9W. Heinr. Heimbach. Ulfa, um. — Res. Karl Burk, Watzenborn, uw.
— Res. Heinr. Maurer, Qbcrahnien, uw. — Res. August 3eipu, Hainbach, Kr. Alsfeld. vw. — Res. Peter Reib, Rüddings hausen, uw. — ©cfr. d. R. Heinr. Wagner, Lauter, Kr. Gießen, uw. — Res. Otto Dieb, Eichelsborf, Kr. Schatten, uw. — Res. Sttkol. Wilhelm Gütern,uth, Dahlherda, uw. — Res. Theodor Spieß, Friedberg, uw.
— Einj.-Fretw. Heinr. Weller, Sprendlingen, Kr. Al-ei>. uw — Einj.-Frciw. Robert Ludw. Kahn, Selters, Kr. Unterwestern,., vw.
— Res. Rudolf Allendörfcr, Gießen, uw. — Res. Gust. Aua. Hcrr- niaun, Nanzenbach, Dillkreis, vw. — Gefr. d. R. Hugo Bcckhoff. Dahlerbrück, um. — Gofr. d. R. Heimgpeter Keller, Lumda, um. — Musk. Adam Horrmug, Dieburg, um. — Musk. Wladislaus Nowa- kowski,, Borken, um. — Mnök. Heinr. Rudolf, Machtlos, un,. — Musk. Joh. Friedr. Schuhnianu, Neuhansen, Kr. Worms, um. — Musk. Georg Wiegand, Bürstadt, um. — Res. Jakob Dittmann, Holzhausen, Kr. Biedenkopf, um. — Res. Nikolaus Dillges. Heide, um. — Res. Karl Pampus, Hengsen, um. — Res. Will,. Karl Rob. Grotstück, Sisniewo. Kr. Corthos, uni. — Res. Wllh. Liehe, Obcr- Ohmen, um. — Res. Kasp. Harnischfeger. Ober-Seemen, Kr. Schotten, um. — Res. Adolf Gaul, Wingershausen, Kr. Schotten, um/ — Res. Karl Weber. Bieber, Kr. Biedenkopf, um. — Res. Phil. Ransbach, Biebrich, um. — Res. Heinr. Bauinann. Niederbiel. Kr. Wetzlar, um. — Res. Heinr. Lapp, Niederbiel, Kr, Wetzlar, um. — Res. Wilh. Demant, Wörborf. Kr. Wetzlar, um. — Res. Friedr. Will). Bieber, Hirzenhain, Tillkrels, um.
Maschinengewehr-Kompagnie: Oberleutnant Kurt Kienitz, Weilburg a. Lahn, schuw, — Lt. Dietrich-liniert de Harde, Blankenburg, schvw. — Eins.-Frciw. Untcrosfiz. Karl Mörschel, Büdesheim, Kr, Friedberg, tot. — Musk. Heinr. Jung. Klein- Linden. schvw. — Untcrosfiz. Hermann Kersting, Dortmund, schviu.
— Musk. Anton Stapf, Kr.-Hcubach, llntcrfrankeu, schvw, — Bize- feidw. ,"friedr. Bauer, Bellnrutb, Kr. Büdingen, Ivw. — Gefr. Heinrich Ohsendoht. Eppendorf ieichtuerwundel. — Musketier Johann Rutsch, Sehen, Kreis Mainz, Ivw. — Res, Karl Erb, Blciden- rod. Kr. Alsfeld, tot. — Gefr. d. Res. Ludwig Becker, Gießen, schvw.
— Res. Karl Krall, Muschenhetm, schvw. — Musk. Ehrist. Schäfer, Griiningeu, schuw. — Res. Ehrest. Scheid. Gr.-Buseck, luw. — Eins - Ire iw. Gefr. Karl Scherz, Gießen, luw. — Feldwebel Heinr. Boefs. Köln, schuw. — Gefr. Heinr. Badonin. Schwobendors, Kr. Kirch- hain, schuw. — Musk. Heinr. Baumscheidt, Köln, schon'. — Musk. Anton Hubertus, Weisenau, schow. — Musk. Peter Wolf, Rauschhelm, Kr. Groß-Gerau, schino, — Unterossiz. Heinr. Säuger. Garbentelch, low. — Ilntcrosfiz. Wilhelm Sankel. Großen-Lindcn. luw. — Unteross. Güstau Genshcimcr. Darmstadt, luw. — Eins - Freiw. Otto Kohl. Newwicd, luw. — Musk. Karl Hohmeycr, Pfordt. Kr. Lauterbach, schuw.
