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>r e-t »in 9. Februar »Zigaio« Hochzeit" von Berurmarehai», >d am 19. November ^Der eingci>tK>ct« Rtanft" rem Wolkrt.

5 ->-e «crrtcUiTgen roaten rech, gut bracht Auch im «rfiol-

- relnsjahr borf der Verein ffli G«ldzuwendui> 4 >en dan-

E: erhielt vom Borschutz. und Kredi«r«in £00 Mark, vom . . if/iltcrltift 200 Mark, von der Log« II Mark, von (eintm hi. -»Mitglied Iran Mlh, Eehmidt.Lcipzig 50 Mark, «vfiir ch her nochmals den hochherzigen Egender» herzlich gedankt el. Für Bücherfpenden hat der Verein za danken den Herren

chtLvhler Bindrrnaoel, Buchhändler Eriba. Kaufmann ^ui»ig Etcr», Rentner Ubrich und Justizrat Wndccker, Mi« nn.a-er legte Herr Kommerzienrat Trapp auch in diesem Jahre d-n P ifütcatt und im Namen de» Verfchönerungsveneins dar ^'d-ef>buch der Stadt Frankfurt, Herr I. Dörr die Mitteilvn.

' > der Deutschen und Österreichischen Alpenverein,, der Tler. sstutzveiein lerne Zeitschrift auf. D!c Stadt Friedberg über­wies dem Verein vorläufig einen Raum in der alten Gewirke, schule. Für di« unentgeltliche Ueberlasfung ihrer Zeitungen ha« der Verein zu danken den Schristlcltungcn de,Gichener Anzeigers", »er .frankfurter Nachrichten", de, ..Oberhess, An. zeigerr". derNeuen Friedb. Zeitung" und der ..Neu:» Tages. Zeitung". Wie bisher fo wurden auch im verfloffencn Jahre durch Mitgliedfchafr unterftützt' der allgem ine deulfche Sprach­verein. di« Geschäftsstelle zur FStdennng der Künste im Nhein. und Mainoebiet. der Verlag der heistfchen Doltsbücher. die »ilitliike Schriften Vertriebs anstait in Berlin, der Rhein Mai. »ifch- verband für Volksbildung, der allgemeine Berein für deutsch« Literatur. »Ir deutsche Dichter.Gedächtnisstjftung. di« Ortsgruppe Friedberg der Jungdeurfchlondsbundes, Lefezim. mer und Bücherei konnten leider in diesem Jahr« ihren Zwek. len nur unvalliommen dienen doch wird di« Jnftands tzunq ei. ne, würdigen Lese, und Dücherzimmerr nun in Angriff ge­nommen und hosscntlich recht bald vollendet. Mi, dem Ans. d,u» her Dankes an alle, die auch im abgelaufenen Jahr« stch in den Dienst des Volksbllrh-ungsverein» gestellt halten, schloß der Vorsitzende feinen beifällig aufgMommenrn Bericht. Die licchming trug Herr vankoorftand Dörr vor. Sie war von Herrn Seminarlehrcr Gatzeri geprüft. Dem Rechner wurde mit dem Donk für feine Mühewaltung Entlastung erleil«. Die fo,,una,gemätz ausscheidenden Herren Falck, Klär und Stahl wurden erneut in den Vorstand gewählt. Außerdem wurden ter Voranschlag für 1914 und noch einige Punktt wie Aurftat- luvg de, Lrs.-zlmmer, u. a. besprochen. Möee das neue Jahr 1 BH dem Verein fein« allen Freund« und Anhänger erhalten > e.d ihm für leine nützliche Arbeit neue Kräfte zifführen,

