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Flottenchef durch FnnkspNlch bereits mitgekeilt. Auf dte A^. frage des Kcn^radmirals Mcurcr. ob auch die drei Mitglieder des Sold ll.nratcs der Klette der Sitzung beiwohnen sollten, lehnte der auf dieKönigsberg" entsandt« englische Offizier die Deteiligung des Soldelenrates im Auftrag des Admirals Be­atty ab. Die drei Mitglieder mußten infelgcdesien auf derKö­nigsberg" Zurückbleiben. Au» dem englischen FlaggschiffOueeN El'zabeth" wurde unter dem Vorsitz des Admirals Veatty sofort eine Sitzung abgchalten. Admiral Veatty las die Zusammen­stellung der von ihm gewünschten Ausführungsbestimmungen des WaffenstiNstc-ndsoertraq-s vor und erklärte, daß er von der Entente und den Bereinigten Staaten beauftragt fei. alle Fra- xen des Waffenstillstandes zur See zu regeln. Er bat Konten admiral Meur-r. sich die gleiche Vollmacht für die Verhand. lungen erteil n zu lasten. Tiefe Vollmacht wurde sofort auf funkentelegraphischem Wege eingeholt.

Auf die mündliche Mitteilung des Konteradmirals Meurer daß an Vord der ..Königsberg" sich drei Mitglieder des Sol­datenrotes der Flofts und der Republik Oldenburg-Friesland befänden, lehnte Beatty jede Verhandlung mit dieser Abordnung ab. da er nicht autorisiert sei. Mitglieder einer Negierung zu empfangen, die von der englischen Regierung nicht anerkannt sei.

^ln der nveiten Srtzrng am 16. November beantwortete Konteradmiral Meurer die von Admiral Beatty gestellten Fra­gen. an die sich die Besprechung einzelner Punkte anschlaß. In das Schkußprotokoll. das noch der Schli-ßätz.'ng am 16. Novem­ber abends aufgestellt wurde, wurden rm wesentlichen die Aus- führungsbestimmungen für die lleberführunx der U-Boote und der zu internierenden Schilfe und Torpedoboote fowie eine Reche Fragen ausgenommen, düe die deutsche Abordnung nach ihrer Rückkehr in Deutschland noch klären mußte. Erwähnenswert ist daß Admiral Beatty sich bereit erklärte, auf die in Artikel 24 der Wasfcnstrllstandsbedrnaungen geforderte Besetzung der Ost­seebefestigungen vorläufig zu verzichten, wenn von deutscher Seife sofort dis erforderlichen Minenräumungsarbeiten in der Ojtjce in Angriff genommen würden.

V£i'n, 20. Nov. Las »Lchtuhrvlatt" meldet, daß rn Przenlys! die dort cingoruckten polnischen Lessionäre Pogrome veranstalt?:: «nd den Juden eine Kaution von 3 Millionen Kronen auferlcgt haben, weil sie angeblich im Kampf gegen die Polen den Ukrainern sich angeschlossen hätten. Bisher sind 15 Juden tot, vrele verwundet. Der Sckpden beträgt über 20 Millionen.

Wien, 20. Nov. (WB.) Nach den an» Ostgalizien an den Vertreter des ukrainischen Nationallates in Wien ein­getroffenen Meldungen wird Przemysl. das sich noch immer in den Händen polnischer Truppen befindet, von den Ukrainern blockiert. Die Ukrainer lassen keine Lebensmittel '.'nd Transporte nach Przcmysl durch und hoffen durch Aus­hungerung die Festung zur Uebergabe zu zwingen.

Wl«n, 20. Nov. Ter jüdische Nationalrat in Wien er­hielt, deniFremdenblart" zufolge Berichte über die Vor­gänge in Przemysl, worin Rauhtaftn und Plünderungen an Inden geschildert weiden, die unter den Augen der polnischen Militärpoften geschahen, ohne daß diese eingrifftn. Es gebe kein jüdisches Hans, wo uniformierte Räuber nicht die meisten Wertsachen konfisziert hätten. 20 Juden seien um­gebracht, 80 verwundet. Am 12. Noveliiber früh wurden alle auf der Straße angetr offen Juden sowie die Ange­hörigen der jüdischen Miliz verhaftet. Tie Miliz wurde ans­gelöst, während die Polnischen Behörden dem organisierten Nauh keinen Widerstand entgegensetzten.

