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f(!)eit Revolution. Bei der Verölung der elsaß-lothnngischen | Verfassung zeigt auch der Abg. Haegy lElf). daß durch die I Verleihung der Autonomie nichts in der Gesinnung der Elsässer geändert worden sei. Die Elsas-Lothringer könnten dadurch nicht einen Strich durch Wilsons Rechnung machen. Die Trag­weite der neuen Reformen, denen seine Freunde natürlich zu- uimmlen, sei durch die großen politischen Ereignisse überholt worden.

Urbrr'r^nilg drr MilitiirMall ins ftorlüffnt.

Berlin. 25. Oft. Bei den von der interfraktionellen Konfe­renz der Reickstagsparteien vorberatenen neuen Verfassungs­anträge handelt es ssch um die verfassunasmäßige Festlegung der neuen Regierungsart insbesondere um die Abänderung der Artikel 63 und 64 der Verfassung. Die Abänderung bezweckt in der Hauptsache die Ucbertragung der Kommandogewalt des Kai­sers auf die Regierung, die Anträge sind so weit fettiggestellt daß sse wahrscheinlich schon heute dem Reichstage zur sofortigen Erledigung zugehen werden. Zur Beratung dieser wichtigen Abänderung trat heute nachmittag im Reichstagsvalois eine Beratung von Ministern und sonstigen leitenden Persönlichkei­ten zusammen, an der auch der Kaiser teilgenommen hat.

Die ..Deutsche Tagesztg." überschreibt ihre Besprechungen mit den Worten: ..Die letzte Schmach!" Es heißt darin: Auf

Geheiß Wissons miss unsere gegenwärtige Regierung nicht nur die letzten R-ckte der Kaiseraewalt vössig zerstören, sondern auch die ei">iae Waffe, die uns vor der Vernichtung noch retten kann das W^en unseres Heeres zerbrechen Hindenbura und Luden­dorfs sollen den Befehlen von Scheidemann und Erzberger un­terstellt werden.

(fitit konlcMVue IFrklärong für das ^öiirriüti».

25. Oft Die deutschkonservative Fraktion des Reichstags hat dem Reichskanzler folgenden Beschluß über­reicht: In der Rote von Wilson wird die bedingungslose Ueber- gabe. Enttbronung des Kaisers. Entlassung unserer Heerführer und volle Unterwerfung unter einen Gewaltfrieden gefordert. Deutschland soll erst entehrt und dann vernichtet werden. Die Annahme dieser Bedingungen muß auf Geschleckter hinaus jeden deutschen Politiker der Entrecktting und der Sklaverei auslie­fern Die Gebiete in Westdeutschland sind unmittelbar bedroht, die deutschen Fluren und Werkstätten wären der Willkür der Feinde, unsere Frauen und Kinder den Gewalttaten haßerfüllter Herren preisgegeben Die deutsche Ehre gebietet, daß die Ne­gierung solche Zumutt,ng zurückweist. Ein Volk, das unbe- zwungen schmachvolle Bedingungen annimmt, verliert Ehre und Kraft für alle Zukunft. Die Sicherhett des Reiche? erfordert daß die Regierung das Volk zum letzten Kampfe aufruft Heer und Volk sind nicht gewillt, aut Befehl unserer Feinde dem Kaiser und König die Treue zu drecken. Roch lebt in beiden der Wille und die Kraft, einem Feinde, der bedingungslose Unterm^funa fordert Widerstand zu leisten bis zum Aeuhersten ?m preußischen Herrenhaus- erwartet man heule eine grö­ßere Kundgebung als Bekenntnis zum angestammten Herrscker- hause und zur Verteidigung der Unversehrtheit des preußischen Vaterlandes

Die Revolution in Fiume

tft nirtx-raefAlnflen worden und die Ruh- wi-derherg-Ii-M. ^rei Bataillone des S'-ekler Reaiment? marschierten gegen die Kaserne, worauf sich die meuternden kroatischen Soldaten er­gaben.

