Ter!“) vor dem Sturm erschien dem Gegner allein schon über« wiiltigend.
Später hörte man von deutscher Seite durch Mitkämpfer ouf dem mazedonischen Kriegsschauplatz wesentlich andere Ansichten über den Kampswert der Vulgaren. Die zunehmende Abminderung der Kriegstugenden bei den Bulgaren erklärte sich, wie von genauen Beobachtern bestätigt wird, im wesentlichen LUS Zwei Ursachen- Es fehlte dem bulgarischen Volke und infolgedessen dem bulgarischen Heere an jenem festen inneren Halt, an der unerschütterlichen moralischen Widerstandskraft, die es. wie das deutsche Volk und Heer, zur Höchstleistung unter der Einwirkung der schwersten Prüfungen befähigt haben. Der slawische Erundton im bulgarischen Volkscharatter gewann bei den langen Kriegsnöten schließlich doch das Uebergewicht und zeigte die gleichen Erscheinungen, die im Laufe des Krieges bei den stammverwandten Nüssen hervcrgelreten sind, nämlich Ermattung, Abstumpfung und Kriezsmüdigkeit. die um des Friedens willen die teuer erkauften Errungenschaften des Krieges beiseite warfen. Es ist oft festgestellt worden, daß die bulgarischen Soldaten bis in Fuhrerkreiss hinauf ganz offen sagten: „Seit 1912 führen wir Krieg. Wir sind erschöpft, wir können nicht mehr. Machen wir also Schluß, es ist genug." Warum aber konnten sie nicht mehr? Die Antwort lautet sehr einfach: Weil sie nicht mehr wollten. Die Ausrede ist nicht stichhaltig. daß die bulgarische Spannkraft nachließ, als nach und nach die deutschen HilfZtruppen in Mazedonien vermindert wurden und nur noch eine schwache deutsche Truppenmacht dort zurückblieb. Bulgarien hat im ersten Balkankriege 1912 nahezu 400 000 Mann .Aufgeboten und seit 1915 wohl die gleiche Zahl zur Verfügung gehabt. Die deutsche Hilfskraft hinzugenommen, wäre das bulgarische Heer zahlenmäßig imstande gewesen, dem Druck bes^ Orientheeres ebnso wie früher standzuhallen, denn dieses dürfte selbst nach HinzutriN tet Griechen kaum stärker gewesen sein.
Allein der zweite Punkt des bulgarischen Zusammenbruche gab ts» Ausschlag. Der Geist des russischen Bolfchewikismus war nach Bulgarien hiniibergedrungen und hatte die Erund- pfeiler des Heeres, die Manneszucht, den Gehorsam, den moralischen Halt gelockert. Diese Zustände wurden seit langer Zeit durch die Negierung geradezu begünstigt, da sie bereits 1916/17. wie aus den bekannten Enthüllungen der russischen Staatszei- kung ,'^stwestija klar hervoraing. im geheimen mit der Entente über einen Ausgleich verhandelte. So war der Boden vorbe- reftet und unterwiihlt, das .Heer vom Gift der Zersetzung zerfressen und somit der Fähigkeit zum erfolgreichen Weiterkämpfen beraubt. Das wußte man natürlich bei der Entente sehr gut und brauchte nkrr noch den großen Angriff Mitte September zwischen Wardar und Eerna anzusetzen, um das Bulga- renheer nach kurzem Widerstand zur Flucht und zur Auflöfna zu bringen. ö 0
I „Times" (Northckiffe-Organ). 12. 10. '18:
Die Kanadier haben noch niemals so heftigen Widerstand gefunden wie in der Schlacht bei Cambrai. Gegenangriff der Deutschen folgte auf Gegenangriff, der Feind kämpfte mit größter Zähigkeit.
Die französischen Blätter stimmen sind natürlich dem französischen Nationalcharakter entsprechend zu beurteilen: die angeführten Zeitungen haben alle ausgesprochen deutschfeindlichen Charakter.
