Einzelbild herunterladen

Trt

Norwegen.

:: S^'ffsimieto.ang an der norwegisch«» Küste Der norwe­gisch? DampferEspana" noch Bergen unterwegs, ist vorgestern abcnd an der norwegischen Küste untcrgegnngen, wobei acht L-ann der Besatzung ertranken. Der KaiptLn nnd der erste S-cn«rmäiin wurden gerettet. Zwei Leichen sind bereits an

Land gespült worden. Ein Motorboot aus Aalesund ist in der Nähe von Christianstmd untergegangen- Don der Besatz­ung konnten sich 5 Mann retten, 6 sind ertrunken.

Bom Balkan.

:: Htlmi über die ägäisch« Insclsragc. Der Wiener t-iiv-

tische Botschafter Hilmi Pascha äußert« sich über die ägäische Inselsrage ungefähr wie folgt: Die Türkei beharre auf ihrem wiederholt kundgcgebenen Standpunki. 8i« kann weher auf d e besonders den Dardanellen vorgelagerten Inseln, noch auf diejenigen verzichten, die vor dem asiatischen Festlände liege». Die Inseln in der Nähe des asiatischen Festlandes seien sozu­sagen als Festungen angusehe», die dem türkischen Besitz Kon­stant inopels wirkliche Sicherheit geben.

:: Griechische Mahnahmen gegen das Bandenunwesen. Eine lebhafte Bandenbewegung beginnt neeurdings sich an der griechisch-bulgarischen Grenze bemerkbar zu machen. Es treffen sortgesetzt Truppen von Komitatschis aus Bulgarien ein. die unter dem Kommando des bekannten Bandenfllhrers San- donski stehen. Di« griechische Regierung beabsichtigt, energische Mahnahmen gegen das Unwesen zu ergreifen. Es wird di« Schaffung eines Gesetzes geplant, das energisch« Mahnahmen gegen alle an der Bandenbewegung Beteiligten vorsieht.

:: Die Borbereitungcn für den cplrotischen Ausstand. Aus Saloniki wird der Politischen Korrespondenz gemeldet: Die Borbereitungcn für den Kampf in Epirus, der mit der Zurück­ziehung der griechischen Truppen beginnen soll, werden immer csjener und lebhafter betriebe. Der Umstand, doh sich in al­len mazedonischen Städten zahlreiche mazedonische Flüchtlinge befinden, erleichtert den Werbern außerordentlich ihre Tätig, leit. Ucberall nehmen di« Anmeldungen der Freiwilligen einen flotten Fortgang. Man Hot eine genügende Anzahl von Offizieren und Unieroffizicrcn für die Leitung der Freiwilli­gen gewonnen nnd hat auch das Sanftätswefen noch Kräften roibcieltet. Das griechische Rate Kreuz von Saloniki hat für Viesen Zweck 35 000 Francs zur Verfügung gestellt.

Mexiko.

:: Neue Angriff« der Rebellen. Nach den letzten Meldun­gen aus Beracruz stehen neue Angriffe der Rebellen auf Tam­pico zu erwarten. Der deutsche Konsul in Beracruz hat den Kapitän des deutschen DampfersBremen" gebeten, sich in aller Eile nach Tampico zu begeben. Der Kapitän des eng. lifchen Kreuzer»Hermicne" hat alle englischen Untertanen aufgefordeit, an Bord des deutschen Kreuzers zu gehen, wenn sie sich bedroht fühlen sollten.

Bereinigte Landwirte.

Wir machen an dieser Stelle nochmals auf die am

Donnerstag, den 8. ds. Mts., zu Frankfurt a. M.

km Saale derH a r m o n i e" (Sachscnhausen) stattftndende Hauptversammlung aufmerksam. Um Uhr beginnen die Verhandlungen über den Treberpreis, da bis dahin die endgiltige Antwort der Brauereien eingctrossen sein wird.

Die jährliche Hauptversammlung beginnt um 3 Uhr. Neben der durch die Satzungen vorgcschriebenen Tagesordnung machen wir besonders auf den Vortrag des Herrn Reichstagsabgeordneten Strack, Landgerichtsrat zu Gießen, aufmerksam, der über den Wehrbeitrag mit befan­det er Berücksichtigung der Landwirtschaft spreche» wird. Da dieses Thenia gerade in der gegenwärtigen Zeit von größtem Interesse ist, so hoffe« wir aus einen starken Besuch.

Ans der Heinrat.

