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Die Wlchkn tthtbeil Anlpruch aut Wien.

Wien, 27. Oft Die Blatter bringen eine bemerkenswerte Am,Gerung aus der tschechischen Presse über die tschechischen An­sprüche auf von Deutschen bewohnte Gebiete. Co wenden sich .Narodni Listy" scharf gegen eine Angliederung Deutsch-Böh­mens an das Deutsche Reich. Das Blatt sagt: Wir gestatten mcht, daß auch nur eine Spanne Bodens von dem tschechisch- slowakischen Staat losgelöst werde. Die Tschechen werden den deutschen Bürgern alle Gerechtigkeit widerfahren lassen. Hoch­verräter kann der tschechische Staat aber nicht dulden. Wer nickn loyaler Bürger sein kann, soll Grund und Boden verkaufen «nd hingehem wohin er will. Das agrarische AbendblattBe- m" fordert sogar die Einbeziehung Niederösterreichs bis zur T-ouau einschließlich Wiens in den tschechischen Staat mit der Begründung, daß die Tschechen in Niederösterreich keine Insel bilden können weil das jetzige Niederösterreich früher böhmisches Gebiet gewesen sei und die Mehrzahl der Bewohner Wiens direkt oder durch ihre Eltern aus Böhmen und Möhren ftam- . nren. Desgleichen ^ordert das Blatt den Anschluß Preußisch- Schlesiens o'Z untrennbaren Teil des nationalen Programms Einige tschechische Blätter iniidcn sich auch gegen die Heber- nahme eines Anteils der csterreick ijchen Staatsschuld'durch die Tschechen.Beutow" fragt, wie das tschechische Volk dazu komme, die Schuld für Dinge zu bezahlen, welche ohne oder gegen cs beschlossen wurden. ..Pravo Lidn" schreibt: Der kürn- tige tschecho.slowakische Staat wird entschieden die Uebernahmc eines Teils der österreichischen Staatsschuld ablehnen.

Höher gehts wttklich kaum. Allerdings kann man nach diesen Leistungen noch nicht wissen, ob nicht die Tschechen ganz Deutsch-Oesterreich für ihren Staat beanspruchen werden.

sscr Zugverkehr Kerlin-Men.

Berti«. 30 Ott. (WB.) Die Gerüchte, daß der Zugverkehr von Berlin nach Wien über Bodenbach und Tctschen eingestellt lei, entbehren jeder'Begründung.

Zittau, 30. Ott. (WB) Der Personenverkehr nach Böh­men. der gestern Abend eingestellt war. ist heute auf den Linien Zittau - Reichenberg und Zittau-Warnsdorf wieder ausgenom­men worden.

Nie DkiiU-Gklirrrklrhrr iin Pillen.

5Bifa, 20 Ott. (WB) Der Vollzugsausschuß der deujsch- Ssterreichlsck^en Nationalversammlung beschloß, die an Wilson zu richtende Note der morgigen Vollversammlung zur Ves^lurfas- sung vorzulegen. D:e Note macht zunächst von der Konstituie­rung der deutsch-österreichischen Staates Mitteilung, der die Gebietshoheit über das Gebiet des bisherigen Oesterreichs be­ansprucht. in dem die deutsche Bevölkerung die Mehrheit bildet. Der deutsch-österreichische Staat verlangt, daß seine Vertreter als Vertreter eines selbständigen Staates zu den Friedensver- handlunaen zugelassen werden und mit den Vertretern der an­deren Na 1 ioen über die Bedingungen des Friedens verhandeln. Er bittet den Präsidcntt.i, ihm Gelegenheit zu bieten, unver- züglrch in gerechte Verhandlungen mit den Vertretern oller kriegführenden Mächte zu treten. Der Vollzugsausschuß ver­pflichtet sich zur Annahme folgender Grundsätze:

Vorbehaltlose Annahme der in den Botschaften Wilsons nie- bergele.tten Grundsätze Anerkennung der tschecho-slowalifchen und südslawischen Nationen als vollkommen unabhängige Staa­ten: Regelung der deui'ch-österreichischen Beziehungen mit die­sen durch freie.Vereinbarung. Eventuelle Streitfragen sind der Entscheidung eines Schiedsgerichts zu unterwerfen. Die Note erörtert die Frage der deutschen Gebiete der Sudetenländer und erkl ärt, es sti selbstverständl ich, daß der neue deutsch-österreichische

ff e rr err s kr ii m

Roman von Helene Scbütkn. geb von Gersdorff.

