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Hinsichtlich der Derw-rtttyngssiesetze darf sie übrigens <mf ihr Schreiben röm 10. August v. I. an den Herren Präsidenten der Zweiten Kammer besonders Hinweisen.

Ich benütze diese Gelegenheit, um mich, wie sie gewiß auch erwarten werden, zu der in diesen Tagen auch in anderen ein- zePaatlichcn Landtagen erörterten Frage der Teilnahme von Vertrauensmännern des Parlaments an den Regierungsge- fchäf.'en zu äußern.

Nach der Entwicklung der innerpolitischen Verhältnisie im Reich habe ich mich in Gemeinschaft mit meinen beiden Kol­legen für verpflichtet gehalten, Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog über diese Entwicklung uud die politischen Folgen die sich daraus für Hesien ergeben tonnten, Vortrag zu halten. Seine Königliche Hoheit haben darauf erklärt, daß er sich auch seither schon bei Auswahl der Mlnister nicht auf den engeren Kreis der Staatsbeamten beschränkt, sich vielmehr stets bemüht habe, mir solche Männer zu berufen, von denen er glaubte an­nehmen zu dürfen. daß sie das Vertrauen des Volkes genießen. Seine Königliche Hoheit haben sich aber im Einklang mit un­seren Vorschlägen und Wünschen.bereit erklärt, in Zukunft solche Berufungen nicht vorzunehmen, ohne daß durch vorheriges geeignetes Benehmen festgestellt worden ist. daß die zu Berufen­den auch vom Vertrauen, der parlamentarischen Körperschaften getragen sind.

Im Verlaufe des Vortrages haben wir. um die Sache für diese Entwicklung freizumachen, gebeten, uns von unseren Aem- tern zu entbinden. Seine Königliche Hoheit haben darauf dem Rücktritt des Herrn Ministers d^s Innern und meinen Rücktritt mit Rücksicht aus unser vorgerücktes Lebensalter grundsätzlich zu^esiimmt und sich den Zeitpunkt zu bestimmen Vorbehalten, zu dem dieser Rücktritt erfolgen soll, die Genehmigung des Rück- ; trftts des im beiten Mannesalter stehenden und wie kein ande- | rer mit den Finanzvcrhältnisien Hesiens vertrauten Herrn Mi­nister der Finanzen aber abgelehnt und dies auch mit der An­nahme begründet, daß dieser dem Lande im Einvernehmen mit den Landständen noch längere Zeit ersprießliche Dienste leisten könne.

Der .VollrMa'tt" Hoffen.

Die Abgeordneten Reh und Henrich (Fortfchr. Volksp.) haben im Hessischen Landtag folgenden Antrag betr. Revision der Verfasiungsurkunde und des Wahlgesetzes gestellt:

Wir beantragen für die Revision der Verfasiungsurkunde und des Wahlgesetzes Sen nach folgenden grundsätzlichen Ge­sichtspunkten zuzustimmen und einen Unterausschuß zu wählen, der die hiernach erforderlichen Gesetzentwürfe vorzubereiten und dem Gesamtausschuß auf Beschlußfassung vorzulegen hat.

I. Zur Verfassungsurkunde.

1. Die voll; gesetzgebende und di/ Regierungsgewalt geht ?uf das Volk über, demzufolge sind:

a. die Rechte der Krone auf eine rein repräsentative Be­teiligung zu beschränken;

b. alle Hindernisse zu beseitigen, die einer verantwort­lichen Teilnahme der Volksvertreter cm den Regle­rn -rgsgefchäften im Wege stehen;

c. die Reckste der Gesetzgebung ausschließlich der Volks­vertretung zu übertragen.

8. Alle auf Geburt und Besitz gestützte Vorrechte und Son­derrechte zu beseitigen nnd damit auch die besonderen Rechte der Standesherren und des Adels (Art. 37 und 38 der Vecf.).

3. Die Familienfideikommisse sind aufzuheben.

4- Das Familieneigentum des Großherzoglichen Hauses fHaus, Domänen) geht in das freie Eigentum des Staates über.

