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Nummer »ii j
Samstag, den 9. November 1918
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Wenn Berlin ein gültiger Maßstab für die Stimmung wäre die da? deutsche Volk beseelt, dann stände cs im hohen Maße traurig- nur das Vaterland. Während ein großer Teil der reich shcu'iptstäd tischen Bevölkerung gedankenlos in den Tag Hineinlebt, ük-or den seichtesten Zerstreuungen und unter dem Einfluß der liberal-deinokratisiercnden Presse gleichgültig, empfindungslos vor der Frage des nationalen Seins und der Ehre steht, lassen sich nur allzuwillig die sozialdemokratisch organisier ten Kreise vom Strudel der Leidenschaft fortreißen. Die Hanse. Ledcöour und Rühle. die Dittmann und Liebknecht, die beide auf Betreiben der Negierungssozialisten aus dem Gefängnis entlassen wurden, stachelw- unablässig die Arbeiterschaft auf und nehmen nicht mehr langsam, sondern mit reißender Schnelligkeit Herrn Scl)eidemann die Führung über sie aus der Hand. Zweifellos verdienen die im seltsamen Gegensatz zu der unbestreitbaren Gleichgültigkeit der mittleren Schichten Berlins stehenden bolschewistischen Neigungen schärfster Aufmerksamkeit. Aber man wird doch auch gut tun, nicht zu vergessen, daß im Lande die Stimmung des Volkes eine entschieden andere ist, daß die Mehrheit des Volkes, die doch nicht in den Großstädten mit starker Arbeiterbevölkerung lebt, mit ernstem Sinn und offenem Auge die politische Lage erkennt und bereit ist, das Aeußerste mit Ein satz aller Kräfte abzuwenden. - Diese Kräfte rperden offenbar vcn end auf den gewaltsamen Umsturz hinsteuernden Führern der Unabhängigen ebenso übersehen, wie von der soziaßdemokra- Kschen Presie. Sie überschätzen ihren Einfluß im Lande, erhitzen sich am eigenen Feuer und leider leistet dieser Überschätzung ein Teil der Provinzpresse Vorschub durch die Annahme der von einigen lautschreienden Berliner.Blattern verbreitete Anschauung. Berlin sei Deutschland. Hat sich eine solche Ueber- schätzung der Hauptstadt schon bei den Franzosen mehrfach bitter gerächt, so auch bei den Russen seit Beginn der Herrschaft der Bolschewiki. Ein paar hundert Revolutionäre in der Hauptstadt sind bestimmend über das Schicksal des ganzen Landes und Volkes, nur weil cs Gedankenlosigkeit und mangelnde Tntschlossen- beit nicht zu verhindern wagen. Veröffentlicht doch'das in dieser Beziehung gewiß maßgebliche „Berliner Tageblatt" in seiner Nr. 531 einen Aussatz aus Petersburg von Hans Vorst, in den» es u. a. heißt'
„Das russische Volk ist nicht nur zu müde, um Krieg zu fuhren sondern in seiner Masse auch zu müde und zu wenig entwickelt, um tätigen Anteil an der Revolution zu nehmen. Dadurch erklärt es sich, daß aller Art fremdstämmige Elemente Juden, Letten Tsrhecho-Slowaken, Georgier, Chinesen, eine so durchaus entscheidende Rolle in der „großen Revolution" eines Volkes spielen können, an dessen Zahl gemessen, sie allesamt eine verschwindende Minderheit bilden. So hart es klingt, bin ich, nach bald drei Monaten unmittelbarer Beobachtung, geneigt zu sagen, daß die Revolution weniger von dem russischen Volk als auf dem Rücken des russischen Volkes vollzogen wird. Die ungeheure Mehrheit des Volkes ist nicht das Sbu- jekt. sondern lediglich ein Objekt der Revolution. Wenn die Bolschewiki heute regieren, so regiert in Wirklichkeit eine kleine oklive und zum A-ußersten entschlcssene Minderheit durch schärfste Gewaltanwendung gegen die offenen oder geheimen Wünsche der breiten Massen des Lölkes."
