neuen Mut und sehen rmt n*u«r Hoffmmg den neuen Mw großen Pflichten entgegen. Während wir hierfür danken, dürfen wir nicht vergessen, in der Erfüllung dieser Pflichten die göttliche Führung zu sehen und die göttliche Gnade für alle Irrtümer in Handeln und Wollen zu erbitten, datz in allem, was wir tun, wir die Bande der Freundschaft und der gegenseitigen Achtung zu stärken, auf denen wir neue Ge- bäude des Friedens unter Len Nationen aufzubauen hoffen müssen.
Tlemsnreau und Wilson.
Amsterdam, 20. Nov. „Allgemeen Handelsblad" meldet aus London: „Daily Mail" berichtet aus Paris, man er
warte, daß 'Elemeneeau zum dauernden Vorsitzenden des Friedenskongresses gewählt werden wird, und daß Wilson ersucht werden wird, bestirnmte Sitzungen, vermutlich, vor allem die Eröffnungssitzung zu leiten.
Deutlch-Oestcrreich.
Wien. 18 Nov. (WB.) Die heute zusammengetretene pro. visariscbe oberöst"rreichische Land?sversammlung beschloß einmütig eine Erklärung, nach welker Oberösterreich kraft tei Selb'tbestimmunasrechts mit gleichen Rechten den Ländern Niederösterreich, Steiermark. Kärnten. Salzburg. T'rol. Vorarlberg. Deutichböbmen und den Sudstenländern als ein Glied des Staates Deutsch Oesterreich zur Seite trrtt. Die provisorische Landesversammlung erkannt die Nationalversammlung Demsch- Oesterreichs als oberste staatliche Gewalt an. stimmt ihrem Be schlusie über die Erklärung Deutsch-Oesterreichs als Republik zu und beißt insbesondere die Schutte willkommen, die unternommen wurden, um Deutjch-Oesterrerch in den Verband des Deutschen Reiches einzufüaen.
Die Urheber des Wellbes-udes.
Kristiania. j8. Nov. (WB. Nichtamtlich.) „Mor'cnöladrt" bringt in der Sonntaonummer zwei bemerkenswerte Artikel, in denen energisch Stellung genommen uird gegen besondere fr: porwegi'sben Presiekrcrsen verbreitete Tendenz, Deutschland die Sckiuld für den Krieg in die Schuh? zu schieben und das deutsche Volk für alle Leiden der letzten Jahr» verantworllrch zu machen Wäbiend der bekannte ncrweaifche Philologe Mellby im all^e meinen unl?r scharfen Angriffen aus die norwegischen Hetzer gegen Deutschland, die ihre Shadcnfrrr.de und ihren Haß gegen Deutschland auch setzt unverhohlen zur Schau trügen, seiner Entrüstung über dieses unwürdige Verhalten Ausdruck gibt und ein sofortiges Einsteven dieser „Hctziagd auf Deutschland und di: Deutschen" fordert, legt der Geschlchts^orsä-cr Ions Raube in einem längeren Artikel ..Ist Deutschland der allein Schuldige" an Hand d>s englischen llrkundenmaterials fest, in wie hoh<m Grad» die Ententemächte und ihre Staatsmänner durch rhre deutschfeindliche Politik während der letzten Jahre vor den, Kriege, insbesondere seit dem Marokkoobkommen von 1901 systematisch den Grund zu dem großen Weltbrand gelegt hätten.
Die ^ufrobfn frr Z!llt'!N!a!vcriM!?'!!Nlsi.
