Ausgabe 
21.11.1914
 
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Die Verordnung des Bundcsrats wird daher bci'tinimte Vor- chriften enthalten, die einen solchen Mißbrauch unmöglich nachen.

Grofje Erfole im Weste,».

Das sranzösi che Abendbullctin.

TtJ. Grus, 20. Nov. (Gtr. Bln.) Ter gestern abend um U Uhr herauSgcgebene cmitlichc Bericht der Franzosen meldet ,on einer äußerst hestigen. fast u»unterbroch,enen Kanonade im gestrigen Tage auf der ganzen Nordfront. In der Gegend ?on St. Mihicl habe» die Teutschen den westlichen Teil des Dorfes Chauvon-Court, den sic unterminiert batten, in die Luft gesprengt. Don der übrigen Front $ nichts Neues zu nelden.

Aus Genf konn« folgende Ergänzung des französischen siullctsns:

Gens. 20 Nov. Leit Vochensrisi schwel,rcn die französifchcn krlcgsbc richte von russischen .Liegen". Ter gestern mittag in Paris ausgcacbcnc Bericht enthält versteckte Aniveclungcn aus das B c r- agen der russischen Hilfe. Tic sranzösischcn Blmter nahnen aufs neu« z u r R u h e. Bis jetzt liege sein Grund zur Be. mruhigung vor. Ter !cvte Bericht der französisäicn Heerreleiturg st rech» einsilbig Scrnc wichtigste Einzelheit ist die Mi,, cilung von rnem erbitterten Kainps in dem Torsc khanvoeicourt, oo der sraiizösilchc «ngrisf scheiterte und die Franzosen schließlich -cn Lrt räume» mußten, Zugegeben wird mich, daß die Teutschen hre Linsen in Lothringen vorschieben komite» Ter kierlusi des -chlosscs Ebatillon bedculel für die Franzosen eine encpsindliche -chlappc, weit dadurch achtwöchig« sranzöfischr Anstrengungen mit inen, Nißersola geendet haben.

EnsiUsck'cr 2 chlack»tberick»t

TV. Äopeuhage«, 20. Nov. (Ctr. Bln.) Londoner Blöt- er melden: Tic Teutschen setzten in Flandern ihre Angriffe ort. Nicuport leidet schwer unter der deutschen Beschießung, icdoch »st die hiswrische Kirche in der Dorstadt verschont ge­blieben. Don Apern hört man andauernd Kanonendonner.

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Pin srai'iösisches To f in die Luft "efprenqt.

TU. Berlin, 20. Sezit. Ter Lokalan,zeiger erhält aus Geni olgende Mitteilung: Ter mn lenken Maaßuser kommandierende raiizösilche (General iKrt iolgcnde Meldung crsiaitel: Ter dcuiichc

ingriss gegen den französisch gebliebenen Teil des bei Mihiel ge- " "egenen Tories Ehauvon-Eonrt schien nach zu lassen. als eine l n r ch l- arc Srplofion, eine Folge der unter den Lanigräben geleg­en deutschen Minen, ersolgtc. Tie ganz« sranzöflsch« Stellung wurde erstört. Ti« Zahl der Opfer ist sehr bedeutend. Tic Teutschen «letzten mir lmilem Hurvah auch die Chauvon-Caurt benachdarten

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r-f~ r»e ^rnn;osen weichen bei Reims zurück!

T. 17. Amsterdam, 20. Nov. (Etr. Bln.) Holländische Blätter mrldrn, daß dir französische Schlachtlinic bei Reims »> r ü ck g r l e g t werden iniißtr. Reims werde unter vcr- weiscltrn Kämpfen vo» den Franzosc» gehalten.

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Die russischen Niederlagen. Auslandsstimmeu.

lieber die Bedeutung der Hindenburgschcn Siege schreibt er militärische Mitarbeiter des Berner Bund, daß der tratcgische Rückzug der Deutschen, der sich stafsclförmig von >em linken deutschen bis zum rechten österreichischen Flügel ortpflanzte, die Verbündeten in geschickter Weise dem zögernd md schwerfällig folgenden Gegner entzog. Nun hat ihn der Stoß Hindenbnrgs vermutlich in seiner rechten stänke getrossen und der deutsche Stoß gelangte bis Kutno. ,i» in die innere Flanke und schon bis dicht an die Rückzugs- inie Lodz-Warschau. ES ist die Frage, ob cS den Russen iclingt, mit versaniiiicltcn Kräften die Umfassung aufzu- mltcn. Derselbe Fachmann versichert über die Lage ini Westen, daß sich dort die Front allmählich in der Richtung luf die französische .Hauptstcllung verschiebt. Die französische Lage scheint ihin ähnlich wie im Osten bei den Russen auch ini Westen zugunsten der Deutschen zu sprechen.