* Fricdberg, 6. Jan. Wie wir hören, sind zur Zeit 4 Tclegraphcnbankolonnen mit rund 40 Mann in Friedbcrg und Umgebung zwecks schleunigster Wiederherstellung der gestörten Telegraphen- und Fernsprechanlagen tätig. Es ist somit zu erwarten, daß in kurzer Zeit die beschädigten An­schlußleitungen wiederhergcstellt und die gestörten Anschlüsse wieder betriebsfähig sein werden.

* F C. Friedbcrg, 6. Jan. Eine neue Zeitrechnung scheint d>e Kaiserliche Post cingeführt zu haben, denn sie arbeitet jetzt mit 13 Monaten. So liegt aus unserem Redak- tionstisch ein Brief aus Berlin W., der an einen Herrn nach Wiesbaden gcrichte war mit dem deutlichen Poststempel:31. 13. 13. 12 N."

Taschenbuch für 1914. Ein hübsche? Neusahrsgeschcnk hat die rnhnilichst bekannte Milchkannenhandlung H ch. O h I zu Frankfurt a. M. ihren Kunden zugchen lassen. Ein geschmackvolles Taschenbuch, enthaltend ein Kalendarium, Notiz. und Vlockblätter, weiterhin allerlei Wissenswerles, wie der Einkommensteuertarif, Einwohnerzahl der deutschen Städte, Maß-, Münz- nnd Gewichtktnbellen und vieles An- dere. Das Büchlein ist wirklich hübsch und praktisch einge- rrchtet nnd Dielen eine willkommene Gabe.

Echzrll, 6. Jan. Gestern wurden die beiden neuge­wählten Gcmeinderäte Konrad Haub nnd Heinrich Philipp Bindung in ihr neues Amt eingeführt. Für den wiederge- wählt-n im Dezember verstorbenen Heinrich Wagner I. fin­det keine Ersatzwahl statt, da derselbe nur auf drei Jahre gewählt war.

* Echzell, 6. Jan. Am letzten Sonntag abend gab der bnfige Mnsikvcrein unter Leitung seines Dirigenten. Herrn Wilh. Väckcl-Fricdberg-Fauerbach im Saale des Gastwirts Jung seine erste diesjährige Veranstaltung, welche nach jeder Richtung hin die NoteSehr gut" zu verzeichnen hat. Die von den jungen Mitgliedern frisch und keck gespielten komi- t*cn Vorträge fanden reichen Beifall, nicht minder die must- kalischen Leistungen des Vereins, der seit Weihnachten im Desibe vollständig neuer Instrumente ist. Man merkte bei den Darbietungen sofort den Unterschied zwischen früher und jetzt. Die Instrumente selbst sind Zirm Teil durch freiwilliac

7>leu« wageszenunz. LirustaS- den k. ^lanuar!S!4.

Gaben, zum größten Teil durch den Verein selbst erworben worden. Der Rest des Abends wurde durch ein gemütliches Tänzchen ausgefüllt.

* Rockenberg, 6. Jan. Erfreulich ist der Aufschwung, den die Rockenberger Steinindustrie genommen hat. In den Steinbrüchcn der Firma Scheidhauer & Giessing und Mllisch & Co. waren zuletzt über 150 Arbeiter beschäftigt. Dazu hat »och eine weitere Kölner Finna einen Steinbruch erworben, in dem die bekannten Rockenberger Ouarzitsandsteine zum Bruch kommne sollen. Die Steine werden zunieist mit der Bahn bis Frankfurt gebracht und von dort ans Schiffen Nach den, rheinischen Industriegebiet versrackstet, wo sie zu in­dustriellen Zwecken Verwendung finden. Vor kurzem wur­den in der Rockcnberger Gemarkung in der Nähe der Wetter Ticfbohrungen vorgenommen. Man vermutet, daß hier Kohlensäure in erheblichen Mengen vorhanden sei.

* Hoch-Weiscl, 6. Jan. Ein hiesiger Mann und dessen Tochter gingen in die hiesige Baumanlage und fällten einen Birnbaum. Als die Arbeit fertig war, und das Holz zuni Heimfahren bereit log, stellte sich heraus-, daß dieser Bauni einem anderen Besitzer gehörte und es mußte der fleißige Mann seine Arbeit noch mit 50 Jl bezahlen.

