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gegen sie. Deshalb sind vre Frontsoldaten Felnve Der Revo­lution. Knechte der Reaktion, -günstigenfallsirregeleitete Trup­penkörper."

Ncrhnftnngen.

Mülheim (Ruhr). 8. Dez. (WB.) Wegen Lanbesvervrrks. begangen durch den Versuch, die Entente zu einer Besetzung des Industriegebietes ZU bestimmen, wurden in der vergangenen Nacht nach stundenlangem Verhör vom Arbeiter- und Soldaten­rat in Mülheim die Großindustriellen August Thyssen, Fritz Thyssen ffrn. Edmund Stinnes, sowie die Direktoren Herrle, Becker und Wirtz, Kommerzienrat Kuchen und Vergassessor Stenz verhaftet. Die Feftgenommenen wurden nach Münster gebracht und werden von dort wahrscheinlich nach Berlin ge­bracht, wo sie sich verantworten sollen.

Ein Zeitbild.

In der Süddeut«chen Zeitung finden wir folgendes Zeit- Allbcken aus Ulm a. D.:

Ein Stabsoffizier kommt bes Wegs. Ein Schwarm junger Soldaten füllt den Bürgersteig aus, nun, sie werden wabr, scheinlich rückt grüßen, ab^r doch dem älteren ,.Kameraden" gus- weicken? Weit gefehlt wo bleibt da dieFreiheit"? Der Stabsoffizier mutz herunter vom Bürgersteig, um seinen Weg sortse'zeii zu können. Da nähern sich einige Gefangene, Fran­zosen sind's. welche den Vorfall bemerkt haben. Nun wird wohl fraternisiert? O nein. Stramm grüßen sie den Stabsoffizier, ihm höflich ausweichend und speien den Freibeitskameraden vor dis Füße! Also gesck-'hen im Jahre des Unheils in der alten, biederen, deutschen Stadt Ulm.

Katholizismus und Wettürieg.

DenZüricher N. Nachrichlen" wird von besonderer kirch­licher S>'tte geschrieben:

Vom Anfang brs zum Ende des Weltkrieges stnd unanstreit- bare Bcwerse dafür verbanden gewesen, daß die Entente und ihre Z:eLe von der Freimaurerei in vollständiger Abhängigkeit standen, und hochstehende Freimaurer haben offen verkündet, daß Der S:eg der Entente ein Sieg der Freimaurerei sein wird. , . . . Was dabei diese verhängnisvolle Sekte in Nom gegen

die Katholiken wahrend des Krieges getrieben hat, ist jedem bekennt, der nur die Ereignisie in Italien besonders aufmerk­sam verfolgte und die bedeutungsvollen Organe fOstervatore Romano" undCivilt ä Cattolrca") systematisch studierte. Und die widerliche Kriegshetze, die die Seelen so vieler unzu­rechnungsfähiger Leute. leider aber auch einer großen Zahl Katholiken und sogar Geistlicher, vergiftete, war zum großen Teil Freimaurerarbert.

Es ist also wahrhaftig sehr schwer vorauszusetzen, daß von dieser Seite etwas Gutes für die Katholiken kommen könne . .

Per Keginu des Wahlkampfes.

Augsburg. 6. Dez. Die Bayerische Volkspariei (Heim'sche Gründung) veranstaltete gestern abend ihre große Wählerver­sammlung für Augsburg und Schwaben im Ludwigsbau. die so überfüllt war, daß eine Parallelversammlung anberaumt wer­den mußte. Auch Angehörige sozialdemokratischen Partei bis zu Anhängern des äußersten Radikalismus waren erschienen in der Absicht, die Versammlung zu svrengen. Als der Haupt­redner Iustizrat und Gemrindekollegiumsvorstand Reifert auch aus die Erziehung de: Kinder durch den religionslosen Staat «nd die Ehe im Geiste der sozialdemokratischen Partei zu spre­