Die Entwicklung der Dinge in Berlin scheint einen ganz ähnlichen Gang nehmen zu wollen. Auch in der deutschen Hauptstadt spielen die „fremdstämmigen Elemente" eine gewichtige R-lle bei d?r Auspeitschung der Masse» Und es ist zu befürch-
1 ten. daß auch in Deutschland „eine kleine aktive und zum Aeußer- sten entschlossene Minderheit", die sich als Mehrheit geberdet, ..auf dem Rücken des deutschen Volkes" eine Revolution vornehmen möchte. Jetzt freilich werden selbst dem an die Oberfläche gekommenen Staatssekretär Scheidemann die unterirdischen Geister, die er so oft als Schreckgespenst heraufbeschwor, reichlich unbequem. Die Massen, die stets der stärkeren Flöte folgen, die mit dem Gedanken des Generalstreiks zur Erzwingung des Friedens spielen, drohen seiner Hand zu entgleiten. Und selbst der „Vorwärts" sucht die Unterirdischen zu bannen.
Inzwischen haben aber die Massen in den Großstädten gar nicht auf das Signal von oben gewartet und in München, Stuttgart und Kiel ist es zu Ausruhrszenen gekommen, die genau an die russischen Zustände erinnern. In München und Kiel wurden die Gefangenen befreit und in dem deutschen Kriegshafen hat die Revolution anscheinend gesiegt.
Die Zustände sind ernst, bitter ernst, sie brauchen aber nicht rerzwoifelt zu sein, wenn sich das Bürgertum auf sich selbst besinnt. Alle die Putsche, die gemeldet werden, stammen aus den großen Städten und sind von den Elementen veranstaltet, die sich in den Großstädten in Massen befinden. Die weitaus große Mehrheit des deutschen" Volkes, darunter auch unsere Arbeiterschaft. denkt anders. Das Beispiel der russischen Revolution hat bewiesen, daß lediglich mit der Revolution und dem Nieder- reißen keine Werte geschaffen werden und daß das Volk dabei verhungern kann. Die Arbeiter sollten bedenken, daß unseren Feinden Wasser aus ihre Mühlen geleitet wird, wenn sie selbst an dem völligen Sieg ihrer Feinde mithelfen.
Fast scheint es, als wenn unserem unglücklichen Vaterlands nichts erspart werden sollte. Aber sollen wir dazu ruhig die Hände in den Schoß legen? Erwächst dem besonnenen Teil unseres Volkes nicht dis Pflicht, eine Gegenwehr zu organisieren, wenn sich in den Großstädten des Feuers Zünder riesengroß gehäuft hat?
KllWijismg M |nt>ihli<Hiüi<5,
Unter der Ueberschnft „Eine Frage an unsere katholischen Volksgenossen" scl>reibt der Jenenser Philosoph Ge. heimrat Professor Dr. Rudolf Euchen in der „Tägl. Rundschau":
„Die stürmischen Zeiten der Gegenwart machen manches Zu einem Problem, woran der Augenblick achtlos vorbeigeht; ich muß offen gestehen, daß mir die gegenwärtige Stellung vieler unserer katholischen Volksgellossen nicht recht verständlich ist: ich darf dabei hinzufügen, daß ich ein entschiedener Gegner alles Kulturkampfes bin, und daß ich von aufrichtiger Schätzung, ja Ehrerbietung vor den geistigen Gütern erfüllt bin, die der Katholizismus in weltgeschichtlichen Leistungen verkörpert. Ich halte es auch für einen großen Vorzug des Katholizismus, daß »er sich nicht an eine besondere politische Verfassung bindet; so verstehe ich vollauf auch dieses, wie der gegenwärtige deutsche Katholizismus eine entschiedene Sympathie für die Verwandlung des bloßen Obrig- keitsstaats in einen Volksstaat besitzt, ja überhaupt für eine freiere Gestaltung des staatlichen Lebens, das aber in vollem Gegensatz zu einer engen Burarrkratie. — Aber in den Bewegungen der Zeit handelt es. sich heute um weit mehr als um bloße Verfassungsfragen innerhalb der einzelnen Staaten kein unbefangener Beobachter kann verkennen, daß hier eine gewaltige radikale oder vielmehr revolutionäre Woge sich