„Victoire", 13. 10. 18:
Trotz der Zähigkeit der deutschen Offiziere und Unteroffiziere. sowie der unbestreitbaren Tapferkeit der Maschinengewehrmannschaften wird der Feind auch auf seiner letzten Verteidigungslinie an der französischen Grenze keinen dauernden Widerstand leisten können.
„Temps", 14 10 18'
Der Widerstand der Deutschen beruht auf der unglaublichen Energie des Offizierkorps und dem wohlüberlegten Gebrauch der Maschinengewehre. Ihre Mannschaften halten bis auf das anderste aus, beispielsweise fanden wir neulich 12 Mann der Bedienung, die tot um ihre Geschütze lagen.
„Echo de Paris" 16. 10. 18: j
Der deutsche Widerstand am 14. 10.. war zu Beginn sehr stark. Ich betone das für die welche glauben, die Deu'schen räumten kampflos drs Feld. Gegen ein Korps der 3. englischen Armee machten sie einen Gegenangriff, der abgescklaaen wurde, nur iu Bellevue gingen wir an den Westrand von St. Pithon Zurück
„Depeche de Toulouse". 11. 10. 18.
Trotz der drohenden schweren Riederloae bleibt der Widerstand der deutschen Truppen hartnäckig und verzweifelt.
Die Knrc?i ufrtoiwn Zellijk-
bMWWWlM.
Die ZchVch wüi ln WesheM' kr törpjrr.
Wir lesen in den „Züricher Nachrichten": Mitten hincin-
gebettet in den unermeßlichen Kriegsfriedhof, der Europa heißt, ist es als ob der vergiftende Verwesungshauch, der heule au» den Millionengräbern im Westen, im Osten, im Süden und Norden strömt, seine Wellen ob unserem kleinen Eiland d«-» Friedens in Gestalt der Grippe türme. Kein Grensschuy and kerne Abwehr kommt auf gegen ihn. Er überflutet die Srödr« und Dörfer der Ebenen und ist die Heimsuchung der Hochiäler bis hinauf zum entlegensten Bergdorf, das sonst ob seinen stör- kenden, reinen Lüsten eine Wallfahrtsstätte für Gesundung war. Ach — so viele blühende Menschenleben, junge Männer und Tochter und Frauen, hat der unheimliche Würgengel in den fetj. teil Wochen und Monaten erbarmungslos dahingerafft: ungezählte Gräber halten jlch in allen Gegenden unseres Landes zu offnen, um Gestalten zu bergen, von denen ihre Mitwelt «•'“ jo Vieles auf lange ^ahre erhoffte und erwartete
In acht Tagen 'st Aller,eelen. Ein tränenreicher Aller» feelentag wie kaum je. Und doch auch wieder ein tröstender Atterseelentag ..lleber den Gräbern weht der Friede." Der Friede ist bei Gott.
ffie Grippe.
Eine Kennp'iljnunl, kr tMMchkii
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m.
Aus dem Gegensatz zwischen dem blutrünstigen Gebaren der groi-en französischen Voulcvardpresse, die sich in der Ausmalung der Rache an einem besiegten Deutschland nicht genug tun kann, und der wirklichen mftiiarisck.cn Lage, glaubt die Pariser Zeitung „Populaire" vom 8. Oktcl>er. folgenden Schluß zu ziehen:
»Ich hoffe, „daß der gute Präsident", wie ihn eines Tage?. Brizon nnaute. sich nicht von unserer großen Presse beeinflussen lassen wird, sonst wird der Krieg bis zum völligen Verschwinden der menschlichen Nasse fortbauern."
Zum Beweis seiner Behauptung führt „Vopulaire" dann eine Anzahl Stimmen aus „Komme Libre" „Petit Republique* „Democratie Nouvelle". „Petit Parisien", „Pays", „Figaro" „Acjwn francatte", „Lanterne". „Journal du Peüple" an, die Deutschland nicht nur vernichten, sondern auch entehren zer- .chlagen und abschlachten wollen. Die frarizösisck)en Zeitung^- - Helden vergessen, . daß der Weg bis zur deutsch-französischen Grenze noch lang ist und sehr, sehr blutig fein wird. Der .Populaire dürfte demnach Recht behalten, wenn er behauptet, daß die Befriedigung der französischen Rachegelüste mit der Ausrottung der menschlichen Rasse gleichbedeutend sein würde.