— Wahlverei» Gießen. Nächsten Montag, den 12. Okt,, hält der Wahlverein eine Mitglicdcr-Versammlnng ab, in welcher ein Referat über: „Ter Krieg und die Sozialdemokratie" gehalten werden wird. Da seit längerer Zeit keine Versammlung stattgefunden hat, darf wohl erwartet werden, daß sich die Parteigenossen am Montag zahlreich einfindcn.
— Kartosfclpreisc. Wie von allen Seiten berichtet wurde, ist die Kartoffelernte in diesem Jahre ziemlich reichlich ausgefallen, der Verkaufspreis könnte also ein mäßiger sein. Das ist aber keineswegs der Fall, vielmehr werden Preise von den Landwirten gefordert, wie in Jahren schlechtester Ernte. Zwar hatte der Gicßener Oberbürgermeister den Höchstpreis für den Einzelvcrkauf auf 3 Pfg. das Pfund festgesetzt, doch dürfte damit den Konsumenten nicht viel ge- dient sein, denn an den beiden Markttagen dieser Woche, am Dienstag und Donnerstag blieben die Kartoffelvcrkäufer dem Markte einfach fern. Tie Festsetzung der Höchstpreis hätte schon früher erfolgen müssen und zwar für den Großhandel und für größere Bezirke. Tie Tetailhändler können natürlich nicht billig verkaufen, wenn sie erst hohe Einkaufs- preise bezahlen mußten. Von den Landwirten werden jetzt vielfach Kartoffeln zurückgchalten, weil sie hoffen, später höhere Preise erzielen zu können. Es wäre Aufgabe der Be- Hörden und auch der Gemeindeverwaltungen, hierauf ihr Augenmerk zu richten und die notwendigen Schritte zu unter- nehmen. Dazu ist es die höchste Zeit, denn der Winter wird noch größere Not bringen, unter welcher die Arbeiterschaft und die minderbemittelte Bevölkerung am schlimmsten zu lewen haben wird. Dem Lebensmittelwncher mutz mit aller Schärfe entgegengewirkt werden.
— Städtischer Kartoffel-Verkauf. Heute vormittag wurden im alten Schulhaus in der Neustadt von feiten der Stadt Kartoffeln im einzelnen verkauft und zwar das Pfund zu 3 Pfennig. Es wurden aber nicht mehr als 10 Pfund an den einzelnen Käufer abgegeben.
— Beendigter Gcmeinderatswahl-Prozcß. Bei der Ge- mcindcratswahl in Klein -Karben im September vori- scn Jahres wurden drei unserer Parteigenossen gewählt. Gegen die Wahl erhob der Bürgervcrein Einspruch; die Wohl wurde vom Kreisausschuß in Friedberg »nd dem Pro- vinzialauSschuß in Gießen für ungültig erklärt. Tic sozialdemokratische Parteileitung gab sich damit nicht zufrieden und wandte sich an die höchste Instanz nach Darmstadt. Hier wurde die Wahl am 26. September für gültig erklärt.
Kriegsopfer. In den Reihen unserer Parteigenossen und Gewerkschaften reißt der Kricq klaffende Lücken. Jeden Tag kann man in den Parteiblättern zahlreiche Todesanzeigen lesen, int Hamburger Echo waren vor einigen Tagen solche für nicht weniger als sechzehn gefallene Partei- und Gewerkschaftsmitglieder enthalten. In den Partciblättern der größeren Städte erscheinen jeden Tag vier, sechs und mehr, was auf längere Zeit eine ganz erhebliche Zahl aus- macht. Auch in den kleinen Parteivereinen unseres Pcc- bicitungsgebietes machen sich die Verluste bereits empfindlich bemerkbar. In Heuchelhcim, Krofdorf, Launsbach, Staufenberg, Wieseck und anderen Orten haben wir schon eine Anzahl Genossen zu verzeichnen, die leider aus dem Kriege nicht mehr zurückkehrcn werden. — Tic amtliche Verlustliste ist jetzt bereits auf tausend Seiten ange- schwollen, was einer Ziffer von rund 220 000 an Toten, Verwundeten und Vermißten entspricht. Sollte cs noch lange
so weiter gehen, dann kann es dazu kommen, daß Deutschland und Frankreich von den männlichen Bewohnern so ziemlich entvölkert wird.