(Copyright 1915 by C. Alkecmann-Stuttaart )

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' Nachdruck verboien-

"^öer. Hilde, geliebtes Herz, warum so verzweifelt?" suchte er sie zu trösten, indem er ihr sanft beruhigend über die Haare strich und sie behutsam zu einem Diwan führte, wo sie sich von seinem Arm umschlungen, niederließ. ..Du hast ja schon immer in den letzten Tagen diese Rückberufungtz-Ordre erwartet. Nun ist sie eben gekommen, und wenn es auch schmerzlich für uns ist. g.ei-b den Tag. nachdem wir uns gefunden, auseinanderqerissen zu werden, so müpen wir uns doch verständig und tapfer in das Unvermeidliche fügen. Auch können wir uns ja später für diese kurze Trennung schadlos halten, denn wir haben ja hoffentlich noch ein langes gemeinschaftliches Leben vor uns."

* eia * oi *' ^° s ists ja eben! Haben wir das wirklich <nr,bcTt2 H"de zweifelnd, die sich unter seinen trö- <tenden Worten nnd Liebkosungen so weit beruhigt hatte um wieder zusammenhängend reden zu können.Hast du vergessen.

®t®V Cter ".f C * ""abredet hatten, um Papa für dich und unsere P.one günstig zu stimmen? Dadurch, daß ich heute zu­erst hlmahren muß. wird unser aanzer. klug ersonnener Feld-

E7^°^'Eet. O. du kennst Papa nicht, deshalb kannst

das auch nicht recht verstehen?"

Wäre es denn ganz unmöglich, daß du unter irgend einem Borwand, ettva Unwohlsein von dir oder Tante Ella, deine Ab

WA nl e rv h » ! mei ^ 9e verschiebst, so daß ich Zeit hätte A noch zuerst allein mich vorzustellen?" schlug Reinhold vor liebe zwar eigentlich solche Winkelzüge gar nicht. Aber *** love and war" ist jede List erlaubt, sagt der Engländer."

Hilde schüttelte energisch den Kopf.

..Davon kann gar keine Rede sein", sagte sie. ..Da lies das Telegramm!" /

Sie zog ein zerknitteriss Papier aus der Tasche und hielt «s ihm hin.

Cr entfaltete es rasch und la»' \

Staat auch die deutschen Gebiete Böhmens, Mährens und Schle­siens mit VA Millionen Deutschen beanspruche. Der Vollzugs­ausschuß sei überzeugt, daß Wilson es ablehnen werde, VA Mil. lwnen Deutsche gegen ihren Willen dem tschechischen Staat zu unterwerfen und zu einem Berzweiflungskampf gegen die ihnen drohende Fremdherrschaft zu zwingen.

Anarchie in Fiume.

Nach einer Neuternieldung aus Fiume nimmt die Be­wegung in Fiume einen bolschewistischen Charakter an und ver­breitet sich über ganz Kroatien. Bei der Plünderung der Ge­schäfte gab es zahlreiche Tote. In Fiume wurden 4 00 Per­sonen getötet Auch nach einer Meldung desAz Est" herrscht in Kroatien völlige Anarchie. Plünderungen und Brandstiftungen sind an der Tagesordnung. In verschiedenen Städten wurden die Häuser der Juden und Ungarn in Brand gesteckt. An den Plünderungen beteiligten sich auch russische Kriegsgefangene. In Fiume haben kroatische Soldaten das Generalpalais besetzt. Alle staatlichen und städtischen Organe stellten ihre Tätigkeit ein. Die Stadtvertretung von Fiume protestierte gegen die gewaltsame Besitznahme von Fiume durch die Kroaten. Fiume sei eine italinische Stadt. Die italiensche Bevölkerung veranstaltet? Straßenkunogebungen. Unter den Demonstranten befanden sich auch k. und k. Offiziere, die italie­nische Kokarden aufgesteckt halten.

