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Aeüt gilt cs. Augen und Ohren offen zu halten, und aus dem "felsigen Hang rein Geräusch zu verursachen. Jeder dicke Bauin, jeder Busch wird untersucht, der als Versteck für den Feind dienen tönntc. Im Tal angelangt» stiegen die letzten Nebel nach vergeblichem Versuch, an dem in vielen Windungen eiligst westwärts fließenden Vach sich' anzuklammern, zum Himmel empor. Bis zum Waldrand ging die tapfere Schar ohne Zögern vor. Hier wurden die Rücken- und Seitensicherungen ausgestellt und jeder Mann durch Zeichen nochmals verwarnt scharf aufzupLssen.
Rach einer Lurzen Atempause ging Lammersdorf mit Gefreiter Arnold, Gefreiter Sattler. Landsturmmann Piontkonskl und Knörr zum nahen feindlichen Drahtverhau vor. durchschritt dieses durch die vor einigen Tagen geschnittene Gasse und gelangte. vorsichtig kriechend, bis auf fünf Meter an den feindlichen Graben heran. Kaum hatten die Tapferen daselbst LauersteÜung eingenommen, als der Führer, dank seines ausgezeichneten Gehörs, ein Flüstern im Grsben vernahm, auf das -die Begleiter durch Zeichen aufmerksam gemacht wurden. Nochmals tief Atem holend gibt der Führer das Zeichen zum Angriff. Im Augenblick war der Erabenrand besetzt, als auch schon Gewehrschüsse und Eewehrgranaten um sie einschlugen. Cie waren entdeckt- — Piontkonski rief laut: „Hier sind sie"
und sck-otz einen feindlichen Schützen nieder. Mit mächtige: Stimme gibt Lammersdorf den Befehl, „nach rechts und links den Graben mit Handgranaten abriegeln", „Mitte unter Feuer nehmen!" Inzwischen eilten die als Rücken, und Seitendeckung ausgestellten. Leute herbei und griffen in das Feucrgcfecht ein. Im Graben wurde cs lebhaiter. das Stöhnen immer lauter und kurz entschlossen sprang das Häuflein in den Graben. als von den amerikanischen Feinden ein Kommando, ähnlich wie das deutsche „Kehrt" gegeben wurde. Ungeachtet dessen wird der erbitterte Nahkampf zu Ende geführt bis der Nest des Feindes in die Flucht geschlagen ist. Vier tote Amerikaner sperrten allein an einer Stelle den Graben. Ein weiterer Amerikaner ließ sich vor den Augen des kleinen Gefreiten Sattler auf das Gesicht hinfallen? Sattler erwischte den Riosenkerl am Kragen, um sich von der geleisteten Arbeit zu überzeugen, als dreser Bengel umschlup und seine Sckwßwoffe ergriff, die er. durch Sattlers kurzem Handeln zugleich wieder senkte, um sie niemals wieder zu erheben. — An der linken Aöriegelungs-v stelle war das Vilo ein ähnliches Insgesamt waren acht Mann, lauter baumstarke Menschen, für immer nicdcrgekämpft der Rest entfloh.
Aber auch unsere Leute sollten nicht ohne Verluste zurück- kekren. Die tödliche Kugel traf unseren lieben Kameraden Roch. 2. Kompagnie, einen prächtigen, blutjungen Burschen am Grabcnrand. Sein Leichnam wurde sofort von 4 Mann geborgen und im Lager der 2. Kompagnie aufgebahrt. Gleichzeitig ist ein toter Amerikaner mit vieler Mühe aus dem zwei Meier hohen Graben geschafft und eingebracht werden. Feind und Freund wurden nebeneinander aufgebahrt und durch einen Ehrenposten bewacht. Lammersdorf befahl den Rückzug, der vom Feinde kaum mehr belästigt wurde. Es wurden noch er beutet' 1 Gewehr mit Schießbecher. 1 Gasmaske, 1 Umschnallgurt mit Seitengewehr und sonstige Dinge. Von größter Wich tigkeit war die unzweifelhaite Feststellung des gegenüberliegenden feindlichen Truppenteils, der aus Briefschaften und Kragennummer leicht festzuftellen war. Erwähnt sei noch, daß der Amerikaner, aus Virginia stammend, sehr reichlich mit Geld verseben war. Nahezu 600 Mk. trug er in Papier, in Francs uuit Dollars bei sich.