Das deutsche Heer,
das von den jetzigen Regierungsmännern als geschlagen und xermurbt bezeichnet wird, findet in der feindlichen Presse Anerkennung. Die englischen Zeitungen sind dabei objektiver' sie betonen, wie weit es noch ist bis zum Sieg der Entente, - wir st..- überzeugt, der Sieg der Feinde ist unmöglich, wenn wir uns mcht selber aufgeben die französischen Zeitungen dagegen juchen die Sprache des Siegers zu führen und darzustel- leu. vaß aller deutscher Widerstand vergeblich sei. Derartige Darlegungen sind natürlich auf die Soldaten und vor allem auf die innere deutsche Front berechnet, die ja. das ist kein Geheimnis im Auslande, stets die nervenschwächste gewesen ist. Aus den uns vorliegenden englischen und französischen Bläfterstim- nren heben wir folgendes hervor:
„Star" (liberal, stark deutschfeindlich), 3 1.'' ig-
Die deutschen Truppen zwischen Maas und Argonuen kämpf- m mit großer Tapferkeit bis zum letzten Mann.
„Patt Mall Gazette" (Lloyd George nahestehend), 2. 10. 18:
. Es steckt noch viel Kampfesmut in den Deutschen. 'An der SK ffEront kämpft der Feind mit der größten Tapferkeit If Entschlossenheit, und es wäre Wahnsinn zu glauben, der '-"leg sei schon erachten.
^Dailv Telegraph" (gemäßigt imperialistisch). 10. 10. 18:
^e Deutschen haben seit Montag mit wütender Kraft au's- Mya.ten und Gegenangriffe ausgeführt, nicht nur zwischen St. -Luent n und cambrai, sondern auch in der Champagne.
„Morning Post" (schroff deutschfeindlich), 12. 10. 18: /
‘ Widerstand wird stärker und ist besser organi-'
Xm f° be§ ^ü^uges verlangsamt sich, und östlich Vfn Eateau fanden harte Kämpfe statt. )
H^aq, 26. Okr. „Nievwe Eourant" veroftentlickt fallendes Manifest der republikanischen Buren von Südafrika, das in einer Versammlung von -Angehörigen des Freistaat-es beschlossen wurde:
1 Angesichts der weltbekannten Kriegsziele und d'er Erklärungen im Namen der Alliierten und der Vereinigten Sfaa- tco von Amerika, die von dem Premierminister von England Lloid George und vom Präsidenten der Vereinigten Staaten Woodrow Wilson abgegeben wurden, daß alle verletzten Rechte und Freiheiten wiederhergestellt werden, daß alle Nationalitäten das Recht haben werden, über ihr eigenes Schicksal zu entscheiden, und d-oß kein Volk jemals gezwungen werden wird, unter einer Herrschaft zu stehen, unter der es nicht leben will sowie überzeugt davon, daß diese Ziele und Erklärungen mit den ewigen Grundsätzen von Recht und Gerechtigkeit überein- stimmen, spricht diese Versammlung von Angehörigen des Freistaates ihr volles und begeistertes Einverständnis damit aus und zwar sowohl mit Rücksicht auf unsere Geschichte als auch auf unser angeborenes Recht. Diese Versammlung von Freistaatlern verlangt ferner als selbständiges und mündiges Volk daß diese selbstverständlichen Grundsätze auf Südafrika angewendet werden sollen.