* Fri'tberg. 15. Jan. (SchSsfengrrichtf. Ein Privatwäch. ter m Friedberg hatte zwei Strafbefehl« erhallen über >e drei Mark, weil er da. Bellen feine» Hundes nicht verhindert«. Auf erhobenen Einspruch wurde er freigefprochen. Ein Kauf, mamisgehilfe aus Dorlar b Wetzlar wurde wegen Betrugs und Unterschlagung zu einer Gesomtgefängnisstraf« von zehn Tagen verurteil». Ein Direklpr M Rosbach ist wegen Rah. rungsmittelfälfckzung angeflagt. weil er kohlensaures Wasser al,Himbeer-Limonade", unter Zusatz von Zucker, aromati­sche» Stoffen und Farbstoff unter der BezeichnungRosbocher Hrmbecr Mousseux" xum Zweck der Täuschung in den Berk hr gebracht hat. Es erfolgt« Freisprechung. weil der Angetlogte die Zusätze al»Säfte aus srischen Frucht.»" dezogen und das Wätzer zu einem sehr billigen Preise 7 Psg. per Flasche adg-gaben hat. mithin ein« Täuschung der Publikums als nicht vorliegend angesehen wurde. Ein Arbeiter aus Melbach er. hielt w gen Körperverletzung 5 Mark Geldstrafe, weil er einen anderen Arbeiter gefchlagen hotte. Wegen Psanbveräutzer- ung wurd ein Kaufmann aus Bönstadt freigefprochen. Ein Studierender zu Friedb rg wurde wegen Körperverletzung zu ei. »er Geldstrafe von Mark verurteilt.

* Gießen, 15. Jan. Am Montag, den 19. Januar d. I. cheldet die Neilbsbonkncdcnstcll« Wetzlar aus dem Bezirke der Relchshankftelle Eoilenz aas und wrd der hiestgen net-oegrün- telen Ncirbsbankstell« zugeleilt. Diese umfaßt außer der Re. benstclle Wetzlar noch di« Nebenstellen Marburg a. d. Lahn und Frirdberg i. Hessen.

* Frankfurt « M.. 15. Jan. Der Bau. der vom Verein für Krüppelsürforge Wieshadem-Frankfurt a. M. südlich der Rie- dcrräder Schleuse »rrichtelen protzen Hell nnd Erziehungson. talt ist fa weil gediehen, datz di« Anstalt am I. April ISIS eröffne» werden kann.

Helfen Nokia«.

* Hana». 15. Jan. Der 9jährige Sohn des Maurer, Erb. Koppel von Alzenau fiel in die zur Zeit hachgefchwollenr Kahl und ertrank.

* Hochheim o. M., 13. Jan Die neuer richte!« Lchrerstelle. die elfte an der Schule, wurde von der Regierung in Wiesba. den vom 1 . Avril d. I. ab dem L hier Jof. Urban in Bin- mrrsheim i. Taunus übertragen, von diefem Zeitpunkt« ab besteht alsdann das hiesige Lehrerkollegium aus einem Rektor. 7 Lehrer und 3 Lehrerinnen. Zur Beschaffung neuer Lchrsäl« wird > alte Schule, di« bisher zu Dienstwohnungen diente, wüd ,u S«Heilzwecken Hetzer,chtct.

* Lcidcrebach, 14 Jan. Hier wollte die Ehefrau des 4 n,' »irts Krmvi ihr Ist Monate alles Kind zu Bett briir» fp'ii. Während sie das Kind auf dem Arm trug, ervlodierie die Petrofeumlampe in ihrer Hand. Tie Frau stand im Augenblick in Flammen und erlitt lebensgefährlick>e Brand- lvnnden. da? Kind kam unnerl.'dt davon.

* Wiesbaden. 12. Jan. Der Fabrikarbeiter Wilh. Schictzer aus Biebrich wurde In Untersuchungshaft genommen, weil er sch feiner, ihm erst vor »irr Monaten angelrauten Frau da­durch zu entledig« veisuchte. datz er s« abei.ds in der Dunkel, heit in der Nähe der Zosthefrns in den Rhein fleh Glücklicher- weiie wurden durch die Hilferuf« der Frau vorübergehende Leute aufmerkfam und retteten se. Man nimm» an. datz Schic- tz i sch seiner Frau entledigen wollte, um ein Dienstmädchen zu heiraten, mit dem er ein Liehesverhältni, unterhielt.

* Wiesbad'N, 13. Jan, In einer gemeinsamen Magisirvts- nnd Stadtverordnetrnstzung wurde der Mlnisterialfekretär Dr. Hetz LUS Dormlladl mit <3 von <9 Stimmen zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Wiesbaden gewählt

* Wiesbaden. 13 . Ja». Ko barbarischer Waise hat am 20.