In einer kleinen Ansprache drückte der Herr Bataillons- fvmwandeur Führer und Mannschaften seinen herzlichsten Dank j für die dem Vaterlande gegenüber bewiesene höchste Pflichter- j füllung au? und gedachte hierbei in warmen, zu Herzen gehen- j den Worten, des gefallenen Kameraden.
Am nächsten Tag wurde der Amerikaner in Stellung in ] einfacher, feierlicher Wesse beerdigt. Ein Kreuz mit den Per- l sonslien - schmückt fein Grab.
Tags darauf bewegte sich ein stattlicher Lerchenzug aus dem « 2 u*d Stunden hinter der Front gelegenen französischen Ort V. j - nach dem Ehreniriedhof. die BafaillonskapeNe voran, den Cho- pin'schen Trauermarsch spielend. Hinter dem mit frischem Grün! und Kränzen geschmückten Leichenwagen schritten der Herr Vri- l gadekcmmandeur. der Herr Vataillonskommandcur, zahlreiche Offiziere und Mannschaften des Bataillons, insbesondere der Stoßtrupp geschlossen unter Lammersdorfs Führung. Das Kommando „Achtung, präsentiert das Gewehr!" erschallt, der
Sarg senkt sich langsam in die Trust. Nach der Ge
dächtnisrede des Feldgeistlichen legten der Herr Vrigadeko.n- rnandcur. der Herr Bataillonskommandeur, der Herr Kompag- mefitfiter und zahlreiche Kameraden unter kurzen Ansprachen Kranze nieder, Unter unvergeßlicher Roth ruhe in Frieden!
Zwei Tage später trägt der während des Krieges bei mehr Lis 2V6 Patrouillen gegen den Feind bewährte Vizefeldwebel Lammersdorf die schönste Kriegsauszeichnung — da? Eiserne Kreuz 1. Klasse — an der Brust, die Mannschaften schmückt das schwarz-weiße Bändchen als Lehn für ihr tapferes Verhalten.
Bausch, Leutnant und Adjutant.
Zur nennten Kriegsanleihe.
Inder Versammlung des Verbandes hessischer Sparkassen hat Geheimer Finarrzrat V a st i a n daraus hingewiesen, daß wir jetzt nahezu das Dreizehnfache an Geldzeichen in Umlauf hätten, verglich:» mit dem Zustand vor dem Kriege, nämlich mehr als 37, Milliarden Mark. Jetzt sei Vorsorge getroffen, daß alsbald der Mangel an Geldzeichen behoben werde. Nur um einen zeitweiligen Mangel an ge- 'druckten Geldzeichen habe es sich gehandelt, den die Reichs: draäeret nicht sofort beheben konnte, im übrigen hätten wir unsere Mitglieder zu warnen, sich nicht von Maßnahmen überraschen zu lassen, die die ganz unbegründete Geldhamsterei mit schwerem Nachteil ahnden würden und die natürlich nicht lange vorher angekündigt werden könnten. Die Steuerbehörden er
führen nichts von den Einzahlungen. Auch beweise doch eine solche Einlage noch keine Vermögensmehrung. Vernünftige Sparer hätten die Sparkasseneinlagen allein im September um H Milliarde Mark gesteigert. Die Sparkassen ihrerseits legen die Einlagen so an. daß sie sich jederzeit wieder Geldmittel beschaffen können. Sie lassen aber die eingehenden Gelder nicht bar im Hause liegen. Die Versammlung unter Leitung des Herrn Eeheimrat Mickel hat das einstimmig gebilligt. Ein Gegenstand gewisserhaften Prüfung sei die Frage, ob sich unter heutigen Verhältnissen etwas geändert habe an der Stellungnahme gegenüber der Kriegsanleihe. Wir aber feien gewiß alle der Ueberzeugung, daß Deutschland nicht zerschlagen werden könne und fähig bleibe, die Zinsen der Ehrenschuld „Kriegsanleihe" zu zahlen, an der auch dre kleinsten Geldbesitzer 'in weitem Umfange, oft sogar mit ihrem ganzen Vermögen, beteiligt seien. Dank einer Bevölkerung, die in diesen Tagen erneut gelobe, durch Harfe Arbeit die wirtschaftlichen tiefen Wunden zur Heilung zu bringen. Die Kassen würden arlch in der Ueber- gangszeit erhebliche Einnahmen haben, ohne Kriegsanleihe verkaufen zu müssen, weil auch nach dem Kriege Geld verdient und