Italiener in Bozen.
§. Ns». Aus Bozen melden die Blätter: Die
ersten italienischen Ofsizierspatrouillen sind hier in Kraftwagen von Trient eingetrosfen. In Bozen. Trieft und Meran herrscht eine ruhige, aber gedrückte Stimmung.
Kromarsch in Prag.
Üüifti. C. Nov. (MB.) Die „Nrue Freie Preffe" meldet aus Prag: Kramarsch ist gestern abend mit den übrigen tschechischen ? elegierten aus der Schweiz hier eingetroFen. In den Straßen der Stadt wurde er von einer riesigen Menschenmenge stürmisch begrüßt. Vom Balkon des Bahnhofsgebäudes hielt Kramarsch eine Anirrache, in der er sagte, in der Schweiz seien alle Forderungen erfüllt Heute könne er nur sagen, daß keine Macht der Well mehr imstande sei. dem tschechischen Volke das au? der Hand zu nehmen, was es besitzt. Die Rede klang in den Ruf au?: ..Ts lebe die tschechc-siowakische Republik!" Nach einer Fahrt durch dir festlich geschmückte Sradt hielten Kramarsch uns andere Delegierte ans dem W^nzelplatz neuerlich Ansprachen. Spät abends l«.'chk'.ten ste im Nationalausfchuß «über die Ergebnisse der Schweizer Resie
schätzt. Es wurde dis Entsendung von Polizeimannschaften nach !
den gefährdeten Ortschaften verfügt.
Der ungarische Rationalrat hot ln letzter Zeit verschiedene Ausrufe erlaßen, in dem er vor Bolschewismus und Plünderungen warnt. Die vorstehende Meldung gibt den Grund für diese Warnungen.
Zielm iißcmithjilhe llikger bfi Mntkn grlnnbft
München, 5. Nov. (WB.) Sieben österreichische Flieger die sich verflogen hatten, sind in der Nähe Münchens notgelandet. da infolge des dunstigen Wettns die Hoheitsabzeichen nicht einwandfrei festgestellt werden konnten und eigene Flieger auf diesem Flngwege nicht gemeldet waren, mußte alarmiert werden
Sßiufre Regimuigglmst in
Bern. 2 Nov. Zur parlamentarischen Lage in Spanien meldet der „Times"-Dienst des ..Torriere della Sera". Spanien stehe vor einer tief umwälzenden politischen Krise. Der Cturr der Regierung sei eine Frage von Tagen. Als einziger Ausweg —-— j 'ür die Monarchie erscheine die Bildung eines Ultrademokra-
Unaarn tlidlt im fir'mt mif IVllffrflfrtlrtt“ r U]d} ™ ^^inetis. wahrscheinlich unter Romanones. das gleich
«llljz JIU Jallijr Ulli J'filliSjlUlb . j fei Regierungsantritt wichtige Verfassungsänderungen bean
tragen werde.
Es sieht so aus. als ob England diese Regierungskrise wünscht und vorbereiten bil't. Englische Zeitungsmeldungen kündigen oft. kommende Entwicklungen an. bei denen die Ränkeschmiede an der Themse ihre Hände im Spie! haben
5. Deshalb erhebt er schärfsten Einspruch dagegen, daß der' Ruf nach Abschaffung der Monarchie erhoben wird, weil der Verzicht auf die Monarchie Zersetzung und Auflösung unseres Staatslebens befürchten läßt
Gin Mahnwort.
