phil. Emil Wal
ie Chronik der Universität hat von zahlreichen Verände- rungen im Personalstand und von sonstigen akademischen Ereignissen, ferner von einer erfreulich großen Zahl von Geschenken zu berichten; sie zeigt weiterhin, daß die Einrich- tungen der Studentenhilfe beständig verbessert wurden und daß auch an der körperlichen Ertüchtigung der akademischen jugend unermüdlich gearbeitet wurde. Von den gestellten Preisaufgaben wurden leider nur wenige gelöst; möge doch die akademische jugend in der heutigen Zeit, die höchste Anspannung der kör- perlichen und geistigen Kräfte verlangt, das Schiller sche Wort beherzigen: Den Menschen macht sein Wille groß und klein! Was nun zunächst die Personalverhältnisse betrifft, so gedenkt die Landesuniversität vor allem derer, die der Tod von ihr genommen hat; es sind dies: stud. phil. rec. Heinz Kneipp aus Gießen, stud. jur. Otto Schmitt aus Guntersblum, stud. jur. Karl Damman aus Viersen sowie der Heizer Johann Heinrich Uhl. Die Zahl der Studierenden der Landesuniversi— tät betrug im Wintersemester 1925/6 1332 ordentliche Studie- rende. Im laufenden Semester ist deren Zahl auf 1357 ange- Wachsen. Einschließlich Hospitantinnen, Hörern und Hörerinnen, Sowie. Gasthörern und Gasthörerinnen ergibt sich im Winterseme— ster 19256 eine Besucherzahl von 1570. Im laufenden Semester beträgt die Gesamtzahl 1543. Im Lehrkörper und in der Verwaltung der Landes- universität sind zahlreiche Veränderungen zu verzeichnen. In der Theologischen Fakultät ist der ordentliche Pro- fessor Geheimer Kirchenrat D. Dr. Gustav Krüger aufgefordert worden, an der Universität Chicago während der Monate April“ bis juni d. Is. kirchengeschichtliche Vorlesungen zu halten. Ge- heimer Kirchenrat Krüger hat der Aufforderung Folge geleistet. Mit dessen Stellvertretung während des Sommersemesters wurde der Privatdozent an der Universität Tübingen Lic. Heinrich Born— kamm betraut. Der ordentliche Professor Dr. theol. et phil. Hein— rich Frick, der an unserer Universität den Lehrstuhl für praktische Theologie innehatte, hat den ihm ab 1. Oktober 1925 angebotenen, durch die Emeritierung des ordentlichen Professors Dr. theol. et ter Mayer freigewordenen Lehrstuhl für systema-
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