sich dort häuslich ein und wartet ab die L-'lnge, die da kommen. Auf das Benehmen dieses Helden hin ist in oer Rheinberger Bürgerschaft eine mächtige Wut entbrannt. In solchen schweren Tagen lernt man den Wert des einzelnen Menschen erst recht kennen. 2-* Friedenszeiten redete dieser Abgeordnete große Töne, seine Reden in den Versammlungen sprudelten über von Patriotismus, und heute scheint er vor lauter Angst die Sprache verloren Zu haebn. Die Rheinberger Bürger haben den Wert dieses Herrn schon langst kennen gelernt und sein jetziges Gebühren dürfte sie wirklich nicht aus der Ruhe bringen. Immerhin ist das Verhalten dieses Mannes, auf den alle Ehren herab- regneten, armselrg genug, sodatz ihn niemand d"r'.-m beneiden rvird Erstaunt mutz man fragen, wie es Nrderberg gelungen *ft, von der Elsenbahndirektion drei Doppelwa"-ons zur Fort- sthaffung seiner Habseligkeiien zu bekommen. S'iif vj derselben Zeit, wo die Bewohner am linken N" 0777' .'-- ;■ cy '• Waggon - Mangel keine Kohlen erhalten können, re 7 n. de?" llnderberg drei Doppelmaggons Zur Flucht gestellt. Dies-s Enige?enkom- sren der Eifenbahndirektlon hat in Rhei?:berg und w^.tcr Um- kebung begreiflicherweise namenlose Empörung ausgelöst.
Aus Darmstadt wird uns übriacns mitgeteHt. dost dort Großindustrielle emsig darauf bedacht sind. Gutsbesitz zu erwerben. Dafür ist ihnen aber Hessen, das Rheinland und Westfalen nicht sicher genug. Ihre Sehnsucht richtet sich nach Thüringen, das weiter vom Schutz entiec-it liegt.
Dis Sicherung der Deute.
Die Kriegsgewinnler schließen jetzt Lebensvcrsicherungsver- Äage über hohe Summen ab aus fünf Jahre und bezahlen die Prämie gleich im voraus. Durch diele Maßnahme sichern sie ehre, während des Krieges gemachte Beute. Rach fünf Jahren Hat das Steuerflucktoesetz seine Gültigkeit verloren, dann werden sie die fällige Versicherungssumme auch dem AuZlande überweisen lassen, um dann die Früchte ihrer „Arbeit" in Ruhe Zu Henießen.
Perfan'ends DahrrrogourMel.
Llebiiche Zustände herrschen in der Rahe des Bahnhofs & a I a u. Schon von weither kann jeder, der mit der Bahn rcrt vorbeifährt, einen pesiilenziastfchen Geruch oew'mcn. Die Ursachen daran sind ebenso leicht erklärt, wie sie unbegreiflich ^nd. Die in der Rahe des Bahnhofs belogene grosse Calauer ölumentopffabrik ist vor einiger Zeit von einer Frankfurter Firma erworben worden, die dort eine Konservenfabrik grössten Stils errichten will. Mißliche Umstände hinderten sie bisher daran, den Betrieb zu eröffnen; besonders weil sich durch Krankheit des Monteurs die Aufstellung der Maschinen verzögert hat. Inzwischen haben aber die Lieferungsverträge zu laufen begonnen, und ungeheure Quanten von Kohlrabi. Kohl und dergl !ind eingetroffen. Zuletzt sind noch Tausende von Zentnern Kartoffeln dazu gekommen. Insgesamt taxiert man die Menge der fetzt dort äur freiem Felde lagernden, inzwischen natürlich tn Fäulnis überaegangeven Nahrungsmittel auf rund 50 900 Zentner. Diese Tatlachen sprechen eine so beredte Sprache, daß man kein Wort hinzuzufüg-n braucht. Sache der Aufsichtsbehörde aber wird cs zu lein haben, festzustellen, wen die Schuld an dieser geradezu verbrecherischen Vernichiung so dringend notwendiger Nahrungsmitteln trifft. Mit einem achselzuckenden Hinweis auf die bekannte Bürokratie darf es jedenfalls nicht abgetan sein!
Mckgang des Mcinbinzss.
