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Die Aufgabe der Juristischen Fakultät lautete:„Steht dem Reiche oder deutschen Ländern das Eigentum am Festungs- gelände der in Folge des Friedensvertrags von Versailles auf- gelassenen deutschen Festungen zu?“
Uber die Bearbeitung, die unter dem Kennwort:„Fiat justitia, pereat mundus“ eingegangen ist, urteilt die Fakultät wie folgt:
„Das Thema ist mit anerkennenswertem Fleiße bearbeitet worden. Jedoch sind manche theoretischen Ausführungen nicht liel genug. Auch sind die Rechtsgründe nicht immer überzeu- gend, mit denen der Verfasser seinen Standpunkt, daß das Fe- stungsgelände an den hessischen Staat zurückgefallen sei, zu belegen sucht. So ist die gestellte Aufgabe nicht so vollkommen gelöst, daß die Zuerkennung des vollen Preises gerechtfertigt, wäre. Immerhin hat der Verfasser doch eine wertvolle Beur- teilung der gestellten Frage geliefert. Die Juristische Fakultät erkennt daher dem Verfasser den halben Preis zu.“
Verfasser ist stud. jur. Wilhelm Bergk aus Mainz.
Die aus der Archäologie bearbeitete Preisaufgabe lautete: „Die helltonige, scharf profilierte, vielfach mit blutroter Farbe bemalte Tonware der frühen römischen Kaiserzeit im römi- schen Germanien ist zu sammeln, ihr Formenschatz ist fest- zustellen und ihre besonderen Formen gegenüber der gleich- zeitigen Terra sigillata und anderen verwandten Gattungen sind hervorzuheben. Diese Formen sind in ihrem Abhängigkeitsver- hältnis zu Metall- und Glaswaren zu untersuchen. Es muß fer- ner versucht werden, den Fabrikationsort und die genaue zeit- liche Stellung der Gattung zu finden.“
Die unter dem Kennwort„Germania Romana“ eingereichte Arbeit wurde von der Philosophischen Fakultät wie folgt beur- teilt:.
„Der Verfasser hat die gestellte Arbeit mit großem Ge- schick angefaßt. Er hat Materialsammlung wie Verarbeitung sorgfältig und selbständig durchgeführt. Die Beziehungen der rotbemalten Keramik zu verwandten Gattungen und das Ab- hängigkeitsverhältnis vieler Formen von Metallwaren sind klar erkannt. Fabrikationsort und zeitliche Stellung sind ziemlich scharf umgrenzt. Vielversprechende Ansätze führen noch über das gestellte Thema hinaus zu den Vorbildern der Gattung im Hellenismus und in der Latèene-Zeit. Die Arbeit verspricht ein