— Gefallene des Gicßener Regiments. Boni Jns.-Regt. Nr. 116
werden weiter als gefallen bekannt: Rescruist Heinrich Hcrr-
mann ans Alsfeld. — Landwchrmann Frdr. Karl Hamincl aus Steinbach. — Landwehrmann Otto Ttcuernagel aus Daubringcn. — Rescruist Philipp Eonrad und Landwchrmann Tcuerin Le y rer, beide ans Elimbach. — Landwchrmann Geißler, Lehrer ans Slamniheim. — Rescruist Adolf S t ii b c r aus Wölfersheim, — Gefr. d. R. Seinmy Rothenberger, aus Gießen. — Rescruist Ang. Tröllcr ans Groß-Eichen. — Bizefeldwcbcl Karl Witkop ans Brannsels. — Reservist Karl Burk II. aus Watzenborn. — Gefreiter Ehr. Riihl aus Burkhardsfelden. — Musketier Hermann Sichling aus Gießen. — Musketier Fritz Dahmcn aus Giesen. — Weiter werden vom Jnfanteria-Rognnmt Nr. 110 als gefallen gemeldet: Laitdw ehrmann Friedrich Herber ans Lauterbach. —• Rescruist Ludwig Werkln a n n mis Darmstadt.
— Gefallene ans Oberhessen und Nachbargebieten. Lenin, d. R. Hch. S ch a r f f aus Gießen, Jns.-Regt. Nr. 86. — Aehrmann Wilh Hof aus Gedern, Jnf.-Reg. Nr. 86. — Am 25. September: Musketier Karl Bittendorf, Fabrikarbeiter aus Watzenborn (geb. in Wißmars, Jnf.-Reg, Nr. 17. — Am 10. September: Hauptinan» Hugo Frhr. u. Nordeck zur Rabenau, Jns.-Regt, Nr. 81. — Am 8. Sept.: Musketier Hermann Hoffman» ans Burkhardsfelden, Jnf.-Reg. Nr. 168. — Hauptinan», d. R. Emil Rausch aus Gießen (fiel in Afrikas. — Vizeseldwebel d. R. Wilh. Born ans Gießen, Jnf.-Reg. 168.
— Aus den Verlustlisten. lNur Vermißte und Schwerverwun- dete aus Oberhessen und Nachbargebieten.s Rescruist Heinrich Fehl ans Freiensteinau. Kr. Laulcrbach, Jns.-Regt. Nr. 83, »ermißt. — Unteroffizier Rudolf Rosenthal aus Wetzlar, Jns.- Regt. Nr, 80, uermißt. — Rescruist Friedrich Bügel aus Geln- haar, Jns.-Regt. Nr. 83. vermißt.