Die neueste Nummer der „Mitteilungen der Handelspolitischen Vereinigung der Landwirtschaftlichen Körperschaften Bayerns" enthält eine Abhandlung über Weinbas und Weinpreise. Der Verfasser beklagt vor allem den starken Rückgang der Rebenflächen im Deutschen Reich seit 1906 (von 120 207 Hektaren auf 91 815). In der Pfalz ist die Äebenfläche seit 1906 von 15 767 Hektaren auf 12 844, in Unterfranken von 6319 aus 260$ gesunken, im Königreich Bayern beträgt die Abncchnre der ertragsfähigen Nebenfläche in diesem Zeitraum überhaupt 7095 Hektaren.
Dieser Rückgang datiert aber keineswegs erst aus den letzten zehn oder zwanzig Jahren Ein Blick auf die vielen zum Teil 'öden oder schlecht gepflegten Berghalden und die Ueberreste der alten Weinberasmauern zeigt uns. welche Bedeutung und Ausdehnung der Weinbau früher bei uns hatte. Seit Ueberncchme Unterfrankens durch die bayerische Regierung, also seit 1811. Hai die Nebenfläche um mehr als zwei Drittel abgenommen. Und mit dem Weinbau sind die anderen edleren Kulturen des Fraukenlandes, sogar der Obstbau zurückgegangen, der Altbau der Medizinalkräuter ist auf ein Minimum geschwunden
„Bürokratie in Psststuütur."
Die neue Regierungsweise — „Bürokratie in Reinkultur" So urteilt die — „Frankfurter Zeitung" (Nr. 296 Abendblatt vom 28. Oktober 1918). Der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Quarck hatte seiner besonderen Freude darüber Ausdruck verliehen, wie schön demokratisch und Parlamentarisch jetzt Deutschland verwaltet werde, wie keine neue Note mehr heraus- gcgeben würde, ohne daß zuvor die Fraktionen berieten usw. usw. Diese Begeisterung vermag das eben genannte neue Re- gierungsblatt ganz und gar nicht zu teilen. Es verlangt mit Sehnsucht nach einer Regierung, die nicht ängstlich auf Beschlüsse vielköpfiger Kollegien wartet, sondern eigener rascher Entschlüsse fähig ist, und die — man staune - „wirklich führt".
„Wirklich führt?" Dasselbe Verlangen haben früher, wenn uns nicht olles täuscht, die ..Reaktionäre" oft genug vergebens aestellt. Die Demokratie, so meint die „Frankfurter Zeitung" Msse jetzt dies Verlangen erfüllen. So wie bisher ginge es Allerdings nicht, „niemand könnte so und nun gar in solchen 'Zeiten wirklich regieren".
Der Meinung sind auch wir. D^e sog. „alte" Regierungs- -rveife war von den hier gerügten Mängeln sicherlich nickt fr*!
Niemand hat über Unentschlossenheit und Schwanken der Negierungen von Belhmann Hollweg bis Hertling mehr zu klagen gehabt, als die „Reaktionäre". Diese Reaktionäre aber mutzten und wissen auch:
Es ist in der Welt nichts so schlecht, daß man's nicht noch schlechter machen könnte.
Einen Beweis für die Richtigkeit dieser uralten Wahrheit liefert letzt das Frankfurter Börsenblatt. Die deutsche Demokratie schreit nach dem starken Mann. Nach den bisher offiziös bestätigten Erfahrungen zu urteilen, scheint nur die „Demokratie" des Auslandes, oder was man dort so nennt, starke Männer zu gehören. Schrieb doch sieben Wochen vor dem Siege der deutschen Demokratie der „Berliner Vörsenkurier". gleichfalls jetzt demokratisches Regierungsblatt) (siehe D. T. Nr. 109 v. 12. August 1918): „Unsere Gegner hoben starke Staatsmänner die den Krieg bis zum Weißbluten fortsetzen wollen: wir haben schwache Männer, die den allgemein ersehnten Frieden wollen."
Ein zweifellos durchaus zutreffendes Urteil! Auch jeder „Alldeutsche" wäre zufrieden, wenn cs gelänge, mit Hilfe welcher —kratie immer, solche schwachen Männer durch starke zu ersetzen. Leider scheint die deutsche Demokratie für diesen Ersatz nicht aus- kommen zu können.
1 ns» der Heimat.
