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Darm triff man in Me allgemeine Tagesordnung cm. Sr- ffcr Punkt ist die Anfrage des Zentrums über die Wohnungsnot und man verweist nach eingehender Debatte die Vorlage, an eine Kommission.
DeutZchrr Reichstag.
Der Staatssekretär Dr. Solf weist die Anschuft^nungen zurück, daß die Deutschen bei ihrem Rückzug in Frankreich gesetzlose und unmenschliche Handlungen begangen hätten. Er spricht nochmals aus. daß er das Wilsonfche Programm in allen Punkten loyal erfüllen würde. Er weise die dänischen Einsprüche zurück und bedauert die Rede des elsässischen Abgeordneten. Die elsaß-lothringische Frage werde im Nahmen #ei Friedensverhandlungen entscheiden. Er wendet sich gegen die Ford-eruichen der Polen. Als er sagte. die.Pelen mochten daran denken, was Deutschland für die Befreiung Polens mit Gut und Blut getan bade, erscholl der Gegenruf: Ge wundert haben sie! worauf ein Tumult entstand, der beinahe zu Tätlichkeiten geführt hätte. Der Krieasminister Scheuch mahnte zum Aushalten Wir sieben in schweren, ober nicht verzweifelten Tagen. Das 5eer fei nicht geschlagen. die Heimat nicht zusammen- gebrochen. überall seien die Kräfte vorhanden, de zu erfolgreichem Widerstand Lefahigteu. Diese Kräfte zu beleben, sei unsere vornehmste Ausgabe Er bat. keine Angriffe zu richten gegen Männer, die verbitternd empfinden mühten. Das fei ober geschehen, lvenn wie gestern kommandierende Generäle mit tobsüchtigen Menschen verglichen würden. Er geht auf die Panzerwagenfrage ein. Eine Herstellung in weiterem Umfang sei bei uns nicht möglich gewesen. Amerika dagegen hatte die Industrie der ganzen Welt zur Verfügung. Dagegen hätten wir der Tankabwehr die gebührende Beachtung geschenkt und sie würde ständig weiter ausgebildet. Ec schloß: Der Herr
Reichskanzler hat aefagt, wir müssen -dem Heere Menschen. Mittel und Mut zuführen. Daran müssen wir alle mithelfen. Meine Herren, dazu können Sie beitragen, hier und im Lande. (Beifalls. Es gilt, dem Vernichtungswillen unserer Feinde, unter Umständen den eigenen Kampfeswillen entgegenzusetzen.
Aba. Norke (Soz.): Der Krieg?minister habe offenbar
4mmer noch nickt begriffen, worum es sich in Deutschland fetzt handele. Er wendet sich gegen die Ansprüche der Polen und gegen die Unabhängigen. Der Kaiser könne durch e'ne Geste tgemeint ist Abdankung) den Druck von Millionen erlei l ern Gegenüber den Forderungen der Polen. Elsah-Lothringn und Dänen hob der Abg. K re t h hervor, daß der deutsche Löwe noch nickt tot sei. Erforderlich sei. daß in der gegenwärtigen Stunde auch der letzte Drückeberger an die Front geschickt würde. Er wendet stch oeaen den Vizekanzler, der als Varteimann gesprochen habe. Die ..berr'ckende Klasse" habe nicht die Schuld an dem Hast der ganzen Welt gegen uns. sondern diefenigen unter uns. die Deutschland immer als das rückständigste Sand der Erde schleckt gemacht hätten. Der Vizekanzler Payer suchte diese Angriffe zu entkräften. — Abg. Ledebour bestreitet, daß Deutschland imstande sei. den Krieg weiter zu führen. Das vertrüge sich nickt mit dem. was Hindenburg und Ludendorfs vor kurzem in ibrer Not gesagt und die einen sofortigen Frieden verlangt hätten. Von einer Parlamntarisierung der Negie. runa kann man nickt reden, er seien nur -einige Abgeordneten bürokratisiert worden Der Kaiier und alle deutschen Fürsten würden Deutschland den besten Dienst erweisen, wenn sie aus alle Mackt verzichteten. Der Vizekanzler Payer bedauert diese Ausfübrunaen. die geeignet seien, das Vaterland aufs schwerste 5 » gefäbrden Nach einigen unwesentlichen Auseinandersetzungen fokat die namentliche Abstimmung über den Antrag der Mebrbeitcharteten. dem Reickskanzler ihr Vertrauen auszu- fprecken. Der Antrag wird mit 183 gegen 52 Stimmen bei 23 Stimmenthaltungen (Deutsche Fraktion. Polen) angenommen.