H. Zum Wahlgesetz.

1. Es gibt nur einen gesetzgebenden Faktor: der vom Volk gewählte Landtag. Die bisherige Erste Kammer ist zu besei­tigen. Beschließt die Mcbrheit, daß eine zweite Körperschaft zur Prüfung der gesetzgeberischen Tätigkeit' der Volksvertre­tung wünschenswert ist. dann kann hierbei nur eine berufsstän- disch gegliederte Ständekammer in Betracht kommen, deren Mit- Be^timmrmgsrecht nach den früheren Art. 67 ^nd 75 der Ver- faflungsurkunde mit der Maßgabe fest zu logen wäre, daß das Vetorecht dieser Ständekammer wirkungslos ist, wenn eist« -weite Vsr: .mg eine Zweidrittel (oder dreiviertel) Mehrheit in hem Landtag ergibt.

2. Di» Sonderwa.hlrechte der Städte fallen weg. Das Land ist in Wahlkreise mit gleicher Einwohnerzahl einzuteilen, wo­bei einzelne Städte einen einzigen Wahlkreis mit einer ent­sprechenden Zahl von Abgeordneten bilden können.

3 Dre Frauen sind in gleicher Weise zum Stimmrecht wie zur Wählbarkeit zuzulassen wie die Männer.

4. Alle Beschränkungen des allgemeinen Wahlrechts (Wohn- dauer. Steuerklausel. Armenurtterstützung) sowie des gleichen Wahlre-bts fPlnralwohlreck-t) sir d aufzuheben.

5. Beseitigung aller Beschränkungen des passiven Wahl­rechts.

6. Einführung der Verhältniswahl.

7. Gleichmäßige Erneuerung des gesamten Landtags alle drei Jahre.

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Auch nach Großh. Hesien hat also die Welle des ..Volksstaa- les" übergeschlagen. Das Ministerium hat feine Aemter zur Verfügung gestellt und der demokratisch-freisinnige Landtags- Sbgeordnete Reh, der sich seiner Verwandtschaft mit dem alten Liebknecht rühmt, hat ein Antrag eingebracht, der nach der Me­lodie zu singen ist: Wir brauchen keine Ferschten .... Auf­fallend ist die Eile, mit der man auch in Hesien zur Neuordnung schreiten will. Des Vaterlandes Not schafft für die Herren De­mokraten die geeignete Zeit und man will offenbar das Eisen schmieden, so lange es noch warm ist. Die Hälfte des Hessischen Landtags, darunter auch der Abg. Reh. sind bereits im Jahre 1908^ gewählt, ihr Mandat soll 6 Jahre währen, ist also bereits im Jahre 1914 abgelaufen; sie sind noch nicht einmal nach dem vireklen Wahlrecht, sondern nach dem veralteten Wahlrecht ge­wählt und ttotzdem sollen diele längst verfallenen Dolkänertre-

ter eine grundlegende Derfasiungscknderung im Großh. Hesien beraten und beschließen! Außerdem ist die Frage deshalb gar nicht fo brennend, weil wir in unseren Ministern ganz und gar keine Parteileute haben, sondern Männer, die öder den Par­teien stehen und aufrichtig und ehrlich bestrebt sind, das Ctaats- wohl zu fördern. Insbesonders könnte sich Hesien zu seinem Staatsminister, Herr v. Ewald, Glück wünschen, der eine durch­aus vornehme Natur, abhold jedem Parteizant, gewiß jeden felbstherricherischen Neigungen fremd ist. Aber das spielt ja gar keine Nolle, bei gewisien Herren kommt ja das Vaterland nicht in Bettacht, wenn die Partei in Frage komntt und auch tm Hesi. Landtag sitzen Männer, die schon den Ministersesiel unter sich fühlen scheinen.

Uom Felde

der Ehre.

Leldhecken. Dem Gefteiten Ctto Rh ei nfurth in einem Feld-Artillerie-Regiment, wurde bei den letzten schweren Kämpfen in Frankreich das Eiserne Kreuz zweiter Klasie ver­liehen.

Dorheim. Vizefeldwebel Ernst Papst, stud nat.-rev., im Leibdarde-Ins.-Regt. 115. 1 Batl.. Leib Komp., Sohn des Land­wirts Iohs. Papst (Hofgut altes Bergwerk), wurde zum Leut­nant der Reserve befördert. Herzlichen Glückwunsch!

Ans der Heimtt.