Berlin, 19. Nov. D-em jüdischen Pressebupeau in Stock­holm wird aus zuverlässiger Berliner Ouelle telegraphiert: In ganz Polen herrscht eine furchtbare Poqromstimmung. In Wa»-schzv schienen die polnischen Legionäre, die es über­nommen haben, die Ordnung aufrecht zu erhalten wahllos ans jüdische Passanten. In Warschau wnr^e ein Jude und in Siedle? 0 Juden von Polen getötet. An den judenfeind- lichen Exzossen beteiligte sich nicht nur der Mob, sondern auch Studenten und gebildete Kreise.

allen Staoren peuiuHn iwiicn, damit alle Kräfte gegen die

Einführung des Bolfckrewismns zusannrengesaßt ^r.cu\u. Die Redner sprachen sämtlich für die schnellste Einberufung der Nationalversammlung, und zwar nickst nur im Interesse des Bürgertums sondern auch im Interesse der Arbeiter. ^.:e beantragte Gründung des Bürgerpcrts wurde einstimmig gutgeheißen.

Die Berliner Gefahr.

Die Delrergabe der H-Soate.

London, 21. Nov. (WB.) Reutep. Die Uebergabe der krfftnGpuppe von 20 U-Booten geschah am 20. November früh 70 Meilen von der Küste. lieber 80 andere U-Voott werden noch in dieser Woche ausgeliefert. Die U-Boote erhielten Berehs, einem englischen Torvedojägep zu folgen. Als sie sich der Kiiste von Harwich auf einem Abstand von 20 Meilen genähert hatten, warfen die Schifft Anker ans. Britische Seeleute begaben sich an Bord der U-Boote, um sie nach dem Hasen zu brinacn. Darauf wurde die Fahrt nach Harwich fortgesetzt. Beim Panieren des Hasenbaues wurde auf ftd-m Fahrzeug eine weifte und darunter eine deutsche Flagge goblftt. Jeder d-utfckre U-Bootkommandant mußte eine Er- rlarvng unterzeichnen, daß sein Fahrzeug in guter Ordnung oa» Periskop intakt und die Torpedos ungeladen seien.

Bcrscn 21. Nov. (WB.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, ist am Mittwoch auch die dritte U-Boots- staksel bestehend aus 21 U-Booftn. aus Helgoland zur lstchergab? ausgelaufen. Die vierft Staffel wird am 22. ds. Mts. mit dem Begleitschiff ,.Alexandra Woermann" folgen D,e Boote wurden mit Verpflegung für die Ueberführnngs- mQnnirfYiften auf einige Zeit ausgerüstet. Admiral Meurer wurde außerdem eng'i'cherseits versickert, daß darüber hinaus von den deutschen Wachmannschaften der Proviant in den Jvftrnierungshäftn ergänzt werden könnft.

Treue Deuische!

Koblenz, 20. Nov In einer gewaltigen Bnrgerversamm- limg, zu der Liberale, Sozialdemokraten und Zcntrvms- parfti eingeladen waren, wurde nach einer Rebe des Ober­bürgermeisters, der die etUxiige Abtrennung der Rhein- Provinzen von Deutschland besprach, folgender Beschlich an­genommen:Tausende von Koblenzer Männern und Frauen bekennen sich einmütig als troue Deutsche, die auch in Not und jeder Gefahr den Gedanken einer Trennung vom De«t- sckvn Reich weit von sich weisen. Was auch kommen mag. nie­mals werden sie schwankend werden in ihrer Liebe zum deut­schen Vaterlande."

Pöllrrrlmmpf im Osten.