chen kam und einer von seinem Zentrirmsstandpunkt äußerst scharfen Kritik unterzog, schwollen die Zwischenrufe zu ohren- betäubendem Lärm an. Die Sozialdemokraten versuchten den Redner und die Parterleitung von der Tribüne herabzuwerfen. Umsonst bemühte sich ein Vertreter des Arbeiter- und Soldaten­rates, Ruhe zu stiften. Er wurde von den Sozialdemokraten ausgepfiffen. Obgleich eine Abstimmung durch Handheben mit großer Mehrheit die Fortsetzung der Versammlung forderte, wurde diese von der Minderheit gesprengt. Der Tumult artete zu Tüllichkeiten aus. Bierkrüge flogen und mehrere Anhänger der Bayerischen Zentrumspartei wurden körperlich schwer miß­handelt. Da Gefahr bestand, daß eine Panik ausbreche, mußte der Arbeiter- und Soldatenrat telefonisch um militärische Hilfe angegangen werden.

Auch in München wurde eine Versammlung der Demokra­ten von oen Anarchisten gesprengt. Nach der Versammlung ritz die Menge deutsche Fahnen herunter.

Frankfurt nicht besetzt.

Franlfurt a. M., 7. De;. Der Arbeiter- und Soldatenrat teilt mit: Soeben trifft die endgültige Meldung ein, daß

Frankfurt a. M. nicht besetzt wird. Alle gegenteiligen Ge­rüchte beruhen auf Unwahrheit.

EuilHuigMmt für IMSoifrte lind p. A.-Aute

Noch immer sind weite Kreise der Bevölkerung darüber beunruhigt daß unter Umständen Angehörige der Jahr­gänge 18961899 im vorn Feinde zu besetzenden oder neu­tralen Gebiet interniert würden.

1. Demgegenüber wird nochmals darauf hingewiesen, daß jeder Wehrpflichtige einerlei welchem Jahrgang er angehört nickt interniert wird, wenn er einen ordnungs­mäßigen Entlassungsschein hat.

Mas -unter einem solchen zu verstehen ist, ist des öfteren bekannt gegeben.

2. Wehrpflichtige wiederum ohne Rücksicht darauf, welchem Jahrgang sie angehören die, sei es weil sie reklamiert waren oder sei es aus Gesundheitsrücksichten, nie gedient haben, brauchen nach Ansicht aller maßgebenden Stellen an sich schon nickt zu befürchten, interniert zu werden.

Um aber ganz sichrer zu geben und jeden Grund zu der­artigen Befürchtungen zu beheben, sind die Bezirkskom­mandos bezw. im zu räumenden Gebiet die Kontrollämter angewiesen, den Betreffenden einen abgestempelten »nter- fchr-jeben^rr^Paßvermerk des Inhalts auszustellen, daß sie nie Soldat gewesen stnd.

Deshalb müssen sich, alle in einer derartigen Lage be­findlichen Peiionen an ihr zuständiges Bezirkskommando bezw. Kontrcllamt wenden

Reicht die zur Verfügung stehende Zeit nicht aus, sich noch an das Bezirkskommando zu ulenden, so genügt letzten Endes auch eine gleichlautende ordnungsgemäß ausgefertigte und abgestempelte Bescheinigung der zuständigen Ortsbehörde.

Ans der Primat.

Keine Furcht vor Holzsohlen! Es gibt heute schon Holz­sohlen. auf denen man beouem und weich gehen kann. Wer Sperrhol-sohlen und Holzhalbsohlen getragen hat. weiß, daß diese Sohlen nicht einmal klappern. Und das Klappern wäre doch noch das wenigste! Wir erwarten von der Sohle Dauer­haftigkeit. Wärme und Wasserdichtigkeit. Diese wichtigsten

geschehen war. Dann suchte die Zofe ans dem großen Schrank ein weiches, weißes Msrgenkleü» hervor, das Eleganz mit Be­quemlichkeit vereinigte

Gnädiges Fräulein, da kein fremder Besuch angenommen wird", sagte Babette lächelnd, denn die Dienstboten des Hauses sahen Reinhold schon langst als dazu gehörig an, «können Sie sehr gut so erscheinend

Also gut, Babette. bringen Sie mir. was Sie wollen", er­widerte Hilde, die heute noch weniger als sonst der Klciderfrage große Wichtigkeit beilegte.Frisieren Sie mich, so schnell und so gut es geht! Nur fürchte ich. meine Haare werden Ihnen viele Mühe machen", setzte sie hinzu, die schweren, langen, halb geöffneten und zerzausten Zöpfe durch die Hände gleiten lassend.