— Für das Gesangciien-Lager auf dem Trieb werden große Hallen und Baracken errichtet, die letzteren zum großen Teil in Fachwcrk ausgeführt. Wann die Gefangenen cintrcffen sollen, darüber verlautet noch nichts. — Zwei weitere große Lager sind in Niederzwehren bei Kastei und bei Limburg a. d. Lahn errichtet. Das ersterc wird 20 606, das letztere 10 060 Kriegsgefangene »nd zwar Franzosen, Engländer, Rüsten und Belgier aufnehmen. Am 2. und 3. Oktober sind bereits 6000 unverwundete Kriegsgefangene in 10 Sonderzügen über Gießen auf Station Obcrzwchren cinge- troffcn und in das Kriegsgefangenenlager nach Niederzwehren überführt worden. Es waren uornehmlich französische Kriegsgefangene, darunter Turkos und Zuaven, 100 englische, sowie 300 belgische Zivilisten und belgische Rekruten, Unter den englischen vsefangcncn befindet sich ein Schlostcr, gebürtig aus Niederzwehren, der im Alter von 11 Jahren nach Großbritannien ausgewandert, vor kurzem sich für die englische Armee hat anwerben lassen und nun auf so tragische Art in seine Heimat wieder gelangt ist. In dem Gefangenenlager bei Limburg werden Ende dieses Monats die GcsangcncntranSporte einttcffen. Für die beiden Lager werde» zur Verständigung mit den Kriegsgefangenen zahlreiche Dolmetscher ans der Bevölkerung gesucht, die die französische, englische und russische Sprache beherrschen und sich für längere oder kürzere Zeit oder auch für bestimmte Stunden freiwillig zur Verfügung stellen.
— Neue Eisenbahn-Prcllböcke. Im Frankfurter Hauptbahnhofe werden gegenwärtig aus den Einsahrtsglciscn die älteren Konstruktionen der Prellböcke entfernt und dafür solche mit automatisch wirkendem Gegendruck einmontiert. Die auf eine Strecke von etwa zehn Metern ans einer Zemcntbcttung gelagerte Vorrichtung besteht aus scherenförmigen, hintereinander gekuppelten und in ihren einzelnen Gliedern durch starke Federn verbundenen Teilen. Der etwa mit größerer Geschwindigkeit einsahrenbe Zug "drückt gegen das Hemmnis und bringt nach und nach die einzelnen Glieder in die Form einer gespreizten Schere. Dabei wächst der Gegendruck im Verhältnis zu der Zahl der sich durch die Wucht des Zuges öffnenden Glieder. Die selbst bei einer Fahrtgcschwinblgkeit von 12 Kilometern angestellten Versuche der automatischen Prellböcke zeitigten die günstigsten Resultate.
— Vor der Strafkammer hatte sich am Freitag der Gclege.r- bcitsarbeiter Rudolf Ge ns he im er aus Gießen wegen falscher Anschuldigung und verl>eumd«rischer Beleidigung zu verauiivorien. Der Angeklagte, der schon unzählige Male vorbestraft ist, wurde im Mai d. Js. von der Strafkammer Gießen wegen schweren Ein- bruchsdi-ebstahls zu einer Zuchthausstrafe vv» 5 Jahren veruuleilt, die er gegenwärtig im Landeszuchthaus Marienschluß verbüßt. In diesem Termin, wo di« Verurteilung Gensheimers erfolgte, wurde auch der Großh. Untersuchungsrichter. Landgerichtsrat Schmälst als Zeug« vernommen, der über eine tu der Voruntersuchung mit Gcus- heimer gctzabte Unterredung Bekumdiingcn machte, die nach den An- gaben Gcnsheimerz nicht der Wahrheit entsprochen haben sollen. Kurz nach dem Termin ließ sich Gensheimer uorflihren und erstattet« gegen Herrn Laudgerichtsvat Schmach! eine Anzeige wegen wistentlichen Meineid. Obwohl er wiederholt daraus aufmerksam gemacht wurde, daß er sich eine Anklage wegen falscher Anschuldigung zutiohen könne, wenn der gegen den Untersuchungsrichter erhobene Vorwurf unwahr sei, blieb Gensheimer bei seinen Angaben. woraus die Staatsanwaltschaft ein Erwiitteliiiigsuersahren