Oltodee ». I. de« Taglöhne, Gvstav Wust In Wiesbaden ein von dem Fuhrherrn Kelle, geliehene, Pserd mitzhandel», der- ait. datz noch nach Tagen da» Tie, »usgeplatzte Sliiemen zeigt«. Di« Schöffen ahndeten dies« Roheit mit 3 Tage» Hast, In abscheuliche, Weise verging sch »o, einiger Zeit in Wiesbaden der Taglöhne, Wo zendach an einem 7säh,igen Mädchen, das er vier Stunden mit in den Wald nahm, dort von leinen Untaten erst -bltetz. als da, Kind schrte und Spa. ziergänger herbcicilten, Rur sein« geistig« Minderwertigleit bewahrte ihn vor dem Zuchthaus. Da» Urieil lautet« aus 9 Monat« Gefängnis,

* Wiesbcde», 14 . Jan. Einige Falschmünzereien werde» da» Wiesbadener Schwurgericht in der nächsten Tagung be. schästigen, und zwar werden in Griesheim a, M, und Wies- baden begangene Münzverbrechcn den Gegenstand der Ver­handlung bilden.

* Wiesbaden, 14 Jan, Au» ganz geringfügiger Ursache hott« in der Rach, zum 27, Oliober v, I. der 1885 in Hatters­heim geboren« Fabrikarbeiter Augnst Reinhardt in Edders- hcim mit feinem Schirm nach feine,» Mietsherr, dem Arbeite, Jakob Spengler, gestockten und dies n unglücklicherweise derart Ins Auge getroffen. datz di« Schirmfpitze da» Gehirn verletzte und der Gestochene bald daraus verstarb. Wegen bi:{er Tat stand Reinhardt vor den Wiesbadener Geschworenen. Diese sprachen ihn der Körperverletzung mit Tod serfolg schuldig. Unter Zubilligung mildernden Umständen im weitgehendsten Matze erkannte da, Gericht gemätz dem Antrag des Staats« 11 - wallz aus 1 Jahr Sesängni». In Berücksichtigung dessen, datz es sich um einen unglücklichen Zufall handelt, der Angeklagte gereizt und arrrgetnrnten war, die Tat auch gleich eingestaisd und sie bereut«, wurden ihm außerdem 2% Monate der Unter­suchung auf die Strafe an gerechnet.

* F. E. Wirsbaden, 44, Jan. Bei dem von der Land- wirtfchaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden ver­anstalteten Preisbewcrb für mnstergültige bäuerliche Gc- flügelhöfe im Jahre 1913 wurden zuerkannt: Konrad Jakobi in KämmcrSmühle bei Allendorf ein 1a, K, Wostrv in Bieb­rich a. Rh. ein 4 b Preis von je 490 JC, Ctto Carl Thielmann in Bicken ein 2o und Heinrich Hermann II. in Holzhauscn bei Gladenbach ein 2b Preis von je 60 M.

* Wiesbaden. 15. Jan, DasKaiser Wilhelm Heim" der Deutschen Gesellschaft für Kausmannserholungsheime. an dein khausieehaus bei Wiesbaden wurde bis 1 . Dzmber 1913 von 15>8 Personen besucht mit 18 504 Dcrpslegungstagen; das Ernst Ludwig Heim" in Bad Salzhaufen von 039 Perfcncn mit 8007 verpflegungslagen. Don den Gälten waren 00 Pro­zent männlicher, 40 Prozent weiblichen Geschlecht».

* Wiesbaden, 15. Jan, Der städtisch« Schuldiener Johan. ne, Kitzel in Oberurfel. gegen d:n weg«» gröblicher Verfehl­ungen feiner Ehefrau gegenüber ein Disziplinarverfahren an. hängig gemach« worden war. wurde von dem Derwaltu-Ngsge- richt in Wiesbaden in sine Geldstrafe genommen.