T. 17. Grns, 20. Nov. (Ctr. Bln.) Französische Meldungen lullten die Lage der Russen an der deutsche» Front für f c 6 r 0 e f ührlich. Seit vier Tagen, heißt eS. sei eine große Schlacht südlich Solda» im Gange, die mit einer Heftigkeit ohnegleichen geführt werde. Tie Kanonen donnern Tag und Rächt. Tic Russen, die vollster Erbitterung über ihre in dieser Gegend erlittene Niederlage seien, wollten sich um jeden Preis jetzt rächen und stürzten sich auf die Teutschen mit einer nicht zu beschreibenden Wut. Tic Kämpfe stellten abwechselnd eine gegenseitige Offensive und Defensive dar.

Ucbcr die letzten Lerlnste der Russen gibt eine von dem Berliner Lokalanzeiger wiedcrgcgebcnc Meldung der Londoner Times Aufschluß, wonach die Russen bei den lebten liegen Hindenbnrgs 40800 bi» 50 000 Mann cingrbüßt haben.

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l*ine russische Niederlage im Sck'war en Meer

T. ü. Kopenhagen, 20. Rov. (Ctr. Bln.) Eine amtliche Petersburger Meldung besagt: Grstern fand im Schwarzen Merre eine Ccrschlachl zwischen drm türkischen Kriegsschisfr ,,Sultan Sclim" und rincm russische» Geschwader statt. Das russische AdmiralschissSwatvi Iewstasi" wurde beschädigt. Tic Russen verloren an Toten 4 Offiziere und 20 Matrosen, in Schwrrvcrlkbien 1 Offizier und 10 Mann. Ter Kamps saurrtr nur V 4 Stunde. Das türkische Schiff wurde nur zering beschädigt.

Die Nüssen gehen in (Galizien zurück.

T. 17. Wie», 20. Slov. <Etr. Bin.) Die Morgcnblätter melden, daß Taruow und Wieliczka von den österreichisch ungarischen Truppen wieder besetzt worden sind.

Der serbisch,e An'ammenbrnch.

Urder de» Niederbrnch der Leebe» meldet der Popolo Romano: y' mbi Ae Armee zähl« noch 100 000 Mann, die sich in schlimmem -Uinandc besiadea, und steht einer Armee von "i»0 ,M »0 Hciterreick-ern in bester Bersalsuuq stad Daher ist ein weilerer s. »amöalich. Perlevcranzo meint, Lerdien müsse einen

schließen, wenn ihm der Dreiverband keine Hille

Die Liluation in Aegypten. Englische V'rlege heilen.

.^""»»ntsnopel, 20. Nov. (WB. Nichtamtlich.) Aus zuver- ^?0^Er Quell« erfährt der Privartorreipondent des Wolssiche» infolge des Vordringens der Beduinen i» Aegupicn q* ochiloeHörden vo» Suez, Port Sach und Famarlis eiligst »ach >)Sgaz,g verlegt worden sind. Tee Brrivaltung des Suezkanals

bat das Militär übernommen Tie Neger»ngssckr.,!en ln Zagazig sind geichlosien. die Lchüler rnUasieii und die Gotmude in Militär- hespltäler mngcwandel! worden. Ein englischer Versuch, rin« Lpaltung unter d:n ägyptischen Noiabeln u»H der Familie des Bize- königs herbe: .usnhrcn. ist nnßliuigea. Husiein K.amil ist ov» hem Pol zcikommandaiiten Mamura nach Kairo gebeten worden, wo chm der Zivilgouverveur Eheetham den höchsten Posten embo: Ter

Prinz lehnte enischteden ab. Diese Ablehnung ru't in gaiy, Aegvp rcn große Gein-.gtuung hervor Es bestätigt sich, daß die männlichen Mitglieder der deutschen und der österreichischen Botfäzast tu der .weilen Noi^mbcrwoch«. rricksichtlos in Eisenbahitwagrn gepsevcht. nach Alerandtien geschasst uo dann nach Mel« verschissi wurden

Tel g-amme.

Der Krieg in Russi'ch-Pole«.

Neue Erfolge der Verbündeten.

Wien, 20. Nov. (WB.) Amtlich wird vrrlautbart: 20. Novcmbrr mittags: Auch grstern hatte» dir Dcrbündrtrn in Russisch -Poleu überall Erfolge. Dir E n t s ch c i- d u u g ist noch nicht gesallrn. Dir Zahl der g r s a n g r n r n 0'ussen nimm, zu. Dor Przemnsl erlitt drr Feind bei einem si'sort abgkschlagcnrn Versuch, stärkrrr Sicherungstruppe» näher an die Südsrout drr Festung heraiizubriugen. schwer« Verluste.

