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"Ach lafie D.ch nicht. -

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i-i g!- M, war Lar ein wunderbcrrlicheS Gefühl.

, P.'-, so weick uni ihre Kttedcr schmiegte. Sie f .,;i Spiegel auf und ab und lachte sich a».

> i ,, ;; .ijj Sonja, so ein Pelzmantel hat dir ge- um dich zu machen. Pompös schaust - ' ans: man könnte dich beinahe selbst für eine

Fürstin halten. .

X : J . war eine so drollige Gewohnheit von ihr, sich selbst ui! ihrem Spiegrlbilde zu unterhalten und sich dabei ein wenig r» verspotten.

Sorgsam breitete sie dann den Mantel ans und strich kosend darüber hin.

An meinem Geburtstage will ich ihn das erste Mal itagen, dann ist mir doppelt festlich zu Mute.'

Etwas früher als sonst erhob sich Sonsa am Morgen ihres Geburtstages. Sie liebte diese ersten Morgenstunden sehr, da sie ihr allein gehörten. Die Fürstin wurde vor zehn Uhr nie sichtbar.

Als sie sich angekleidet hatte, klingelte sie nach ilwem Frühstück, das sic stets aus ihrem Zimmer nahm. Sie hoffte, schon auf der Frühstücksplatte, wie sonst immer, die Briefe aus dem Doktorhause zu finden, aber diese Hoffnung wurde ihr nicht erfüllt.

Ein wenig enttäuscht, nahm sie ihr Frühstück ein. Onkel Ernst war doch sonst so pünktlich. Und gerade heute, wo sie sich so besonders darauf gefreut hatte, blieb die Sendung auS!

Wenn man zwanzig Jahre ist, erscheint einem der Ge­burtstag noch als besonderer Tag, an dem man Anwart­schaft auf erfüllte Wünsche zu haben glaubt.

Sic fühlte sich mit einem Male recht traurig und ver­einsamt. Aber dann fchalt sie sich selbst aus, ob ihrer Un­geduld.

Es wird mit der nächsten Post kommen, du törichte Sonja. Mußt du deshalb den Kopf hänge» lassen? Gleich list du wieder vernünftig."

Sie setzte sich mit einer Stickerei, die ei» Weihnachts­geschenk für Tante Käthe werden sollte, ans Fenster und ar­beitete eifrig daran, bis es Zeit war, zur Fürstin hinüber» zngehen.

Neue Tageszeitung, snenoraa, oen e. zrannur iai4

Gerade, als sie ihre Arbeit znsammcnlcgte, kam eine j eingeschriebene Sendung für sie, ein schwerer, dicker Brief.

Nun lachte sie in sich hinein, als sie das gewichtige Bricfpaket auf der Hand wog.

Da haben sic mir wohl jeder einen ganzen Noman ge­schrieben", dachte sie und bedauerte jetzt, keine Zeit mehr zu haben, um die umfangreichen Episteln durchzulesen. Sie schloß das Paket in ihren Schreibtisch, um es später zu öffnen. Daun ging sie zur Fürstin.

Diese hatte eine sehr schlechte Nacht gehabt. Ihr Nhcuina hatte sic gequält, und sie fast nun mit steisem Knie in Pelze gehüllt am Kamin.

Sonja hörte es schon vor ihrem Eintritt von der Kam­merfrau und näherte sich nun mit besorgtem Gesicht ihrer Herrin.

Eure Durchlaucht haben wieder Schmerzen?" fragte sie teilnab nisvoll. '

Maria Petrowna nickte.

Ja, Fräulein Sonja; ich kann mich wieder cknmal kaum rühren. Doch reden wir nicht davon, eS ist nicht zu ändern; und man gewöhnt sich auch daran."

Soll nicht zum Arzt geschickt werden, Durchlaucht?" frug Sonja.

Nein, nein; helfen kann er mir ja doch nicht. Das hat feine Zeit."

Aber er könnte doch die Schmerzen lindern.*

Da? eben kann er nicht, Kind. Wärme ist alle?, wa? mir hilft."