Friedberg, 28. Ott. Die Herren Stadtverordneten werden Zu einer Sitzung auf Donnerstag, den 31. Oktober, nachmittags 4 Uhr eingeladen. Tagesordnung: 1. Neubau eines Ofens Hk

das Gaswerk 2. Beschaffung von Notgeld 3. Gesuch des W Staubt um Erhöhung des FuhrlohnZ für den Leichenwagen. 4. Gesuch der Brauereien um Herabsetzung des Oktrois 5. Gesuch des früheren Schreibgehilfen Kipp 6. Weihnachtsgaben für die Truppen im Felde. 7. Einaebe des kath Pfarramts um Er­höhung der Vergütung für Heizen und Reinigen des Schulsaals.

8. Gesuch des Eisiaufvereins um Stundung des Pachtgeldes- 9 Uneinbringliche Ausstände des Gaswerks. 10. Streitsache mit Stadtbaumeister i. N. Zörb. 11. Schreiben des Garnison- Kommandos bett. Bereitstellung von Räumen. 12. Errichtung von Mretelnigungsämtern 13. Baugesuch des Hrch Schneider. 14. Geländefragen. 1b. Geländeverpachtung. 16. Becmöchtnis Eich. 17. Besetzung einer Lehrerstelle (Stadtteil Fauerbach). 18. Beschaffung einer Kartoffelreserve. 19. Rechnung der Schrl- lerschule für 1917.

Der ersk Frost. Heute nacht hat es zum ersten Mal ge­froren und der Wärmmesier ist bis auf 2 Grad unter Rull ge­sunken. Hoffentlich hält die Kälte nicht an. denn es stehen noch viele Feldfrüchte draußen, namentlich Dickwurz, die Frost nicht vertragen können.

Drotstreckung mit Kartoffeln. Auf eine Eingabe an das Ministerium des Innern, die Streckung des Brotes mit Frisch­kartoffeln bettesfend. teilt dieses mit. daß auch von anderen Kommunalverbänden der Wunsch ausgesprochen wurde, au Steve der Drotstreckung mit Frischkartoffeln, diese in Natur auszugeben. Das Ministerium hat sich dieserhalb an den Prä­sidenten des Krieg Her nährungsamts gewandt und diese Wünsche befürwortet und wird alsbald nach Eingang der Antwort Mit­teilung macken.

FC. Vilbel, 25. Oft. Eine Landwirtstochter von Büdes- beim wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen unerlaubten Verkebrs mit Kriegsgefangenen zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt.

Frankfurt a. M.. 24. Okt. Die berühmte, aus dem Jahre 1509 stammende Hellersche Kreuzesaruppe am Dom, eine der hervorragendsten Werke aus dem Mittelalter, die trotz des vor einigen Jahren angebrachten Schutzgehäuses bedenklich unter Verwitterung gelitten hat wird augenblicklich unter sachverstän­diger Leitung abgenommen und nach dem Innern der Kirche in den Kreuzgang gebracht, wo sie dann später ständig ihren Platz erhalten soll: An ihre seitherige Stelle kommt eine Kopie des Meisterwerkes.

IC. Vom Main. 25. Oft. Eine zahlreich besuchte Ver­sammlung besBauer isck-en Ka naivere ins" verlangt von der Staatsregierung die Errichtung eines Umschlaghafens und ei­ner Verladestelle links des Mains bei Obernburg im Anschluß an die Mainkanalisation, sowie den Ausbau der ..Elfavabahn" von Obernburg über Eist'nbach nach Mömlingen zum Anschluß an die Vachgau- und Odenwoldbahn. Da in Wieschield die Hundetollwut erneut ausgebrcchen ist, wurde über die Gemein­den Halsbach und Steinfeld die Hundesperre bis zum 20. Jan. 1919 r-erhängt.

Ans Hessen-Ra stau.

