenfalls von Hovi erhalten babc. Dahirciid ihres Krankenlagers habe ibr Hops einen Brief g< sch.icben, in welchem er der Zeugin du? Be- tretea seiner Wohnung verbot. Tie Gründe lnerfür erfK:rt>* Hopf nicht ai'.gcben z» können.
Ter Zeuge und Sachverständige praktiicher Arzt I» Stofen bannt, der Frau Hopf wäbrend ihrer nranke ! behandelte, erklärt, daß er sich aus dem .Krankheitsbilde nickN klar grwerden sei und deshalb eine bestinimte Tia-moke nutzt habe stellen können. Den Verdacht einer V"rgisti-ng. da, Fra» Hopt geäußert habe, habe er nickt geteilt, zumal tz-- chemiicken Untersuchungen der Speisen usw. negativ geentz-t hätten Es habe ihn sehr befremdet, daß Frau Hopt il'.n dueck ihren Mann telephonisch mitteilen ließ, sie wolle „i' v ins Krankenhaus, sondern lieber zu Haute bleiben, ol ; 1 sie »nd Hopf selbst am Tage zuvor mit der lleberksihrnng Krankenbaii- einverstanden gewesen sei.
De- Sechverständige Chemiker T i I l m a n n , der d -- Tee und die Milch so'vie das Ansgebrochene im Falle tn Fran Hopf untersucht hat, bekundet, daß er du- Un- s-lch»ngen mit größter Genauigkeit vorgenommen habe, i ' le-en dieselben bis auf einen Fall völlig ergebnislos ge'-i-- ben, und auf diesen einen Fall habe er kein Gewicht ge'.-z- weil hier die Reaktion auch auf Mittel zurückzuführen lei. £>• Frau Hops wegen ihres Kopsleidens genommen habe.
Hierauf wurde die Wciterverh.andlnng auf morgei, veitagt