Darf ich Eurer Durchlaucht noch eine Pelzdecke über- brertcn?"

Das kann nichts schaden", antwortete die alte Dame.

Sonja breitet noch eine von den leichten, warnren Pelz- dccken über den Schoß ihrer Herrin.

Dann holte sie die auf einer silbernen Platte liegenden Briefe herbei, die ein Diener soeben gebracht hatte. Es war ihr Slmt, diese Briefe zu öffnen und'der Fürstin vorzulesen. Dabei niachte sie sich gleich Notizen, falls sie iin Namen der Fürstin etwas darauf zu erwidern hatte. Es waren meist Bittgesuche, Briefe von Lieferanten und ähnliche Schreiben. Nur die Briefe ihrer AngeWrigen pflegte die Fürstin selbst zu lesen und zu beantworten.

Auch heute war ein Brief ihrer Tochter dabei. Während ihn Maria Petrowna studierte, sah Sonja betrübt zu dem Fenster hinaus.

Draußen war da? herrlichste, klarste Winterwetter. Es hatte sich schon zeitig Frost eingestellt. Und heute hatte

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Sonja ihren neuen Pelzmantel zum ersten Male tragen wollen. Nun wurde es nichts mit der täglichen klusfahrt.

Einzig die Aussicht ans ihr umfangreiches Brielvak. t tröstete sic. Wenn Durchlaucht nach Tisch ruhte, wollie sie die Briefe lesen.

So recht behaglich wollte sie sich daun in ihrem tzE.w'er cinspinnen. Aber auch dieser Wunsch sollte Sonja beute nie i in Erfüllung gehen. Die Fürstin hatte so heftige Snun uzcn daß sie ans eine Mittagsruhe verzichten mnßtc und Soisi t bat, ihr Gesellschaft zu leisten.

Nun mußte diese ihre Lektüre bi? ziun Abend berschst bcn. Wohl hätte sie die Fürstin bitten können, ihr Urlaub zu gewähren, bis sie die Briefe gelesen hatte. Aber das wollte sie nicht. So im Fluge mochte sie die Briese nicht lesen: und außerdenl kam eS selten genug vor. daß ihre Herrin ein besonderes Verlange» an sie stellte, daß sie nichl eigennützig sein wollte.

So blieb sie den ganzen Tag tim die Fürstin, la? li-.t vor, musizierte, plauderte mit ihr und pflegte, sie.

Sie kam auf den Gedanken, daß beiße Umschläge dic Schmerzen im Knie lindern müßten und bat um die Erlaub­nis, das probieren zu dürfen, Maria Petrowna willig!e ein und wirklich taten ihr diese Umschsäge so gut, daß dir Schmerzen nachgelassen haben,

Maria Petrowna atmete erlöst ans.

Das war ein sehr guter Gedanke von Ihnen. dies einfache und so wirkungsvolle Rezept will ich mir arö merken. Und nun bin ich so müde, daß ich mich wob! gl.no zur Ruhe begeben werde. Jetzt werde ich schlafen können, d . die Schmerzen nachgelassen haben", sagte sie.

Zusammen mit der Kammerfrau sühne Sorga ilv Herrin in ihr Schlafzimmer, Und dann war sie entlasten und für heute ihres Dienstes enthoben.

Froh, daß die Fürstin nicht niehr so arge Schmerzen zu leiden hatte, und daß sie nun endlich ihre Briefe lesen konnte, suchte sie ihr Zimmer auf.

Sie ließ sich ihr Abendessen bringe», da sie nicht wi sonst mit der Fürstin gespeist hatte, und setzte sich so rech behaglich an den Tisch.

Schnell sie etwas und ließ da? Geschirr wieder fort­holen. Dann erst öffnete sie mit einem erwartungsvollen Lächeln das große feste Kuvert.

(Fortsetzung folgt).

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Nähere Auskunft eiteilt der Eroßh. Forstwart Simon zu Konradsdors. s

Kunradvdorj, den 3. Januar 1914.

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