Geld gespart wird und weil viel Geld, das jetzt noch zu Hause ruht, sich auf den Weg zu .den Kassen besinnen werde. Auch sei der Geldbedarf für die Abhebungen nach dem Kriege sicherlich nur ein verhältnismäßig geringer, weil das. was man für die häusliche Wirtschaft zu kaufen sich vorgenommen habe erst in geraumer Zeit und dann auch nur nach und nach zur Verfügung stehe. Gleichwohl seien die in Aussicht genommenen Einrichtungen der Reichsfinanzverwaltnng derart ausgestaltet daß sie für jede, auch die allergrößte. Bewegung von Kriegsanleihen gerüstet feien. Man werde also nicht nur immer Geld haben können, sondern sich auch darauf verlassen dürren, daß der Kurs vorsorgliche Pflege findet. Beschlossen wurde auf Anregung des Vortragenden, den Beamten die Beteiligung an der Kriegsanleihe dadurch zu erleichtern, daß die Sparkassen je nach Wunsch die Mittel kür die Zeichnung einstweilen verlegen. Die Eroßh. Hauptstaatskasse behält bei der monatlichen Gehaltszahlung immer 1 Prozent des Zeichnnngsdetrags zu Gunsten der zeichnenden Sparkasse ein. In 7 Jahren würde der gezeichnete Betrag zur Verfügung der Beamten stehen. Müsse er vorzeitig den Vertrag aufhebcn, so wird unter Umständen das mittlerweile angesammelte Kapital mit Zinsen in Kriegsanleihe mit dem überfchießenden Betrag in bar ausgehändigt.
Dom Felde der Ehre.
Lkidhccken. Der Fahrer Otto Scheid in einem Feldart.- Negiment wurde bei den schweren Kämpsn im Westen mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet.
Ins der Hemmt.
Friebbrrtz, 30. Okt. Der hiesigen Polizei gelang es in det vergangenen Nacht zwei Soldaten vom hiesigen Ersatz-Ball. Res-Inf.-Regt. 116 festzunehmen, die vorher in das Ockstädter- ftraße Nr. 13 gelegene Magazin des Apothekers Fiedler dahier mit Gewalt eingebrochen waren und daraus fünf Gänse und drei Enten, die sie an Ort und Stelle abschlachteten, entwendet hatten. Die Beute war zum Verkauf nach Frankfurt bestimmt. — Weiter wurden' vergangene Nacht dahier zwei Zivilisten, die gleichfalls dem Heere noch angehören, festgenommen, in deren Besitz sich noch frisches Fleisch vorfand, das aus einer Ge- heimschlackstung, wie diese selbst zuaeben, stammt-
Friedbsrg, II Okt. (M u s i! 0 e r e i n.) Am 3. November besteht der hiesige „Musikoerein" fünfzig Jahre. An diesem Tage wird er in der Stadtkirche ein Konzert veranstalten, zu dem jedermann freien Eintritt hat. Sogar das Programm wird infolge der Freigiebigkeit eines Freundes des Vereins kostenlos abgegeben. Als Solistin ist eine der gefeiertesten Sängerinnen der Eegnmart gewonnen worden: Frau Anna
Kaempfert-Franksurt, Ehrenmitglied des MusikvereinZ. Als Sänger werden wir Herrn Adolf Müller hören, der nun gerade seit 25 Jahren Ehrenmitglied des Vereins ist. Als Instrumentalist schließt sich ihnen an: Herr Konzertmeister Hock-Frank-
furt, seit kurzem ebenfalls Ehrenmitglied des Muftkvereins. Zur Aufführung gelangen zwei Kantaten von I. S. Bach und eine Chorv.lkantate von Max Reger. Zwischen diesen Chorwerken liegen die Vorträge der Solisten. — Den Vereinsmitaliedern hat der Verein eine /Festgabe" zugehcn lassen, die wohl manchem willkommen gewesen ist. Der erste Teil dieses Buches ist unter dem Titel „Beiträge zur Kenntnis des musikalischen Lebens in der ehemaligen Reichsstadt Fricdberg i. d. W." für sich bei Vreitkopf und Härtel in Leipzig erschienen und kann durch den Buchhandel ohne weiteres bezogen werden. Die „Festgabe" als solche, d. h. genannte Abhandlung und die Geschichte des Musik- vereins kann nur von. dem Rechner des Vereins. Herrn Bank. Vorstand Alex. Weber bezogen werden.