Fricdberg, 8. Nov. (Aushebung der Dienstesnichräntung bei der Fernsprech-Bermittlunqsstelle). Die am 1. November au- geordnete DiensteinschrLnlung bei der hiesigen Fernsprech Ncr- mittlun-gsftclle wird mit Ablauf des 8. November wieder aufgehoben.
Friedberg, 8 Nov. Ingen) van heute. Aus dem Kassenschranke der „Neucr. Tageszeitung" verschwanden seit geraumer Zeit gewisse Geldbeträge. Da nur bestimmte Personen den Schlüsse! befaßen, so war das Verschwinden des Geldes unerklärlich und es wurde eine genaue Beobachtung eingeleitet mit dem Erfolg, daß ein junges Mädchen, dgs erst zu Ostern aus der Schule entlassen war, als Diebin entlarvt wurde. Das Mädchen, das täglich nur kurze Zeit in den Geschäftsräumen weilte, hatte den Aufbewahrungsort des Refervefchlüssels ausbaldowert und machte sich dann über die Kasse her. Zur Rechenschaft gezogen, gestand sie den Diebstahl ein.
Frirdberg, 8. Nov. (Kirchliches.) Vom nächsten Sonntag an finden bis auf weiteres nach denr Beschluß des evangelischen Kirchenvorstands alle Gottesdienste und Kriegsandachten in der gehetzten Burg kirche statt.
Frirdkerg, 8. Nov. (E V. — Lutherfeier.) Entgegen der vorgestrigen Ankündigung wird die Lutherfeier am nächsten Sonntag in der jetzt üblichen Zeit des AbendgottesdiensteZ. also um 1 A6 Uhr in der B u r g k i r ch e siattfiuden. Herr Geh Kirchenrat 1). Schoell wird über das Thema sprechen: „Was Luther der Gegenwart zu sagen hat". Zu der Feier sind alle Gemeindeglieder herzlich eingeladen. Gesangbücher wolle man mrtörtngen. Beim Ausgange ist Gelegenheit geboten, eine Gabe zu opfern, die seit vielen Jahren dem künftigen Bau eines Gemeinde- vud Schwesternhauses dienen soll.
Friedberg, 8. Rov. (M u s i k v e 7 e i n.) Die freiwilligen Gaben (Tellerspenden) bei dem Konzert am 3. November zur Erinnerung an das 50jährige Bestehen des Vereins wurden mit Mk. 96.— dem Roten Kreuz, hier, überwiesen.
v. Frirdberg, 8. Nov. Die Jahresversammlung des Ober- hcssischeu Vereins für Basler Mission. welche am 24. Oktober in der Burgkirche stattsand. nahm einen recht befriedigenden Verlauf. Der Vorsitzende. Dekan Gußmann-Kirchberg, eröffnete dieselbe mit Schriftlesung und Begrüßung. Er betonte vor allem die entschiedene, klare Stellungnahme der Basler Mis- fionsgesellschast gegenüber Englands' Gewaltmaßnahmen und forderte angesichts der Not unserer Mission zur Treue auf. Pfarrer Vogel-Reichelsheim i d. 2B. gab einen Ueberblick über die Rechnung und den Vermögensstand des Vereins, dem bereits 76 Gemeinden angeboren Ueber „Zukunftssragen der Basler Mission" sprach in einem tiefgründigen, klaren Vortrag Mis- sivnsInspektor Oettli-Vasel. In einem Rückblick zeigte er zunächst. wa§ der Krieg auf den einzelnen Missionsfcldern und in der Heimat Basel genommen und gelassen hat. Er wies auf neue Aufgaben hin, z. B. im Hinblick auf die zukünftige Ausbildung der Missionen, auf die Stellung der Missionsgemeinden zur Musionsgesellsckaft und umgekehrt: er betonte den Segen der reichsdeutschen schweizerischen Arbeitsgemeinschaft, wodurch auch die llebernaticnalität der Mission mitgewahrt werde. Eine nationale Abstempelung schadet der Mission sehr, wobei doch unter anderem die Missionare den Eingeborenen gegenüber als politische Agenterl erscheinen müßten. Wo die Basler Missions- aröeit nach dem Kriege einfetzen werde, liegt vorerst im Dunkel, zunächst bleibt China ihr HauptarbeitZfeld. Missionar Bellon von der Goldküste schilderte sodann seine Kriegserlebnisse und Gefangenschaft, was tief in die Herzen griff. In der gottesdienstlichen Abendfeier sprachen beide Redner nochmal? zur Gemeinde. An freiwilligen Gaben gingen 73 Mk. ein.