1)
Budapest, 3. Nov. Der Vudapester deutsche Generalkonsul Graf Fürstenberg-Stamrnheim ist heute vormittag beim Nationalrat erschienen, um den Schutz des Rats für die Reichsdeutschen \n Budapest zu erbitten. Graf Fürstenberg-Stammheim betonte er wolle alle erforderlichen Maßregeln zur Aufrechterhaltuna ?er Verbindung zwischen Deutschland und Ungarn ergreifen, damit auch der Handelsverkehr ungestört vonstatten gehen und Ungarn all jene Artikel, die auch bis jetzt aus Deutschland ein- geführt wurden. erhalten könne. Der Rationalrat zog sich zu einer kurzen Beratung zurück und betraute sodann Herrn Dr. ^ulius fvoJbot damit, den Mitgliedern der reichsdeutschen Kolonie mitzuleilen. daß der Rationalrat, treu der traditionellen 'Gastfreundschaft der ungarischen Nation, dre Deutschen, die ja rlle seit längerer Zeit in unserem Kreise lebten, gerade so chützen wolle, nne die Untertanen der anderen fremden Staaten. Der Nationalrat betrachte sich nicht als in feindseligem Zustande mit dem Deutschen Reiche befindlich und hoffe, daß J« Volker und Nationen nunmehr gegenseitig den Weg zu ihrem Herzen finden werden. Was hier in Ungarn jetzt geschehe, sei nichts anderes als der Krieg gegen dem Krieg.
Die deutsche Kolonie versammelte sich heute nachmittag im 2okal des Vereins der Reichsdeutschen und nahm die von Dr. Kaldor überdrachte Botschaft des Nationalrates mit großer Freude entgegen. Der Vorsitzende des Vereins. Lehrer Schmidt, bat Dr. Kaldor, dem Nattonalrat den Dank der Vudapefte, Reichsdeutschen überbringen zu wollen. Dre Reichsdeutschen vertrauten auch weiterhin der Nation.
P t t
AllckWr für NoiksMiMuns.
Strasburg, 3. Nov. Eine aus allen Teilen des Landes stark besuchte Versammlung von Altelsäffern verschiedenster Parteirichtung und Berufsständen im Sänger-Haus in Straßburg gab folgende Erklärung ab:
1. Sie spricht ihr Bedauern aus. daß die Fraktion der Zweiten Kammer des Landtages in dem jetzigen Augenblick, welcher über die Geschicke unserer Heimat entscheidet, durch ihr passives Verhalten sich dem Gebot der Stunde entzieht.
2. Sie erhebt unter Beziehung auf die Grundsätze, die kn den Botschaften des Präsidenten Wilson, insbesondere in der Botschaft vom 8. Januar d. I. niedergelegt find. Anspruch auf das Recht der Selbstbestimmung für das elsaß-lothringische Volk und fordert demgemäß, daß das Schicksal von Elsaß-Lothringen nur durch eine Volksabstimmung der Elsaß-Lothringer entschieden werde
Ein in dem Sinne des 2. Punktes gehaltenes Telegramm wurde an Präsident Wilson gesandt.
Plünderungen in Ungarn.
Dudapep, 2. Nov. „Pester Lloyd" meldet aus KecZkement: Hier kam cs gestern nach friedlichen Kundgebungen zu größeren Ausschreitungen des Pöbels, der zu rauben und zu plündern begann. Abends erschien eine größere Menge vor dem Gefängnis und forderte den Staatsanwalt auf, die Sträflinge freizu- geben. Dasich in dem Gefängnis nur gewöhnliche Verbrecher befinden, lehnte der Staatsanwalt ab. Darauf^wurden mehrere Revclvcnchüfse abgefeuert. Der Staatsanwalt brach tot zusammen IM Laufe der Nacht gelang es, einigermaßen Ruhe zu schaffen. Hierauf wurde festgcstellt. daß die Menge Häuser geplündert und angezündet hatte. Auch in zwei benachbarten Gemeinden kamen Plünderungen und Raubanfälle vor. Der Ober- gcspan des Pester Komitats erhielt die Meldung, daß in Aler- tiirsa, Nagekata und Veresgyhaza der Pöbel raubt und brand-
HerZeuskampfe.
^ Roman von Hel ene Schütky. geb. von Gersdorff.
(Copyright 1915 by C. Ackermann-Stuttgart.)
^ Nachdruck verboten.
u "Doch, Papa, es schloffen sich manchmal nähere Bekannte an", antwortete sie daher. „Ein junger Offizier, den Onkel und Tante sehr gern haben und der überhaupt überall sehr beliebt ist, war fast immer dabei."
„Und wie heißt dieser edle Jüngling?", spöttelte der Alte.