Zinsschdue els Zahlungsmittel. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Zinsscheine der im Januar fälligen Zinsen für die Kriegsanleihen jetzt schon von allen amtlichen Stellen als Zahlungsmittel angenommen werden. Es ist erwünscht, wenn davon Gebrauch gemacht wird. weil dadurch der Bargeldmange! gelindert wird.
Gegen den Schleichhandel mit Vieh und Fleisch haben bisher alle Verordnungen nichts geholfen und hat nunmehr die Hessische Negierung ähnlich, wie andere Staaten, eine neue Anordnung getroffen, die es den Viehbesitzern unmöglich machen soll, Tiere auf ungesetzlichem Wege zu veräußern. Sie geht da- hln. daß die Viehhandelsverbände übr alle Bestände an Rindvieh und Kälbern, Schweinen und Schafen Listen aufzunehmen und fcrtznführen haben, nicht über Schlachtvieh, sondern auch über Nutz- und Zuchtvieh. Ferner darf kein Stück Vieh erworben oder veräußert werden, ohne ausdrückliche Erlaubnis de? Viehhandelsverbandes, der dann die Kontrolle über den Wechsel in den einzelnen Viehbeständen anszuüben hat. Bei jeder Acnderung des Standortes eines Stückes Schlacht-, Nutz- oder Zuchtvieh, auch Schafen und Ziegen ieden Alters, mutz der Be
gleiter einen Beförderungsfchein besitzen, aus dem zu ersehen ist. woher da? Tier stammt und wohin es verbracht werden soll. Ter Beförderungsschein ist bei dem Viehhandelsverband zu erwirken. Bei der Ausfuhr von einer Provinz in dis andere hat auch das zuständige Kreisamt mitzuwirken. Schwere Strafen und Enteignungen. Beschlagnahmen usw. sind bei Uebertre- tung der Anordnung, über welche die Viehkandelsverbände noch Ausführungsbestimmungen erlassen, zu gewärtigen. Ob's was nützt? Jedenfalls sind neue Belästigungen und Erschwer' w- n aller Art wieder unausbleiblich.
Wölfersheim. 31. Okt. Hier feiert am 1. November H-.rr Johannes Müller IV. in voller geistiger.und körperlicher Frische seinen 90. Geburtstag. In lveitcn Kreisen ist das ..Geburtstagskind" bekannt unter dem Namen „Dragonerhannes" eine Bezeichnung, die von feinem Vater, dem „Dragoner-Fritz" auf ihn übergegangen ist. Letzterer kämpfte 1812^13 als hessischer (rheiubündlerischcr) Dragoner an der Katzbach gegen Blüchers Heer, geriet in ^preußische Gefangenschaft und wurde dann preußischer Soldat. Nach den Kämpfen in Frankreich erhielt er seinen Abschied, mußte aber, in die Heimat zurückgekehrt. in Dnrmstadt nachdienen, weil er zu den Preußen gegangen war. Im Jahre 1848 mackste der alte Dragoner nochmals von sich reden, als er sich gegen die „Krawaller" stellte. —er.
sr. Hanau, 29. Okt. Nach mehr als neunjähriger Tätigkeit an der Spitze der Verwaltung unseres Landkreises wird Geh. Regierungsrat Landrat Frhr. Laur von Münck-Hofen am 1. Nov. d I. diesen Posten verlassen. Er ist an die Kal. Regierung in Hildesheim versetzt worden, und zwar, wie man vernimmt, aus seinen Antrag, da er es pflichtgemäß für notwendig gehalten bat. vor Beginn der durch die Lebensmitielfck iebunacn im Landkreise Hanau veranlaßten Gerichtsverhandlung feine amtliche Tätigkeit in Hanau aufzuoeben.
