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Uirrnmer 253 ssinWttlS ^ Lmk. M on tag d en 28. Wrtolrcr 1918 II. Jatzrgarg.

Die .,1'ene Taoes,eitung" erichernt ieden Werlla'. Neoelmaßrge BeilaeenSer Dauer ans Hessen",Sie Hprnnkube". De^ugopreia: Bei den Postanstallen ocericlräfjrlict) SUft 2.7o hinzu tritt noch Das Bestellgeld: tei den vMr<cntcr. monatlich 1.00 Mk. einschließlich Trägertolm. Anreigen: Grundceile 2b Ptg., lokale 20 lllg., Anzeigen von ausmarrs werden durch Vo lnachnahm, erboben. .EriülUinoso« Friedbera. Schriftleitnng und Merlan vriedbs'r nanauertrane 12. xem-ote t)?r4S. Vo'tj tieck-Coalo JIc. 4S59. ilmt Frankfurt a. M.

Mächtiges Ringen im Westen und in Italien, die Abwehr erfolgreich. Rumänien tritt wieder in den Krieg. Rene An!wort an Wilkon. 43000 Tonnen vcrlenlrt. Derfa))ungsänderung und

RücklriiLsaugebot der Minister in Kesten.

Der deutsche Generalstab meldet:

M. S. Trotzes gauptqitartfer, der» 26. (DhUbcv Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Ein gewaltiges, dank der glänzenden Tapferkeit unse­rer Truppen, erfolgreiches Ringen an vielen Teilen der Front.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Iy der Lys-Ntederung südwestlich von Deinze und zwischen der Lys und der Schelde brich der Feind nach heftigem Feuer xu starken Angriffen vor. Vom Nordslügel des Angriffs bis zu der von Kortrik auf Oudenarde führenden Bahn wiesen wir ihn vor unseren Linien ab. Hierbei haben llch das 6. Garde- Infanterie-Regiment unter feinem Kommandeur Major Na- delni an der Lys. die 40. Sächsische Infanteriedivision am Spi- taals Dosschen und das hessische Infanterie-Regiment Nr. 118 unter seinem Kommandeur Major von Weyruuch an der Schelde besonders erfolgreich geschlagen.

Nördlich der Schelde brachten wir den Feind nach anfäng­lichem geringen Eeländegewinn sehr bald zum Stehen: die neue Linie zwischen Ingeolgem und Avelgen wurde gegen wiederholte Anstürme am Nachmittage behauptet. Auf dem Kampffelde hielt die feindliche Artillerie tagsüber die hinter der Front lie­genden. vom Feinde bisher unberührt gebliebenen Ortschaften unter Feuer. Zum großen Teil wurden sie hierdurch zerstört. Die belgische Bevölkerung hat schwere Verluste an Toten und Verwundeten erlitten. Zwischen der Schelde und Oise beschränkte 7ich der Engländer gestern auf heftige Teilangriffe. Südlich von Famars warfen wir den Feind durch umfassend angesetzten Gegenangriff in seine Ausgangsstellungen zurück. Südwestlich von Le Quesnoy und nordwestlich von Landrccies scheiterten leine Angriffe vor unseren Linien.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen der Oise und Aisne große einheitliche Angriffe des Franzosen auf mehr als 60 Kilometer breiter Front. Sei­nen Hauptstoß richtete er gegen unsere Linien zwischen der Oise und Serie, sowie zwischen Siffonne und der Aisne. Dem Serre- und Souche-Abschnitt suchte er unter Aussparung der von Natur aus starken Gelände-Abschnitte zu gewinnen. Die am frühen Morgen zwischen Oise und Seite vorbrechenden Angriffe schei­terten vor unseren Linien. Am Nachmittage faßte der Feind in Villers le Sec und auf der Höhe östlich des Ortes Fuß. An der übrigen Front wurde er auch am Nachmittag abgewiesen und erlitt in unserem Feuer schwere Verluste.

Am Serie- und Souche-Abschnitt konnte der Feind bei Mortiers und Fretomone, bei Vesles und Pierrepont unsere Li­nien erreichen. Truppen des Generals Freiherrn von Liittwiü nahmen in einheitlichem Gegenangriff zwischen Vesles und Pierrepont ibre alte Stellung wieder. An der übrigen Front hat unser Feuer den Feind am Ueberschreiten der Abschnitte verhindert. Westlich der Aisne waren die Angriffe des Gegners von starken Panzerwagengefchwadern begleitet. Sie sind östlich von Eissonne und beiderseits von La Seloe, hier trotz siebenma­ligen Ansturms, völlig gescheitert.

Besonders starke Kräfte fetzte der Gegner zwischen Hizy le Eonj« und der Aisne an. Vor der östlich von Danogne kämpfen­den 4. Earde-Inf.-Division liegen allein 23 zerschossene Panzer­wagen. Gefreiter Menschkiel der 9. Batterie des 6. Garde-Feld- Art.-Regts. hat hiervon 8 Panzerwagen, Unteroffizier Breck- mann derselben Batterie 10 Panzerwagen vernichtet. Auf den Höhen westlich der Aisne drang der Feind in unsere Stellung ein, um deren Besitz tagsüber schwer gekämpft wurde. Trotz hohen Kräfteeinsatzes konnte der Feind hier von seiner Ein­bruchsstelle am Sachsenwalde (nordwestlich von Herpy) keinerlei Vorteile mehr erzielen. Nur Teile unserer vorderen Linie blie-

in seiner Hand.

