Zur Der,licht,tun der deutschen Kreuzer. Pressestimmen.
Zur Vernichtung der deutschen Kreuzer schreibt die Voss. Ztg.: Ter Jubel in England wird groß sein doch ist dieser Triumph billig. Es handelt sich um einen Erfolg der nur durch eine ungeheuere Uebcrmackt erzielt wurde. In unsere Trauer über den Verlust so vieler tapferer Männ c mischt sich das Gefühl der Bewunderung für ihre Heldentaten So ist denn dieser Kampf nur ein neuer Ansporn für uns in diesem Kriege, den wir gegen eine Welt von Feinden zu führen haben.
Das Berliner Tageblatt schreibt: Tic Angc- hörigen der wackeren Seeleute mögen den Trost in dem Ge- danken finden, daß ihre Väter, Söhne und Brüder in tapferem Kampfe gegen einen vielfach überlegenen Feind den -Heldentod für das Vaterland starben. Das deutsche Volk wird den Verlust des Kreuzergcsckwadcrs als etwas UnauS- blcibliches hinnehmen müssen. Wir sind „ns bewußt. das» unsere Besatzung ihre Pflicht bis zur letzten Minute getan hat. Wir tragen die sichere Hoffnung im Herzen, datz alle dicse Opfer nicht umsonst gebracht sind.
Der Berliner Lokalanzeiger schreibt: Wie zur Vernichtung der „Emden" haben sich auch in diesen, Falle die verschiedenen Nationen, mit denen wir Krieg führen, zusam- mcngetan und nicht weniger als 38 Schiffe haben sie geglaubt ausbieten zu müssen, um unserer 6 Kreuzer Herr zu werden. Die große Hochseeflotte wird, wenn der Ruf an sie ergeht, hinter dem kleinen Kreuzergcschwader nicht Zurückbleiben, unr dann wird letzten Endes der Gewinn doch scbwcrer wiegen als der größte Verlust. Doch zur Stunde gebührt es »ns, vor allem der Tapferen zu gedenken, die ihr Leben für uns ge- opfert haben. Sic haben unvergängliche Lorbeeren ge- erntet. Die Erinnerung an sie wird in alle Zukunft nicht untergeben.
Tie Deutsche Tageszeitung schreibt: Für eine Seemacht mit den geographischen Verhältnissen Deutschlands, welche keinen überseeischen Stützpunkt Imt und alle größeren Seemächte zu Feinden hat, ist ein erfolgreicher Krenzerkricg eine Unmöglichkeit. Ruhm und Ehre dem Andenken und dem Wirken unserer Schisse. Ihr Verlust wird auf den Verlauf des Krieges ebensowenig Einfluß haben, wie c-s ihr Erfolg hatte.
Beschießung von Sowie;.
London, 11. Dez. Reuter meldet aus Petersburg: Ein Telegramm aus Lowicz beschreibt die Beschießung der Stadt, die seit 11 Tagen von allen Seiten stattfindet, als eine wahre Hölle. Ocsfenlichc Gebäude und Privathäuser sind zu Hunderten zerstört worden. Die Bewohner verkriechen sich in den Kellern. Gleichwohl werden Dutzende von Personen in den Straßen getötet oder verwundet.
Ein ru fischet Landnugsversuch von den Türken abgeschlagen.
W. B. Konstantinopcl, 11. Tcz. Amtlich ffiirb verlaut- hart: Gestern sind die Russen unter dem Schutze von Kriegs- schiffen bei Gonia südlich Batum gelandet, um unsere Truppen in der Flanke anzugreifcn. Die gelandeten Russen wurden zum Rückzüge gezwungen. Zwei Geschütze wurden er- beutet.
Portugals Mobilisierung für englisches tScld.
Die Tägliche Rundschau meldet: Nach einer Londoner Pressemeldung überwieS die britische Regierung dem portugiesischen Staat einen Vorschuß von 600 Millionen Mark, zur Durchführung der portugiesischen Mobilisierung, deren Kosten das Parlament abgelehnt l)attc.
Wo bleibt .Niantscho«?