Jlii'stsM'Mng mid ZosaldkWttatie.
Interestante Mitteilunaen über die Behandlung der Iu eenfraae auf d-m letzten Parteitage der bayerischen Sozialdemokratie in München bringt das ..Frank. Volksblatt" ir Würrburq. Danach hat der Führer der bayerischen Sozialdemokratie Abg. Auer, als Berichterstatter über die Tätigkeii des Landesvorstandes ausaefübrt. dast der Antisemitismu- gegenwärtig eine wesentlich Ralle - in den Parteiäußerungey spiele und daß diese Frage ollem Anschein nach auch nach nach dem £nece von Bedeutung sein werde. ..Aus verschiedenen Orten Nord- und Südbayerns",- so führte Auer aus, „sind mir Zuschriften von Parteiaenossen zua.egangen. denen ich entuebm- das; auch in unseren Organisationen die Raffenfrage zur Erörterung kommt und dah dabei ein Standpunkt eingenommen wird, der meiner Meinung nach falsch ist. Es wird behauptet dast die Inden in ihrer Mehrheit vom gefährlichen, schweren Militärdienst sich systematisch drücken, dast. wenn sie es bei den Drucknuukten zu Vorgesetzten gebrockt haben, sie mit den ihnen unterstellten Soldaten und den mit ahnen zum Verkehr ae- ftwun^enen Zivilpersonen in der hochfabrendsten und verletzendsten Weise verfahren. Weiter wird gesagt, dast. während diese zum Teil baumstarken Leute sich vom Militärdienst drücken, grauen und Mädcken.im Felde Verwendung sihden. In zwei Schreiben wird behauptet, daß die Israeliten für sich Achtung lbrer religiösen Anschauungen verlangen, wahrend ne auf d'-e Gefüble anderer keine Rücksicht nehmen, und daß die israelitischen Frauen durch ihren Klejderarn>and geradezu aufreizend wirken Weiter wird behauptet. bafc sie beim Hamstern die rvttdesien Preistreiber feien, daß diese Preisttei^rei noch gesteigert werde durch Warentansch. den sie systematisch und plan- maßlg betrerben. (Zuruf: Sehr richtig!) In einzelnen Städten nt man daran gegangen. Listen anzulegen und diese Listen bei Behörden einzureichen.' Mir wurden mehrere solcher Listen -^geschickt mit der Aufforderung, dieses Vorgehen zu unter- Men und zu fördern. Auf der Liste eines solchen Ortes befinden sich nicht weniger als 60 Namen unter Angabe von Stand um, Woüuung."
Abg. Auer erklärte dazu, daß er mit rücksichtslosen Vorgehen Seg^ das Drückeberger-Unrsesen usw. völlig einverstanden sei.
es aber als falsch bezeichnen müsse, zu Diesen Fragen unter dem Gesichtswinkel der Rassenzugehörigkeit Stellung zu nehmen.
Geyen die Kargeld-AamstereL.
Berlin, 22. Okt. Der Vizepräsident der Reichsbank, von Glasenapp, verbreitete sich heute vor Vertretern der Presie über die unvernünftige Vanknoten-Hamsterei. Die ungewohnte militärische und innerpolittsche Lage hat engherzige oder auch nur einsichtslose Gemüter dazu verführt, ganze Vermögensteile und manche weit über den nächsten Bedarf hinausgehende Beträge stch in Banknoten hinzulegen und zu verstecken. (Welchen Umfang das Vorgehen angenommen hat. kann man auch schon hier in Fried b'erg sehen, wo einige Bankgeschäfte nicht in der Lage sind, größere Dargeldberräge auszubezahlen).