Die Reisebrotminken über 500 Gramm werden am 15. De- 5 enilv;r ungültig Die Stadt Frankfurt hat derartige Marken v:elsach^ verausgabt. Die 50 Gramm-Reisebrotmarken bleiben vorläufig in Kraft, doch ist auch mit ihrer demnächstigen Abänderung zu rechnen.
Bad-Nauheim. 8. Nov. Richard Wagner Abend im Kursus. Dienstag, den 12. November, abends SV, Ufo. Ein außerordentlicher Kunstgenuß ist demnächst §u erwarten: Else Gent- ner-Fischer und Robert von Scheidt — zwei allererste Kräfte vom Frankfurter Opernhaus — geben am kommenden Dienstag einen Richard Wagner-Abend und bringen eine hervorragende Auswahl von Szenen aus Tannhäuser. Parsifal (Erzählung der Kundry. zum erstenmal in Nauheim), Meistersinger von Nürnberg (Wahn-Monolog des Hans Sachs) und drei Stücke aus dem „Holländer" (Arte des Holländer „Die Frist ist um". Ballade der Senta und Duett zwischen Holländer und Senta) zum Fortran. Der Kartenverkauf beginnt Montag früh 10 Uhr am der Kasse des Kurhauses. Da voraussichtlich ein starker An- drass -u erwarten ist, empfiehlt es sich. Eintrittskarten reckt-,
Aus Siarkcnburg.
Goddelau» 4. Nov. Auf bein hiesigen Bahnhof wurde am Sonntag früh eine weibliche stark verstümmelte Leiche gefunden. Nus den Ermittelungen ergab, daß sie Insassin des Landes- Philipps-Hospitals war und aus Lebensüberdruß sich durch einen Zug überfahren ließ.
Darmstadt, 6. Nov. Trotz eines Einkommens von etwa 5000 Mk. im Jahre trieb den 18 Jahre alten in einer Mannheimer Fabrik tätigen Arbeiter Franz Köhler aus Bürstadt, wegen Diebstahls mehrfach vorbestraft, der Drang nach Freiheit und Faulenzerei dazu, seine regelmäßige Beschäftigung im Stichy zu lassen. Er vereinigte sich mit noch vier jungen Burschen aus Bürstadt, trieb sich wochenlang mit ihnen umher und begingehi sie gemeinsam in Bürstadt und anderen Orten eine Anzahl, etwg zehn Diebstähle durch Erbrechen von Kellern. Waldhütten. Jagd« Hütten usw. Ihre Beute war nicht groß und bestand meist aus Nahrungsmitteln. Kleintiere, Hasen. Ziegen usw. Die Strafkammer verurteilte den Anführer Köhler zu 1 Jahr 6 Monaten, die drei andern zu 8 und 10 Monaten Gefängnis.
Darrustodt, 4. Nov. Infolge verschiedener Unregelmäßigkeiten rm hiesigen Schlacksthof ist bekanntlich vor einiger Zeit ein Verfahren gegen den Sohn des Schlachthofdirektors eingeleitet worden. Nachdem durch die E,tadtverwa!tung vorläufige Ermittelungen angestellt waren, wurde durch die zur Prüfung dieser Ermittelungen bestellte Kommission beschlossen, die ganzen Akten den ordentlichen Gerichten zur Beurteilung zu übergeben.
Ereß-Gersu, 6. Nov. Hier haben rohe Burschen wie Vandalen gehaust, indem sie auf dem israelitischen Friedhofe Grabsteine umstießen oder demolierten und anderen Unfug trieben. Man ist ihnen auf der Spur.
FC. Ebcrftadt, 3. Nov. Der Geme'mderat beschloß, daß die Gemeinde, um der Wohnungsnot zu steuern, zunächst fünf Wohnhäuser errichtet und hierfür sofort das Material beschafft.
FC. Balkhausen, 3. Nov. Fn einem Streit zwischen hie- sigep juntlen Burschen und solchen aus Hochstädten wurde der 17jährige Karl Ovver von hier durch einen Messerstich in di; Brust schwer verletzt.