FC. Vom Main, 29. Okt. In der Pfarrgasse in Aschaffen- bürg gerieten die Kleider der achtjährigen Rosa Kauvp infolge bantiercns mit Feuerzeug durch einen sechsiähriocn Knaben in Brand. Da? arme Kind erlitt furchtbare Brandwunden, denen es erlegen ist.
Pnß Starkenburg.
FC. Von der Bergstraße, 29. Okt. In den Wirtschaften wird der neue Wein zu 1 40 bis 1.30 Mk. das Vie stelliier verkauft.
FC. Ersß-Gcran, 29. Okt. Im hiesigen Kreise wurden im Laute des Sommers 7,99 Zentner Trockenlaub und 229 Zentner Frifchlaub durch die Schulen gesammelt.
FC. Wolfskehleu, 29. Okt. Am hiesigen Bahnhof wurden zwei Zivilisten und zwei Feldgraue verhaftet die in Goddelau ein Schwein gestohlen und auf freiem Felde abgeschlachtet hatten.
FC. Bom Odenwald. 29. Okt. In dein Geschäft von Mayer Strauß in Mickelbach wurde ein Einbruch verübt und Waren im Werte von 3000 Mark gestohlen. — Die Grippe hat in Eöer- bach 40 Opfer gefordert.
Ans Hessen-Nassau.
FC. Wiesbaden, 28. Okt. Es war Heuer um die Kirschen» zeit. Besonders die Jugend von Dotzheim ging viel in ..die Kirschen". Hierbei wurden die Kirschbäume arg mitgenommen, ganze Aeste heruntergerissen. So erging es am 26. Juni d. I. der Kufchenpkantage auf dem Exerzierplatz wo sich drei Iungsn an den Kirschen gütlich taten, als sie von dem Hilfsfeldschiitzen dem Kricgsinvaliden Heinrich Bernbardst aus Schierstein dabei erwischt wurden. Dem 14jährigen Wilh. Klein. Sohn eines in Dohherm wohnenden Ziaeunerpaares. auf den der Hilfs'eld- fchütze pulverte, als er Reißaus nahm, wurde durch ein Schrotkorn das linke Auge so verletzt, daß es herausgenommen werden mußte. Heute hatte sich der unvorsichtige Schütze vor den Schöffen wegen fahrlässiger gefährlicher Körperverletzung zu verantworten Der Amtsanwalt hatte einen Monat Gefängnis beantragt. das Gericht erkannte aber auf 100 Mk. Eeldstrafr unter Zubilligung mildernder- Umstände.
FC. Bretzenheim. 29. Okt. Der in weiten Kreisen bekannte Landwirt und Ortsgerichtsbeisitzer Loreuz Müller ist im 77. Lebensjahre plötzlich gestorben. Früher gehörte der Verstorbene eine lange Reihe von Jahren dem Gemeinderat an.
Aus der Pfalz.
FC. Aus der Pfalz, 29. Okt. Der Moschinenfabrikant Ha-.' nauer in Winnweiler wollte vor einigen Tagen auf die Jagd geben. Er hängte sich das Gewehr um. blieb aber bei dem Hiuansgchen aus dem Büro mit demselben hängen, plötzlich krachte ein Schuß und Hanauer siel tot zu Boden.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinde.
Freitag, den 1 . November: Allerheiligen.
Beichtgelegenheit am Vorabend von 4 Uhr an und Feier- tags früh von 6 Uhr an.
Yt7 Uhr' Frühmesse.
8 Uhr: Militärgottesdienst (Singmesse mit Predigt)
X*lü Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.
Nachm. 2'A Uhr: Feierliche Vesper.
Veichtgelegenheit bis 4 Uhr und wieder von 6 Uhr an
Abends 8 Uhr: Armenseelen-Andacht mit Predigt.
Verantwortlich für den politischen nnd lokalen Teil: Otto Hirsche!. Iriedberg; für den Anzeigenteil: R. Serner, Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung".
A- G.. Friedbera i
Schulbücher
Schreib- u. Zeichenwaren
für Eewerbefchüler
empfiehlt
Buchhandlung Friedr. Strecksuß,
Friedberg.