Tokio, 9. Dez. (W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Rcutcrschcn Bureaus: Einige Abgeordnete haben den Minister des Auswärtigen, Kato, wegen des Satzes in dem sapanischcn Ultimatums an Teutschland interpelliert, daß Kiauffchou später an Cbina zurückgcgcbcn werden solle. Kalo sagte, er könne augenblicklich nichts über die Zukunft von Kiautschou sagen. Japan habe aber keiner Macht ein Ver- sprechen deswegen gegeben. Der Zweck des Ultimatums sei gewesen, Teutschland zur Aufgabe von Kiautschou zu nötigen und damit den Frieden im Osten zu silbern. An eine Z u - r ü ck g a b c von Kiautschou nach Beendigung des Feldzüge? tvar nicht gedacht und in dem Ultimatum sei nichts da-
von enthalten.
b?ditotts Anlage verbrannt.
9?croqorI, 10. Xe,. (W. B. Nichtamtlich.k Xic gesamten Kn* lagen der Thomas Edilon-Eompany in Nest-Drange lNew.Ferseyi find durch Feuer zerstört worben. Xer ('•icfamtocrluft wird an, fünf Millionen Dollars geschätzt. Das eiiniae aeretiete Gebäude nt das Laboratorium mit wertvollen wissenschaftlichen Instrumenten, das unter der unmittelbaren Aussicht EbisnnS siebt. Man glaubt, das, das Feuer durch eine Erplosion im Inspekrionsgebäude entstanden ist.
Verrat m-litärtichcr E)clicim:nsie.
Leipng. 11. Xe,. Vor dem zweiten Straffem» des Reichsgerichts findet a„, Freitaa den 18. Xe,ember ein Sandesverrais- prozetz statt, Es werden fick unter der Anklage des Berrats militärischer Geheimnisse der frühere französische i<erufc-fon,'iiI Weorq Fuchs und der Tiefbauarbeiter Georg Schwanzl aus Bamberg zu verantworten habe».
Ersg^wafflen zum badischen Landiact.
W. B. Karlsruhe, 11. Xe,. Bei der gestrigen Ersatzwahl im k>. Badischen Landtags-Wahlkreis Xonaneschingen-Billingen wurde» der liberale Büraermeistcr Scho» von Xonaneschingen mit einem Mehr von 28 Kimmen «»egen den Bürgermeister Kramer von Bach- Heim sZentrnms gewählt, der 2050 Stimmen erhielt.
Im 14. Badischen Landlagswahlkreis Lörrach-Mnllheim wurde der nationalllberale Kandidat Xr. Dock von Nüllheim mit etwa 1600 Stimmen ohne Gegenkandidat gewählt.
Auch die „Nüruberft" vernichtet.
W. B. Berlin, li. Tez., vorm. (Jlmtlirf)) Rach »eiteret ">»,sicher Reutermeldung aus London ist es den verfolgenden eng- Uichea Kreuzern gelungen, auch E. M. Schiff „Nürnberg" zum TInken zu bringe». .
Der Stellvertretende Chef des Admiraistabs. o. B c h -> k e.
Telegramme.
rligckmcht Hcs Krchil Hliiiptliillirticrs.
schrittweise vorwärts im Westen und in Polen
IV. B. Berlin, 11. Dez., vormittags. (Amtlich.) In Flandern machten wir Fortschritte. — Westlich und östlich der Argonnen wurden feindliche Artilleriestellungen mit gutem Erfolge bekämpft. — Französische Angriffe im Bois, du Prltre westlich Pont-st-Moussoa wurden abge- wiesen.
Oestlich der M a s u r i s ch e n S e e u - L i a i e keine Bee- änderung.
Ja Nord Polen schreiten unsere Angriffe vorwärts. — In Süd > Polea nichts Neues.
Tie oberste Heeresleitung.
Tic warten ans gute Gelegenheit.
Astcnpostcn crsälirt aus PariS: Tic zuletzt cingctrofscncn Nachrichten aus Flandern melden, daß die Teutschcn am Iscr-Kanal jetzt eine ausgesprochen defensive .Haltung ein- nehmen, aber sicherlich aus eine günstige Gelegenheit warten, »in wieder zur Offensive üdcrzugehen. Auf der Fron» Liittlch-N'aiiiiir-Maubengc sind gestern große deuffchc Trup- peninasscn zusaniniengezogcn worden.
Politiken meldet aus PariS: Matin schreibt: Tie Deutschen konzentrieren in Nordslandern zwischen Soissons und Laon starke Truppcnvcrstärknngcn unter der Führung des Generals von Kluck, der in den letzten Tagen große Verstärkungen direkt von Berlin erhalten hat.
Millerands „großer Wurf".
