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«Mttttteit, zeigt ein Bericht des amerikanischen Nahrungsmittel. Verwalters Hoover. Wenn man seine Ausführungen gelesen hat, so kommt man zu dem Schluß: Zuerst kommen wir, dann Die Neutralen und dann Deutschland noch lange nicht. Der Bericht lautet:

Ich gehe nach Europa, um die weiteren Maßnahmen für die Nchrungsmittelversorgung zu treffen, welche infolge der Einstellung der Feindseligkeiten notwendig sind.. Das Ern LH. rungsproblem in Europa ist heute ein äußerst verwickeltes. Einige Länder bedürfen einer sofortigen Unterstützung. Wir hoben einen Ueberschuß von 189 bis 260 Millionen Tonnen Nah- rungsmittel, wenn dieser Ueberschuß mrd anders kleinere Reser­ven in der Welt befördert werden können. Im ganzen kontinen­talen Europa sind die Viehbestände erheblich herabgemindert worden und es besteht daher Fleisch- und besonders Fettmangel. Die Länder in Europa haben ihre Ernte eingebracht und unter geordneten Umständen würden die Erntevorräte für euren Zeit­raum von mindestens zwei Monaten ausreichen. In diesen Zei­ten der Transport- und Finanznot haben die Bauern die Neig­ung. ihre Erzeugnisse nicht auf den Markt zu bringen, und da­durch befinden sich die Stadt- in großen Schwierigkeiten, sogar wenn auf dem Lande genügend Vorräte vorhanden sind. Herr Hoover sagte ferner: Die Bauern und die Dorfbewohner sorgen

für sich in der Regel für ein ganzes Jahr vor. Das Problem schrumpft somit auf die kleineren und größeren Städte zusam. men. Uebereinkommen mit den alliierten Regierungen sind schon abgeschlossen worden. Frankreich, England und Italien werden versorgt.

Unsere nächste Sorge muß sein, die Vlockademaßnabmen so­weit wie möglich beizubehatten. damit die neutralen Staaten in Europa, in denen gegenwärtig die verschiedenen Systeme der Rationierungen ausgehoben werden, imstande sind, für ihre eigene Bevölkerung zu sorgen, um das Anwachsen des Anarchie mus zu verhindern. Ein großes Problem ist dasjenige, welches die Lage der zirka 96 Millionen Menschen in den feindlichen Ländern betrifft. Das Problem besteht nicht darin, die Blockade welche auch während des Waffenstillstandes weiter besteht, zu mildern. um die Vsvölknunn wenigstens mit dem Notwendigsten zu versehen, und eine gewisse Stabilität der Regierungen da­durch zu gewährleisten. Falls die Anarchie nicht unterdrückt und eine Stabilität der Regierungen in den feindlichen Lan­dern nicht erreicht werden kann, wird es niemanden geben, mit dem ein Frieden geschloffen werden kann, und niemand wird vorhanden sein d«"- die T-' 1 < ez -n ^rmilreick und Belgien begangenen fruchtbaren Schäden zu bezahlen gewillt ist. Ich war lange Zeuge des Raubes von Nahrungsmitteln an Frauen tind Kindern.

(fiiiiitrnfiinfls* inO MiÄlsim-Aisttüß.

Der Einberufungsausfchuß Gießen hat feine Tätigkeit ein­gestellt. Der Schllchtunasausfchuß für die Provinz Obertassen besteht nur noch für Schlichtungen und Streitigkeiten zwischen der Arbeiterschaft oder eines Teils derselben und dem Arbeit­geber. Das Geschäftszimmer befindet sich in Gießen, Ostanlage 11. 2 Treppen.

*>er Vorsitzende des Schlichtung^- und des Einberufungs- Ausschusses.

Ins der Heinrat.

Frkedberg. 21. Nov. (E v a n g. Gemeinde.)' Nachdem der hiesige Arbeiter- und Soldatenrat bei dem evangelischen Kirck.nvorstand um Ueberlassung der Stadtkirche zur Abhaltung einer auftlärenden Volksversammlung, mit Referat des Herrn Direktor Dr. Strecker, vorstellig geworden war, da ein sonstiger entsprechend großer Raum unter den augenblicklichen Berhältnisien nicht vorhanden sei, hat der. Kirckenvorstand in seiner Sitzung vom 19. d. M. nach gründlicher Aussprache sich dahin schlüssig gemacht, die Kirche trotz naheliegender Bedenken ausnahmsweise zur Verfügung zu stellen unter der selbstverständ­lichen Voraussetzung, daß diese Volksversammlung zur Auf- 0 klärung und Beruhigung dient, keine Parteipolitik in agitato­rischer Art darin getrieben wird und überhaupt der Würde des Raums Rechnung getragen und darum auch auf eine Diskussion innerhalb des Kirchenraums verzichtet wird.