Im ..Vorwärts" bespricht das Mitglied der Reichsregierung Scheidemann, die Frage der Nationalversammlung und tritt der Austastung entgegen, als ob diese Nationalversammlung eine Rückwärtsrevidierung der Errunaenschaften der Revolution vornehmen werde. Man gehe überhaupt fehl in der Annahme, daß die Nationalversammlung die Aufgabe habe, eine Art amtliches Siegel unter die neuen Verbältniste zu drücken. Revolutionen tragen ihr Recht und ihre Notwendigkeit in sich und haben es nicht nötig, sich erst beglaubigen zu lasten. Die Aufgabe de; Notionalverfammluna wird es nach S.heidemanns Ansicht sein die neue deutsche Republik nach außen hin verfastunasmaßi? ! und noch innen nach der wirtschaftlichen Seite hin geschäftsfähig | zu machen. Scheidemann schildert dann im einzelnen die Aufgaben der Nationalversammluna. so vor allem die finanzielle Sicherstellung des Reiches Es mäste unbedingt ein gesetzmäßiger den inner- und außerdeutschen Gläubigern gegenüber rechtsgültiger Weg zu neuer Geldbeschaffung gefunden werden, aber man dürfe nicht glauben, daß die Nationalversammlung ein Heilmittel gegen alle Schäden sei. Sie kann nur gewäblt werden von einem Volk, das aus sich heraus die Gesetzmäßigkeit seiner Zustände bis zu ihrem Zusammentritt hochgehalten hat und der Anarchie nicht erlaubt hat. die notwendigen Grundlagen einer solchen Gemeinschaft zu zerstören. Aber auf der Grundlage solcher Selbstdisziplin wird sie einen verhältnismäßig günstigen Abschluß mit unteren Feinden ermöglichen, die neue Staatsform im Innern ousbauen und vor allem die Volkswirtschaft wieder richtig ins Leben rufen. Kein politisches und kein wirtschaftliches Gedeiben ohne Nationalversammlung, das muß die Parole für die Neichsleitung fein.
fir StfHnnnRahTrf dcr Msrfwrniis,
Dcrtin, 19. Nov. Der Staatssekretär Dr. Preuß empfing den Mitarbeiter der „Parlamentarischen Korrespondenz" und jagte über die Wahlen zur Nationalversammlung:
Alle Mitglieder der Neichsregierung sind sich über die un bedingte Notwendigkeit der denkbar schnellsten Einberufung der konstituierenden Nationalversammlung vollständig einig. Unsere kffentliche Meinung darf darüber beruhigt fein. Ob der 2 Februar als Wahltermin eingehakten werden kann, hängt einfach van der Möglichkeit ab, die technischen Schwierigkeiten bis dahin zu überwinden. Diese Schwierigkeiten sind gewaltig Nach einer runden Schätzung werden etwa 10 Millionen Wähler an die Urne tr»1en. Den Wahlstaristiken kann leider nur die Volkszählung von 1910 zu Grunde gelegt werden, weil die im Kriege vorqenommenen Volkszählungen für diese Zwecke unzureichend sind. Das hetzt zu beschließende Wahlgesetz gilt selbstverständlich nrr für die konstituierende Nationalversammlung.
die für die ihr folgenden legislativen plationaiverzammoungen das endgültige Wahlgesetz erst zu bestimmen haben,wird. Des- bo.lb muß auf die besondere Schwierigkeit dieser ersten Wahl Rücksicht genommen werden. Ebensowenig wie an eine Verzögerung des Wahltcrmins wird irgendwie an eine Ueber- Mrzung gedacht, um etwa einer Partei die Zeit zu ihrer Wab.l- arbeit zu verkürzen. Die Wahlen zur Nationalversammlung sollen nicht um jeden Preis am 2. Februar stattfinden, aber der einmal gewählte Termin soll endgültig bleiben und nicht wieder verschoben werden. Ich hoffe von ganzer Seele, daß die Na tionalversammlung. deren Hauptaufgabe die neue Verfassung der jungen Republik ist, jeden deutschen Mann und jede deutsche Frau fest und einig an das Vaterland binden wird Die nativ' nale Einigkeit Deutschlands nach all den gewaltigen äußeren und inneren Ereignisten nicht nur unverbrüchlich festzuhalten, sondern in freien und festen Formen noch stärker zu entwick-ln und auszugestalten, das ist zur Zeit das höchste und wichtigste Anliegen jedes einzelnen Deutschen und des ganzen deutschen Volkes. Für uns kann es keinen furchtbareren Gedanken geben als die Gefahr, daß in dem Augenblick, wo sich draußen die staatliche Welt auf Grund des Ngtionalitätenprinzips neu gestaltet. der Zusammenhalt des deutschen Nationalstaates bedroht fein könnte. Damit würde das deutsche Volk wiederum zum Aschenbrödel unter den Völkern werden, und auch die junge pclit'sche Freiheit würde auf das schwerste gefährdet. Durch die Veseitignna der dynastischen Hemmniste haben sich die Vor aUmsetzungen für eine Stärkung deutscher Einigkeit bedeutungsvoll gewahrt. Die Nationalversammlung der deutschen Republik muß beweisen daß der Volksstaat der deutsche Nationalstaat ist; sonst sind die polruschen und wirtschaftlichen, die materiellen und idecllen Interessen jedes Deutschen in Nord und Süd. in Ost und West gleichmäßig schwer bedroht.