Teilkärnpfe in der Aisne-Niederung südwestlich von Amagne. Der Feind, der bei Ambly vorübergehend auf das nördliche Aisne-llfer vorstieß, wurde im Gegenstoß wieder über den Fluß zurückgew-orfen. Oestlich der Aisne lebte der Artilleriekamps nur vorübergehend auf. Teilangriffe des Gegners drückten un­sere Posten auf den Nordrand der Höhe nördlich von Grandpre zurück. Im übriaen wurde er abgen-irse».

Heeresgruppe Gollwitz.

Beiderseits der Maas blieb die Gefecht ställpkeit auf Stö rungsfeuer und kleinere Infanteriegefechte beschränkt. Aus dem östlichen Flußufer säuberten sächsische Truppen ein aus den letz ten Kämpfen zurückgebliebenes Amerikanernest.

Heeresgruppe Herzog A ! b r e ck> t.

Südlich der Selle machten wir bei erfolgreicher Unterneh mung Gefangene

^ Der Chef des Ccueealstabcs des Feldheeres.

Staatssekretär des Reichsmar!neain4cs von Mann über die Kr.egsmUeihe:

Vertrauen zur Kriegsanleihe ist Ver­trauen'zum. Vaterland.

Alrendbericht.

Berlin, 26. Okt., abends. fMTB Amtlich.) In Flandern ruhiger Tag. Teilkämpfe zwischen der Schelde und Oise. Von der Oise bis zur Aisne hat der Franzose seine Angriffe fortge­setzt- Südlich der Oise wurden sie nach anfänglichem Eelände­gewinn zum Stehen gebracht. An der übrigen breiten Angrisss- front sind sie gescheitert.

M. OSroijc* Aarrplqirartter» den

27, Oktober Amtlich.

Westlicher Krieqsschaup'k-

Heeresgruppe Kronprinz R up p r e $ t

In Flandern keine besonderen Kampfhandlungen. Der Feind setzt die Zerstörung der 6c.urcter Ortschaften hinter der Front fort. Die in Oiegen und Ingooigem bei Beschießung durch Brandgronaten in die Keller geflüchtete Bevölkerung kam zum großen Teil um Südlich ron der Schelde wiesen wir starke feindliche Angriffe zwischen Fcmars und Artres im Gegenstoß ab. In Teilangriff'n drang der Gegner in Engle Fontaine und Hecgue ein. Aus Hecque wurde er im Gegenstoß wieder ver­trieben.

Heeresgruppe Deutfcster Kronprinz.

Von der Oise bis zur Aisne setzte der Franzose seine An­griffe fort. Beiderseits von Origny schlugen wir sie vor unse­ren Linien ab. Der Gegner, der bei Pleine Selve in unsere Stellung eindrang, wurde aus der Höhe nordöstlich des Orte? aufgefangen: seine Versuche, von hier aus durch Angriffe in nördlicher Richtung unsere Front an der Oise zu Fall zu brin­gen, sind unter schwersten Verlusten für den Feind gescheitert. Origny und.die Höhen südöstlich davon lpurden behauptet. Zahl­reiche Panzerwagen des Feindes wurden zerstört. Die Bat­terien des Leutnants Meyhüser vom Reserve-Feldartiller-e-Re­giment Nr. 1 und Leutnant Zuppke vom Feldartillerie-Regi­ment Nr. 37 sowie Leutnant Otto vom Felda rtlllerie-Regiment 445 hatten dabei hervorragenden Anteil. Am Eerre-Abschnitt blieben feindliche Vorstöße aus Mortiers heraus vor unseren Linien liegen. Heftige Angriffe gegen den Eouche Abschnitt zwischen Froidment und Pierrepont wurden von posenschen und württembergischen Regimentern abgewiesen. Gegen Abend schlugen das Füsilier-Regiment 37. das Grenadier-Regiment 119 und das Infanterie-Regiment 121 .vier erneute, mit großer Kraft vorbrechende Angriffe des Feindes zurück. Beiderseits von Sijsonne blieb die feindliche Infanterie gestern untätig. Auf den Höhen westlich der Aisne stieß ein eigener örtlicher Gegenangriff gegen den Sachsenwald mit starken Angriffen zu- lamrnen, die der Feind mit weitgesteckten Zielen zwischen Nizy le Eomte und der Aisne angesetzt hatte. Schon beim Ucbcr- schreiten der Höhe nordwestlich von Nizy le Eomte erlitt brr Feind in unserem Feuer schwerste Verluste. Hier sowie westlich von Banogne sind die Angriffe des Gegners völlig gescheitert. In dem schluchtenreichen und dichtbewaldeten Gelände westlich der Aisne dauerten erbitterte Kämpfe tagsüber an: bis zum Abend waren sie zu unseren Gunsten entschieden. Sie fanden etwa an der Straße BaiwgneEhatea« Partien und bei Herpy ihren Abschluß.

