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für den im jährlichen Betrie b stehenden Wald zur Umtriebszeit. Der aussetzende Betrieb ist daher pri- märer, der jährliche Betrieb sekundärer Natur. Als wei- tere Folge ergibt sich für den im jährlichen Betrieb stehenden Wald 55 B eines zunächst durch die Höhe der Um- triebszeit bedingten Holz vorrats bestimmter Gröhe und Zu- sammensetzung.
Die jährlichen Erträge der Forstwirtschaft sind somit durchaus anderer Natur, als die jährlichen Erträge der Landwirtschaft: diese sind, der ein jährlichen Produktionsdauer des landwirtschaftlichen Betriebs entspre- chend, primärer, jene, der viel jährigen Produktions- dauer des Forstlichen Betriebs b sekundärer Natur.
Im jährlichen Reinertrag der Landwirtschaft kommt die Bodenrente unmittelbar zum Ausdruck, für den jähr- lichen Reinertrag der Waldwirtschaft, den wir die Wal d- rente nennen, trifft das nicht zu. In ihr steckt noch der Zins des Holzvorratskapitals, das aufgewendet werden muß, um auch im forstlichen Betriebe jährliche Erträge beziehen zu können.
Die Waldrente ist daher kein Ausdruck des Wirt- schaftserfolgs, sondern auch hier ist es erst wieder die nach Abeug des Holzvorratszinses verbleibende Bodenrente.
Beide, Land- und Forstwirtschaft, sind bodenwirtschaft- liche Betriebe.
Daran ändert auch der äußere Umstand nichts, daß die Produktionsdauer der Landwirtschaft 1 Jahr, die der Forst- wirtschaft 1 Jahrhundert beträgt.
Der schwerwiegende Einfluß des Faktors„Zeit“ im Be- trieb der Forstwirtschaft liegt klar zu Tage. Erstes Gebot ist es daher im forstlichen Betrieb, mit der Zeit sparsam umzu- gehen. Alle Maßnahmen des forstlichen Betriebs wirken sich erst in langen Zeiträumen aus. Der Forstmann kann seinen Betrieb nicht von heute auf morgen umstellen. Die Forderung der Stetigkeit des Betriebs steht für ihn an erster Stelle.
Der Faktor Zeit wirkt sich betriebs wirtschaftlich, wie wir geschen haben, in der Höhe des Holzvorratskapitals des Waldes aus.