..Es wird schon gehen, gnädiges Fräulein'" entgegnete Babette. die schon dabei war, Hilde's mächtige Haarwogen zu e»tw irren und zu ordnen.

Bald war die Toilette beendigt- Hilde sah in dem hellen, spitzenbesetzten Morgenkleid. das ihre schöne Gestalt in weichen Falten umfloß, mit dem noch etwas bleichen zarten Gesicht reizend aus.

Babette begleitete sie die Treppe hinab. Ohne sich anmel­den zu lasten, öffnete Hilde die hohe Tür des Eßzimmers. Hell umstrahlt von dem taghellen Licht des Kronleuchters stand ihre lickte Gestalt plötzlich in der dunklen Umrahmung. Reinhold sotz gerade gegenüber.

H'.lde!" jauchzte er, sie erblickend.

Mit einem Sprunge war er bei ihr und hielt sie in seinen

Armen.

-Hilde! Hilde?" jubelte er. fchluchzte er,Hilde!" mehr konnte er nicht sagen.

Reinhold k O Leinhold?" war auch alles, was sie hervor- Anbringen vermochte, ihr Gesicht an seine Brust verbergend.

Die andern standen in stummer Rührung dabei, dann ent­fernten sie sich leise, das wiedervereinte Liebespaar mit rich­tigem Zartgefühl zunächst sich selbst überlastend.

22. Kapitel.

Bald durchschwirrten allerlei Gerüchte über die Vorfälle km Antelmannschcn Hause alle Kreise der Stadt. Die oben.

teuerlichsten Dinge wurden erzählt Da di« Wahrheit in der

! Tat an Abenteuerlichkeit die kühnste Phantasie übertraf, so konnte kaum mehr gesagt werden, als wirklich geschehen war, j wenn auch natürlich manches hinzugebichtet wurde.

Auch in der Familie des Obersten von Trontcheim wurden die Ereigniste lebhaft besprochen.

Als Hilde damals so plötzlich abgereist war. hatte sich in Frieda Trontheims Herzen wieder leise Hoffnung geregt.. Viel­leicht würde jetzt, nachdem diese blendende Erscheinung ver­schwunden war, Reinhold Germshoff doch wieder Augen für ' andere, ihm sonst euch wert gewesene Menschen bekommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach war es noch zu keiner Verstän­digung gekommen denn sonst wurde Fräulein Antelmann ab­gereist sein. Ein äußeres Hindernis der Verbindung war kaum anzunehmen. Denn welcher Vater, welche Familie hätte den , glänzenden, beliebten Offizier nicht mit Freuden als Schwieger­sohn willkommen geheißen, wenn der Eeldpunkt sich regeln ließ? Und das war doch hier auf ihrer Seite mehr als ausreichend der Fall' Also mußte das Hindernis ihrer Meinung nach an­derswo liegen. Vielleicht blieb Reinhold mit einer Wunde im Herzen, mit Enttäuschung zurück und vielleicht, vielleicht könnte es ibi noch und nach gelingen, ihn zu trösten. So sprach eine leise, verführerische Stimme in ihrem Innern, der sie nur zu gern täuschte.

Auch kam Reinhold wirklich wiäder mehr in ihr Haus, als es eine Zeitlang geschehen war. wo er jede freie Minute nur Hilde gewidmet hatte. Er war immer gleich freundschaftlich, gleich' brüderlich gegen die junge Dame. Das war auch ganz natürlich, da seine warmen, sie hochschätzenden Gefühle für sie immer gleich geblieben waren. Hätte er eine Zlhnung davon gehabt, daß sie heißer für ihn empfand, so hätte er sich bestimmt fern von ihr gehalten, denn Nichts wäre ihm peinlicher gewesen, als ihr falsche Hoffnungen und Kummer zu verursachen.