Fricdberg-Fauerbach, 21. Rov. Gestern abend fand hier eine von zahlreichen Landwirten besuchte Versammlung statt, in der als Vertreter in den Bauernrat folgende Herren gewählt wurden: Karl R e i ß e l - Fauerbach, Rud. Philippi-

Fauerboch und Otto Petri- Friedberg.

Friedberg, 21. Nov. Arbeiter-, Bauern- und Sol­datenrat. Am Dienstag nachmittag fand unter dem Vorsitz des Herrn Dr. v. H e ! m o l t - Niederwöllstadt eine aus fast allen Gemeinden des Kreises Friedberg besuchte Veisammlung von landwirtschaftlichen Vertretern statt, der auch drei Mitglie­der des Arbeiter- und Soldatenrates beiwohnten. Nach ein­gehender Beratung erklärten sich die Vertreter des Arbester- «nd Soldatenrates für den Kreis Friedberg bereit drei Bauern- Vertreter m ihre Körperschaft aufzunehmen. Als solche wurden gewählt für die nördliche Wetterau Herr Ioh. Bill zu Nieder- Deisel für die mittlere Wetterau Herr Otto Hirsch el zu Frieidberg und für die südliche Wetterau Herr Hrch. Vorbach zu Nodheim v. d. H.

Ter Umfang der neutralen Zone. Durch die schon bekannt-

gegebenen Zujätze zu den Waffenstillstandsbedingungen wird die 2 . ärmst ad l er Bevölkerung von eurer großen Sorge befreit. Darm- Kadt sollt nicht in die Briick-enkopfzone, wohl aber in das neu­trale Gebiet. Der Brückenkopf von Mainz reicht nur bis Darm- stavt und Frankfurt heran. Um den Brückenkopf herum zieht sich dann die zehn Kilometer breite neutrale Zone, zu der unter anderen auch die Ortschaften Egelsbach, Arheilgen. Nieder- un>d Lberranistadt. Ederstaot und Piungstadi gehören. Dagegen wer­den die Ortschaften Rüffelsheim, Naunheim. Vischofsheim. Ast­heim. Bauschheim. Trebur. Dörnberg. Ginsheim. Erfelden, God­delau. Biebesheim, Ltoaftadt. Gneshcrm, Welterstaot, Groß- unü Klein-Gerau. Naulrerm, König,'tubUu, Dtorfelden und Wall­

dorf wohl in die Brückenkopfzone fallen. Alle diese Ortschaften werden also von französischen Truppen besetzt. Dagegen sind die Ortschaften, die zur neutralen Zone gehören, nur von deutschen Truppen zu entblößen. Im übrigen blerben sie unter hessische? Derrraltung.

Hoch-Weisel, 19. Nov. Unter dem Vorsitz des Landtagdab- geordneten Diehl hat sich in unserer Gemeinde ein Bürger- und Vauernausschuß gebildet, welchem sich fast die ganze Gemeinde angeschloffen hat. Es fifl 1. die Vertretung der ortseingesessen nen Bürger- und Bauernschaft bilden. 2. Ihre Gleichberechtigung in der kommenden staatlichen Ordnung wahren. 3. Die tätige Mithilfe der Bauernschaft an der Volksernährung gewährleisten 4. Mitwirken, die »öffentliche Ordnung und Sicherheit von Per­sonen und Eigentum in der Gemeinde aufrechtzuerhalten. Diese Organisation ist von großer Bedeutung und muß ffch auf unser ganzes Hessenland erstrecken. Sämtlichen Gemeinden zur Nach­ahmung empfohlen.

FC. Aus Hessen, 18. Nov 25 060 Erkrankungen an Grippe sind bei den hessischen Krankenkassen gemeldet worden. Davon sind über 500 mit dem Tods geendet.

Auö Starkcnburg.