.Fk'kn d'k reröHdtm ZkndlMe"
Der Vorstand der Zentrumsfraktion wendet sich mit einem Aufruf an die Wähl': Er j siw t:i eu-'.r Lin-» gegen den
Radikalismus nordischer Seudlmge. der zu einer radikalen Militärdiktatur, zu Hungersnot und ähnlichem führen muffe. Die Fraktion billigt den Eintritt führender Parteiangehör-q-r in die provisorische Regierung, verlangt aber, daß den nordischen vberradikalen Sendfrngen jeder Ernsluß auf die Behandlung innerbadifcher Angelegenheiten versagt wird, auch aus dem Wege Uber die Arbeiter- und Soldotenrät» lieber vier Jahrzehnte haben wir den preußischen Säbel rm Kommando unserer badischen Truppen ertragen Es ist vorbei' Wir lasten die preußische Pickelhaube jetzt nicht ablösen durch den Berliner Rad ka- lismus und seine brutale Gewaltherrschaft." Sodann wird die Bildung non Bauern-. Bürger-, Beamten- und Frauenrat>n und die Einziehung aller eigentlickren Kriegsgewinne mindestens von M. 50 000 aufwärts gefordert.
Die ffbfnentiltriPfr nranng DkMlas-g.
Stockholm, 20. Nov. (WB ) „Soenska Dagbladet" betont in einem Leitartikel die Notwendigkeit. daß die Entente Deutschland Lebensmittel schicke. Das Blatt führt aus. Wilson habe nur einem demokratischen Deutschland Zufuhren in Aussicht ge- stellt, nicht aber einem bolschewistischen. Man müste aber be denken, daß der Bolschewismus eben deshalb entstehen könne weil Nahrungsmangel herrsche. Es lei daher schwer, zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden. Dann fahrt das Blatt fort: Eberls Aeußerunqen gegenüber amerikanisches Pressevertretern zeugen für eine freundliche Stimmung, die sich deutscherseits besonders gegenüber dem amerikanischen Präsidenten geltend macht. Auf ibn vor allem vertraut Las deutsche Volk, wenn es gilt einevErleichterung zu suchen. Es wird sich vielleicht bewahrheiten, was schon gesagt wurde, daß nämlich Wilson Deutschlands bester Freund auf dem Friedenskongreß werden wird. Das traurige Bild der Zustände in Europa, welches der Amerikaner Hoover entworfen hat. spricht für sich selbst und daß es gerade von dieser Seite veröffentlicht wurde, deutet darauf hin daß man es dort mit seinen Versprechungen wirklich ernst meinf. Geht Amerika entschlosten auf dem Wege der Versöhnung mit Unterstützung seiner früheren Feinde und den Neutralen voran so können die Alliierten in Europa solche Bestrebungen nicht vereiteln. Die mächtigen Vereinigten Staaten haben jetzt eine größere Autorität als je, ihren Willen durchzusetzen.
Norwegische Fische.
Kristiania, *7. Noo. (WB.) „Sozialdemokraten" veröffentlicht eine Eingabe der Leitung der schwedischen Arbeiterpartei an die nerweainbe Regierung, worin diese aufgefordert wird, bei den Ententestaaten auszuwirken daß Norwegen Gelegenheit geneben werde, so rasch wie möglich außer den gemäß des Abkommens mit Amerika festgesetzten Mengen von Lebens Mitteln diejenigen Eßwaren. namentlich Fischprodukte, an denen Norwegen selbst noch Ueberfluß habe, an die deutsche notleidende Bevölkerung, die einer raschen Hilfe dringend bedürfe, zu senden Gerade da allgemein bekennt sei, daß die norwegische Bevölkerung während des Krieges mit den früheren Machthabern Deutschlands keineswegs sympathisiert habe, gelte es jetzt, dem neuen freien Deutschland über die schwierigste Zeit hinwegzu- he-lfen.