Ter Strllvertrctrr de» Ehrss des Gencralstabs: v. H ö s c r, Grnrralmnjor.

iüflcstifrirfjt Dcö Kroficii HüHtiillllltikrs.

9(m .Rtiirnl nichts Ncncs. Frankreich nicht» LüesentlicheS.

Im Lsten noch ke ne Entscheidung.

W. I!. Großrs Hauplqiiarlirr, 20. Novcmhrr vormittags. lAmtlich.) In Wcst-Flanderu und in N o r d - F r a n k- reich feine wesentliche Arußerung. Bei ausgrwcichtcm halb- gksrorencm Boden und Schncrsturm bereiteten unsere Be- wcglingen Schwirrigkriten.

Ein französischer Angriff bei C o m b r e s südlich Verdun wurde abgewirsrn.

An drr Grenze O st p r e u ß e n s ist die Lage unver­ändert. Orstlich der Seenplatte bemächtigten sich die Ruffen eines unbesetzten Feldwerkrs und der darin stehenden alten unbkweglichrn Geschütze.

Tic über M l a w a »nd L i v n o zurückgrgangcnen Teile des Feindes setzten ihre» Rückzug fort.

Südlich Block schritten unsere Angriffe fort.

In den Kämpsrn um Lodz und östlich Czenstochau ist noch feine Entscheidung gefallen.

Oberste Heeresleitung. Eedämpfte Hoffnungen.

Der Pariser Matin hält es endlich für nötig, seine Leser vor der SiegeSgewißheit zn warnen, in die er sic durch seine Hetzereien und Lügen selbst versetzt lxrt. Er schreibt nach einem Bericht der Franks. Ztg. in seiner Numnicr voni 18. November:Wozu soll es dienen, daß man seit einigen Tagen wiederholt, die bcntfcfie Armee bestehe mir noch aus Greisen und Kindern? Wozu die Vorspiegelungen, daß die Arsenale jenseits des Rheines, die Bekleidungs- und LebcnS- mittelmagazine leer und die Munitionsvorräte erschöplt sind? Wozu soll es gut sein, dem französischen Publikuni den Glauben beizubringen, daß unsere Soldaten nur noch einer wehrlosen »nd führerlosen Masse gegenüberstchen, während es nur zu deutlich ist, daß diese Masse noch hält und daß sie noch d e u T o d v e r b r c i t c n kann? Jfein, Deutschland ist leider nicht tot, es bleibt furcht- v a r und wir werden e? noch hart treffe» müssen, dannt es fällt. Es bat Soldaten, Waffen »ud Lebensmittel, bat Munition. Behandeln wir es also wie Männer, die sich kc i u e r Illusion h i n g c b e n , die klar sesien, um richtig zu treffen."

Aran;ösi!ch-en"lisckke Verterdioungsklaft.

Eine anöländische Stimme.

Mailand, 20. skov fW. B. Nichlamilich.1 Fm Eorricrc Hella Lera schreibt der Militärkritiker Angela Gatti: Frankreich

besitzt heute nur »och eine Tevensivkiast <iorza di resistenzn). Hier einoerroffene vertrauenswürdige Nachrichten be­sage», daß das französische Heer sehr erschüttert ist, wenn cs sich auch nicht in kritischer Laae befindet. Tie französische Kampfeswcise, ans taktische» Gründen ausncsprochcn d c s e n I i n, hat de» Vorteil, daß die sranzösischen Offiziersvcrlnstc nicht so groß sind wie die deutsche», also die französischen Truppen deute, was die Führuua anbetrifft. sich in besiercr Laae bcsinden. j Tic Reihen der Franzosen sind nichr so sehr durch Verluste a» Talen »nd Verwundeten aclichtct als durch Krankheiten. Tiefe Ver­luste sind sehr beträchtlich. Von der Kavallerie scheint ein aioßcr Teil iniolac starker Lterblichkcit der Pferde z» Fuß zu kämpfen. F» ähnlicher Lage Ichcint sich die Artillerie insolac der Verluste an Belpannnna zu bcsinden, wenn auch bei ihr der Manael nicht in dcmlelbe» Maße zutaae tritt wie bei der Kavallerie. Um die Lücken bei den Truppen ansznfiillcn, wurden die Männer über 4 7 Fahre zni» Eintritt ansnesordert. wobei ihnen die Erleichte­rung gewährt wurde, daß sic sich den Ticnstort wählen dürfen. Für diejenigen, die der Aussordernng nicht Folge leisten, ist ei» Mas­senaufgebot anaekllndigt, das keinerlei Vergünstiaung ge­wahre» soll. Auch England, io schließt der Verfasser seine Aurslihrnnaen. bcstvt unter dem heutige» Gesichtspunkt nur eine Tcfeniivkr«st gegenüber der lebendigen Kraft der Deutschen, knaland wird seine Tescnsivkrast nicht in lebendige Kraft »mwandeln können, wenigstens nicht vor Adlans einiger Monate.