„Leutnant Reinhold von Germshoff. Papa."
Eine dunkle Zornesglut schoß dem Eeheimrat in den Kopf. Also wirklich? Das war derselbe Name, den der Marquis genannt hatte. Aber noch bezwang er sich.
„Der Name klingt mir bekannt", brachte er mit mühsamer Selbstbeherrschung hervor.
„Das kann schon sein" antwortete Hilde, „er stammt aus einer alten, vornehmen, aber verarmten Familie, seit Jahrhunderten sind viele seines Namens in hohen Stellungen in der Armee oder im Zivildienst, auch leben sie auf ihren Gütern, nur dieser Zweig der Familie ist vermögenslos"
„Und nun möchte der junge Herr diesem Mangel wohl durch eine reiche Heirat wieder abhelfen?" forschte der Geheimrat werter
„Ach. bewahre", sagte Hilde, erschrocken über die Wendung die das Ec>?7äch gencmmen hatte, „daran d-ntt er nicht im ent-’ ferntesten."
, "bo> so. das ist sehr gut, wenn er nicht daran denkt, denn ’p.che Absichten haben manchmal ihr? Schwierigkeiten", sprach Her Geheimrat sarkastisch. „Bei mir y B. käme er schlecht an.
\* S einfallen, auf dein? Hand zu spekulieren. Dazu
lc 9. rtuf 't da, um einem windigen Leutnant seine Firiänzen mit memem Vermögen wieder ?n Ordnung zu bringen. Es ist also sehr günstig für ihn. daß er nicht im entferntesten daran denkt, wie du eben versichert hast."
Hilde war trdenblaß geworden. Nun war doch geschehen was gerade vermieden -Eden sollte. Ehe ihr Vater Reinhold noch gesehen und angehort hatte, war er schon gegen ihn einge-
Wk Klllldßkhgng ins AnglistiMSSkMüS.
Der Vorstand des Augustinusvereins für die katholische Presse Deutschlands veröffentlicht folgende Richtlinien:
1. Er begrüßt die Umbrldung unseres Verfaffungslebens auf demokratischer Grundlage unter weitgehender verantwortlicher Heranziehung der Volksvertreter zur Negierung.
2. Er verlangt im vaterländischen Interesse die Erhaltung des Deutschen Reiches als Bundesstaat auf verfaffungsmäßiger Grundlage.
3. Tr wünscht die Erhaltung der Monarchie und die Umbildung des deutschen Kaisertums zu einem wahren sozialen Volkskaisertum, das allen Volksschichten Gerechtigkeit widerfahren und wahre Parität walten laßt.
4. Er wünscht aber bei allem Entgegenkommen an berechtigte demokratische Forderungen. daß die Grenzlinien nicht verwischt werden, die uns von einer wider christlichen anarchistischen Demokratie trennen.
nommen. Man bätte säst meinen können, er habe etwas davon gewußt und habe das Gespräch absichtlich so gelenkr, um ihr von vornherein alle Hoffnung zu nehmen. Aber das war doch fast undenkbar. Wie hatte das zugeh-n sollen? Mas aber sollte sie darauf erwidern? Jedes Wort der Verteidigung könnte seinen Groll steigern,' schmieg sie aber, so mußte er denken, sie gäbe ihm Recht.
„Lieber Vater", sagte sie endlich so sanft und ruhig sie es vermochte, „hältst du cs für ganz ausgeschlossen, daß mich jemand um meiner selbst willen lieb haben könnte?"
Der Geheimrat lachte grell und höhnisch auf.
„Also steht es wirklich so, du einfältiges Ding! Der schlaue Mousje Leutnant hot dir weisgemacht, dich wahnstnnia au lieben und du bist richtig darauf reingefallen! Für so Dumm hätte ich dich doch nicht gehalten?"
Eine heiße Empörung wallte in Hilde auf. So durfte man von ihm, dem edelsten, uneigennützigsten Menschen auf der Welt reden? Ihn so beschimpfen, ohne ihn zu kennen? Aber sie hatte nochmals die Besinnung, sich zu beherrschen, um nicht.alles zu verderben. Auch wußte sie ja, wie schlecht ihr Vater von allen Menschen dachte, — warum sollte er mit Neinhold eine Ausnahme machen?