erhebt und den Gesamtstand des Lebens wesentlich umzuge- stalten strebt. Mit dieser Bewegung aber kann sich nach meiner Ueberzeugung der Katholizismus unmöglich freundlich verständigen; die Gegensätze sind viel zu schroff, als datz eine Vereinbarung oder Milderung möglich wäre. Der' Katholizismus vertritt das Walten ewiger Wahrheiten unA fühlt sich in ihrem Besitz dem Wandel aller bloßen Zeiterr' sicher überlegen, der Radikalismus vertritt einen unbegren^ ten Relativmus. er läßt alle Wahrheit aus der bloßen Zeit entspringen. Der KatholrzZmus verficht mit ganzer Seele übersinnliche, ja übermenschliche Werte; der Radikalismus hat nur eine weltliche Schätzung dieser Dinge; der Katholizismus verwirft die UebersckMung des bloßen Menschen, ex will den Menschen als ein Glied einer göttlichen Ordnung würdigen; 'ihm ist ein wesentliches Grundgefühl die Ehrfurcht; der Radikalismus dagegen stellt alles auf das menschliche Wollen und Meinen, ihm wird der Mensch zum ausschließlichen Maß der Dinge, und von der Ehrfurcht weiß er knchts. Wie schroff diese Gegensätze zusammenstoßen, das zeigt mit besonderer Deutlichkeit die Geschichte der französischen Revolution. Schan im ersten Jahre der Revolution wurde das sämtliche Kirchen- gut konfisziert und wurden die geistlichen und weltlichen Or- den aufgehoben; 1793 wurde eine neue Zeitrechnung und ein neuer Kalender eingefiihrt. das Christentum abgeschafft und dafür der Kultus der Vernunft eingeführt; bis schließlich Robespierre den Kultus des höchsten Wesens einführte. Es kam dann freilich rasch der Umschlag.
Das ist zunächst eine bloß geschichtliche Tatsache; aber diese Tatsache gibt dem Menschen manches zu denken, und wenn inan -dab^i Hegels Ansicht teilt, daß die Geschichte Mt das lehre, daß Völker und Fürsten nie aus ihr etwas gelernt haben, so stoßen wir hier auf schwere Probleme, denen ein großer Ernst innewohnt, mtb die keine gütliche Vereinbarung vertragen, die zwingend in ein Entweder-Oder auslaufen. Die Wahrheiten die dabei walten, gehen freilich nicht unter, ober die Völker und Menschen können leicht darüber unter* gehen, und daß bei so eingreifenden Umwälzungen sich das deutsche Volk einen klaren Sinn und ein gesundes Urteil be- wahren möge, daß es sich vor einer Verworrenheit des Urteils hüte, das ist einer von den Wünschen, die wir für Deutschland hegen. Das zum mindesten sollte uns deutlich sein, wieviel jetzt auf dem Spiele ste^ *
Bemerkenswerte Arbeitermsrte.
Unter der Spitzmarke „Front und Heimat" erörtert ein „Arbeiter" in der liberalen „Köln. Ztg." die Frage, ob unsere Helden an der Front ein Recht hätten, über die Verhältnisse in der Heimat mißgestimmt zu sein und bejaht sie unbedingt, denn:
„Jede Schreibstube, jeder Betrieb, jeder Kommnnalver* band ist angefüllt mit reklamierten Kv.-Leuten. Die eine Hälfte (unserer Männer) kämpft draußen wochenlang ohne Ablösung, während die andere Hälfte sich den Genuß guter Löhne, Gehälter und Sicherheit für das Leben verschafft hat...