Vorftof; nach (sala's?

London, 20. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tie Evening Post meldet aus Rotterdam: Vom Dienstag bis Mittwock) war der Eisenbahnverkehr in Belgien einge­stellt. Ties ist ein Zeichen, daß ein n e u e r A n g r i f f i n Flandern »nd ein Dorswß nach Calais mit verdop­pelter Kraft bevorsteht.

Die Erenrwacht iu Bel"ie».

Amsterdam. 20 Nov. lEtr. Frist.) Tic Bewachung der hol­ländisch-belgischen Grenze wird jetzt mit großer Ltrenge durch die Deutsche» vorgenommen, was sehr nötig ist, da sich fortdauernd Personen über die holländische Grenze beaaben. die ausgezeichnete Lpionendienstc für England lclstcle». Nienwe Noticrdamsche Eon- rant meldet, baß an der ganzen Grenzsiraße von Lt. Laurent bi» ans Meer, dem Lcopoldskanal entlang, bei alle» Brücken, die über­dies noch --espren-t leien, deutsche Posten ständen. Andere Blätter melden, daß auch nach der Ost'eite zu. nach Nciilel »nd Ackel, eine strenne Grenzbewachung stattfinde. Ter Korrespondent des Tyd, dem es trotzdem noch »i aelinsen scheint, sich an die Front beranzu- machcn. meldet: Tic Kanonen, die in den Tiinen stehen, sind noch immer ans das »''ecr gerichtet. Von dem Verkebr der Küftenplötze untereinander bleibt allein Zeebrügac ansgclchlosien, das nicht be­wohnt ist und wohin auch niemand kommen darf. Am letzten Sonntag geschah dort eine beftioe Erplosion durch eine Miene, wo­durch die Mole zum Teil vernichtet worden ist. sTiese Mole hätte einer seindllchc» Flotte eventuell zur Landung dienen können: es ist daher recht erklärlich, daß man sic oon deutscher Leite in die Lust aeiprengt bat.» Auch aus den Kais längs der ganzen Küste darf sich niemand bewegen, und sic werden ans da» strengste abge­sperrt und bewach».

Rukfische Drtippetttransporte »ach Finland.

Russische Zeitungen berichten, daß der gesamte Verkehr auf de» finnischen Bahnen plötzlich durch Tnippcn- lrnnsporte unterbrochen wurde: dies stelle sich als eine Folge der Libauer Flotten aktiv n heraus.

Russische Beutezüge.

Wien, 20. Rov. (IV. B. Nicht.imtliä,.) Aus dem Kriegs- presscqucrtier wird gemeldet: Zuverlässige Berichte aus den von den Russen besetzten Teilen Elaliziens besagen, daß die Russen ganze Eiscnbahnzüge voll Wertgegenstände nach Rußland abschieben.

RussischeKunstfreunde".

Aus Petersbnvg wird bericksict: Tie Noevoj« Äremja gibt mir Gcnelmugung drr Zensur b(fui,»«: Aus dem Lemberger Osiolincnm sind 1034 Gemälde, 24 000 Uupieestiche, 5000 Autogramme und zahl, reiche Bälidk der Bibliothek nach Petersburg udergeluhrt morden.

Tie »ebcrjührnriig erfolgte mitrr Anrrkrnnnn-i des Eigenitunsrochtet drr Surdi Lemberg an den Ku»(tg«,>7iäiänden zum Tchnv: vor Re- pressatlen des Feindes, falls er rorüturgehent» dir russische Grenze Überschreiten sollte

Es wird muwenbig fein, dir Bilder tu PetrröPuvg in Keitri, in lege». Teint »irirr dem rnfsisiben Adel gibt» nmndzcnKrinst- ireurid". Wer ivciß, ob nicht manches Stück der geraubten (^c,zon- stände sich schon aus dein Woge nach Peterstnrvg oerfUidytlat ltztz

Die Kämp e in Serpieu.

Neue Niederlagen der Serbe».