Tzernowltz, 18. Nov. Zwischen den Rumänen ,md tlkrainckn ist ein heftiger Kampf um den Besitz der Bnko wrna entbrannt. Die Ukrainer haben sich der Stadl Ezerno Witz bemächtigt und gemeinsam mit dem ukrainischen Demo­kraten Reichstagsabgeordneten Onciul die Landesregierung und andere Zentralstellen der Bukowina übernommen. Die konservativen Rumänen, die damit nickst einverstanden sind, und ad hoc einen Nationalrat gebildet baden, entsandten eine Deputation nach Jassy, um den Einzug rumänischen Mllltars und die Besetzung der Bukowina zu erbitftn. - Die rumänische Regierung zögerte mit dem Einmarsch und wandte sich an die Entente mit den, Ersuchen um e,n Mandat Nach dem Eintreffen dieser Antwort rückte rumänisches Mktttar im Südzipfcl ber Bukowina ein, besetzte Suezawa und dft Eisenbahnknoftnpunkte der Südbukowina. Das Militär erklärt, nur zur Aufrechterhaltung der Ordnung ge- roinnv-n zu sein. Da aber die Ukrainer mit diesem Einmarsch Nickst e.n verstau den sind, so dürften sich bald zwischen Sereth und Vruth Kämpfe entwickeln. Das Ehaos ist unbeschreiblich Mo dalen verlassen ihre Eadres und nehmen Gewehre und Munition mit. Tie Militärmagazine werden geplündert dov'affnete Soldatenbanden machen den Aufenthalt aus dem Lande unsicher. Ukrainische Legionäre im Gehleft nördlich des Bruih halten teilweise mit Erfolg die Ordnung aufrecht.

.. Czernowch, 18. Nov. In Ostgalizien finden andauernd schwere Kan.pfe zwischen Polen und Ukrainern statt, in denen ie Ukrainer allmählich die Oberhand gewinnen. Das Nohölgebiet von Drobobycz -st in ukrainisch)em Besitz. Tie Roholgrnbcn in Boryslaw konnten nur nach heftigen .Kämmen von den Ukrainern besetzt werden. In ganz Ost- tzallzwn herrscht heillose Unordnung. Bewaffnete Banden, tle ,.ch au? beimkchrenden Soldaten und russischen Kriegs­gefangenen rekrutieren, überfallen die Dörfer, rauben und pcnnd-rn. Fortwährend werden Eisenbahnzüge von bewaff­neten Barnen angegriffen und die Reisenden vollständig gs- gerau t 1 kraimsihe Legionäre versuch)en, die Ordnung wiederherzustellen, was ihnen aber nur an einzelnen Orten

(Llw T - ü§ n h °°* öi,rfte länö<re 8eit andauern, da die (deabannene allerorts entwaffnet wurde.

Gegen die Diktatur.

Die Stimmen aus den Soldatenrälen mehren sich, die In schärfster Weise gegen die Handhabung einer einseitigen Dikta tur Front machen. So heißt es in einem Protest des Arbeiter­und Sotdatenrates der 4 Armee ans Aachen:

Aber Deutschland hot sich nicht befreit, um die Personen- rolle der Diktatur zu wechseln. Auch der Bürger nimmt die sozialen Gedanken für sich in Anspruch. Trete er heraus aus feinem Bersteck. in das er sich vor der Gewalttätigkeit geflüch tet hafte. Auf künen Fall brauchen wir im Osten geistige Anleihe arrfzu nehmen. Die Wiege des sozialen Gedankens stand in Deutschland. Den Bastard aus Osten wollen wir nicht adoptieren. Darum. Bürger, schützt die neue Freiheit bildet eine Mauer der Republik, der Ehrlichkeit, der Treue der Selbstzucht und des Gemeinsinns, neuen den der Anarchist mus. schlimmer als monarchistischer Despotismus, vergeblich anstürmt. Bier Fahre haben wir für falsche und fremde Ideale gekämv't. ober noch besitzen wir die Kraft, den Fein) im eigen-'n Lande zurückzudrängen. Die Intelligenz der Ar­beit herrsche, spreche zum Volke und sorge für uns alle. Sie spreche von d:r Tribüne des Parlaments, und ihr werdet sehen, an Stelle der Unordnung tritt Ordnung, am Platze des Diktators steht der Mann des Volkes! ,

In einem Aufruf des Königsberger Soldatenrates wird ge­sagt:

ME sie unsch-ädlich. ^ndem Ihr ihnen mit den Waffen Eures reinen Geistes entgegentretet, indem Ihr sie mit Ver­achtung straft und öfientllch an den Pranger stellt! Es han­delt sich in der Hauptsache um Anarch.sten. sogenannte deutsche Bolschewisten Was Bolschewismus bedeutet, seht Ihr an Euren armen Brüdern in Rußland. Es bedeutet den Ruin des Staates un-d jeder menschlichen Gesellschaft. Nicht von den Grenzen unseres Vaterlandes allein droht uns dieser alles niederreijende Volfchewismuß. sondern er droht uns auch aus unserer eigenen Mitte. Helft uns. diese Verräter unserer guten Sacke zu entlarven! Helft uns. sie unschädlich machen? Bürger. Soldaten! Es geht um unser eigenes Wohl, wie es um das Wohl des Staates geht?

Im Aufträge des Soldatenrat-s: Fritz Kudnkg. Aehnltche Elnsprücbe, die sich mit der gleichen Schärfe gegen die Diktatur des Bolschewismus wenden, werden von den Sol- datenräten der Anyee-Abt. A und dem Soldatenrat in Lüttich gemeldet.

Ein Mvgcrrnl in Derlin.

In Berlin ist am Dienstag unftr großer Beteiligung ein Bürgerrat für Groß Berlin gegründet worden. Mehr als 10(*0 Vertreter aller organisierten Vernfsgruppen des Bürgertums waren einer Einladung des Geheimrats Dr. Riesser gefolgt und nahmen rin Referat über die Aufgaben und Pflichten des BürgerttllNs in der gegenwärtigen sckvverkn Zeit entgegen. Nach der Gründung von Arbeiter-, Cal- Laten- und Baaernraftn müßten jetzt auch Bürgerräte ln

Die jetzigen Inhaber der Negierungsgewalt können sich über das Verhalten des Bürgertums nicht beklagen. Soweit wir den Blick wenden, hat die gemeinsame Not des Vaterlandes all» anderen Interesien zurücktreten lasien und um die Ruhe und Ordnung im Lande aufrecht zu erhallen und um schlimmeres zu verhüten, haben sich weite Kreis- des Volkes, die der Sozial­demokratie nicht angehören, nach dieser Richtung zur Mit», arbeit angeschickt

Eine größere Gefahr für den Bestand ihrer Regierung droht den Sosialdcmokraten von links her und zwar weniger von den Unabhänoiöen. di- zum Teil wenigstens Derständni, für die Schwierigkeiten der Lage zeigen, sondern von der sog. Spartakus Gruppe, die von Liebknecht und der Rosa Luxen- bürg geführt wird. Diese an Zahl nicht bedeutende, ober an selbstbewußtem Auftreten und Machthunaer umso größere Gruppe, die ihre Anhänger nur in den Großstädt-n und nament« lick in Berlin zählt, verkündet offen und unverbüllt die dauernde Diktaiur des Proletariats, die Verhinderung der Vornehme z« Wahlen für die Nationalversammlung, mit anderen Worten! den V o l s che w i s m u s.

Das ist für den Augenblick di- größte Gefahr, die uns droht. Einer der Unentwegten hat auf einer Berliner Arbeiter- und Sold^tenrats Versammlung erklärt, nur über feine Leiche ginge der Weg zur Nationalversammlung. Da? beweist, daß es sich in Deutschland um einen Kampf ouf Leben und Tod gegen den Bolschewismus handelt. Diese Gefahr muß von unserem armen Vaterlande abgewendet werden, sollen uns nicht noch neue fürchterliche Schläge treffen. Es ist bekannt, daß die leitenden Kreise in der Entente wiederholt erklärt baden, nur 'mit ein-m Deutschland, in dem geordnete Verhältniffe und eine auf den Willen des Volkes sich stk'tz-ende Regierung herrschten. Frieden schließe Ja noch m-hr. es steht soaar fest, daß die Alliierten, falls in Deutschland bolschewistische Zustände Platz greifen wür­den. selber, um sich vor der drohenden Ansteckung zu schützen, für Ruhe und Ordnung sorgen und die Herde der Anarchie kn* Deutschland b-setz^ würden. Zu dem unsäg-l-chen Jammer. N* «ns der Krieg gebracht hat. wäre auch noch eine feindliche' rosion zu ^befürchtend Die bolschewistische Diktatur des Prole. lariafs würde mit ibrem unausbleiblichen Einmarsch der En- tentetruvpen das gründliche Ende der von der sozialdemokra­tischen Regierung ausaea-benen Losuna: Friede, Freiheit. Brot bedeuten. Denn wie Wilson und Clcmenceau. so macht auch Donar Law die Lebensmittellrage von der Schalung einer geordneten Regierunasgewglt ln Deutschland abhängig. Ter Zustimmung der neutralen Länder zu solchem Verhalten Ist die Entente schon jetzt si.^er. ' Die Schweiz läßt keinen Zweifel da. rüber, und die schwedische Presie unterstreicht die Tatsache, daß dre Entente mit einer in Deutschland keinen