Sie war so eingenommen von ihrem großen Gefühl fiir Reinhold, daß sie gar nicht wahrnahm, wie ihr bisheriger treuer Verehrer. Gustav von Raunsdorff. sich immer mehr ihrer jungen Schwester zuwandte. Was sie ihm damals auf dem Hoffeste halb im Scherz angeraten hatte, sich von ihr losankern und bei Käthe in den Hafen zu laufen, hatte sich eigentlich schon voll­zogen. Nicht mit Absicht von Seiten Gustavs, kaum mit Be­wußtsein, wenigstens anfangs gänzlich ohne letzteres. War ey

Eigenschaften des Leders dürfen wir auch von der Holzst hle ert warten. Sverrholzfohlen (leichtes Holz, das besonders waster- dicht gemacht ist) mit Lederabfollen und Holzholbsohlen haben sich in Stadt und Lano bestens bewährt. Sie sind nicht unbe­quem, weil sie der Form des Fußes durch Aushöhlung in der Länge uird in der Breite geschickt angepaßt sind. Von allen Ersatzsohlenarten kommen gerade die Holzsohlen dem Leder am nächsten. Die von der Reichsregierung Zur Sohlenerprobung und Sohlenbeschaffung eigens errichtete, dem Reichswirtschafts,; amt unmittelbar unterltellre Kriegsorganisation hat auch dafür' gesorgt, daß sich die Kenntnis der Holzsohlenoerarbeitung bet den Schuhmachern weiterverbreitet hat. In einer Lehrwerk, statte für Schuhmacher in Berlin haben Handwerker aus alleH Gegenden unseres Vaterlandes die geschickte und zuverlässig- Verarbeitung der Holzsohlen erlernt und ihre erworbene Kennt­nis daheim auch an ihre Fachgenosten weitergegeben. Die ein­sichtigen Schuhmacher wissen längst, daß sie ihren Kundenkreis mit Ersatzsohlen nur dann zufriedenstellend bedienen können, wenn sie sich mit der besonderen sachgemäßen Verarbeikungsweise der Holzsohlen vertraut gemacht haben. Heutzutage bildet die Kenntnis der Holzsoblenverarbeitung ein sehr wichtiges Stück unter dem Fachwisten des tüchtigen mit der Zeit gehenden Hand­werkers- Das wird auch für das Vertrauen der Kundschaft sehr bald entscheidend jem.

Aus Starkenburg.

FC. Zwingenbcrg, 5 .Dezbr. Im Rechnungsjahr 1918 betragen die Gemeindesteuern in Alsbach 117 Prozent, in Auerbach 99 Prozent, in Fungenheim 93 Prozent und in Zwingenberg 128 4 Prozent der Staatssteuer. In der Ge­meinderatssitzung wurde mitgeteilt, daß der hiesige Bürger­meister Fuchs sein Amt niedergelegt habe.

Aus Hesten-Nastau.