Drot oder Kolfchemismtto.
Es ist kein Zweifel, daß uns von unseren bisherigen Feinden Hilfe in der Ernährung nur kommen wird, wenn es gelingt den Bolschewismus der Spcrtakusleute niederzuhallen. Zn Wilsons Note kommt diese Voraussetzung deutlich genug zum Ausdruck. Auch in den maßgebenden Stellen der deutschen Negierung ist man der Ueberzeugung. daß die von der Entente und den Vereinigten Staaten in Aussicht gestellten Vergünstigungen für die deutsche Ernährung und auch die Milderung der Waffenstillstands- und Friodensbedingungen lediglich mit Rücksicht aus die Zusammensetzung der jetzigen deutschen Regierung zugesagt
woroen fino. -rne gegenwärtige Regierung Ebert-Haase gewäyr- leistete Ordnung und Sicherheit und bürge der Entente und den Vereinigten Staaten für eine verständnisvolle Regelung der schwebenden Fragen und für vernünftige Friedensvcrhandlungen. Sollte es dem Bolschewismus gelingen, diese Negierung zu stürzen. so würde zweifellos die Entente alle versprochenen Erleichterungen als hinfällig erachten, den Waffenstillstand kündigen und in Deutschland einrücken. Damit würden dann die Wir«, kungen eintreten, die sich aus einer völlig zerrütteten Ernähr rungswirtschaft in Verbindung mit feindlicher Besetzung ergeben müßten.
Auch die „Sozialistische Korrespondenz" macht auf diese Lag* der Dinge aufmerksam und schreibt:
„Die Entente läßt auch nicht den mindesten Zweifel, daß sie ein Uebergreifen des Bolschewismus auf Deutschland mit ollen Mitteln verhüten will. Und die Leichtsinnigen, die alls diese Warnungen nicht achten zu müsten glauben, müsten doch vor der neuesten Note Halt machen, die Lansing im Auftrags Wilson an die deutsche Regierung gerichtet hat und in der die Sendung von Lebensmitteln ausdrücklich davon abhängig gemocht wird, „daß in Deutschland nachweislich die öffentliche Ordnung besteht und fortbestehen wird und daß eine gerecht« Verteilung der Lebensmittel nachweislich verbürgt werden kann." Diese ausdrücklichen Erklärungen bestätigen die vertraulichen Nachrichten, die der Neichsregierung aus dem neutralen Aus- lande seit Sonntag zugegangen sind und in denen mit äußerster Schärfe die Erleichterung der deutschen Volksernährung von der Vermeidung des Bolschewismus abhängig gemacht wird. Diese Informationen gehen soweit, mit dem Einrücken der ententi- stischen Truppen im Falle eines Sieges Liebknechts zu drohen und diese furchtbare Möglichkeit sogar dann schon in Aussicht zu stellen, wenn die russische Gesandtschaft unter Joffes Führung, aus Mins nach Deutschland zurückkehren sollte. Charakte- ristischerweise wird hinzugefügt, daß die entcntistischen Besatzungstruppen des Leben der bolschewistischen Vertreter in Deutschland nicht verbürgen könnten!"
Die Erwartungen der Extremen, daß auch in den Ententeländern revolutionäre und schließlich bolschewistische Dewegung-n um sich greifen würden, Erwartungen, die eine völlige Verkennung der Psyche eines in solchem Kriege siegreichen Volkes bedeuten. l^nt auch diese Korrespondenz ab:
„Ein Umsturz in den Entenieländern als unmittelbare Folge der deutschen Revolution ist nicht zu erwarten. Die Enten der „Weser-Zeitung" über die Ermordung des Feldmarschalls Foch und die Hiffung der roten Fahne auf englischen Schiffen verdienen keine Beachtung. Die starke soziale Bewegung in den Ententestaaten wird allgemein friedlich verlaufen. Denn die Ententestaaten haben sämtlich Land, um den heimischen Arbeitsmarkt zu entlasten und unter dem segensreichen Schutz der eigenen Flagge neue Heimstätten zu gründen. Sie müsien auch Deutschland Siedlungsland für den Abfluß der industriellen Reservearmee gewähren, wenn sie wollen, daß die soziale Entwicklung sich hier ruhig vollzieht."