* Klein-Linden, 6. Jan. Verunglückt ist am Neujahrs­tage der Postschlitten, welcher von Gießen nach Klein-Linden, Allendorf und Lützellinden fährt. Als der Postillon Fried­rich die Lützellinderstraße herunter kam, scheute sein Pferd und ging durch. Der Schlitten schlug um nnd brach ausein­ander. Das Pferd rannte mit dem vorderen Teile des Schlittens durch die belebten Ortsstraßen. Am Ortsausgang konnte es eingefangen werden. Das Tier hat sich erheblich verletzt. Die Verletzungen des Postillons sind nicht nnbedcu- tcnd. Er mußte nach Hause gefahren werden.

* Steinbach a. T., 8. Jan. Der Gemeind« fiel ein« großer« Stiftung zur Bildung eines Pfarrfvnds zu. Infolgedessen be­schloß man den Bau eines Pfarrhauses. Di« Rechnung der Ecmeindekaffe schließt für das letzte Geschäftsjahr mit eine'» llebcrjchuß von 5.25 Mark ah.

* Frankfurt a. M.. 5. Jan. Im Stadtteil Bvckenheim erlitt ein sechsjähriges Mädchen, das mit Streichhölzern fpielle und dabei feine Kleider in Brand setzte, lebensgefähr- liche Brandwunden am ganzen Körper.

* Frankfurt a. M., 5.' Jan. Der Grundstock für das ge­plante Volkshaus ist durch neuere Stiftungen in Höhe von 75 000 cM bereits auf 515 000 <M angewachsen. Der Bau, für den der Wettbewerb zur Erlangung von Plänen bald ausge­schrieben werden dürfte, soll am Hohenzollernplatz zwischen Festhalle und Eisenbahndirektion errichtet werden. Das Frankfurter Volkshan? wird in seinem Banprogramm vor­sehen: einen großen Saal für etlva 1800 Zuhörer, dabei eine Bühne und die dazu gehörenden Nebenräume, ferner eine Reihe kleiner Säle fi!r Lehrgänge, Vorträge nnd Kurse, Laboratorium, eine Plattform für astronomische Beobach­tung, die Ausstellung der anatomischen Modelle, Derwal- tungszimmer, die Räume des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung, die Volksbibliothek und ein alkoholfreies Restaurant. Daß das Haus außerdem die neuzeitlichen Er­rungenschaften, Kinematographie, Farbenphctographie, Spektroskopie und Laboratorinmstechnik in den Dienst der Volksbildung stellen wird, bedarf nicht weiterer Erwähnung.

* Frankfurt o. M., 6. Jan. Einen schweren Verlust erlitt ein Postbeamter in der Gevmaniastraße, Er wollte sein« Hy. pothekenzinsen mit 1150 Mark bezahlen nnd steckte 10 Hundert­markscheine mit einem Ouittungssorniulai der Hypothekenbank in rin Kuvert, das er in der Bvusttafche seines Mantels nnter- brachte. Das muß aber nicht vorsichtig genug geschehen sein; denn als er auf dem Weg über die Gabelsbergcrstrahe, Gün­thersburg - Allee, Bogelsbergstraße. Rotliniftvaße, Friedber­ger Landstraße und Scheffelstraße nach dem Peiersior gelangt war, merkte er. daß ei das Kuvert mit den Hypathekeuzinsen nicht mehr befaß. Dem Finder ist eine ansehnliche Belohnung zugesichert. Meldungen nimmt die Polizei entgegen.

* Frankfurt a. M 6. Jan. Mit der Ausführung eines Denkmals für den Erfinder des Fernsprechers, Philipp Reis, wurde vor mehreren Jahren Professor Hausmann (Frankfurt) betraut. Wie der Künstler nunmehr mrtteilt. ist das Werk soweit vollendet, daß es bald wufgeftellt werden kann. Als Grund der längeren Verzögerung gibt Prof. Hausmann an, daß er lange gesucht habe, di« Trockenheit, mit der gewöhnlich sogenannte technische Denkmäler ohne Allegorien znm Ausdruck gebracht werden, durch eine ftifcheie künstlerischer« Auffassung der Maier!« zu ersetzen.

* Franksurt n. M., 5. Jan. Di« Mittelstandspaltei der Stadtverordnetensitzung hat sich aufgelöst: ihr« Mitglieder sind teils der fortschrittlichen, teils dcr miiionallibevalen Partei betgetreten. Der Fabrikarbeiter Jmhof geriet in Niederrad zwischen die Puffer zweier Güterwagen; ihm wurde der Brust­korb eingedrückt, fodaß er nach kurzer Zeit verstarb. Der. suchswcise hat die Verwaltung der Straßenbahn in einigen Wagen Kästen anbringen lasten, in dte die Fahrgäste beim Verlassen der Wagen di« wertlosen Fahrschein« werfen sollen, und nicht wie bisher in di« Wagen seihst, di« dadurch oft das Aussehen einer Althandlung hatten. Diese Maßnahme der Verwaltung stellt dem Ordwungs- und Sauberkeitssinn der Frankfurter zwar kein rühmlich Zeugnis aus; sie mußte aber einmal ergriffen werden, da alle sonstigen Hinweise unbeach­tet blieben.