Ito frifUfiteidjritt ürr Ifiiflrfjrst WM.

Köln, 29. Ott. Ueler den Friedensschritt des Episkopats beim Papst berichtet dieKörn. Volksztg.". daß Kardinal Hact- mann namens der Bischof« der Fuldacr Bischofskonferenz den Herlraen Vater um Vermittlung gebeten hat. damit unsere Feinde, die allem Anschein nach die deutsche Nation in ihrem Bestände br: rohen, von ihrem Plan Deutschland zu vernichten abstehen. Der Papst wurde gebeten, seine Autorität einzusetzen damit ein Frieden zustandckommt. der der Gerechtigkeit und Bil­ligkeit entspricht und geeignet rst, die Versöhnung der entzweiten Nationen anzubahncn.

Die Verleiüuig der denüilik!, Kelenik».

Haag, 28 Okt. Lloyv George hatte dieser Tage eine Unter­redung mit den Unperhousmitgliedern Nunciman und Vurns in der er erklärte, daß die deutschen Kolonien nur unter beson­deren Einschränkungen und mit gewissen Ausnahmen zurüchge- stellt werden können. Als erledigt scheint die Einbuße der deut­schen Südiee-Kolonien angesehen zu werden, nachdem die austra­lische Regierung und die neuseeländischen Autoritäten über eine Neuordnung der Verbültnisse in den dortigen Zonen einig ge- woc^n sind Immerhin läßt sich aunehmen. daß einer indu­striellen wie überhaupt wirtschafrlichen Betätigung deutscher Kreise in der Südsce nichts Ernstliches in den Weg gestellt wer­den soll. Inbezvg auf die afrikanischen Besitzungen hält man ein Kompromiß für möglich, weil Wilscn auf eine absolute Nir- derhaltuna der deuttcben Ueberseeinteresien nicht ausgeht, viel­mehr, trotz der hartnäckigen Eiferer in England und in Frank­reich. eine Vetätioungssphäre für die Deutschen in Afrika schaf­fen möchte. Als Kompromiß wird die Errichtung eines inter­nationalen Rates aller Kolonialmächte angesehen, dessen Be stimmunaen sich Deutschland zu fügen haben werde. Auch hier gilt eine Vorbedingung: die Anerkennung der neuen Gebiets- rerteilung durch die deutsche Regierung und Einfügung dieser Anerkennung in das Friedenstraltat.

dorff, schon bevor sein Rücktritt offiziell vollzogen wurde, dis' Leitung der Operationen nicht mehr in der Hand gehabt habe. Es heißt da:

Nach unserer Kenntnis lag die verantwortliche Leitung der nunmehr in einem großzügigen System zusammengefaßten deut­schen Abwehrmaßregeln schon seit den Tagen, an denen die Oberste Heeresleitung den Verzweiflungsschritt des Waffenstill- standsangebots verlangt hatte, also seit dem offiziellen Zusam­menbruch des Ludendorfffchen Kriegsplans, nicht mehr in Lu- dendorsfs Hand. Der glückliche Rückzug und die Neuordnung der Abwehrfrcknt, also die Herbeiführung der offenkundigen Wendung zum Besseren, war das Werk eines anderen Generals, dec durch hervorragende Leitung von Abwehrschlachten in s-hr kritischen Tagen der früheren Zeit schon die Beweise ausgezeich­neter militärischer Fähigkeiten gegeben hat. Daß Ludei-dorsf cleichwohl im Amte blieb, widersprach seinen eigenen energischen Anschauung und Praxis und ist schwer verständlich. Für den . Geist der Armee aber fürchten wir von der Entlassung Luden- dorffs nichts. Für die über'-legende Mehrheit des Volkes und des Heeres war der unverglttchl'.che und damals mit vollem - Recht verdiente Ruhm dieses Feldherrn schon seit geraumer Zeit verblaßt.