Die Reichsbank, die Darlehenskastenvcrwaltung und die für sie arbeitende Reichsdruckerei sind zur Zeit nur mit äußerster Krastanstrengung imstande, die Nachfrage, die ja kein „Bedarf" ist, zu befriedigen. Vom Juli bis September d I. mußten 4 Milliarden Mark neue Scheine in den Verkehr gefetzt werden gegen nur 2.2 Milliarden im gleichen Kriegs-Vierteljahr 1911 und gegen gar nur> 453 Millionen in derselben Periode 1915. 813 Mill. in 1916 und 2 Milliarden in 1917. Der Eesamtum- lauf scheint heule um 25 Prozent größer als im Sommer. Er ist es in Wirlttchkett aber nicht, weil ein großer Teil der Noten gehamstert wurde ohne rechten Zweck. Jrnolgedesten ist auch der Rückfluß in die Reichsbank bisher ausgeblieben. im Gegenteil neue 1\£ Milliarden wurden verlangt Unter solchen Umständen reichten die physischen Kräfte, zumal Einziehungen und Erkrankungen mitsprachen, zeitweise nicht aus und im ganzen Lande treten nun gelegentliche Störungen des Zahlungsverkehrs auf. die einen Schaden und eine Gefahr für die Gesamtheit darsiellen. Wenn nun auch die verantwoitlichen Stellen durch Reklamationen beider Heeeesverwaltung und durch Heranziehung neuer Druckmethoden und Druckereianlagen sowie durch andere kommende Befehlsmaßnahmen der Zustände Herr zu werden suchen, so muß doch auch von der anderen Seife des Publikums eine verständigere Haltung Platz greifen. Es ist auf die Ziuslosigkeit. auf die Verlust-. Diebstahls- und Feuersgefahr hlnzuweiseu. Jeder muß sich sagen oder sagen lasten, daß die sich langsam entspannende Lage keine neue Verwirrung. keine deplazierten Hartnäckigkeiten verträgt, daß man sich vielmehr der bargeldlosen Zahlweise und der bei uns vorhandenen soliden Einlage- und Spareinrichtungen bei Banken. Sparkasten u, d Genossenschaften erst recht in noch stärkerem Maße bedienen soll als seither. Sich in die Verhältniste zu schicken, sich bis zur Behebung des Uebelstandes zu gedulden, das kann vom reichen Manne wie vom Wochenarbeiter unbedingt verlangt werden.
EZ ist durchaus nötig, daß die Vanknotenhamsterer ihre Scheine wieder dem Verkehr zuführen Mit dem Einsperren schädigen sie die Volkswirtschaft auf das schwerste. Außerdem aber darf die Gefahr des Verlustes von niemand übersehen werden. Barmittel über die notwendigen Mengen hinaus gehören in die Spacksten und auf die Bankkonto. Dort sind sie am sichersten aufgehoben.
Hessttche Landwirte!
Bisher haben der starke Siegeswillen und der heldenhafte Opfermut unserer tapferen Krieger in Ost und West die heimatlichen Fluren geschützt und behütet vor einer Invasion feindlicher Truppen. Was dies besagen mill. zeigen deutlich die besetzten Gebiete, die den Schauplatz der furchtbarsten Kämpfe seit nunmehr vier Jahren bilden, in denen das Ackerland für lange Zetten verwüstet und unfruchtbar gemacht wurde durch die vernichtenden Wirkungen der Geschosse und die Minierarbeiten der beiderseitigen Streiter; kaum ein Stein ist auf dem andern geblieben und olles pflanzliche Le- ! den ist vollkommen ausgestorben und kann erst nach unsäglich! langer und harter Arbeit mit vielen Kosten wiederhergestellt werden wie mich langer Augenschein lehrte. Ebenso würden unsere, heute noch lachenden und reichen Segen spendenden Gefilde bald der Verwüstung und Verödung anheimfallen, wenn es dem noch Rache dürstenden Feinde gelänge, mit einer unmenschlichen schwarzen und braunen Horde über unser heißge- liebtotz Vaterland, das unser und unserer Kinder Wiege ttug. das uns nährt und Neidet, uns an allem Hohen und Edlen begeistert. - das unsere Gotteshäuser trägt, mit frevlem Wutge- schrei hereinzubrechen. Das Elend und die Schande sind nicht ouszudenken, die unser warteten und auf Jahrzehnte hinaus wäre vornehmlich unsere ländliche Bevölkerung zu eineu, kümmerlichen. erbärmlichen und freudlosem Dasein verurteilt. Freiheit würde es im deutschen Lande nicht mehr geben, wenn wir auf dieser Grundlage einen Frieden diktiert bekämen. Darum rufen wir es laut: wir wollen und wir werden Heim.