* Biebrich, 14. Jan. Ein Mann aus Biebrich war eines Tages im November v. IS. auf dem Wege zur Arbeitsstätte begriffen, als er. an der Ecke der Dilthay. und Kniferstraße von einem Motorwagen der Straßenbahn angefabren und zur Seite geschleudert wurde. Weil er fahrlässiger Weise einem Eifenbahntransvort ein Hindernis bereitet habe, ver­urteilte das Schöffengericht ibn zu l M. Geldstrafe.

* Au» dem Taunus, 15. Jan, Der Landwirt Wilh, Egert In Strinz-Margarrthä halt« sich datnirch di« Mißgunst seine, Nachbarn de» Landwirt» Heinzemann zugezsgen, datz er auf seinem eigenen Grundstück rin« Remise errichten latzen wollt«, die dem Wohnhaus de» Heinzemnnn tn verschiedenen Zinumern das Licht entzog. Trotz einer Reihe v lchwerden des Hei.ize» mann wurde der Baubrfchiid erteilt. Als Egert den Bau bc. gomien und ein« hohe, auf einem Stein gebätitz Mauer errich­tet hatte, stürzt« dies« in der völlig windstillen Nacht zum 21 , August v. I, soft ganz zusammen, Ais mutmatzlicher Täter wurde der 21jährige Landmann Ferdinand Moritz Heinzemann unter der Anklage der Beschädigung «Ine» Gebäude, vor den Strafrichter gestellt, zumal konftattert wurde, datz von der Seit« de» Heingemannfchen Hauses mft irgend einem Geg m. stand auf die Mauer eingewirlt worden ist. Die Straflammer Wiesbaden hi!t Heinzemann für den Ucbcltäter und verur- teiltc ihn zu 1 Monat Gefängnis,

* «US dem goldenen Grund, 15, Jan, Die Ehefrau Anna Müller und deren 21jährig« Tochter August«, beide au, Eam. berg. standen vor dem Wiesbadener Schwurg-richt. weil st« zu Beginn des vorigen Jahres als plötzlich etwa 30 Gläubiger über sie herficlen, al» sie in übles G red« gekommen. Postquit- tungen derart sälschten. dotz st« an di« Gläubigerfünf" der sechs" Mari auf di« Schuld per Pcstanweisung abgahlten. »der dem Gerichtsvollzieher sixierte Quittungen der Post überfünf, zig" unds chzig" Mark vorlegten und durch derart hohe Zah. langen auf di« Schuld Vertagung der Versteigerungen und Aufhebung von Piändungen erreichten. DI« Geschworenen sprachen mir die Mutter Müller in einem Falle der öfsent. lichen Urkundenfälschung für schuldig. Da, Urteil lautete g gen flc auf 4 Mona:« lüefängnis. gegen die Tochter auf Freisprech­ung. Ein« Folge des heutigen verfahmn, vor den Ge. ichworcnen wird, wie der Sloolsonwall In seinem Plaid^ner and utcl«. die sein, datz stch di« Behörde mit dem in der Sach« tätigen Gerichtsvollzieher, der heut« einen höchst unstcheren Eindruck macht« und stch auf fast nicht» mehr entsinnen konnte, auch noch zu beschäftigen hoben wird, da er. ttotzdem er 1910 von derartigen Fälschngen bereits gewußt, aber tief s Schwei­gen darüber bewahrt haben soll.

* Limburg, 13. Jan. Unter bem Vorsitz be, Pfarrers An. thes sBierstadtf hielt der Landesverband deulsch-eoang-lisch:r Jugendvcreine Ratzau, im ..Eoongelischen Bereinshons"« seine diesjährige Hauptversammlung. Dem lättgkeitsbericht zufolge setzen di« Jugendverein« »euerdings in Nassau überroichand schnell Fuß. nomcntlch im Lahngebict. Ein geplanbrr Zufav. menschlutz des Verbandes mit den Jugendvereinen des Mittel- rheinifchcn Verbandes evongelifchrr Sibelteruerein« wurde ei. ner fpäleren Tagung zur Erledigung übeiwi fcn. In den Vor­stand wurden wiedergewählt Pfarrer Rumpf sLongenfchwal- bachl und LandaeriLtsrat Niem lLimburgj.