Wie die Dinge liegen hat also das deutsche Volk die Wahl, ob es aus den Nöten des Krieges und ihren Nachwirkungen mög. lichst glimpflich herauskommen oder durch Entfesselung der Anarchie zunächst noch das Schlimmste heraufbeschwören lasse« will. Die Frage steht: Brot oder Bolschewismus. Die Tat» fache, daß sich die Spartakusgruppe für letzteren entschieden, sollte eigentlich zu ihrer Beurteilung für jeden Vernunftbegab, ten genügen.
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MideMiln öder Drn f'NMrkrm.
Das Mitglied der Neichsleitung Scheidemann erklärte einem Vertreter der „Continental Times":
„Der Herr Präsident der Vereinigten Staaten hat am 11. November vor dem Kongreß erklärt, datz die Alliierten beabsichtigen, die Mittelmächte mit Lebensmitteln zu vcrseben. Das deutsche Volt anerkennt diese erste Friedenstat und hofft auf schnelle Erfüllung des Versprechens. Was wir dazu tun können, geschieht: eine Kommisiion wird sich unverzüglich zum amerika
nischen Gesandten im Haag begeben, um eine Beschleunigung der von dem Präsidenten in Aussicht gestellten Unterstützung zu ermöglichen und vorläufige Sendungen in die Wege zu leiten, ober heute, in der hoffentlich letzten Stunde unseres Martyriums, das angesichts der vernichtenden WafferHiillstandsbe- dingungen vielleicht nur durch ein nelles schlimmeres abgelöst wird, muß sür immer vor aller Welt festgestellt werden: Roch nie ist ein Krieg grausamer und noch nie im Rahmen eines Krieges der Kampf gegen Leben und Gedeihen eines Volkes sp unbarmherzig und nachhaltig geführt worden wie der Hungerkrieg gegen -unsere Frauen und Kinder in der Heimat. Dia Derlustzisfern sind selbst im Vergleich zu den blutigen Verlusten aller Völker unheilvoll. Was aber auf dis Dauer an Eesund- heit und Lebenskraft geschwächt wurde, ist kaum abzuschätzen. Was der Krieg und seine Folgen sür unsere Zukunft bedeuten, das können Sie am besten aus den ersehn. die
bei unseren Müttern und Säuglingen gemacht wurden. Sieben- zig Prozent aller Schwangeren und Gebärenden sind unterernährt und kommen so ausgehungert in die Klinik, daß kein Effensrest vor ihnen sicher ist. Unterernährung und Blutarmut haben einen solchen Umfang angenommen, daß die jüngste Erip- peseuche nahezu 20 v. H. alle: Schwangeren und Wöchnerinnen hingerafft hat. Die Kinder können von den Müttern nicht gestillt werden, so daß wir eine Sterblichkeit von mindestens 30 v. H. bei den ehelichen Kindern und 50 v. H. bei den unehelichen Kindern haben. Heute besteht in Deutschland tatsächlich der schreckliche Zustand, daß wir für die Mütter und Neugeborenen der ärmeren Bevölkerung eine vollkommene, die schwersten Opfer fordernde Hungersnot haben. Sie sehen daraus, daß für unsere bisherigen Gegner der Krieg mit dem letzten Schuß tatsächlich vorbei war. wö'brm'd er s'" uns noch im M"rle des Volkes weiter wühlt. Einen wirklichen Frieden kann für uns erst umfasiende Ernährung und damit Neubelebung der Arbeitskraft bedeuten.
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Wie recht wir hatten, als wir vor übertriebenen Hoffnungen auf unsere Lebensmittelversorgung durch die Feindq