M ?n 25. Oft. Den letzten Anstoß zu der kssrzlichen Wen­dung der Dinge baden Vorgänge in Fiume gegeben. Ueber diese wird bekannt, daß das kroatische 79. Infanterie-Regiment gemeutert habe, in iwa Gericktsgebäude eindrarrg und den Lei- ter der Staotsanwattschcift gefangen nahm. Sodann wurden die Gefängnisse geöffnet, die Sträflinge befreit. Ferner wurde der Bahnhof besetzt, und die Eisenbahnschienen wurden aufge­rissen.

Sollten die Unterbeamten und das Hilfspersonal die ihnen zu machende ..Eröffnung- möglicherweise nickt richtig werten und ihren Chef in Zukunft trotzdem noch weiter ..Herr Direk­tor" anreden, was er zwar ist. aber nicht mehr hören will, so haben schließlich die Stellenvorsteher noch Rügest zu gewärtigen. IhrHerr Geheimrat" könnte schließlich aus den Gedanken kommen, sie hätten es bei der Wichtigkeit der Sache an dem ge­botenen Nachdruck und der erforderlichen Gründlichkeit fehlen lassen. Na. beide Teile werden sich hinkort gewiß Mühe geben, daß dem mehr als peinlichen Uebelstande abgeholsen wird.

Die Arbtitsvkruljjlnnt! in ttr bürztrljrhtn ^rifaebflitöDintfnfiir'orrr.

Bei der Arbeitsvermittlung geht die bürgerliche Kriegsbe- fchädigtenfüssorge von dem Grundsatz aus. dahin zu wirken, ^ß möglichst jeder Kriegsbeschädigte bei seinem gewohnten Be­rufe bleibt und möglichst wieder bei seinem früheren Arbeit­geber unterkommt. Der Arbeitsvermittl'rnqddienst selbst ist Sache der örtlichen Ausschüsse für die Kriegsbesckädigten*ür- serge. die den Arbeitsmorlt ihres B-^irks am besten Überseen und auch persönliche Beziebungen und Erfahrungen für die Un­terbringung Kriegsbeschädigter nutzbar macken können. M't den eigentlichen Acbcitsnochweisstellen des Bezirks halten da­bei die örtlichen Ausschüsse enae Fübluna und arbeiten mit ihnen Hand in Hand. Auch ist ihre Tätigkeit nickt damit be­endet^ daß eine Arbeitsstelle gefunden und dem Kriegsbeschä­digten vermittelt ist. sse sollen auch noch weiterbin mit dem Kriegsbeschädigten in Verbindung bleiben und ssck durch ge­legentliche Nachfrage überzeugen, ob die Arbeitsstelle kür den Kriegsbeschädigten dauernd geeignet ist. Ter Lande?"',slck-ib für die Krieasbeschädigtenförsorge b^aßt ssck mit der A'-hyits- nermittlung nicht, er nimmt aber Stellengesuche wie Stellen­angebote gerne entgegn und gibt sse einem getroffenen Ab­kommen gemäß an die Geschäftsstelle des Mitteldeutschen Ar­beitsnachweisverbandes in Frankfurt a. M. weiter, der sse in seiner zweimal wöchentlich erscheinenden Vakanzenliste verök- fentlickt. Diese Liste geht den örtlichen Ausschüssen für die Kriegsbeschädigtenfürsorge sowie den hessischen Arbeiisrwch- weisstellcn regelmäßig zu. Bei der gegenwärtigen Lage des Arbeitsmarkles kommen die leichter Beschädigten in den mei­sten Fällen obne viele Mühe wieder in geeigneten Arbeitsstel­len unter. Immer schwieriger aber wird es. für die Schwerbe­schädigten Arbeit?- und Verdtenstmöglickkeiten zu finden. Für sie müssen vor allem die sogenannten Invalidenposten wie Bote. Pförtner und dcral. frei geholten und dürfen nickt durch Ge­sunde oder Leicktbeschädiate besetzt werden. Darüber hinaus darf erwartet werden, daß es bei dem Entgeaenkommen. das die Arbeitgeber seither schon den Kriegsbeschädigten gegenüber betätigt haben, durch planmäßige Maßnabmen gelingt, in gro­ßem Umfange Arbeitsplätze für Schwerbeschädigte zu schaffen. Hierüber soll demnächst noch näher gesprochen werden.