Frieden sch.ießen und keine Beziehungen unterhalten wolle. ^Dagens Nvheter" sagen:

«Präsident Wilson hat in feiner Botschaft an den Kon« greß am Dienstag deutlich verstehen lasien. daß die Alliiev. ten nicht die Unterschrift von Bolschewikidiktatoren bei dem Friedensvertrag anerkennen. Ra^ dem Frieden wird Deusich. land so abhängig vom Import a, Rohmaterial aus den Län- dorn der Alliierten und in bemg.mf feinen Außenhandel fein, daß nicht vi.-l Scharfsinn nötig ist. um zu begreifen, daß Anarchie nationaler Selbstmord bedeuten würde."

Da? ist zweifellos richtig und wir haben ja neulich einen Artikel der .Volksstimme" im Au?,ua gebracht, in dem nachg-. wiesen wurde, daß das wirtschaftliche Leben in Deutschland viel zu sein geästelt fei. um sich aus bolschewistische Versuche ein- Zulasten.

Es besteht aber auch die Gefahr einer nationalen Zer- relßung. Ganz alv.eseben davon daß DeutschO'esterrelch. vor ollem die gutkatholischen Alpeniän-der Tirol. Oberösterreich. Salzburg und Vorarlberg, sich nun und nimmermehr einem anarchistischen Deutschland angliedern würde, ist auch der deutsche Süden solchen Ztiständen durchaus abhold. Und es ist bezeichnend, daß sich aus Bayern bereits Stimmen erheben, dis von Berlin als Reichshauptstadt nichts mehr wisien wollen weil die Zustände dort zur äußersten Vorsicht mahnten. Der bekannte Vauernführer Heim bietet der Sozialdemokratie, so­weit sie wirklich demokratisch sein will, seine weitreichende Unter- stutzung an. Aber er verlangt zugleich, daß das künftige Reichs- Parlament frei und ungehindert tagen könne. Aus diesem Grunde erklärt er es in längeren Ausführungen für not­wendig. die deutsche Rationalversanunlung nicht in Derlin fon- de»n im hrstorstchen Frankfurt abzuhalren. Immer lauter erhebt sich in Bayern der Ruf: Los von Berlin! Selbst die

«Münch. N Rachrichten", die niemals partikularistifch veranlagt war, schreibt:

Es muß reiner Tisch gemacht werden in Berlin oder mit Berlin Es wäre eine würdige Ausgabe für die Regie- rung des freien Volksstaates Bayern, durch eine unzweidew. tlge Kundgebung die Berliner Machthaber wisien zu lasien. daß man im Süden des Reiches nicht gewillt ist, durch die Spielereien der Berliner Extremisten das Schickfal des ganzen Volkes aufs Spiel fetzen zu lasien.

In dem Aufruf der Zentrumspartei in Baden wurde deub» ltch genug per o^nnordischen Sendlingtzn" gewarnt.

fürwahr das deutsche Volk hat Leiden übergenug erduldet. Ihm tut not Frieden und geordnete Verhältnisie. aus daß wir wieder zur Gesundung kommen können. Mit Recht sagte tos Sozialdemokrat Kaliski auf einer Berliner Versammlung:

Di- Bolschewisten wollrn die Ablehnung des Wafienstill- stanaes und dre Verwersnnz des Friedens, um einen andere» Frieden durch ein« W-ltreoolution zu schaffen. Unsere Sol­daten haben das alt« System über den Hausen aeworsen: ste