Wie wert diese Mitteilung der ..Frankfurter Zeitung" drn Tatsachen entspricht, muß dahingestellt bleiben. Vorläufig muß man ihr die Verantwortung für diese Darstellung überlassen. Bezeichnend ist es übrigens, daß dieFrankfurter Zeitung" an anderer Stelle den Zusammenhang zwischen dem Rücktritt Lu­dendorffs und der Aushebung der kaiserlichen Kommandogewal* bestreitet. Das Blatt schreibt:

Der Versucb. der gestern schon unternommen wurde, seinr Entlassung etwa als Folge der- vom Reichstag beschlossenen Aen- derung der Kommandogewalt hinzustellen, scheitert, wenn man 'h" nicht von vornherein als den Schwind-! durchschaut, der et 'st, an de: einfachen Tatsache: Hindenburg bleibt!

Dabei ist offiziös zugegeben, daß General Ludendorfs we­gen der Unterstellung der Heeresleitung unter das Parlament feine Entlassung genommen hol?

DerVorwärts" beschäftigt sich heute ebenfalls noch ei«- mal mit dem Rücktritt Ludendorffs nnd m-inf. daß Ludendorff zwar ungeheure militärische und politische Fehler beganaen habe, daß aber stin in aller Ruhe «nd Schlichtheit vollzogener Abschied gewissermaßen versöhnend und vorbildlich wirke. Auf w-en das imVorwärts" gesperrt gedruckte Wortvorbildlich" zielen soll, dürfte wohl klar f e t n

WMglss schon Prf)«: kliltgeßM.

In einem Artikel derFrankfurter Zeitung", der sich mit dem Rücktritt Ludendorffs befaßt, wird ausgeführt. daß Luden-

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5 lt!ß!chkr laMuliü aut dm KksttzhM.

jedes Kampfbataillon, so hat auch unser Landstur,n einen Stoßtrupp sich gebildet, dessen vornehmlichste Aufgabe es ist, in steter Fühlung mit dem Feinde zu bleiben, austiärend zu wirken und in der Hand des Bataillonskommandeurs eine gänzlich zuverlässige, kampferprobte Stoßkraft zu fein: Führer und Mannschaften sind ausgesuchte, forsche Leute, an die in je­der Hinsicht die größten Anforderungen gestellt werden. Daß auch der Landsturm diesen Anforderungen gewachsen ist. mag die nachfolgend geschilderte Patrouille gegen den Feind be­weisen.

Der hervorragende Patrouillenführer Vizeseldwebel Sam* wersdorf. von Beruf Förster, in Vutzack, läßt die Mann­schaften bei Tagesgrauen antrsten, macht sie genau mit dern von ihm festgelegten Plan bekannt, ermahnt die Leute zur Schweigepflicht im Falle der Gefangennahme, untersucht die Taschen jedes Einzelnen nach Briefschaften und läßt reichlich Patronen und Handgranaten verteilen. Er setzt sich an die Spitze der tapferen Sck)ar von 46 Mann und lautlos wendet sich der Trupp nach dem nahen vordersten Graben, der mit ein paar kühnen Sprüngen rasch überwunden ist. ' Nachdem alle das eigene Drahtverhau überstiegen haben, wird ausge- fchwärmt und die schwache Schützenlinie verschwindet in west-

Sofort kommen, erwarte dich bestimmt heute Mittag 12.15."

Wenn ich darauf hin nicht käme, würde er schon in solchen Zorn geraten, daß dein Besuch ganz zwecklos wäre" sagte Hilde traurig,er würde dich entweder gar nicht empfangen oder deine Werbung kurzer Hand abweisen, besonders wenn er erführe, daß ich dich will. Damit würde er gleich meinen Ungehorsam gegen seine Befehls strafen. Denn das ist das Aeraste in seinen Augen: Auflehnung gegen seinen Willen. Er verlangt blinde Unter- roerfung. da hilft kein Bitten, kein Zureden. ' Nein, wenn ich todkrank wäre, müßte ich mich irgendwie hinschleppen, wenn ich wirklich stürbe, so würde cr es mir kaum verzeihen, sondern nur denken, es fei aus Opposition gegen ihn geschehen, so wider­sinnig das auch klingt."