An der Aisnc-Front und bei

Heeresgruppe Ga 1 lwih beiderseits der Maas keine größeren Kampfhandlungen

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Bewegungen in rückwärtige Linien verlaufen plan, mäßig. In erfolgreichen Abwehrkämpsen bei Kraoujevac und Iagodina sicherten Nachhuten den Abmarsch unserer Hauptkräste.

Der Chef des Eeneralstabes des Feldheeres

Adendbericht.

Berlin, 27. Okt.. abends. (WTB. Amtlich.) Der Tag ver­lief ohne größere Kampfhandlungen.

Der österreichische Gcneraistab |j

. meidet: - %

Wien. 26. Okt. Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz: Die Kämpfe in den Sieben Gemeinden fanden gestern nach den Mißerfolgen, die die Ita­liener und Franzosen am Vormittag erlitten, keine Fortsetzung.

Oestlich der Brenta kam es erneut zu einem erbitterten bis in die Nacht andauernden Ringen. Brennpunkte des Kampfes waren der Monte Asolone und der Monte Perlica. die mehr­mals in die Hände des Feindes fielen, um immer wieder durch Gegenangriff zurückerobert zu werden. Nur unter den schwersten Opfern vermochten die Italiener gegen Abend auf beiden Berq- köpfen neuerdings Fuß zu fasien. dagegen blieben ihre An­strengungen nordöstlich des Monte Pertica in unsere Linien ein­zudringen, vergebens. Auch neuerliche Anstürme gegen den Spinnuccio scheiterten an der Tapferkeit der Verteidiger.

Im Asolone Becken schlugen Sicherungstruppen italienische Vorstöße ab. Die Haltung unserer Braven war wieder Über jedes Lob erhaben. Verdient von den vorgestrigen Kämpfen westlich der Brenta noch das oberungarifche Infanterie-Regi­ment Nr. 125 besondere Anerkennung, so trug gestern im Asolone- Gebiet namentlich das kroatische Lcmdwebr-Regiment 27 durch sein selbständiges Mitwirken an den Kämpfen eines Nacbbar- abschnittes wesentlich zur Festigung der- Front bei. Einstimmig wurde wieder die Tätigkeit der Artillerie hervorgeboben. die durch ihr verständnisvolles Zusammenorbeiten mit der Infan­terie an der Behauptung des Schlachtfeldes rubmvollen Anteil nahm. Iirfanterie- und SchlochtNieaer betätigten sich im Er­kundungsdienst und im Kampfe gleich erfolgreich.

Balkan-Kriegsichauplatz: In Serbien gingen wir schritt­

weise in die Stellungen von Kragujevac zurück. Aus dem alba­nischen Kriegsschauplatz keine größeren Kampfhandlungen.

Der Chef dr§ Cknrralstabks

Wien, 27. Okt. (WB) Amtlich wird verlautbart:

Italienischer Kriegsschauplatz: Auf der Hochfläche der Sie-'

ben Gemeinden unternahm gestern der Feind wieder eine Reihe starker Teilvorstöße, die alle im Nahkamps oder im Gegenangriff abgeschlagen wurden. Weitere Angriffsversuche scheiterten schon in unserem Abwehrfeuer Der Feind erlitt große Verluste.

In dem Gebirge östlich der Brenta dauert die Schlacht in unverminderter Heftigkeit fort. Den ganzen Tag über tobte der Kampf. Im Bereich des Col Caprile büßte der Feind zeit­weilig errungene Vorteile durch unsere Gegenstöße völlig wie­der ein. Den Asolone nahm nach erbittertem Ringen die 1. Division im Sturmschritt. Unsere gegen den Pertica angesetzten Bataillone gelangten in den Abendstunden bis an den Fuß der Kuppe: in der Nacht fiel auch diese in unsere Hand. Wiederholte Versuche der Italiener, sich in der Gegend der Soutane Secca auszubreiten, blieben trotz dem Aufgebot starker Infanterie und Artillerie vergebens. Auch an den Hangen detz Monte Epin- uuccia bereitete die Standhaftigkeit unserer Braven dem feind­lichen Angriff das gleiche Schicksal wie an dem vergangenem Tage.

Die Leistungen unserer Truppen stehen gegenüber den grö­ßeren Waffentaten früherer Schlachten nicht zurück. Möchten alle Völker, deren Wohl und Wehe heute ohne Unterschied von den Ereignissen an der Front abhangt, den Braven hierfür ge­bührend Dank wissen.

An der Piaoe dauerte gestern der Artikleriekampf fort. In der Nacht setzte beiderseits des Mentello ein großer Insanierie- angriff der Entente ein. An den Punkten, an denen der Feind das linke Ufer zu betreten vermochte, wird erbittert gekämpft.

Balkon-Kriegsschauplatz: In Serbien gehe» unsere