FC. Aus Nassau, 5. Dezbr. Eine Versammlung von Kriegsteilnehmern aus dem Viehhandelsgewerbe beschäftigte sick eingehend in Limburg mit den Fragen der Reorgani­sation des Viehhandels und der Fleischversorgung, und beriet über die Besserung der Lebenslage der aus dem Felde heim­kehrenden Viebhäudler. Es wurde die Gründung des Vereins .Vereinigte Viohbändler des Regierungsbezirks Wiesbaden" beschloffen, zu deffen provisorischen Vorstand die Viehhändler Hermann Lielmann aus Hausen als 1. Vorsitzender, Johann Lambricht aus Limburg als 2. Vorsitzender, und Adolf Arfevd aus Diez als Schriffführer gewählt wurden. Die Versamm­lung erklärte sich gegen alle Elemente, die bei der Vieh- und Fleffck^ersorgung das Gemeinwohl schwer geschädigt haben. Sie formulierte die Forderung^der Ersetzung der zurzeit irr Viehhandelsverband Frankfurt a. M. bezw. den Kommunal' verbänden angestellten Beamten und Viehhändler durch Be lufsmäßige Viehhändler, die vor Kriegsausbrilch unbescholten dies Gewerbe ausgeübt haben, mindestens zwei Jahre Kriegteilnehmer waren und deshalb ihr Gewerbe nicht aus- üben konnten. Die alsdann angestellten Viehhändler sollen weder direkt noch indirekt am Vwhhandel oder Fleischgewerbe beteiligt sein. Ferner wurde die Einziehung sämtlicher Ausweiskarten von Personen gefordert, die erst während des Krieges sich dem Gewerbe zugesellt haben, da hauptsäch- sich aus der Tätigkeit ihrer Kreise die meisten Unzuträglich­keiten «nd Uebergriffe abzuleiten sein sollen.

FC Wiesbaden, 5. Dezbr. Der gestern in Sonnenbtzrg von einem Geschütz überfahrene und getötete Knabe stammt aus Dotzheim.

Verantwortlich kur den volitiicben und lokalen ~ *1 r mo H irsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: C. S ch m i d t,

A ffedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung",

A (3.. Friedbera i

| Friedas vollkommen unzerstörbarer Gleichgültigkeit gegen ihn?

> Es heißt ja. daß jede Liebe ohne Nahrung durch Gegenseitigkeit erlöschen muß! Oder war es Käthes reizende, frische Natür­lichkeit, ihr liebliches munteres Wesen? Oder war es die Tat­sache. daß er sie schon vor Unheil beschützt hatte und sie ihm seit­dem ein süßes, fast berauschendes Vertrauen entgegenbrachte, das ihn in seinen eigenen Augen auf einen höheren Standpunkt stellte? Kurz, er wurde inne. daß sich seine Gefühle nach und nach einer totalen Wandlung unterzogen halten, seine hoch­achtende Freundschaft gehörte Frieda noch immer, aber seine wärmeren Empfindungen hatten sich auf Käthe konzentriert. Nur ihr galten seine Zukunftshofsnungen auf ein glückliches Le­ben. das er sich nicht mehr anders als an ihrer Seile zu denken vermochte. Auch glaubte er zuversichtlich, mit der Zeit auch ihr eine so innige Zuneigung einflößen zu können, daß sie ihm gern für immer Herz und Hand schenken würde, wenn sie auch jetzt fast noch zu kindlich und unreif für solchen ernsten Entschluß war. .... So war die Stimmung im Tcontheimschen Hause beschaffen, als die Nachricht von Hildes Rückkehr und den dies begleitenden Umständen wie eine Bombe hineinplatzte.

Dei Familie war nachmittags 5 Uhr beim Tee versam­melt. Leutnant von Naundorfs, der ständige Gast, und mehrere andere ältere und jüngere Offiziere waren an­wesend, ebenso einige Damen aus denselben Kreisen.

Die Unterhaltung war sehr lebhaft und besänftigte sich hauptsächlich mit dem sensationellen Tagesereignis.

Ja gnädige Frau, es ist tatsächlich so", beteuerte Frau von Wildenstein eifrig der immerfort ungläubig den Kopf schüttelnden Frau Oberst,sie kam zerlumpt, barfüßig, mit aufgelösten Haaren, ohne einen Pfennig Geld, mitten in der Nackt bei Antelmann's an und hatte nur noch die Kraft, mit aller Mackt an der Glocke zu reißen. Man fand sie zusam- mengebrockEn, ohnmächtig vor der Türe liegen, als die Dienstboten voll Schrecken über die nächtliche Störung von allen Seiten herbeieilten.

Um's Himmlswillen! Wie schrecklich! Wie furchtbar! Die Aermsie! hat man sie gleich erkannt?" riesen viele auf­geregte Stimmen durcheinander.

Fortsetzung folgt.