Hof und Acker. Land und Stadt vor einem solchen traurigen Schicksal bewahren und daran werden wir alle, alle helfen indem wir unseren Vätern, Söhnen und Brüdern im Felde die Mittel liefern, von deren Beschaffung eine erfolgreiche Fortsetzung des. wie es scheint auch fernerhin unvermeidlichen Kampfes, ein Freihalten unserer Grenzen von jedem feindlichen Ernfall und eine für uns siegreiche Beendigung des Weltkrieges abhangt. Die Anzahl der Feinde ist groß, ihre Hilfsmittel scheinen unerschöpflich, aber dennoch sind auch ihre Kräfte begrenzt und diese Grenze, über die sie durch dreiste Forderungen hinwegtäuschen wollen, ist erreicht. Und wir, wir stehen noch in Feindesland, wir sind noch unbesiegt und hohen Mutes voll. — Auch ihr, getreue Landwirte, helft, wie dies letzt allenthalben in Deutschloirds Gauen geschieht, den Dank an unsere heldenhaften Feldgrauen durch Zeichnen der Kriegsanleihe abttagen, helft die erforderlichen Mittel zur Fernhaltung und zur endlichen Niederwerfung unserer Widersacher aufbringen!
Kammerherr Barthels.
(Die Kreis- und Amtsblätter werden gebeten, vorstehenden Aufruf im vaterlündzjchen Jntereste abzudrucken.)
Zur Frage der MUchvrrsorgmm.
Durch M* Zeitungen geht die Nachricht, daß der Rat eine» sächsischen chrittelstckdt vom Stadiverordneten.Kollegium die Genehmigung zur Anschasfung'von 20 Milchkühen gefordert Hab», daß aber die Stadtverordneten im Hinblick auf „die der Stad« hierdurch erwachsenden bedeutenden Kosten" abgelehnt hätten.
Dies eine Beispiel illustriert so recht die Lage aus dem Milchmarkte. Die Städter verlangen dauernd ungestüm die Lieferung von Milch von den Landwirten. Die sozialistischen Blätter berechnen fortwährend die angebliä>en großen Gewinne, welche die Landwirte durch Milchproduktion erlangen — und wenn nun einmal eine städlisä-e Kommune rm Intereste ihrer Einwohnerschaft eine bescheidene Milchwirtsilaft einrich. ten will, lehnt man die Anforderung ab im Hink!ick auf die erwachsenden Kosten!
Wir können gar nicht dringend genug die Mahnung an die Städte richten, doch selbst endlich Hand anzulegen. um der bestehenden Milchknappheit zu steuern. Eine Kommune ist doch eher in der Lage, das hierbei entstehende Risiko auf sich zu nehmen als ein einzelner Landwirt.
Vor allen Dingen möchten wir aber, an die Schreier auf der extremen linken Seite die dringende Bitte richten, doch endlich selbst einmal die Probe aufs Exempel zu machen und durch Errichtung von Milchviehhallungen und Einstellung von gutem Milchvieh sich die ungeheuren Gewinne zu sichern. die sie den Landwirten dauernd — andichten
Aue. der Heimat.
Der Sonntag !m Walde ist von jeher das Ziel vieler Tausende gewesen, die Erholung suchten von der Werttaasarbeft. In diesen schönen Herbsttagen kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, wenn man dabei mithilft, die in diesem Jahr überaus reichlichen Bucheckern zu bergen. Von vielen Städten wird bereits berichtet, daß ihre Einwohner in Scharen Sonntags den Buchenwäldern zustteben, ja. trotz der Verkehrsnot haben sich manche Eisenbahndirektionen bewogen gefühlt. Sonderzüge einzulegen; gilt es doch, der Feftnot zu steuern. Wer Bucheckern sammelt, sorgt nicht nur'für die AN- pemeinheit. sondern auch für sich, denn für jedes Kilogramm ab- gegebene Bucheckern erhält er einen Oelbezugsschein auf 60 Gr. Oel, die nicht auf die Fetfretion ungerechnet werden.