* Herbor». 13. Jan, In der Grub« Rotland" stürzte der jugendlich« Bergmann Thei» au, Ofjendach von einem vciäst ad. wobei «r fehr fchwere innere Verletzungen und Brüche er- lttt.

* Fronhaufen, 14. Jan, In dem nahe» Wolfshaufe» ge. llmhtte di« Magd eines Wirt», als sie morgens de» Heuboden betrat, «tuen fremde» Mann, der auf ihr Schreien eiligst das W:ile fuchle. Er hinterlictz «inen Korb, in bem sich außer iktz- waren, die von einem Diebstahl herrühtten. zwei geladene Re­volver befanden,

* Schlüchtern, 13. Jan, Am Distelrasen Tunnel sind die Durchstichs«rbeiten foweit oorgcichiittrn. datz der Durchbn-ch zwilchen dem 23, und 27. Januar erwartet wird. Die Zahl der Arbeiter ist auf 200 verringert worden,

* Schlüchtern. 13. an Ein« nachahmenswerte Bitte richtet der hiesig« Landrat an die Kr' isinsasirn, Dirl, lollen dar Fällen von Bäumen und da. Beseitigen lebender Hecken und Sträucher. soweit «» irgend möglich ist. ganz unlcriatzen. um dem Hcimotdilde da, eigenartig« Gepräge nicht zu »ehmrn Durchweg geschieht dos B feitigen der Bilanzen nicht au» Rot D.'r Gewinn steht in gar lcinem Verhältnis zu dem dauen'den Schaden, der durch ein« voreilige W onahme erwächst. Gleich, zritig aber dient die Schonung de» Baummnchses dem St-utz, de dem Londmann so überaus nützlichen Singrögcl,

* Fulda, lg Jan, Donnerstag Rächt wurde auf dem Bahndamm der Bebraer Etrrcke nah: der Wachrivor niabrik von Berta rin 18jährige, Mädchen von hier liegend au-gssun- drn. Durch die Ausmerksamleii de» Lolomotiviüdrer» und d-, Heizer» eine» herannahenüen Zuge, wurde da» Mädchen recht, zeitig entdeckt. Es wurde nach der Station verbnichl »nd spä­ter durch zwei Schutzleute zu ihren Ellern geführt. Was da« Mädchen zu dem Vorhaben veranlotzt«. ist unbrlannt,

* Kassel, 14. Jan. Ungezogenheiten von Fortbilbnng? fchülern hatten die Lehrer der Fortbildimnsschiil» in Weite rede (Kreis Rotenburg) zu erdulden. Diese Ungezogenheiten Ware» schließlich derart, dah eine gedeihliche Arbeit an der Fortbildungsschule in Frage gestellt wurde. In besonders rüpelhafter Weise wurde dem Hauptlehrerlilgciviell Einer der Fortbilduugsschüler. der I6jälirige Maurerlehrling Ehr. Gl. in Meilcrode. besaß sogar bie Dreistigkeit, aus off«- »er Straße den Kauptlehrer zu beleidigen. Das Sckü'sleu- gericht in Rotenburg veruteiltc daraufhin den Angeklagten z» 50 -4k Geldbuße: die hiergegen riugelegte Berufung wurde gestern von der Strafkammer verworfen.

Aus Starkenburg.