Besonders vergiftet ist die Stimmung der Leute, wenn sie aus dem Urlaub zurückkehren. Stammt der Urlauber vom Lande, so trifft er daheim eine abgearbeitete und verhärmte Frau oder betagte und ebenso.zuschanden gearbeitete
Herzenskümpfe.
Roman von Helene SLütky. geb. von Gcrsdorff. (Copyright 1915 by C. Ackermann-Stuttgart.)
5?) Nachdruck verboten.
„Warum soll ich mir das nicht erlauben?" entgegnete er ,Wir sind ja ganz allein hier, da hat es doch gar keinen Wert, wch länger die Spröde zu spielen. Sie sagten ja selbst, es langweile Sie, eZ sei immer dasselbe. Run, Sie haben Recht, ne Präliminarien haben lange genug gedauert. Kommen Sie. leine süße Hexe, kommen Sie in meine Arme, die sich schon lange danach sehnen, Sie zu empfangen!"
Käth starrte ihn mit weitgeöffneten Augen an und wußte nicht, was sie antworten sollte.
„Was meinen Sie? Ich verstehe Sie nicht! Lassen Cie rüch gehen! Ich will fort, nach Haufe!" rief sie angstvoll.
„Aber süße Catherine, sehen Sie doch nicht so erschrocken °us!" sagte er in beschwichtigendem Tone. „Tue ich Ihnen denn etwas zu leide? Ich habe Sie ja nur so unendlich lieb . . . . das ist mein ganzes Verbrecher,! Run. feien Sie wieder lieb und fetzen Sie sich zu mir. da. . . geben Sie mir Ihr Hündchen! So, nun ist's wieder gut!"
^ Käthe hatte ihm zögernd die Hand gegeben, die er fest hielt; er führte sie zur Bank zurück, wo er sie mit sanfter Gewalt zum Sitzen nötigte. Sie wußte nicht, wie es gekommen war. aber der Marquis mtt seinen glühenden Augen und seinen sonderbaren Reden war ihr plötzlich unheimlich geworden. All ihr Uleber mut, ihre frohe Laune war plötzlich verschwunden. Soll- Ken Mama und Frieda doch Recht haben mit ihren Warnungen «nd Ermahnungen? Sie nahm sich vor, niemals wieder hier mit dem Marquis zusammen zu treffen und bedauerte sehr, es überhaupt getan zu haben. Wenn sie nur schon fort wäre, wenn sie ihn nur nie Wiedersehen müßte!
Unterdessen redete er immer weiter beruhigend auf sie ein. ^ie faß mit blassen Mangen und niedergeschlagenen AugeN neben ihm, ohne -u antw->rten. Er wußte nicht, was er aus ihr machen
sollte. Endlich, als alle seine Mühe, sie wieder heiter und zutraulich zu machen, vergeblich schien, richtete er ihr gesenktes Köpfchen in die Höhe und sagte so sanft und liebevoll er es vermochte:
„Lieber kleiner Engel, sehen Sie mich an und sagen Sie mir, daß Sie mir nickst zürnen, daß Sie mir nieder gut sind! Das nächftemal wollen wir wieder vergnügt und lustig sein. Aber wissen Sie, das nüchstemal wollen wir uns anderswo treffen Es wird ohnedies jetzt bald Herbst und kühl hier, viel zu kühl und rauh für meinen holden Engel. Ich werde ein kleines gemütliches Zimmer besorgen, wo wir ganz ungestört sein können. Sie werden doch kommen, liebe süße Catherine, nicht wahr?"
. Ich weiß nicht, ich kann's nicht sagen?" murmelte sie. „Jetzt aber muß ich nach Hause, schnell, eZ ist schon spät. Lassen Sie mich!"
„Ich werde Ihnen schreiben, und Sie müssen kommen!" sagte er bestimmt. „Wohin soll ich Ihnen schreiben? Oder kommen Sie noch einmal hierher! Sagen wir in acht Tagen" fügte er nach kurzem Besinnen hinzu, da er sich überlegte, daß er bis dahin wieder aus G. zurückgekehrt fein würde.