Friedberg, 25. Okt. (Landwirtschaftlicher Cenostenschafts- tag). Zu einer Besprechung genossenschaftlicher und allgemein wirtschaftlicher Tagesfrageu hatten die Vorstände , der Land. Wirtschaftskammer, der Verband der Hest. 'Landw. Genosten- schasten. die Zentralkaste der Hest. Landw. Genostenschaften. sowie die Hest. Landw. Eenostenschaft m. b H für v«slostenen Samstag nachmittag tm Hotel Trapp eingeladen. Man war rech! zahlreich gefolgt. U. a. waren erschienen die Landtagtzabg Breidenbach u. v. Helmolt u. zahlreiche Vertreter land. wirtschaftlicher Organisationen und sonstige Landwirte. Nach einer Ansprache des Herrn Oek. H e n j c I, der die Versammlung leitete, verbreitete sich Direktor Mager über geldwirtschaft liche Fragen und das Hamstern von Papiergeld. Sehr eindringlich waren seine Ausführungen über die Bedeutung und Notwendigkeit der Beteiligung an der neunten Kriegsanleihe Direktor Berg - Darmsladt besprach sodann eingehend über die Notwendigkeit des genossenschaftlichen Zusammen- schlustes für die Landwirtschaft. Erfreulicherweise befinde sich das Genostenschaftswesen.üb:ratt und zwar besonders in der Provinz Oberhesten im gedeihlichen Fortschrciten. Der Vorsitzende Oekonomierat H e n s e l besprach dann noch verschiedene Forderungen und Fragen des Tages und hob besonders die Tättgkeit der Landwirtschaftskammer auf allen Gebieten hervor. Staatskommistor Reg.-Nat Dr. Michel richtete nochmals einen Aufruf an die anwesenden Vertreter, das heute Gehörte in die Tat umzusetzen'und mannhaft einzutreten, -daß der inneren Front eine kräftige Stärkung zuteil wird und forderte auf für die Zeichnung der neunten Kriegsanleihe olle verfügbaren Gelder ^bereit zu stellen. Damit wurde die schön verlaufene Versammlung geschlosten.
Wallernhavsen b. Nidda. 23. Okt. (Seltenes Jagdglück). In den Vogesen erlegte der als trefflicher Schütze wohlbekannte Ersatz-Reservist Adolf Deckel von hier non seinem Posten aus mit drei wohlgezielten Schüsten in einem Zeitraum von 15 Minuten drei Füchse. Es waren Prachtexemplare. Trotz Artillerie- und Minenfeuer hielten sich die Tiere längere Zeit zwischen den Stellungen auf.
Aus Starkenburg.
Darmstadt, 23. Okt. Ein bedenkliches Schadenfeuer ist am Montag abend im Hest. Vrandkataster in der Zeughausittatze dahier, anscheinend durch einen schlechten Kamin, entstanden. Durch energisches Eingreifen der Feuerwehr konnte größerer Schaden verheütet werdn.
Darmstad. 23. Okt. Beim Reinigen einer alten Pistole, die er erworben hatte und reinigen wollte, ist der hiesige Buch- druckereibesitzer K. F. Bender. 35 Jahre alt. der als Sergeant zum Heere einberufen ist, verunglückt. Ein noch im Laufe de. findlicher Schuß ging los und verletzte den Mann schwer. Jetzt ist er an den Folgen der Operation, der er sich zur Entfernung der Kugel unterziehen mußte, gestorben.
AkttilMsrktavnißtr
des Rrris»; deitsnaHrveiles rr. d. OiifsdienAmrlörsteUr
Offene Stellen:
3 Tagelöhner, 6 Knechte, 1 Schäfer- und 1 Hofmeisterfamilie, 1 Fabrik, chlosjer, 23 Dienslmägde, 1 Melle rin, 1 Wirtschafterin. 1 Köchrn, 20 Hausmädchen.
E tellensuchendsr
Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 2 Bürofrauleins
Verantwortlich für den poIitifd>cn und lokalen Teil: Otto Hirschel. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. Heyn er. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A. G.. Friedbera i. H.