Genf, 11. Dez. Zwischen dem Kricgsminister Millerand und dem französischen militärischen Hauptquartier bestehen Meinungsverschiedenheiten wegen deS neuerlich anfgcscho- bencn Vorstoßes längs der ganzen Front. Joffrc hält ein' große Aktion immer noch für bedenklich, Millervnd vertritt die gegenteilige Anschauung. Tie heute vom Tcmps angeführten Beweggründe beruhen aus absolut falsckyw Erkundungen über die jüngsten deutschen Truppenbewegungen und über die Hilfsquellen zur steten Ergänzung des deutschen Kriegsmaterials. Millerand will einen großen Wurf wagen, weil er mit den Ueberwinterungs-Vorbereitungen im Rück- stände ist. Aus Armcekrcisen und von ärztlichen Autoritäten werden ernste Beschwerden gegen die Fortdauer der Metbodc erhoben, die namentlich unter den Truppen von geringer Widerstandsfähigkeit, furchtbar verheerend wirkt.
Um Warschau.
Nach Pariser Zeitungsmeldnngen befinden sich in War- schau gegen 70 000 Flüchtlinge auS allen Teilen Polens. Die Stadt hat noch Lebensmittel für vier Monate. Im übrigen Polen herrscht großer Mangel an Lebensmitteln, sodaß viele Menschen Not seiden.
Die österreichischen Tagesberichte.
Wien, 11. Dcz. (IV. B.) Amtlich wird vcrlautbart, 11. Dezember mittags: Unsere Overationcn in den Karpathen verlaufen planmäßig. Ter Feind leistete gestern zumeist nur init den Nachhuten Widerstand, die geworfen wurden. In Galizien ist noch keine Entscheidung gefallen. Wo die Russen angriffcn, wurden sie unter schweren Verlusten zurückge- wiesen. — Tie Ruhe an unserer Front in Polen hielt auch gestern an. Przcmysl ist vom Gegner nur eingeschlossen, imd wird nicht angegriffen. Die stets unternehmungsfreudig,' Besatzung beunruhigt die in achtungsvoller Entfernung von dem Fortgürtcl sich kältenden Einschlicßungstruppen fast täglich durch kleinere und größere Ausfälle.
Tcr Stellvertreter des Ehefs des Generalstabcs: v. H ö f e r, Generalmajor.
Vom südlichen Kriegsschauplatz wird gemeldet: 11. Dezember: Auf dem südlichen Kriegsschauplatz keine wesentliche^ Vorfälle. Tie angcordneten Verschiebungen vollziehen sich im allgemeinen ohne größere Kümpfe mit dem Gegner.
Ttt russische Riicking aus Obernngarn.
Budapest, 11. Xe.,. (Gtr. Frist.) Xi< Stadt Bart seid ist seit ecstcrn wieder in uniercm Besitz«. Xic Armier haben ihre Tätig, teil irre der ausgenommen, und auch die Bewohner beginnen lang am, zurück,»IChrni Xer Rückkehr stell! sich oder vorläufig der Umstand als ein Hindernis cmfltoai. das, die Stuften alle vorhandenen Bor- ,äre an Lcb:nsm:«tekn für sich ucnprnfce:cti oder jeot mit sich schleppten. Aus zahlreich:» von den Bewohnern zumeist verlassenen Häusern haben di« Russen dl« wertvollen Gegenstände geplündert, doch baden sie stn prosten Ganzen an dm Gebäuden nichl allzu großen Schaben angerick'ici. Aich ans den, Zrmpllncr Kointtat niurden di: Russen zirrückg-ebrä'mt. und nur in den Waldui-zm imi Xomitat des GvenzgebieieS können »och kleinere versprrngic Trupps sein.
Tic Lage i»r der Bukowina.
Budapest, 11. Tez. (Etr. Frkst.) Tic in der Bukowina befindlichen russischen Truppen sind durch dos überaus strenge Winterwettcr in allen Bewegungen bchindcrr. Das Therinomctcr zeigt bei anhaltendem Sturm Minus 2» Grad, die Wege sind tost vollständig ungangbar. Auch werden die Russen unausgesetzt von unseren Truppen beunruhigt. Tie Rüsten plündern jetzt womöglich noch mehr als gelegcnt- lich ihres ersten Besuches in der Bukowina.
Ein russisches Urteil über die Operation in Serbien.