gegen Herrn Landgerichtsrat Selmrahl lucgcn Meineids einlertete. Dieses Verfahren mußte jedoch bald wieder eingestellt werden, da durch mehrere Zeugen feltglestellt wurde, daß Herr Schmahl die ihm von Gensheimer in den Mnnd gelegten Worte nicht gebraucht batte, stiege» die Einstellung des Verfahrens erhob Gensheimer beim Gencralstaats-giiiualt in Darmstadt erfolglos Beschwerde, lvoranf Herr Untersuch»ngsrichtcr Schmahl und mit ihm die Vorgesetzte Behörde Strafantrag wegen falscher Anschuldigung und ucrleumderi- scher Beleidigung stellten. Die gestrige Verhandlung gestaltete sich sehr interessant. Gensheimer lehnte zunächst den gesamten Gerichtshof wegen Befangenheit ab und machte später durch die Art, wie er sich zu verteidigen suchte, dem Vorsitzenden, Herrn Landgerichtsdirektor Prätorius, schwer zu schassen. Obgleich nun auch setzt durch die Zeugenaussagen sestgestcllt lvurde, daß an den ganzen Angaben des Gensheimer kein wahres Wort und die Anzeige gegen den Unterfuelmnasrichtcr gemeiner Rachsucht entsprungen ist, kam das Gericht (der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängnis und 3 Jahre Ehtverlust beantragt) zu einem frei- sprechenden Urteil, weil, wie der Vorsitzende bei Begründung desselben hervorhob, durch die Verhandlung nicht einwandfrei fest- gestellt sei, das Gensheimer die Anzeige wider besseres Wissen erstattet habe. Gensheimer sei nicht nur ein rachsüchtiger, sondern auch ei» konfuser Mensch, der sich in einen einmal gefaßten Gedanken, daß ihm etwas geschehen oder etwas zu ihn, gesprochen sei, förmlich festreunc und daraus sei wohl auch die Erstattung der Anzeige zurückzuführen. Wenn aber Gensheimer bestimmt geglaubt habe, daß seitens des Untersuchnigsrichers eine strafbare Handlung begangen worden sei, so habe er als „Staatsbürger" die Pflicht gehabt, dies zur Kenntnis der Behörde zu bringen, um so mehr, da diese Angelegenheit nicht ohne Einfluß auf das gegen ihn
schwebend« Verfahren wegen EiubruchSdiebsdahl war. Es nmßte
aus all diesen Gründen aus Freisprechung erkannt und der Slaals- kasse die Kosten auserlcgt werden,
— Feuer in Mainzlar. Donnerstag mittag brach ln einem Gehöfte in Mainzlar. am Eingänge des Ortes von Staufenberg her, Feuer aus, das in kurzer Zeit 3 Scheuern und Stallungen in Asche legte. Es soll durch eine» vierjährigen Jungen entstanden sein, der mit Streichhölzern gespielt haben soll.
flrft# Wetzlar.
y. Neue Höchstpreise. Der Bürgermeister von Wetzlar setzt
die Presse für gemischtes Brot (1. Sorte) aus 58 Psg., Rundbrot (Schwarzbrot) ans 55 Pfennige und für Eier pro Stück aus 10 Pfennige fest. Für Mitte dieses Monats werden niedrigere Äartuffelpreise in Aussicht gestellt, ivas auch sehr notwendig ist, denn iit der Nachbarstadl Gießen kaust man heilt« gute Tpeise- kardosscln den Zentner zu 2.— Mk. bis 2,75 Mk.
y Ei» Kriegogesaugenkn-Lazarett soll nach einer Bekanntmachung hier errichtet werden, wofür ziuiächst di« Lieferung von 20V Beiten und andern« Mobilien zur Ansschi'csbuug gelangt. Als Lazarett-Inspektor ist der Gcrichtssekretär Zimmermauu crnaimt, der perfekt fraUiZöstsch sprecheir und auch ander« Sprachen beherrschen soll.
y Weitere Kriegsopfer oo» Wetzlar und Umgegend. Gestorben sind: Reservist Karl Klimpk«, Wetzlar, Jns.-Rog. Nr. 81. — Unteross. d. Landw. Gustav Grasse, Wetzlar. Ins. Reg. Nr. 81.
— Landwchrmann Friedr. Beit aus Lausdorf. Jnf.-Reg. Nr. 81.
— Unteross. Friedr. Straft aus Garbenhcim. Jnf.-Rg. Nr. 81. — Reservist Karl Brücke! aus Gr. Rechten dach, Jnf.-Reg. Nr. 81.