2. Diese Versammlung dankt dem Minister dafür, daß er herubergekvmmen ist. ist aber gleichzeitig der Ansicht, daß sie mcht versäumen darf, ihr Gefühl bitterer Entrüstung über die Art auszusprechen, wie die holländisch sprechende Bevölkerung der Union durch die Regierung Votha stets gering geschätzt und durch einzelne Mitglieder der Regierung geschädigt und verhöhnt wurde. Diese Dersaminlung wünscht ferner, daß dem General Botha und seinen Ministerkollegen zum Bewußtsein gebracht werde, wie sehr das Volk die andauernde Vergewaltigung von Recht und Gesetz mit und ohne Mitwirkung der Regierung mißbilligt. . Angesichts des Gefühls dieser Erbitterung, das seit dem Kriege bei dem englisch sprechenden Teile der Bevölkerung in Südafrika gegenüber dem holländisch sprechenden Teile entstanden ist. eine Erbitterung, die sich täglich in Gewalttaten oder auf andere Weise offenbart, und wofür niemand so sehr verantwortlich gemacht werden kann, wie General Botha und seine Regierung, angesichts ferner der anderen Folgen der schwachen imperialistischen Politik der Regierung, wodurch dieses Land, dem dieser Krieg den Verlust jeder freien Meinungsäußerung mit sich brachte, bereits so viel ertragen mußte, und wodurch es bedroht wird, aller politischen und wirtschaftlichen Freiheiten beraubt W werden, wenn der Krieg vorbei ist, erklärt die Versammlung mit Nachdruck, daß sie die Regie'rung Voiha als ungeeignet und unzuverlässig betrachtet, und daß weder General Botha noch seine Regierung das Vertrauen des Aftikanervolkes verdient.
„Nieuwe Courant" bemerkt zu diesem Manifest: Es spricht in mutigen. klaren Worten — was sich von selbst versteht — aus, daß der Brite auch innerhalb seiner eigenen Reich^greme das Recht, wofür er zu kämpfen behauptet, nämlich das "Recht rer kleinen Nationen, in Anwendung bringen muß. Wir, die das Unrecht des Friedens kennen, und die einjahen. wie' am Anfang unseres Jahrhunderts in Südafrika nicht nur um die Freiheit und Unabhängigkeit eines arbeitsamen, kräftigen und frommen Volkes, sondern auch um die Zukunft unseren"eigenen niederländischen Zivilisation gekämpft wurde, sehen wieder in der Welt etwas von diesem alten holländischen Wagemut, u,rd wir sind dankbar, daß dort drüben Männer sind, die wie wir einem kernigen Geschlechte entstammen, und die auf ehrliche be- schordene, männliche Art für das Jahrhunderte alte Recht j'edes Volkes und jedes Menschen eintreten, näinlich sich selbst ange- horen zu dürfen.
Karlsruhe. 28. Okt. Das Baseler ..Bolk--'Älatt" meldet: Durch einen eben aus Poris erngetroffenen Neutralen wird mftgeteilt. daß die Grippe in ganz Frankreich in iibrcnrs schwerer Form avftritt. Die Regierung tut. was sie kann, um die Dinge möglichst harmlos hinzustellcn. In P-'ris wird' nur alle drei Tage wegen Personenmangels die Post ausae^raaen. In den fudfranzostschen Städten liegen 30.000 kranke an'e-ik.i- nffche Soldaten. Unheimlich wütet die Epidemie in der französischen Armee, wo es schon Tausende von Toten gab. In Paris ereignen sich täglich durchschnittlich 400 Todessälle an der Grippe.
In Budapest nimmt die Grivpe einen ~ ti':i
Ebarakter an. Das gesamte öffentliche L ben ist unterGcndeu. Vom 1 bis zum 25. Oktober ereigneten sich in Budapest 4976 Todesfälle an Grippe.
^In der gesamten Schweiz haben die Grippe-Erkrankungen auch in der verflossenen Woche nocki zuaenommen. In Zürich vmrden 22.000 neue ErtrmUrrnaen und 110 Todesiätte an^reigt. Am Mittwoch starben allein 41, am Donnerstag 30 Personen.
Hemegte Jett.
Ein brluhtnisimttt Usrjchlilg.