Wien, 20. Nov. (Nichtamtlich.) Dom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 20. November: Die partiellcu Kämpfe au der ganzen Front dauern fort. Der Angriff auf die befestigte Stellung von Lazarevac macht günstige Fortschritte. Gestern wurden 7 Offiziere und 060 Mann gefangen genommen. ES herrscht eine ungünstige Witterung: aus den Höhen liegt der Schnee 1 Meter hoch. Die Niederungen sind überfdiiwnrmt.

Budapest, 20. Nov. Durch da» plötzlich eingeierteile rauhe Wetter, sowie infolge Schnee falls sind all« Lperatione» in Ser­bien derzeit etwas erschwert und konmien daher etwas langsamer cvrivärt- als in ü«n Ictzden Tagen.

Die -stinnnung in Bulgarien.

Sofia, 20. 9loO. (W. B. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare: Das Bordringen der österreichisch-ungari­schen Armee in Serbien macht aus alle politisck)en und parla- mentarisckien Kreise einen nachhaltigen Eindruck. Allgemein tritt die llebc'rzeugung zutage, daß der Zusam- menbruch Serbiens eine tiefgehende Aenderung der Balkanlagc mit sich bringe und Ereignisse von gorßrr Tragweite herbeiführcn könne. Dieses ist der einzige Gesprächsstoff in den Wandelgängen der Sobranj". deren Sitzungen unter deni Eindrücke der Niederlage von Baljewo stehen.

Die österreichische Krieaöanleihe.

Wien, 20. Nov. <W. B. Nicht«,ntlich.f Ter Neuen Freien Presse zufolge haben die Zeichnungen auf die österreichische Kriegsanleihe nach den Lchätzungen unlerrichteier Perlön- lichkeiten bercils eine Milliarde erreicht. Tie Hoffnung sei berechtigt, daß noch ein gutes Stück Weges bis zur zweite» Milliarde zurllckgelegt werben wird. Ta auch die Zeichnungen auf dkd ungarssche Kriegsanleihe schon jetzt ein sehr günstiges Er­gebnis answcijcn. wird da» wirtschastlichc Machtausgebot beider Staaten der Monarchie überall einen tiefen Eindruck Hervorrufen.

Dcr Krieg im Orient.

Die ksluäit der russischen Schwär,meerflotte.

Konstantinopel, 20. Nov. (IV. B.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: Eine russische Flotte von zwei Linienschisse» »nd 15 Kreuzern hat sich, verfolgt von unserer Flotte, »ack, Sewastopol geflüchtet. Eine Flottille von Torpedobooten ist io ciurn russischen Hasen geflüchtet.

Tle Neue Füdischc Korrespondenz erhält ans Kvnftanlinopcl die telegraphische Mitteilung, daß 5000 audlänblsche Fnden in Palästina die Ausnahme in den türkischen Llaaisvcrband nach- gesnchl haben.

Englische Borbereitungen in Stesippten.

Rom, 20. Nov. (Ctr. Frkst.) Ein Brief auS Kairo fchil- dcrt im Mcssaggero die Vorbereitungen der Eng­länder zum Kriege. Tie Schulen werden in Hospitäler uin- gewandelt. In Port Said find die Vorschriften des Be­lagerungszustandes äußerst streng. In Zagazig griffen einige Araber Europäer an. Tic Schuldigen wurden blutig­gepeitscht. Tie Zeitungszensur streicht deni nationalistischen Organ Scklia ganze Spalten. Verhaftungen und Aus­weisungen der Notabel» dauern an und arten in Verfolg­ungswahn aus. Das Ganze mache den Eindruck eines Reiches, das dem Verfall geweiht sei. Auch in Aegypten herrscht die Ueberzeugnng, daß der Großienusse die Grenze überschritten habe oder überschreiten werde. Nach dem Ver­trag mit der Türkei sei seine Hauptaufgabe, die Beduinen­stämme Mariut und Fayum gegen England anszuwiegeln. Ersterer ist dem alten Khcdiv ergeben, letzterer eng verwandt mit dem Stamm in der Cyrcnaika. Tie Khedivirage sucht be­kanntlich England dadurch zu lösen, daß Prinz Hussein Kiamil Pascha, der Sohn Ismail Paschas und Onkel des jetzigen tthediv, als Werkzeug Englands den Thron besteigen soll. Falls er ablebnt, (er hat das bereits getan. D. Red ) falle die Wahl aus seinen jüngeren Bruder Achmed Fnad Pascha, den früheren albanischen Prätendenten.____

Beronlwortlither Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlag von tttumm & Eie.. Gießen. _

«erlag CiknMl« Abendblatt, G.m. b. H.. Offenbam » "