FC!. Bensheim, 3. Nov. Nach dem das von der Behörde ergangene Ersuchen an die Kartofselei-zeuger die nicht zu ihrer Selbstversorgung freigegebenen Kartoffelmengen zur Ablieferung an die Bezugsschemberechtigten und an den Kam« mnnalverband zu bringen, nur mangelhaften Erfolg gehabt hat und festgestellt wurde, daß trotz alledem die Kartoffeln im Schleichhandel abgesetzt werden, hat das Kreisamt dahier nunmehr beschlossen, die alsbaldige Feststellung der Kar- toffelvorräte durch eine eigens dazu gebildete Kommission anzuordnen. Tie Arbeit der Kommission beginnt am 4. Nvember und erstreckt sich auf die Nachschau sowohl bei den Kartoffelerzeugsrn, als auch bei den Versorgungsöe^ rechtigten. ^
Ans Hessen-Nassau.
Schve'dhain i. T.. 5. Nov. Das etwas einsam gelegene Stationsgebäude wurde wehrend einer kurzen Abwesenheit des Dienstleiters am Hellen Mittag ausgeplündert. Dem Riniber fiel ein erbeblicker Geldbetrag in die Finger.
FO. Bierstadt. 6. Nov. Die seit einer Woche hier a''.ws- mackte Volksküche erfreut sich lebhaften Zuspruchs. Innerhalb der Woche ist die Zahl der teilnehmenden Kinder von 126 auf 198 pestiea-en-
FC. Schierst ein, 6. Nov. Gelandet wurde in der Nabe der Nheinhutte du.rch den hiesigen Fischer Wilhelm Steinheim er die Leiche einer jungen Frau aus Biebrich, die in einem Schwer-' mutsanfalle in den Rhein gegangen war.
FO. Vraubach, 6. Nov. Großen Schaden haben im Frühjahr und Sommer d. I. Wildschweine und Rehe in hiesiger Gemarkung angericktet, besonders haben sie die Kartoffelfelder arg mitgenommen. Die Stadt hat weit über 4060 Mk deshalb an Wildschaden zu decken. Einigen Landwirten ist fast die ganze Ernte vernichtet.
FO. Oöerlahnster» 6. Nov, Seine Frau unglücklicherweise er'chossen hat'der in der Bahnhofsstraße dahier wohnende Arbeiter Wilhelm Zimmerschied. Zimmerschied hantierte an einem geladenen Revolver herum, als plötzlich ein Schuß losging, der die Frau ins Herz traf, so, daß sie kurz darauf verstarb.
Ans Kurhessen.
FC. Kassel. 6. Nov. Von den hiesigen königlichen Schlössern kommen zur Verwendung als Lazarette in Frage das gesamte Schloß Wilhelmshöhe mit Ausnahme der. kaiserlichen Gemacher, in denen die wertvollen Kunstgeaenstände und Möbel des Schlosses aufbewahrt werden sollen, das Prinzenhaus, das mit dem benachbarten Friedrich-Gymnasium zu einem Lazarett verbunden werden soll und das Note Valais am Friedrichsplatz.
FC. Nus Niederhesse«, 6 Nov. Die Bahmvärterin Elisabeth Becker aus Rönshausen, die in der Nähe des Dorfes dienstlich den Bahnkörper überschreiten wollte, wurde von dem Berlin- Kasseler Schnellzuge überfahren und getötet.
Aus der Pfalz.
FC. Aus der Pfalz, 6. Nov. Einem jungen Mädchen am Bahnhof Rohrbach wurde in dem Gedränge der Zopf abgeschnitten. ebenso einer weiteren Person. >
Offene Stellen:
1 Ordonnanz. 3 Knechte. 4 Tagelöhner. 2 Fabrikschlosser, 2 Hilfsardeiler, Kriegsbeschädigte. 12 Dienstmägde, 2 Wirtschafterinnen, 8 Hausniädchen, 1 Lazarett-Köchin. 1 Melkerin. 1 Weißzeug- be^chlietzerin.
Für Etappe: Männer und Frauen aller Berufe, bei elfteren koinmen auch jugendliche in Frage.
Stelle nsuch;«der
Mehrere Melkersainilien und ledige Melker.
VerantwoiUlch für den politischen und !oka!?n Teil: Otto Hirsche!, Friedberg-, für den Anzeigenteil: N. Heyne ri Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitune"/ v A- G.. Fnedbera i §.