Darmstadt, 19. Nov. (Bildung einer Vürgerwehr.) Darrm stadt fällt in die neutrale Zone. Da die Verstärkung der Poli­zei durch Soldaten mit Eintritt der Neutralisierung aufhören muß. ist zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnupa eine Verstärknng der Polizei auf andere Weise notwendig. Es ist deshalb bereits am 11. November von dem Arbeiter- und Sol­datenrat. dem Oberbürgermeister und dem Vorstand des Poli- zeiamtes an die Bürger der Stadt, die gedient haben und im Waffenaebrauch geübt sind, die Aufforderung ermnoen. sich zum Sicherheitsdienst in der Stadt zu melden. Diese Aufforderung wiro nochmals drinaenv wiederholt.

Darm stadt, 18. Ncv In der heutigen Sitzung be? Ar­beiter- und Soldatenrates find unter ander-en auch als Ver­treter des Handelsvereins Fabrikant Lutz und für den Kreis Alzey her frühere Landtagsabaeordnete Schott. Bürger­meister zu ttttbofen erschienen. Ter Vorsitzende Stork gibt zunächst bekannt, daß nunmehr das Holzlefen im Walde allge­mein erlaubt ist. Ter Abschuß des Wildes in den herrschaft­lichen Wald-ern in Hessen soll durch die Iagdpußinhaber unter Aufsicht des Arbeiter- und Soldatenrates an bestimmten Tonen gestattet werden. Tie Munitionsarbeiter sollen noch 14 Tage nach ihrer Entlassung ihren seitherigen Lohn er­halten. Ter im Offizierskasino des Inf.-Regt. 116 beschlag­nahmte Wein wurde wieder frejgegeben. Volksbelusttgungen oller Art sind nach Beendigung des Kriegszustandes wieder zu gestatten. Tie Frage des ganzen Militärfuhrwesens wird nach einem Antrag, den ganzen Fuhrpark der Stadt Tarm­stedt zu überweisen an den Ausschuß übergeben. Ein Antrag, daß früher selbständige Eristenzen. welche durch den Krieg resp. Einziehung zum Heer-esdienst geschädiat sind, ent­sprechende Unterstützung erhalten, wird einem Ausschuß über­wiesen. Tie Frage der Kompetenz des Frankfurter Arbeiter­und Soldatenrates *olle demnächst geregelt werden. Ein An­trag sämtliche Banknoten abstemveln zu lassen oder für un­gültig zu erklären, soweit dies nickt geschieht, um dem E-eld- hamstern zu steuern, geht an d-en Finanzausschuß. Hier richtet Bürger Knoblauch eine Warnung an alle diejenigen, welche den Versuch macken sollten, mit Gewalt gegen die fetzige Bewegung vorzugehen, und zu geheimem Widerstand aittzufordern. Tie seht an der Spitze stehenden Vertonen baden nickt die Absicht stillschweigend wieder obzutreten und werden alle Versuchte, die gegen sie gemacht werden, mit allen Mitteln bekämpfen und ibre Stellung verteidigen. Bisher scj kein Blut geflossen, wenn aber leichtfertig mit den Waffen gespielt werden sollte, werde man sie mit allen Mitteln niederringen. e? stehe gllcs bereit, um auf ein Signal hin die Bewegung zu schnitzen. (Beifall.) Ter Antrag des N"cklts- ansstbilsfes. ein Standgericht zu errichten. welche- Plün­derungen. Raub. Mord. Sittlichkeitsverbrechen und gewalt­sames Vorgeben gegen die ietzige Regierung mit dem Tode oder hoben Freiheitsstrafen belegt, geht noch eingehender Aussprache an den Ausschuß zurück. Der Antrag eine Bürgerwehr von 300 Mann ans allen Volksschichten zum Aukrechterbalten der Ordnung zu errichten, wird angenom­men. Ter Antrag dem Polizei direktor ein Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates zur Seite zu stellen, wird gut­geheißen und Bürger Hütich dazu bestimmt.

Ans Hrssen-Nassau.

FC. Usingen. 15. Nov. In einer großen hier obäehaltenen Volksversammlung wurde die Gründung eines Arbeiter- und Bauernrrtts beschlossen, der seine Ausgabe drrin sieht, etwa vor­kommenden Ungerechtigkeiten und WillkürhonLlungen in der Stadtverwaltung entgegen zu treten und eine scharfe Ueber- wachung aller städtischen Angelegenheiten auszuiiben. Eine militärische Sicherheitswache wurde eingerichtet. Die städtischen Behörden und Körperschaften haben sich bereit erklärt, im Sinne des Arbeiter- und Bauernrats die Geschäfte weiter zu führen.