Die ungarischen Christ!ichsozialen in Budapest verlangen, daß das Vermögen der Armeelieferanten bis zu 85 Prozent beschlagnahmt werde. — In Uitgarn ist's atex auch besonders schlimm hergegcmge
Die Ereignisse übersteigen sich allerorts, aber fast ausschließlich sind es wenig erfreuliche Meldungen, die zu uns gelangen. Wachsende Festigkeit unserer Front und zunehmende Schlaffheit im Innern, das ist das Zeichen dieser Tage. So weit die Tagesberichte meldeten, haben sich die feindlichen Heere zu einer Kraftanstrengung emporgerafft, die selbst in diesem, an Schrecken so reichem Kriege, noch nicht dagewesen ist. Aber unsere Tapferen haben Stand gehalten und selbst aus den feindlichen Heeresberichten gebt hervor, daß die erzielten Gewinne gering und örtlich begrenzt find. Der Kampf wälzt sich jetzt durch das blühende flandrische Land und durch reiche Gebiete Rordfrankreichs. die seither von dem Kriege verschont geblieben sind. Die Belgier und Franzosen könnten ihr Land unversehrt mit den Einwohnern wieder haben, aber nein, ne müssen verheert und verwüstet werden, also will es die völkerbefreiende Demokratie der Ententestaaten.
In dieses Gefühl der Zuversicht, daß der Mall unseres Heeres nicht gebrochen ist, mischt sich die Bitternis, die wir bei dem Rücktritt.Ludendorffs empfinden müssen. Er ist dem rnu- scher.dsn See der schwarz-rot-goldenen Internationale, die ihre Herrschaft in Deutschland unbeschränkt einrichtet. zum Opfer gefallen. Der getreue Paladine Hindenburgs. in dessen Kopfe so oft die Pläne zu siegreichen Taten gereift siird. ist zurückgejre- ten. Mit General Ludendopff ist ein Soldat seinen parlamentarischen Gegnern erlegen, der seit dem Tage, wo er die Veste Lüttich stürmte und unseren Heeren den Weg in's feindliche Land gebahnt hat, eine lange Reihe heldenhafter Feldherrentaten für das Deutsche Reich vollbracht hat. Genialer' Geist verband er mit Umsicht und Willensstärken Entschlußkraft. Das Schicksal will es, daß er, der gegenwärtig zu den Bestgehaßten bei unseren Radikalen zählt, ursprünglich, im Gegensatz zu dem konservativ gerichteten Hindenburg, liberalen Anschauungen zugeneigt war. Aber Kundigen ist es ja kein Geheimnis, daß Ueberzcugung und eine gefestigte Weltanschauung bei den Herren Demokraten keine Rolle spielen, sondern, daß die Hauptsache die sklavische Unterjochung unter den Willen einiger poli. tischer Emporkömmlinge und Streber ist. Und so darf es denn auch nicht Wunder nehmen, wenn das Hauptorgan der „Mehr- heit", die „Frankfurter Zeitung" die feine Taten in früherer Zeit gar oft gepriesen hat. dem General Ludendorff den Esels- fußt ritt versetzt. Wie behauptet wird, soll auch Hindenburg um seinen Abschied ersucht haben, der ihm jedoch nicht genehmigt worden sein soll. Was nicht ist, wird noch werden.
Inzwischen streiten sie im sog. Deutschen Reichstag weiter mit Worten. Die demokratische Macht wird weiter ausgebaut: und die gemischte, in ihren Zielen so grundverschiedene Gesellschaft, die sich die „Mehrheit" nennt, ist „unentwegt" an der Arbeit, ihren Machthunger zu stillen und die Stellen, die es an- geht, leisten keinen Widerstand, sondern lassen alles willen-• und tatenlos über sich ergehen. Der, dessen Rücktritt von^ seinen guten Freunden immer offener als Hauptftiedenserforder-> nis gefordert wird, soll, Nachrichten zufolge, mit dazu raten und taten. Von seinen ehedem so stolzen Reden ist nichts geblieben als Schall und Rauch!
Die deutsche Antwort an Wilson ist wieder abgegangen./ Sie ist kurz und kommt dem Herren der Welt entgegen und verläßt sich auf den von ihm verheißenen Frieden der Gerecht ligkeit. Man ist beflissen, dem amerikanischen Präsidenten zu Zeigen, daß man seinem Befehl über die Beseitigung der „Anto- kratre" gewissenhaft nachkommt und keine Zeit versäumt. Ein Beginn, das umso leichter fällt, weil es den neuen Macktbabern