— Landwchrmann Kuiivad Dicht, ans Lderndorf. Jnf.-Reg. Nr. 81. — Unteross. Georg Löw, ans Wetzlar, Jnf.-Reg. Nr. 65. — Musketier Karl Jung ans Albshanfen, Jnf.-Reg. Nr. 88. — Res. Will). Eckhardt aus DiLhrtm, Jnf.-Reg. Nr. 116. — Res. Karl Schaub aus Wetzlar, 2. Matr.-Art.-Neg. — Landwehriuaun Wilh. Lutz aus Burgsolms, Jirf.-Reg. Nr. 81. — Res. Anton Wolter aus Atzbach, Jnf.-Reg. 2tr. 81.
Beeeinskalettder.
Samstag, den 16. Oktober.
Wetzlar. A r b .-G e s. - Verei n „Haffnung". Abends 9 Uhr bei Schreier.
Gleiberg. Freie Turnerschaft. Abends 8'/- Uhr Mit- glieberversammiung im Vereinslokal.
Telegramme.
Antwerpen erobert!
IV. 15. Trostes Haupiqnarlier, 9. Oktober, abends. Heute vormittag sind niehrcre Forts der inneren Bescstignugslinie von Antwerpen gefallen. Tie Stadt befindet sich seit heute iillchmittag in deutschem Besitz. Der Kommandant und die Besatzung haben den Fcstungsbcreich verlassen. Nur ein- zclne Forts sind noch vom Feinde besetzt. Der Besitz von Antwerpen ist dadurch nicht beeinträchtigt. (Amtlich.)
Verilichtttttg dculscher .Handelsdampfer irr Antwerpen.
Esicn n. d. 9!., 9. Okt. (Nichtamtlich.) Die Rhcinisch- Westsälische Zeitung verbreitet in einem Extrablatt folgende Meldung:
Rotterdam, 9. Okt. Zweiuiiddreistig deutsche Handcls- dampser, darunter der Lloyddnmpser „Gueisenan" und viele andere große Secdainpfer, sowie über 20 Rhcinschisfc sind heute im Hafen von Antwerpen ans Betreiben der Engländer in die Luft gesprengt worden, da die Niederländer dem Verlangen, die Dampfer z»m Abtransport von Flüchtlingen (der siiarnison?) nach England dnrchzulasscn, nicht stattgnben.
Die in Slniwerpcn zerstörten Dampfer.
Von den in Antwerpen zerstörten deutschen Dampfer» gehören 11 nach Bremen, nämlich sieben der Neptun-Gesellschaft, zwei der Rolandlinie, einer dem Norddeutschen Lloyo, vier der Hansa Dampfschiffahrts-Gesellschaft-, zwölf gehören nach Hamburg, nämlich: einer von der Hapag, zwei von der Rickmers Nhedcrci und Schiffbau-Gesellschaft, drei von der Lcvante-Linie, vier von der Deutsch-Australischen Dampf- schifss-Gesellschaft, einer von der Bngsier-GeseNschaft, einer von der Hainbnrg-Südamerikanischen Dampfschiffahrts-Ge- sellsck)ast-, ferner zwei von der Oldenbnrg.Portngiesischen Dampfschisfs-Nhederei. Drei gehören nach Stettin, zwei nach Flensburg. Ter Gesamtladeranm beträgt 110 000 Tonnen Brutto. .
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Verlaa von 5lrumm & Cie., Gießen.
Druck: Verlag Offenbachcr Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.
Beknnnlmachuna
Betr.: Eingnartierung des Landsturm-Ersatz-Bataillons.
Die Untcrossizicrc und Mannschasten des Landsturm-Ersatz- Bataillons sollen am 18. Oktober 1914 cinguarticrt werden. An- nieldiiuge» für neue Ounrtierc werden bis spätestens Samstag, den 10. Oktober d S. I r s., im Stadthaus — Zimmer Nr. 9
— entgegengenomnicii.
Wer von den seitherigen Onariiergebern seine Leute behalten will, hat dies ebcnsalls anzumcldcn. Tie Vergütung beträgt für die neuen Quartiere 2 Mk. für den Tag. Für Tage, an denen keine Vcrpslcgung ftniisindci, wird nichts bezahlt.
Tie Umgnarticrung erstreckt sich nicht aus die dem Bataillon angchärenden Gicßener.
Gießen, den 6. Oktober 1914.
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