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Der Oberpedell johannes Schädel ist in den Ruhestand ver- setzt worden.
Als Amtsgehilfe auf Probe wurde Peter Kehrmann aus Heu— bach eingestellt.
Am 18. Januar fand die Reichsgründungsfeier statt. Die Festrede hielt Professor Dr. Gotschlich.
Bei dem Kantjubiläum in Königsberg hat der Rektor die Landesuniversität vertreten, welche ihrerseits am 1. Juni eine Kant- feier veranstaltete, bei der die Hauptreden von den Herren Dr. von Aster, Dr. Messer und Dr. Mayer gehalten wurden.
Der Gesamtsenat hat zu Ehrensenatoren ernannt: Professor Dr. Giroux in Chicago, Adolf Göbel in Brooklyn, den ich ein— gangs schon bei den Verstorbenen erwähnen mußte, Dr. h. c. Ernst Leitz in Wetzlar, Bankdirektor Broder Volquardsen in Ebers— Walde, Generaldirektor Bergrat Dr. Gröbler in Gießen und Ge— neraldirektor Dr. Möhring in Bad-Nauheim.
Voll inniger Dankbarkeit gedenken wir der Unterstützung, die unsere Landesuniversität durch Vereinigungen erfahren hat. Die segenspendende Tätigkeit der Gießener Hochschulgesellschaft verdient an erster Stelle hervorgehoben zu werden; an den Gaben der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft durfte auch die Landesuniversität teilnehmen. Wesentliche Hilfe leistete das Steuncomité in Holland, das einige Kollegen zu einem Erholungs— aufenthalt in Holland eingeladen und der Studentenhilfe namhafte Beträge überwiesen hat. In gleicher Weise haben sich einige amerikanische Herren, aus deren Reihe ich vor allem Herrn Wül— fing in St. Louis heraushebe, zusammengetan, um an Gießener Studierenden, vor allem der klassischen Altertums wissenschaft, Patenstellen zu übernehmen. Die Unterstützungen, die uns von dort ständig zufließen, haben manchen Kommilitonen erst die Fortsetzung des Studiums ermöglicht. Zahlreiche unserer Uni— versität befreundete Geschenkgeber haben auch in diesem jahr den einzelnen Instituten wertvollste Gaben zugeführt. Wenn es besonders die großindustriellen Werke unserer Umgebung sind, die an erster Linie stehen, so offenbart sich gerade hierin der Wunsch nach engster Zusammenarbeit von Wissenschaft und Technik.
Besonders zahlreiche Zuwendungen verdanken wir wieder der Firma Ernst Leitz, Optische Werke, in Wetzlar. Sie überwies der Universitäts-Frauenklinik einen großen Projektionsapparat mo- dernster Konstruktion anläßlich der Eröffnung des Erweiterungs-


