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dere der französischen Schule, sich zunächst sehr reserviert, ja sogar ablehnend verhielten.Helmholtz hat uns eine neue Welt erschlossen rief Albrecht v. Graefe aus und mit Feuereifer begannen er und seine Schule mit einer systematischen Durchforschung des wissenschaftlichen Neu- landes. Es gab damals noch keine Lehrstühle für Augenheil- kunde und keine Augenkliniken; die Ophthalmologie wurde offiziell als Nebenbeschäftigung vom Chirurgen betrieben, wie es heutigen Tages auch noch in der Veterinärmedizin üblich ist. Arthur v. Hippel, der an der Alma mater Ludoviciana in den Jahren 1879-1890 als Ordinarius der Augenheilkunde wirkte, hat über die Tätigkeit Albrecht v. Graefes im Jahre 1890 folgendes geschrieben: So begann Graefe sein refor- matorisches Werk, ohne jede staatliche Unterstützung, mit der unwiderstehlichen Kraft des Genies, die den Sieg über alle Hindernisse verbürgt... in kaum Dezennien wurde die Augenheilkunde so von Grund aus neugeschaffen, daß sie allen übrigen klinischen Fächern durch die Genauigkeit der Unter- suchungsverfahren, die Sicherheit der Diagnose und die Er- lolge der Therapie weit überlegen war. Das Verdienst, ein solches in der Geschichte aller Wissenschaften unerhörtes Er- gebnis erreicht zu haben, gehört unbestreitbar Albrecht v. Graefe und seiner Schule.(Zit. nach Hirschberg.) Albrecht v. Graefe wurde am 28. Mai 1828 als Sohn des bekannten Chirurgen Carl Ferdinand v. Graefe und seiner Gattin geb. v. Alten in Berlin geboren. Schon auf der Schule zeigte sich seine hervorragende Begabung und als er im Jahre 1843 das Zeugnis der Reife erhielt, zählte er erst 15 Jahre und I Monate. Er mußte erst konfirmiert werden, bevor er die Universität Berlin bezog. Mit Eifer stürzte er sich in das Stu- dium der Natur wissenschaften und der Medizin, hörte aber außerdem nicht nur die damals für alle Mediziner vorgeschrie- bene Vorlesung über Logik, sondern unter dem gewaltigen Ein- fluß Hegels auch Geschichte der Philosophie. Schon mit 19 Jahren promovierte der damalige Kandidat der Medizin mit einer ArbeitDe Bromo ejusque praecipuis praeparatis. Inter- essant sind die Thesen, die nach damaliger Sitte der Doktorand in einem öffentlichen Kolloquium aufstellte und verteidigte: 1. Je vollkommener die Therapie, desto geringer die Zahl der Arzneien.