Xer militärische Mnarbeiter der iu Moskau erscheinenden Rusflja Wsedomosri äußert sich, wie bas Berner Tagsbl. mitteilt, über di« Lperaiionen in Serbien wie folgt:
So schwer,lich uns der Zusammenbruch Serbiens berührt und so sehr wir den Nut der Verzwefflung bewuirbern. dm unsere serbischen Freunde gegen ihr« Ueberwind:r entwickeln, können wir letzierrn unsere volle Arcrkenuung nicht versagen. Las Pettorek im Süden oollbrachtt, war wicht di« stsiederwälzmig des Gegner mit immerischer lieber,ahl, sondern ein sttategstches Meisterwerk, das in der Kriag-ge chich« vorbildlich sein wird. Sein energisches Vordringen im deutschen Tlle hör den nachahmenswerten Vorteil, daß es iw Menschm nach Möglichlen schont. Hätte er einzig den Zweck verfolgt, di« von chm benötigten Positionen zu besetzen, so hätte er dies Ziel lmdedmgr schon früher erreichen kvirnen. Wir
leben seine opsc,mutige Arm« täglich niächtige Territorien be^
setzen, teils in steilem, irlsigrm Gebiet, teils in grundlosen Tiinrpsra. AU dies geschieht in grober Ma 1 tc und ntecrl'.-fttm Schnee Mid int -stampfe »iu einer dervischo» «rinoe. die berens in srübereil Feld- tügen reiche Evsahrinigen janmielte »iid jeden Fnsisiapfen shr^z He.matbodens sckwn un Frieden aus» gründlichiie zur Verieidstzuim herinchtere. Pottovek ist ein .Feldherr, den die österreichisch»,« ga- rische Hmresleinrng ruh^t aus eigene Faust operieren lassen tmtu. Und dies ist ein ,m, so größeres Lob, als der leri-ische Kriagssch.,». platz unter diesen BerdSItnisscn fogar als inG-nlächUcher Krie»s. schouplatz an Bedi.-muii,, verliert. können nnsercr eiqe>?.>,
Heeresleienng nur den dr„ngenden Rat geben, den Serben, wenn irgend inöglich. großzüg-,7« dchlomottsche oder milnärische Hilf« ,ns kommen zu lassen Und zwar rasch, noch ehe das Velk, da» seit, Schicksal gänzlTch un» aiwertrouie. verdliuer.
Die Tchlacht bei den Falkland-Inseln.
Reuters Bureau veröffentlicht noch, folgende offaiefl« Meldung über die Seeschlacht: Die Seeschlacht dauerte fünf. Stunden mit einigen Zwischenpausen. Die „Sckiarnborst, sank nach drei Stunden, die „Gneisenau" zwei Stunden spriter. Die leichten dcntschen Kreuzer zerstreuten sich, wurden aber durch englische leichte Kreuzer und Panzerkreuzer, verfolgt. Kein einziges englisches Sckstff soll verloren ge^ gangen sein.
lieber die Seeschlacht baden die bis jetzt eiiigetroffeiiki, englischen Zeitliilge» »och keine Berichte. Der englisäjc Korrespondent der Tyd meldet: Verschiedenes deutet darauf !>m,' daß der englifehen Admiralität bekannt war, daß nach der Schlacht an der chilenischen Küste die deut'ckie Flotte uni dass Kap Horn herum gefahren war, in der Absicht, auf englisch- Dampfschiffe im Atlantischen Ozean Jagd zu machn. Ansi Nlehr als einem Punkte kreuzten starke britische Gesäitvader) um die Meere abzusuchn, bis eine Flotte unter Vizcadmival Sturdee daS deutsche Geschwader einige hundert Meilen von» Südpunkt Südamerikas entdeckte. Da8 Geschwader >var von! Kohlcnschiffen begleitet und fuhr in einer nickt dicht aneinander geschlossenen Linie hinter „Sck>antl>orst" her. Sobald c? den Gegner in Sicht bekam, nahm es die GefecktSlinic ein ilnd zu gleicher Zeit den Kurs ostwärts, in der Absickst, beim Eintreten schwieriger Verhältnisse die freie Balm offen zu be. lmltcn. Durch geschicktes Manövricreil de? englisckirn Be- fchlshabcrS wurde jedoch „Scharnhorst" rasch durcki stärkere britische Schisse eingeschlossen, die zu glentier Zeit einen Teil, des Geschwaders absondcrn konnten und darauf den weniges rasch fahrenden „Gneisenau" ansielen. Als beide Schifw außer Gefecht gesetzt waren, versuchte die „Leipzig" mir „Nürnberg" und „Dresden" zu flüchten. Dies glückte nur! den beiden letztgenannten Sckjiffcn, da der „Leipzig" der?lus^ lveg abgeichnittcn wurde.