„Papa", sagte sie, mit Anstrengung die hervorquellenden Tränen unterdvrickend, „glaube mir, du tust Herrn von Germs- hoff Unrecht. Er ist absolut kein berechnender Charakter, sondern ein guter, rechtlicher Mensch. Er hat mich wochenlang gar nicht angewhen, erst nach und rrach sind wir bekannter geworden. „Und", fetzte sie mit dem Versuch, zu scherzen und ihm etwas Angenehmes zu sagen, hinzu, „so ganz einfältig kann ich doch nicht sein, bin ich doch deine Tochter und habe doch wohl als solche ein ganz klein wenig von deinem Scharfsinn geerbt"
„Ach, was habt ihr Frauenzimmer denn überhaupt für Verstand?" erwiderte der Vater wegwerfend. „In dem kleinen Spatzengehirn ist ja gar kein Platz für wirkliches Denken. Und erst gar in Liebesangelegenheiten! Da trocknet der spärliche Vorrat vollends ein und es bleibt nur noch der Helle Blödsinn Übrig. Ein verliebtes Frauenzimmer! Pah! Etwas Alberneres gibt e§ Mr nicht!"
Erzbischof Faulhaber von München hat zum Allerheiligen- tag von der Kanzel das gute Wort verlesen lasten: „Es ist jetzt nicht Zeit, ... sich gegenseitig in blinden Zorn hineinzureden .... Sonst ist das Blut der vielen Toten umsonst geflossen. So bitte ich euch im Namen unserer lieben Toten: Haltet das Erbe oer Toten heilig! Versucht nicht umzustürzen, was sie mit ihrem Herzblut retten und erhalten wollten! Seid Geist von ihrem Geist! Habt Vertrauen und ertragt die schwere Zeit er- geben in Gottes Willen, gerüstet mit Lottes Kraft, getröstet nnt dem Ausblicke auf Gottes Namen. Gott hat in der Welt- Leschlchte oftmals einen zugedachten Fluch in Segen verwandt"
Graf Schwerin-Lowich.
Die „Deutsche Tageszeitung" widmet dem verstorbenen Präsidenten des preußischen Landtags <fincn warmgehaltenen Nachruf, in dem es heißt:
Mit dem Grafen von Schwerin-Löwitz ist ein Parlamentarier und Führer der deutschen Landwirtschaft dahingegangen der in unserem öffentlichen Leben einen ganz besonderen Rang eingenommen hat. Am 19. Mai 1847 zu Schwerinsburg im Kreise Anklam geboren, besuchte Hans Graf von Schwerin-Lo- witz das Französische Gymnasium in Berlin und trat dann bei der Halberstädter Kürassieren ein. Fünfzehn Jahre lang blieb er aktiver Offizier, der an den Feldzügen in Böhmen und in Frankreich mit Auszeichnung teilnahm: 1881 nahm er als Rittmeister den Abschied, um sich der Bewirtschaftung des Familien- gutes Löwitz zu widmen. Ein Landwirt von Umsicht, Initiative und Erfolg, gewann er bald das Vertrauen feiner Verufsgenos- sen, die ihn als ihren Vertreter in die verschiedensten landwirtschaftlichen und kommunalen Köroerschoften entsandten. Frühzeitig wurde der landwirtschaftliche Praktiker und frühere Offizier auch Theoretiker, der mit scharfem und weitem Blick die Gesamtlage der deutschen Landwirtschaft, wie namentlich auch die Gefahren sah. die ihr von der Entwicklung besonders der überseeischen Produktion drohten; der aber immer von der festen Grundlage der Praxis ausging. So erkannte er auch bald die Notwendigkeit für die deutsche Landwirtschaft, sich nicht nur in den engeren Verufsfragen, sondern, auch auf dem wirt- fchoftspolitischen Felde eng zusammenzuschließen, um sich den nötigen Schutz nach innen wie nach außen zu erringen. Seine reiche Begabung nnd unermüdliche Arbeitskraft, die sich vielfach uruch rednerisch und schriftstellerisch betätigte, trugen ihn immer weiter zu Den höchsten landwirtschaftlichen Ehrenämtern, über den Vorsitz der Landwrrtschaftskammer für Pommern zum Vorsitzenden des Preußischen Landes-Oekonomie-Kollegiums und zum Präsidenten des Deutschen Landwirtschaftsrats. Im Jahre 1893 wurde er in seinem heimatlichen Wahlkreise Stettin I in, den Reichstag gewählt, dem er seither dauernd angehört hat und vom März 1910 big Ende der Legislaturperiode im Dezember 1911, als Präsident Vorstand. Im Frühjahr 1897 trat er in das Preußische Abgeordnetenhaus ein, das ihn am 25. Oktober 1912 zum Präsidenten wählte. Zugleich hat er als Mitglied der preußischen Zentral-Moor-Kommissiön. des Bezirks-Eisenbahn- rats, des Börsenausschuffes, des Wirtschaftlichen Ausschusses zur Vorbereitung der Handelsverträge usw. eine reiche Wirksamkeit entfaltet.