Jom Leide

der Ehre.

Wohnbach. Dem Fahrer Gg. Wolf. Sohn des Beigeord­neten Gustav Wolf, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Derselbe ist bereits Inhaber der hessischen Tapfer- teils Medaille.

Ans der Heimat

skr IMIfn frr in xiuwrml.

Stim-tma, 24. Oft. (WB.) Rach den 6isfcr vorliegenden Ergebnissen der am Montag in ganz Norwegen abgehaltenen Neuwahlen zum Storthing erscheint die bisherige Mehrheit der radikalen Linken, der Regierungspartei, durch den unerwartet großen Wahlerfolg der Rechtsparteien ernstlich bedroht Vor allem wurde in sämtlick>en Stadtkreisen die Regierungspartei drrcgweg geschlagen. Der Staatsminister Gunar Kundstn ist vorläufig nicht gewählt worden und muß sich nochmals zur Ent- fcherdungZwahl stellen. Dos RegierungsblattJntelligens Sed-

ler räumt iin heutigen Leitaussatze unumwunden die Rieder­tage ein.

Die mrwMnden 1 'ntrrdeamUn.

In den gegenwärtigen mehr als sorgenvollen Tagen haben manche Persönlichkeiten noch ihren besonderen Kummer. Zu diesen gehört der Direktor des Kaiserlichen Postzeitungsamts in Berlin. In den Diensträumen des Amtes ist folgender Ukas engeschlagen:

Aushang.

Kaisers. Postzeitungsamt. Berlin W., 9. 7. Oktober 1918.

Obgleich jetzt schon nahezu ein Vierteljahr vergangen ist da Se. Majestät mir den Charakter als Geh, Postrat ver­liehen hat. scheint dies bei vielen Beamten, namentlich aber Lei den TlnterbeamLen und dem Aushilfspersonal noch nicht durchweg bekannt zu sein.

Ich nehme daher hierdurch Veranlassung, die Herren Stel­lenvorsteher anzuweisen, dem gesamten Personal zu eröffnen daß rm dienstlichen Verkehr mit mir die Anrede: Jfccg Ge- h»'"nrat" zu lauten hat. Krüer.

Fnedberg. 26 Okt. sAugustinersckule). Wir macken auf die im Anzeigenteil enthaltene Mitteilung der Direktion über den Wiederbeginn des Unterrichts aufmerksam.

Ein Fettregen er gießt sich über viele Gegenden des deut­schen Daterlarrdes. Die Bucheckern fallen jetzt allenthalben. Jedermann kann sammeln und in den Besitz von Oel gelangen. Zu diesem Zwecke gibt er die gesammelten Bucheckern an der nächsten Annahmestelle gegen Bezahlung ab: es werden bis zu 1.65 Mk für das Kilogramm vergütet. Er läßt sich außer dem Sammellohn a^ch einen Oelbe?.ugssckein aushändigen. der zum Bezug von 66 Gramm Oel auf jedes abgelieferte Kilogramm Bucheckern berechtigt und kann dann spater dieses Oel ohne An­rechnung auf seine Fettration vom KommnnalverLand beziehen. Der Oolbrzugssckein ist der einfachste Weg. den Oelbezug her- zustellen. Es kann aber auch Fälle gben, in denen neben dem Oel auch auf den Besitz von Futterküchen für das Vieh beson­derer Wert gelegt wird, dann wählt man statt des Oelbezugs- scheins den Schlag schein. Er berechtigt seinen Besitzer, ebensoviel Bucheckern für den Hausbedarf fcklaqen zu lassen, als er an die öffentliche Abnahmestelle abgeliefert bat. Der Echlagscheinbe- sitzer muß sich eine Oelmühle suchen- die ihm die Bucheln zu Oel schlägt, er muß sie auch zur Mühle bringen und Oel und Futter­küchen wieder holen. Er muß selbst das Risiko ttagen. wenn das Otterträgnis ein geringeres ist. Wer sich reichlich mit Fett versorgen will, braucht nur Bucheckern zu sammeln.