FC. Usingen, 24. Okt. Die Stadtverordneten beschlosien in Gemeinschaft mit der Kreisverrvaltung für den Befrag von Mk. 100 000 Notgeld in 2, 5 und 10 Pfennigscheinen herauszugeben, falls sich der Kreis an den Kosten der Herstellung nnd den durch etwaiae Fälschung der Scheine der Stadt entstehenden Ver­lusten beteiligt-

Wiesbaden, 23. Okt. Zrvei Wertpakete mit kostbaren echten Spitzen sind dem Geschäftsdiener einer hiesigen Firma enttven- det worden. Er hatte sie von der Post geholt. Auf dem Heimweg nach dem GrschäftZlokal sprach ihn ein unbekannter Herr an, schickte ißn in ein Haus und entwendete die beiden Pakete. Für die Wiedererlangung der Spitzen, die einen Werl von 24 000 Mk. haben, und für die Ermittelung des Täters ist eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt morden. Mitteilungen sirrd an die Kriminalpolizei in Wiesbaden zu richten.

FC. Wiesbaden, 25. Okt Wiegemeister Hermann Huber von hier war in Frankfurt a. M. beschäftigt. Im Februar er­zählte ec im Geschäft einem Kollegen, die Fahrt zwischen Frank­furt und Wiesbaden koste ihm nichts, er fahre auf eine ge­fälschte Karte. Der Kollege erstattete Anzeige und Huber wurde bald darauf mit der gefälschten Karte an der Sperre angehalten. Wegen Fälschung einer öffentlichen Urkunde in Vcrbinduna mit Betrug stand Hub«- vor den Geschworenen in -

Frankfurt o. M. vrr wuroe mir der geringsten zulässigen Strafe von drei Monaten Gefängnis belegt.

FC. Wiesbaden, 24. Okt. Der Vater des vor einigen Ta­gen so rasch dahingeschiedenen stellv. Handelskammer Syndikus Dr. Büttner, Iuftizrat Büttner, der mit seiner Gemahlin zur Beerdigung seines Sohnes nach Konstanz geeilt war, starb dort am Sonntag abend an einer Lungenentzündung. Auch seine Frau liegt dortfelbst jetzt hoffnungslos darnieder.

AuS Starkcndnkg.

FC. Bon der Bergstraße, 24. Okt. Morgens in der Frühe gegen 4 Uhr wurden zwei Schutzleute auf zwei Burschen auf­merksam. die einen stattlichen Ochsen zum Tore der badischen Stadt Weinheim hineinsührten. Auf die Fragewohin und woher des Weges" wurden den Schutzleuten die Antwort:zum städtischen Farrenstall". Das kam ihnen verdächtig vor und sie folgten dem stattlichen Ochsen und feinen Treibern. Währen) der eine Schutzmann wegginq. uni den Farrenwärter tu wecken versetzten die Burschen dem anderen Beamten einen Stoß, iodaß er zurücktaumelte und ergriffen die Flucht. Sie entkamen. Die Nachforschungen der Polizei Latten ergeben, daß dem Landwiri Adam Dörsam in Löhrbach in vergangener Nackt ein Ochse rm Werte von 3000 Mk. gestohlen worden ist. Das. Tier konnte seinem Besitzer wieder unversehrt zugestellt werden.

Aue Rlirinbrstcn.

Mainz, 24. Okt. (Fliegeralarm und Butterdiebe). Den nächtlichen Fliegeralarm haben Diebe benutzt, um aus einem Laden der Präsenzgaste 145 Pfund Butter und einen Zentner Mehl zu stehlen. In einem Laden der Wallaustraße sollen den nächtlichen Besuchern sogar drei Zentner Butter in die Diebes­finger gefallen fein.

FC. Mainz 25. Okt. Der zu Frankfurt a. M wohnhafte 87iöhrige Taalöbner Josef Krämer aus Mainz-Mombech hatte am 13. Sev-cmber im Wartesaal einem eingeschlokenen Solda­ten eine Kiste mit Lebensmitteln und Kleidungsstücken stibitzt und war damit gen Frankfurt gefahren. Die Kiste wurde ihm dort abgenommen. Kramer, der sich heute vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten hatte, wurde in eine ZuckibauS' strafe von einem Jahr genommen und Stellung unter Polizei­aufsicht.

FC, Mainz. 23. Oft. Aus einer an der Mombacherstraße gelegenen Hasen- und Geflügelfarm wurden nächtlicherweile 40 wertvolle Stallhasen entwendet. Don den Dieben fehlt sed^ Spur. Aus dem hiesigen Eitterbahnbof wurden zwei Eisen­bahnwagen erbrochen und ihres Inhalts beraubt.