* Frankfurt a. M., 5. Jan. Das städtisckie Elektrizitäts- und Bahnamt veranstaltet im Sommer dieses Jahres in der Festhalle eine größere Fachausstellung für Elektrotechnik. An der Spitze des Unternehmens, an deni sich der Magistrat und die Frankfurter Stadtverwaltung offiziell beteiligen, steht Stadtrat Hin. Die Vorbereitungen zu der 1916 oder 1917 hier stattfindendcn großen rnchrrnonatlichcn Ausstel­lung Reife nnd Verkehr" wurden bereits in die Wege geleitet.

* Bergen. 8. Jan. Gegen di« völlige Ntedcrlegung der al­ten Festungsmauer, war von Altertumsfreund:» und Hei. matschutzvereinen Einspruch erhoben worden. Dieser hatte in­sofern Erfolg, als der Regierungspräsident veffügte, die Mauer

Seite 2

in ihrem augenblicklichen Zustande zu belasten, mit Ziegeln gegen die Unbilden der Witterung zu bedecken und sie später mit Efeu oder wildem Wein zu umranke».

* Bergen, 6. Jan. In der E:meinde Bergen.Enkheim wurden im vergangenen Jahre 127 Kinder geboren und 4k Personen sind gestorben, mithin hat sich die Seetenzahl nur 7k vermehrt. Die geringe Zahl der Sterbesälle im Verhältnis zur Seelenzahl ist daraus zu ersehen, daß wir hier in einer sehr gesunden Luft wohnen. Das bewerft schon, paß hier je viele alten Leut« leben. In Bergen allein, welches 3300 Ein wvhner zählt, leben noch 51 Personen, di« das 75. Lebensjahr überschritten haben, davon sind drei zwischen SV und 84 Jahre alt, und 17 zwischen 80 und 80 und 31 zwischen 75 nnd 88 Jahre. Di« meisten von diesen Alten sind auch noch körperlich und geistig ftisch, so daß man den Meisten ihr Alter nicht an sieht. Der allerältest« Mann ist Kirchenältestcr und vrrrichtel noch alle landwirtschaftlichen Arbeiten.

Hessen-Nassau.

* Köppern, 8. Jan. Eine interessante Zufälligkeit weisen die hiesigen Standesamtsregistei für die Jahre 11)12 und 1913 auf. In jedem der beiden Jahre sind 84 Kinder gebor-n, und zwar jedesmal 37 Knaben und 27 Märchen. Durch die Er­bauung neuer Bcamten-Wohnhäufer erfahren die Franffnrter HeilstättenHllttenmühle-Neuefeld" in diejcm Jahre eine er hebliche Vergrößerung.

* Oberursel, 6. Jan. Prinz Heinrich der Niederlande trifft am Donnerstag abend im Sanatorium Hohemark ein, um sich hier, wie im Vorjahre, einer auf mehrere Monate berechneten Kur zu unterziehen. Das G:folgc und di« Dienerschaft nimm! imHotel Bauser" (Hohemark) Wohnung. Wie vertäuter, beabsichtigt auch die Königin Wilhclmina im Frühling wieder zu einem längeren Besuche ihres Gemahls aus der Hohemark einzutrefsen.

* Bom Taunus, 5. Jan. Am 3. Jauvar jand im Stoiions. gebäude der Station Ehausteehous bei Wiesbaden die erste Hol-versteigerung in der lönigl. Oberförsterei Chausteehaus. die besonders aus den Orten des Untertaunuskreijes stark be­sucht war, statt. Die Preise für Buchenscheitholz waren etwa« höher wie die des Vorjahres. Für die Klafter vier Raum­meter wurden durchschnittlich 28,25 Mark erlöst.

* Rcucnhain, 6. Jan. Welche Bedeutung die Obstbanm- zucht in den letzten Jahren für die Gemeinde gewonnen hat, erhellt aus der Tatsache, daß bei der letzten Obstbaumzählung mehr als 22 880 Stück gezählt wurden, fast 4000 mehr als bei der vorletzten Feststellung.