Die deutsche Landwirtschaft wird dem Präsidenten ihrer öffentlichen Korporationen, den Redner und Schriftsteller Gra-' sen Schwerin-Löwitz schmerzlich vermissen. Seine wittschafts- polilischen Darlegungen in den parlamentarischen und beruflichen Körperschaften ebenso wie seine vielfachen Artikel in Zeit«
Hilde war froh, ihn von Neinhold abgelenkt zu haben. Lieber wollte sie selbst seine Schmähungen ertragen, als ihr Ideal so ungerecht beschimpfen zu laffen. Aber sie hatte sich zu früh gefreut.- Der Geheimrat wollte gleich vollständig reinen Ttsch machen und setzte daher sofort hinzu:
„Also laß dirs gesagt sein? Dieser Mensch, der Germshoff, existiert voll jetzt an nicht mehr für dich! Weder er, npch ein' anderer im bunten Rock erhält jemals deine Hand! Punktum? Basta! Damit ist die Geschichte ein für allemal abgemacht. Hat er sich wirklich keine Hoffnungen gemacht, um so bester für ihn. Ebenso ist's mit dir. Du.weißt jetzt, woran du bist. Daß ich strikten Gehorsam verlange, weißt du. Jetzt geh in-dein Zimmer, ruh dich aus, und nachher beim Mittageffen verlange ich ein vergnügtes Gesicht. Allons, marsch!"
Hilde erwiderte kein Wort. Sie sah ihn nur mit einem langen eigentümlichen Blick an, drehte sich um und verließ das Zimmer.
Der Geheimrat aber kicherte vor sich hin und rieb sich voll Genugtuung die Hände.
„Das habe ich wieder gut gemacht!" murmelte er vor sich hin. „Die Gefahr wäre glücklich beseitigt? Da sieht man wieder die Weiber! Man braucht sie nur energisch anzufassen. dann schweigen sie und mucksen nicht. Nun will ich ihr noch ein paar Tage Zeit laffen, ihren großen Liebeskummer zu begraben und zu vergessen, dann kommt die Verlobung mit dem Marquis, und ich wette, in acht Tagen sitzt sie strahlend vergnügt als seine Braut mit ihm auf dem Sofa und macht Pläne für die Ausstattung und die Hochzeitsreise. Und ich bin dann für' immer die Sorge um sie los; das ist doch das beste bei der «n. zen Sache."
Hätte der Geheimrat sich jemals die Mühe gegeben, die Eigenart seines Kindes zu ergründen, so würde er jetzt seiner Sieges weniger sicher gewesen sein.
Als Hilde in ihr Zimmer kam, warf sie stch in einen Seffel und brach in lautes Weinen aus, das sich lange nicht beruhigen wollte. O. wie viel schlimmer stand alles, als sie es sich ia ihren trübsten Vorstellungen ausgemalt hatte!
Fortsetzung.folgt