FC. Bingen, 25. Okt. Bei Grippe-Erkrankungen Minder, bemittelter erklärte sich eine hiesiae Weinhandlung bereit zur Stärkung kostenlos Rotwein zur Verfügung zu stellen.

FC. Nierstein. 24. Okt. Don seinem Schiff in Bingen wurde dem Schiffer Gg. Idstein eine ganze Menge Kleider und andere wertvolle Gegenstände gestohlen, die einen Wert von 10 000 Mk haben. Der Aufbwahrungsraum wurde mittels Nachscklüsieltz geöffnet.

FC. Worms, 25. Okt. Sein goldenes Amtsjubiläum feierte am 26. Oktober der Vorsteher der hiesigen Bezirkskasie Rech­nungsrat Kroll dahier. Nahezu 38 Jahre lang versieht er sein verantwortungsreiches Amt

Aus Kurbesscy.

sr. Schlüchtern, 20. Ott. In dem Konkurse über das Ver­mögen der G. m. b H. Ziegelwerke Sannsrz in Sonnerz hat vorgestern vor dem Amtsgericht Schlüchtern die erste Gläubiger- Versammlung staltgefunden. Die angemeldeten Forderungen betragen rund eine Million Mark. Eine der Hauptgläubigerin ist die landwirtschaftliche Genossenschaftsbank in Darmstadt, die 650 000 Mk. Hpporhekenforderungen zu stellen hat. Ueber die Höhe der Aktiven kann noch keine Zahl genannt werden.

Ans der Pfalz.

FC, Aus dcr Pfalz, 23. Okt. Zwischen Waldinohr und Hom­burg ist ein Soldat dadurch verunglückt, daß er sich auf daß Dach eines Eisenbahnwagens gestellt und bei der Durchf-.ttrt durch eine Brücke herabgeschleudert wurde und sofort tot war.

FC. Aus der Pfalz. 25. Ott. In Kirckbeim a. Eck brach der als Hilfsfeldschütze anoestellt gewesene 23jährige Kriegsinvalide Heinr. Schmidt nächtlicherweile in den Keller des Schulhauses ein nnd hieß zehn Zentner dort eingelagerien Zucker mitgehen.

Ge/chsfttiches.

Der Witz ist langst feldgrau -geworden, und der Huinor macht zur Zeit ein etwas ernsteres Gesicht, aber misten wollen wir ihn rrotzdem nicht. Denn er ist uns unentbehrlich wie das Salz in der Suppe und würzt uns wie dieses das Leben Ein Muster­beispiel dafür, wie anschmiegsam der fröhliche Geselle an Zeit und Stimmung sein kann, sind die Meggendcrfer Blät­ter Trotz Papier- und sonstiger Nöte treten sie noch immer in ihrem bekannten, vornehmen und gediegenen Gewände auf und haben nichts an ihrer Farbenfteudigkett verloren. Gleichsam verdichtet und im Auszug geben sie ein getreues Spiegelbild der Zeit und zeigen, daß deutscher Frohsinn und deutsches Gemüt ebenso wenig unterzukriegen sind wie deutsche Kraft. Fern von dem seichten und banalen Ton des oberflächlichen Witzes geben sie Gehalt und Vollwertigkeit in Bild und Text und erwecken daher beim Leser diejenige Sympathie, die stets dem wahrhaft Guten sicher ist.

Ein Probe-Abonnement, das für die Monate Oktober bis Dezember durch jede Buchhandlung oder jedes Postamt, somi- vom Verlag der Meggendorser-Blciltt'k. München, Perusastraße 5. noch zu dem billigen Preis von Mk. 3.50 (ohne Porto) be­zogen werden kann, gibt am besten Aufschluß über den Reich­tum und die Gediegenheit der Zeitschrift. An der Front wie in der Heimat sind die Meggendorfer-Blätter der wahre Freund geisteserfrischknder Mußestunden. Das Feldpostabonnement to­stet monatlich Mk. 1.35, vierteljährlich Mk. 4.05.

Verantwortlich für den politisä>en und lokalen Teil: Otto Hirsche!. gliedberg-, für den Anzeigenteil: R. Senne r. Friedberg. Truck und Verlag der ..Neuen Tageszeitung*.

A. G., griedderg i. &