Die Form dieses Reuterschen SckltißsatzeS in Verbindting^ mit der Tatsackic, daß eS in der ersten Meldung über den! Untergang der denffchen Kreuzer hieß: „unsere Verluste fintv nicht groß", läßt die Annahine zu, daß es geglückt ist, oncfi* feindliche Schisse zu zerstören oder doch crnstbaft z,i be- schädigen.
Englische Anerkennng.
Pflichterfüllung bis ans Ende?
Ter Flottenkorrespondent der Dimes schreibt: In der Seeschlacht bei den Falklandsinsel» ist es anzunehinen, dlin die Gesechtsbedingiinnen das Gegenteil von denen an der chilenischen Küste loaren. Größere Schisse und besseres Schieße» haben de» Anoschlag gegeben. Wir können auch sicher sein, daß Admiral von Svee und die Besatzung seiner Schiffe mit der großtei, Tapserkeit kämpstei, lind ihre Pflicht bis ans Ende erfüllten und in Ehre» starben. Tie Times bedauern, daß so wenige Mann gerettet werde,, kollnten.
Daily Mail sagt: Es wird ein hestiger Kamps gewesen sein, denn wie wissen aus Ersaheung, wie die denischen Schisc kämpfe».
Tail» Telegraph sagt: Ter Marinekeieg lehrt, daß Verluste säst immer Vernichtung bedeuten. Jedenfalls steht fest, daß Urbermacht und größere Geschwindigkeit für den Erfolg ausschlaggebestd sind.
Pnrteinnchrichten.
Fraazösilche Hoisnungen,
In der Hunlanits voin 24. November begrüsit Lkaillant in e nem Leitartikel mit groher Fveube die in brr Auslandopvesse ver- ösicntlichien Erklärnng«» von Rosa Luxemburg, Lieb- t n e ch i, der 14er Minoritäi usw„ sowie di« Nachrichlen über bett Nürttemberger PorI« ift reit als Vor^ichen der Tpal lung in der dentfchen So'.ialdemokvati« und der beginnenden Revo. luiion in Xeuischland. Cr sagt dann wörltich am Schluss« des AG
likils:
„Xiese SKweguizg. di« unseren Tieg erleichtern imd
vollständig macknn wird — den Sieg der Freiheit des Volkes — mutz durch miieven Tirq bes«hleun»gt, vergröbert, verstärkt, unwiderstehlich gemacht werden. . . . Ni« immer wir dieses vitale Problem bttrachicn. dos sich uns durch den Krieg, ans Leben und Tob, ausdrängt, die Lösung üi die gleiche. Nir inüssen um jeden Preis siegen, und zwar vollständig."
Unsere svamösifchen Genossen geben sich »nt dieser Ueber- schätznng der belonqloson paar Xissidenten Hoffnunge» lstn, die so töricht sind, datz man sie bei irn« kaunl nock, bog reisen wird. Fminerhm aber zeigt der Artikel Vaillaws, weich« Wirkung die Halmng und vor allem die Icmonsrvaiio»«» und Erklärungen dieses kleinen Zirkels ttn Ausland und selbst bei mrseren ansländischen Poiteigenossen ousübrn: nicht als persönliche Ueüerzengnngen, bestimmt der s o z i a l i ft : s ch e n Sache zu dienen, iverdcn sie auf- g-nommen, sondern ats hochwillkoaunene Symptome innerer Porteizerrlltlung, die den Sieg ... F r a n k r r ich s leichtcr und vollständiger gestalten sollen. Sie mögen ans Moiiven herausivachscn. die weit enrfrmt sind, unseren Feinden einen Erfolg zu wünschen: in ihrem Endefseti nützen si^ nicht dir Sache des internationalen So-iälismiis un d schaden der Sache Xen: G g.:»s.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gietzen.
Verlag von Krumm & Cie., Kietzen.
Truck: Verlag Liienbacher Abendblatt, 8. m.b, H., Offenbach a. M.
Bekanntmachung.
Das 3. Ziel Schulgeld des Realgymnasiums, der Sber-Real- schnle, der Gymnafialoorschuie und der Höheren und Erweiterten Mädchenschule für das Rechntuigsialzr 1814 kam, in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an di« Stadtkaffc Gießn» bezahlt werden. G«ch«r, den 11. Xezember 1911.
Der Stadtrech««:
Räsev.