* Schloßborn, 6. Jan. Di« monatelangen Streitigkeiten um di« Verpachtung des gerneinschaftlichen Jagdbezirls zwi. Ichen dem Fiskus und der hiesigen Bürgerschaft sind zu Gun­sten der letzteren entschieden worden. Der fiskalische Wald- distrikt Maisel, der durch di« Bildung eines Eigenjagdbezirks von dem gemeinnützigen Jagdbezirk Schlohborn abgctrennl wurde, fiel an den Bezirk Glashütten.

* F. C. Idstein i. T., 6. Jan. Am Sonntag sollte die Inbetriebnahme des zweiten Geleises auf der Linie Jdstein- Camberg der Strecke Frankfurt a. M.-Niederrchausen-Lirn- burg erfolgen. Wegen der noch lagernden Schnecmasse» wurde die Jnbetciebnahnie verschoben, da die beim erst­maligen Ueberfahrcn der Strecke stets auftretcnden Schäder nicht sichtbar werden.

* F. C. Wiesbaden, 6. Jan. Die Schifferschule in Mil­tenberg nahn, am Samstag ihren Unterricht, der acht Wochen dauert, wieder auf. 28 junge Leute aus den Mainorten in Franken und Hessen-Nassau, nehmen an den Kursen teil.

* F. C. Wiesbaden, 6. Dez. Die durch den starken Schneefall am 28. und 29. Dezember v. I. verursachten Schäden an den Telegraphen- und Telephonleitnng, vor allem in Nord- und Westdeuffchland, sind erheblicher als man bis­her angenommen. So wurden beispielsweise zur Behebung der Schäden rm Bezirk der Oberpostdirektion Frankfurt a M. vor allem in Wiesbaden und Frankfurt a. M. militärisch, Unterstützungen herangezogen, die die Pionierbataillone. 2 t und 25 in Mainz-Kaste! stellten. Die Wiederherstellungs- arbeiten werden soweit sich jetzt übersehen laßt, bis Mitte dieser Woche beendet fein.

* F. C. Wicsbadcn, 6. Jan. Der vor nicht allznlanger Zeit zinn Landgerichtsrat am Wiesbadener Landgericht er­nannte Landrichter vr. Rtcker, ist mit Wirkung vom 1. Fcbr. d. I. zum Oberlandesgerichtsrat in Frankfurt a. M. ernannt worden.

* F. C. Wiesbaden, 5. Jan. Die Bernfsfischcr und Schiffer vom Main in Bayern, in Preußen und im Graß- Herzogtum Hessen, vor allem die aus Unterfranken, aus den Regierungsbezirken Cassel und Wiesbaden und aus der bes- sischen Provinz Starkenburg, beschlossen in einer in Afchasfen- burg abgehaltenen Versammlung gegen die Verunreinigung des Mainslusses und seiner Nebenflüsse, die sozusagenznm Himmel stinkt", vorzugehen, um der Vergiftung des Mains durch Fabrikabwässer und der dadurch bedingten Fischmin- derung in ihm und seiner Nebengewässer einen Damm vor­zulegen. Es wurde betont, daß der Fischbestand des Flusses seit der Kanalisation seines Laufes wie Kosthcim bis Offen- doch ganz außerordentlich und in geradezu besorgniserregen­der Weise abgenommen. Die bevorstehende weitere Kanali­sation durfte, wenn dabei nicht die allergrößte Vorsicht nnd Aufmerksamkeit abwalte, eine noch größere Verringerung des Fischbestandes im Gefolge haben. Der Abfluß d'r Fabrik­abwässer im Main von Aschaffcnburg bis zur Mündung rar allem stelle den Kardinalpunkt der Fischabnahme dar, die auch eine Antwärtsbewcaung der Fische aus dem Rhein unmög­lich mache, Das allzurasche Fohren der Kettendampser berg­ab sei ebenfalls für die Fischzucht schädlich, besonders in der Laichzeit im Wonne- und Rosenmonat, sowie schließlich das freie Umherschwimmen der Enten auf dem Flusse. Die Trockenlegung der Altwässer und Wehre, die Abholznng der alten Weiden an den Ufern, die die Kanalisierung des Mains von Kostheim bis Offcnbach im Gefolge gehabt, infolge deren das ganze Mainufer sozusagen einer steinernen Böschung gleiche, habe der Fischerei Gefahr gebracht. Es wurde be­schlossen. eine Petition dieterbalb an die Bayerische Abacord-