FC. Usingen, 15. Nov. Dero Kreistag beschloß einstimmig die Einführung einer Kreisschweine- und Schlachtviehversiche­rung für Schweine und bewilligte zur Bestreitung der Ausgaben für die reichsgesetzlichen Fo.milienunterstützungen eine weitere Summe von 600 000 Mark.

FC. Wiesbaden, 18. Nov. Der Rentner Heinrich Krautwursi war durch seine Beziehungen in der Lage. Kohlen und Briketts nach Wiesbaden einzuführen. Er machte hiervon der Stadl Mitteilung. Diese war gern bereit, den Brennstoff dem Rent­ner abzunehmen. Krautwurst kam allen seinen Verpflichtungen - nach und bekam hierfür den Bezugsschein. Anfangs ging die Sache ganz glattt, doch nach und nach unterließ der Rentner die rechttnäßige Anmeldung und dirigierte die Kohlen nach Vor-- ortgemeinden oder fetzte sie hier an Bekannte ab. Von letzteren forderte er einen Preis von 3.60 bis 4- Akk. für den Zentner Briketts- Das war einem Aufschlag von 30 Prozent gleich, wäh­rend er 10 Prozent nur hätte nehmen dürfen. Das Schöffenge­richt verurteilte Krauttourst wegen Abgabe von Brennstoff ohne

Marken und wegen des übermäßigen Gewinns Eiker der Berück sichtigung, daß er an vorigen Weihnachten 150 Zentner Brenn­stoff an hiesige bedürftige Einwohner gratis tckgegeben hatte, in eine Geldstrafe von 500 Mark.

FC. Wiesbaden, 18. Nov. In der Klopstocksstraße hat sich auf dem Balkon seiner Wohnung ein älterer hessischer Post, beamter erschossen. Die Leiche des Mädchens, das vor einigen Tagen bei dem gemeldeten Liebesdrama den Tod gefun. den. wurde als die der 17jährigen Reine Eottschalk aus Gel» senkirchen agnosciert.

FC. Flörsheim, 18. Rov. In der hier abgehalienen Sitzung der Lebensmittelkommifsson wurde u. a. beschlossen, daß der erst« Holzschlag im hiesigen Eemeindewald restlos zur Verfügung der Bürger gestellt und der Preis für das Holz dem Friedenspreis gleich sein soll. .

FC. Flörsheim, 15. Rov. Der hiesige Arbeiter- und Bauern- rat hob die seitherige Lebensmittelkommission auf. Der seit­herige Lebensmittelverteiler Mart. Kaus wurde von der Stellv entbunden und an seine Stelle der Bürger Franz Gutjahr IL gewählt.

FC. Dotzheim. 14. Nov. Der hier gebildete Arbeiter- und Bauernrat setzte zu seiner Unterstützung die früher gewählte Volkfflebensmittelkommissson wieder ein und setzte die bestehend« amllicb gewählte außer Tätigkeit.

FC. Himmighofen, 14 Nov. Tiebe stahlen hier drei fette Hammel.

FC. Fravenstein, 14. Nov. Im Anschluß an eine Volks. Versammlung hat sich hier ein Arbeiter- und Bauernrat ge­bildet-

FC Niedernhausen. 15. Nov. Hier wurde ein Arbeiter- und Bauernrat für Niedernhausen und Königshofen gebildet und be* schlossen, an verschiedenen Stellen von Niedernhausen Ver­pflegungsstationen einzurichten. Das Sandratsamt Langen- fchwalbach hatte Mitteilen lassen, daß reichliche L-ckensmittek berangefchafft werden. Weiter beschloß man e'ne Unterkunfts- stelle für die zuriickkehrenden Krieger, die zu Fuß der Hümat Zuströmen, zu schaffen und eine Vorrichtung zur Desinfektion. Bürgermeister Krissel trat dem Räte bei.

FC. Lengenschwalbach. 15. Nov. Für den llnstrtaunuskreiz ist ein Bauern-, Soldaten- und Arbeiterrot gebildet worden. Den Vorsitz fuhrt Lagerhalter Vechtel in Mcken.