Darmstadt, 14. Jan. Da» schwere Eisenbahnunglück i»> Ofsenbach an, 8 , September «, I,. welchem zwei Menschenleben zum Opfer fielen, während da« drille schwer gesährde» wurde, fand am 12. Jamiar sein« Sühne vor der hiesigen Straslam- mer. Bekanntlich wurde damals das Milchsuhrwrrt de» Land, wir!» Neubeckei au, Sprendlingen, al» er aus dem Nachhause, weg von Oftenbach nach Sprendlingen den Eiscnbahnübergana an der Sprendlinger Straß« passieren wollte, von dem au» Franksurt kommenden Eilzug« überfahren, da bi« Schranke an dieser Uebersohrtsslell« nicht geschlossen war. Ein« Frau Schä­fer Wllwe. die auf dom Wag« fatz, wurde sofort getötet. ?!eu. kecker starb kurz nach seiner Ausnahme in da» itädtifche Kran, kenhiu» und Frau Newbeck.r wurde schwer verletzt, wurde zwar wieder hergestellt. leidet aber heut« noch an nervösen S'örun. gen, Angeflagt find der 22 Jahre alte Hülssweichensteller I, Herzog, der dir Schranken zu bedienen halt« und der 5!>jährige Weich nsteller F, L Burckhard« wegen sahrlässiger Tronsnon. gcfährdung. fahrlässiger Tötung »nd wegen fahrlässiger Körper- Verletzung, Beiden wird von der Bahnverwaltung das beste Zeugnis ausgestellt und «rsrrul sich Burckardt einer 37jährlgc» lobenswerten Dienftz It, Beide sind das Opfer ihre» Beruie» resp, der Dienstvorschriften geworden, Burckardt hatte da- Slellwerl 1 zu bedienen, den Zügen freie Fahrt au. Ob rrol zu geben, wenn er sich nach der Vorschrift überzeugt Hane, daf der von ihm gleichzeilig durch bas Schien nlontalillinzclnx'rl benachrichtigt« Schrantcnwätler dte Schranlen au, gelchlosici' hatte. Dies« Vorschrift hatte auch noch der Ansicht der Sachver. ständigen ihre Schwrerigketten und war unzweckmätz g, da an. derrrs it» auch «in« zweit« Dlenstanweefung bestand, noch der bei Bermeidvng von Ordnungsstrafen nach Möglich'«!! v rhtn dert werden mllsie. datz die Züge aus der Strecke halten und da. durch die Fahrzeit nicht «inhalten. Im vorliegenden Falle hat, wie fchon m hr nach der Angabe Herzogs das Klingelwerk v-r. lag«, fodatz er di« Schrank« erst fchlotz. als er den Zug fchon hört«, nach der Anklage höller er aber auch ohne Signal di- Cchrank« aus Grund de« Fahrplans fchlietzen müsien und Burk kardt hätte sich davon überzeugen muss n, datz die Sch ani« auch geschlossen fei. Beide werden unter Zubillegung milden,, der Umstände in weitestem Matz« ,u der Mindrstftraie von je einem Monat Gefängnis verurteilt, Hosjentlich gehl nun der Behörde auch daran, für di« Bef itigung der dortigen Einrich, tungen zu forgen,

» Darmstadt. 13 Jan, Ein schwerer llebersall wurde am 9, Januar auf die beiden Söhn« de» Direkiors der Zuckerfabril Pillhord« in Trotz Gerau ausgeführt. Der Jabrikarbriter E Walther war aus der Fabrik «nllasien worden «nd klag!« nun beim Eeweibegerichl, Al, der am 9, Januar stattgehable Ter. min nicht p, feinen Gunsten ousging. erhob er aui der Strotze einen Kanalteckel und fchlug damit auf den etwa 22 Jahre al ten Sohn, der die Fabriklcitung am Gericht verlrelen Han«, «in. Der jung« Mann brach bewutzllo, zusammen und wurtc in bedenklichem Zustand« in da» Krankenhaus gebracht. De, jünger« Bruder Pilihardt» Ickzlug nun mi, einem Stock oui Walther «in und verletzt, auch dielen n rhi ungeeährlich, Wal­ther. der aber transportfähig blieb, wurde feftgenomrnen und in das Uniersuchungsgesängni, in Darmstadt ringclieser»,

Ausstellung gegeu den Schmutz »nd Schund in Wort »rt Bild". Der Hessisch« Dolk-schriftenveiein veransioltet in d Zeit vom 17. Januar bi, 8 , Februar 1914 in den Au-stellune. räumen der Mathi'denhöh« in Darmstadt eine grötzer« Aus" , lung von Büchern. Bildern und kinemalograohischen F»nra^ schnitten, gegen »inen Einlrlttsprci, oon 50 Psg der sür Mi' gl eder van Arberlerorganlsalion-n und gemeinnützige Der- n auf 20 Bia. herabgereltt werd«n lann, Ku- Ausitelluna aeian-