Vklbel. Der Krieg hat bekanntlich eine gann Ar,zahl fast vergessener landwirtschaftlicher Nutzpflanzen wieder zu Ehreu gebrackrt. So wird eben allenthalben wieder Raps gebaut, da man es zu schätzen weiß, etwas Oel in seine Küche zu be­kommen und auch der Allgemeinheit einen Anteil abzugeben. Auch die Gespinstpflanzen kommen wieder zu Ehren, nament­lich findet man wieder Flachsfelder, die mit ihrem blauen Blüte nmeer eine schöne Abwechslung in der Landschaft bil­den. Fast in jedem Garten wird Tabak angebaut. der in der tabakarmen Zeit eine willkommene Gabe dem Raucher ist. In der hiesigen Gemarkung sind es die rührigen Landwirte Gebr. Küldhenn. die den Anbau von Oel- und Gespinstpflanzen in größerem Maßstab betreiben. Für das nächste Jahr haben sse über 15 Morgen Raps ausgestellt und dieses Jahr hatten sse 5 borgen Hanf und mehrere Morgen Flachs angebaut und waren mit dem Ergebnis zufrieden.

Fa Frankfurt a. M.. 23. Okt. In der Altstadt wurde durch die Kriminalpolizei der bekannte Einbrecher und Hehler Ga.

Lückel weaes Brotmarkenbondel »estaenommen. In seinem Bes^

fanden sich noch 1302 Siiick gültige Brotjcheine und über 10 06 Mark Bargeld.

Aus 3tnTfrnbrft.

Darmstadt. 23 Oft. Die Diebstähle wachsen auch hier ins Ungeheure. So wurden in der letzten Nacht einem Friseur und Zigarrenhändler in der Graiensiraße. der auch das Lager der Konsumgenossenschaft der Friseure hält, der größte Teil seiner Waren an Zigarren. Zigaretten. Seife, Parfüme oller Art. Toilettearükel im Werte von nabezu,10 000 Mk. gestohlen. Al. lem Anschein nach sind die Diebe mit den Verhältnissen sehr vertraut gewesen. Bis jetzt hat man keine Sour von ihnen, doch müssen sse bei ihrer Arbeit gestört worden kein, denn vor- mittags gegen 9 Uhr fand man gegenüber dem Laden auf der Straße an einer Nochbarwan.d einen Sack, der mit einem Teil drr gestohlenen Sachen gefüllt war und mehrere hundert Mark Wert hatte.

Darmstadt. 24 Okt. Die Kehle mit dem Rasiermesser durch­schnitten hat sich in seiner Wobnung in der Liebigstraße der Veterinär Alex Sckmidt aus Wiesbaden, anfchenend in einem Anralle nervöser Ueberreizvna. Seine Wirtsieute landen ihn noch gewaltsamem Oeffnen der Tür 'n den letztenTod'szuck,ingen liegend Rach alsbaldigem E ntreffcn der Sanitatsrr-ache war der Tod eingetreten. Man fand einen Zettel mit den AK. schiedZworten: Auf Wiedersehen in einem besseren Jenseits.

Aus der Pinlz.

FC. Aus der Pfalz. 20. Okt. Fob 1 b ss'tzer und Mitinh-ber des Pfälzischen Cbamotte- und Tonwerk in Grünstodt batte einen Iagdaang nach Bischofswald unternommen und ist dabei ver. unglückt. Er wurde dort tot aufgettrnden.

Krirantttmachrrng.

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verab'oltt.

Km unnötigen Andrang tu vermeiden, bitten wir, sich genau an die Zenemteilung zu halten.

Friedberg, den 20. Oktober 1918.

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