Das sieht allerdings schlimm aus, mein armes Herz", er­widerte Reinhold ebenfalls niedergeschlagen.Aber verliere nur den Mut nicht? Die Hauptsache ist, daß wir uns gefunden daß wir unerschütterliches Vertrauen zu einander haben und daß wir nie, nie von einander lassen werden. Wir müssen eben Treue und Geduld haben, wenn nicht gleich alles so glatt gehen will, wie wirs möchten."

Ja," sagte sie,du hast Recht? Mut. Ausdauer. Liebe und Cottverlrauen. das allein kann uns helfen!"

Er sah ihr strahlend, glücklich in ihre jetzt wieder klaren Augen mit dem st:ll leuchtenden Blick.

O, Hilde, welch ein herrliches Geschöpf bist du! Wie über alle Beschreibung liebe ich dich!" sagte er hingerissen und küsst? fast ehrerbietig ihre Hände.Das ist die rechte Stimmung, in den Kampf zu gehen, in den Kampf um unser Glück! Wir Soldaten bitten auch Gott um seinen Beistand, ehe die Schlacht beginnt. . . . Doch nun wollen wir ganz ruhig und sachlich überlegen, was tun, um womöglich doch zum Ziele zu kommen und die Einwilligung deines Vaters zu erringen."

Das weiß ich jetzt selbst noch nicht", erwiderte sie,doch werde ich dich immer auf dem Laufenden halten, werde vorsich­tig das Terrain sondieren und. sollte die Situation einiger­maßen günstig erscheinen, dich brieflich oder telegraphisch hin- beruien."

Darf ich dir ungehindert schreiben?" fragte Reinhold oder steht deine Korrespondenz unter Kontrolle?"

Vorläufig darfst du ungehindert schreiben. Aendcrt sich etwas daran, so erfährst du es sofort" erwiderie sie.Doch mm gilts Elie, denn «lein Zug fährt in einer Stunde ab."

In diesem Augenblick streckte Tante Ella ihren Kopf durch die Portiere.

Ist der Knegsrat zu Ende?" fragte sie.

Nur herein, Tantchen! Wir haben alles Nötige be­sprochen'" riefen beide fast gleichzeitig.

Ist mein Schwager nicht ein Gräuel?" fragte sic, vollends ins Zimmer tretend und Neinhold die Hand reichend, die die­ser zur Begrüßung an die Lippen führte.Nun hat er uns wieder das ganze Programm verdorben? Wenn man wüsste wie das etwa zugegangen sein könnte, so möchte man fast gl au ben, er hätte es absichtlich getan, um uns alle zu ärgern. Da - ist nämlich seine Lieblingsbeschäftigung, die Menschen im all­gemeinen und seine Vcrwairdten im speziellen zu ärgern. derbares Vergnügen!"

Aber, Tantchen, da bist du doch sicher diesmal ungerecht?" meinte Reinhold, der mit der ganzen kommerzienrätlichen Fa­milie noch gestern am Verlobungstage das traulichedu" aus­gemacht hatte, allerdings bis zur Veröffentlichung nur im eng­sten Verwandenkreife.Der Ceheimrat kann ja bis jetzt un- ncöglich etwas erfahren haben. Das kann nur ein Zufall sein."

O, du weißt nicht, wozu mein lieber Schwager imstande ist" sagte Tante Ella,man könnte manchmal meinen, er stünde mit dem Teufel in Verbindung, wenn dieser Herr der Finsternis überhaupt existiert, oder doch mit irgendwelche« außerirdischen Mächten. Nun. wir werden'ia sehen, was kommtl. Hilde, Liebling, du weißt jedenfalls, daß du stets bei uns eiK Heiin und eine Zuflucht hast, nicht wahr? Vergiß das rote» mals!"

Fortsetzung folgt.