FC. Aus dem Oberrvestermeld. 18. Nov. Eine überaus stark besuchte Versammlung wurde in der Kirche in Marienberg ab- gehalten, die einen Arbeiter- und Bauernrat aus 19 M'talie- der bestehend, für den ganzen Kreis wäblte. Pfarrer Schütz in Nenkirch wurde zum Vorsitzenden de? Rates gewählt.

FC. Schierstem, 15. Nov. Frau Iulckxm Schäfer geb. Schrö­der, die vor drei Wochen infolge eines Anfall-s von Schwermitt den Tod in dem Rhein gesucht und gefunden hat, ist in Eltville gelandet worden.

FC. Eeihenheim 15. Nov. Bürgermeister Dr. Schneidler. der vom ersten Mobilmachunastag eingezoaen war. hat heute die Geschäfte der Bürgermeisterei wieder übernommen.

FC. Aus dem Rheingan. 15. Nov. Für den Zentner Trau Len werden hier 120140 Mk. verlangt. Der Mengeertrag er­reicht einen Laiben bis dreiviertel Herbst.

FC. Oberlohrrstein, 15. Nov. Hier wurde eine Bürger­wehr gebildet, die die nächtliche Bewachung der Stadt übernom­men hat.

Aus Rhcinhesseu.

Aus Rheinhessen. 13. Nov. Unerhörte Preise werden zur Zelt in den Landgemeinden von allen möglichen Aufkäufern für Schlachtfcbweine geboten. Wer es irgendwie machen kann, sucht sich ein Schweincken zu sichern, um es nach der vorgefchriebenen Wartezeit schlachten zu können. Die dabei gebotenen Preise über, steigen alles in dieser Hinsicht bisher Dagewesene. So wurden in der Wormser Gegend einem Kauttiebhaber für das Pfund Schlachtgewicht 18 Mark gefordert. Ein zwei Zentner schweres Schwein käme also hier auf die ein kleines Vermögen darstel­lende Summe von 3600 Mark ein Preis, für den man in Frie- denszetten den ganzen Viehbestand eine?- kleinen oder mittleren Landwirts hätte auikcrufen können Ein Metzaer bot für ein nicht ganz 3 Zentner schweres Schwein 2600 Mark, erhielt etz aber zu diesem Preise nicht.

FC. Mainz. 15. Nov. Einer armen Frau in der Josefs- ftraße wurde nachts eine Ziege aus dem Stalle gestohlen, einem Schuhmacher in der Wallaufttaße die sauer ersparten Gelder in Höbe von 60 Mark.

FC. Mainz, 14. Nov. In der Trei-Kronenstraße beschlag­nahmte die Polizei einen Handkarren mit frischgeschlachtetem Ochsenfleisch, im Ernhorngäßcben einen Handkarren der mit frischem Ockfenfleisch ebenfalls beladen war. Als Sckwarz- fchläckter. so ergaben die Erhebungen, komint ein Wirt in der Rbeknstraße in Betracht. Das Fleisch wurde dem städtischen Schlackthof überwiesen.

Mainz. 15. Nov. Wie von amtlicher Stelle mitgeteilt wird, sollen auf Grund neuerer Abmachungen im Vielverband franzö­sische Truppen das Rheinland und die Städte Köln. Koblenz, Mainz besetzen. Früher war beabsichtigt, daß diese Besetzung durch amerikanische Truppen geschehen sollte.

FC. Alzey, 14. Nov. Tie Volksbewegung ist in hiesiger Stadt in aller Ruhe verlaufen. Ein Arbeiter- und Soldaten­rat wurde gebildet, die Behörden setzten der Neuordnung t-einerlei Widerstand entgegen. In der letzten Nacht wurden dem Hairswart des hiesigen Eisenbahneraufenthalts­gebäudes sämtliche Stallhafen, 18 Stück, gestohlen.

FC. Worms. 15. Nov. Der 60jährige Johann Paparlie in Mutterstadt ertränkte sich in seinem Brunnen.

FC. Oppenheim, 15. Nov. In der Nähe der Stadt stürzt« von einem Schleppdampfer der in Schifferkreisen bekannt« Steuermann Karl Selb von Mainz und ertrank in den Flute» des Rheins.

VerantU'ortllck für den politischen und ickalen Teil: Otts Hirsche!. Friedberg: fiir den Anzeigenteil: R H e v n e r. Fiiedberg. Truck und Verlag der »Neuen Lageszeltung^, 31- ($ Friedbera t LO

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