„Nein, nein, hierher komme ich nie wieder!" sagte sie fast schaudernd. „Am besten überlassen wir es dem Zufall!" setzte sie dann entschlossen hinzu. "„Schreiben Sie mir nicht, wir treffen uns schon einmal wieder in Gesellschaft oder auf der Straße."
Was war das? Wollte Sie ihn ganz loswerden? Das ; konnte er kaum glauben? Sie würde sich schon wieder anders besinnen! Die Sache brauchte aber etwas mehr Geduld, als er sich vorgestellt Haitis. Je mehr sie sich wehrte, um so mehr reizte es ihn.
„Also, wie Sie befehlen, süßeste Catharine, ich, hin Ihr ganz gehormsamster Sklave", sagte ec scheinbar unterwürfig.
Sie nickte ihm nur noch flüchtig zu, und eilte, so schnell sie konnte, davon, während er. wie es stets geschah, noch eine Weile zurückblieh, um dann auf einem andern Wege nach Hause zu gehen. Als sie eine Strecke weit fort war, atmete sie tief, wie befreit auf. dann lief sie schneller, als möchte sie einer Gefahr entrinnen.
Wie sie in einen belebteren Gang eiubog. sah sie Herrn vorr Naundorfs, welcher ihr langsam entgegenkam. Er grüßte sie sehr feierlich und sah sie sehr ernst und fragend an. Was hatte er nur? fuhr es ihr durch den Kopf. Sie standen doch sonst aus heiterem Neckfnß mit einander. Sie hatte ihn sehr gern und schwatzte viel mit ihm. Warum sah er sie denn so beinahe vorwurfsvoll an? Er konnte doch nicht wissen, woher sie kam? Oder doch? Und war es denn wirklich etwas so Schlimmes, was sie getan hatte? Jetzt kam es ihr plötzlich selbst beinah« so vor. Und sie hatte doch nur einen Spaß haben wollen. Aber nie wieder, nie wieder' Das stand jetzt mit einem Male fest bei ihr. Es machte ihr eigentlich schon länger keinen Spaß mehr, wie sie vorhin schon gesagt hatte. Die Heimlichtuerei war auf die Dauer gar nicht nett und der Marquis gefiel ihr auch gar nicht mehr so wie im Anfang. Und heute, nein, heut« war er ihr geradezu zuwider gewesen. Was wollte er eigentlich von ihr? Seine Zärtlichkeiten und Vertraulichkeiten stießen ste ab. ste wußte selbst nicht, warum. Ja. heute hatte ste förmlich Angst vor ihm gehabt und alle seine späteren, süßen, sanftem Worte konnten den Eindruck nicht verwischen. Hoffentlich würds er sie in Ruhe lassen und nicht aus ferneren Zusammenkünften bestehen!
Gustav Naundorfs war ihr nicht zufällig begegnet. Vov einigen Tagen hatte er bei seinem Morgenritt durch den ent. legeneren Teil der Anlagen den Marquis Reymond mit eiligen Schritten wandern sehen, als strebe er einem bestimmten Ziele zu. Gleich darauf glaubte er, der sich außerovdentlich scharrer sogenannter Falkenaugen erfreute, in einer ziemlich entfernter Seitenallee die kleine zierliche Gestalt Käthe Trontheims ir gleicher Richtung dahineilen zu sehen. Ein heißer Schreck durch fuhr ihn. Sollte das möglich fein? Könnt« das einen Zufam, menhang haben? Marquis Reymond. der angejahrte Lebemann. und Käthe Trontheim. dies süße, blutjunge Ding aui verbotenen Wegen? Plötzlich mutzte er laut auflachen, so ab. surd kam ihm die Vorstellung vor. Doch sofort wurde er wieder ernst. Wenn es doch so wäre? Es war doch gar zu auffallend die Beiden hier zu gleicher Zeit in der Morgenfrühe in d« Anlagen'


