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Nummer 251 Anftlpreis

Freitag den 25. Oktober IN 1^5

11. Iahr-au-.

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Crnjl der ^age. Erfolgreiche AbmrhrkLimpfe im Westen. Der Zusammenbruch Oesterreichs.

! Der deutsche Gsnernistab !!

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M. T. K. Krotzes Kattptqnariiep, ders 24 . GKIdber Amtlich.

Westlicher 5kriegsschaupkatz.

In der Lys Niederung dauern Teilkämpfe an. Südwest- Nch von Deinze schlug die seit 14. 10. täglich im Kampf be­währte 52. Reserve-Division unter Gen-ralleutnant Waldorf erneute Angriffe des Feindes an der Bahn DeinzeWaregem ab. Beiderseits von Lichte setzten wir uns in vorletzter Nach' rom Gegner etwas ab und schlugen den Feind, der gestern in der Gegend von Kattestraat angriff, zurück. Auf feindlicher Seite haben sich belgische Landeseinwohner an diesen Kämpfen beteiligt. Tournai und Valenciennes liegen unter englischem Feuer. Bei Tournai und in der Schelde-Niederung erfolg­reiche Vorfeldkämpfe.

Beiderseits von Solesmes und Le Eateau nahm der Eng­länder mit frisch eingesetzten Divisionen auf fast 30 Kilometer breiter Front seine mit großen Zielen angesetzten Angriffe wieder auf. Am Harpresgrun.de ist sein erster Ansturm an, frühen Morgen gescheitert. In wiederholten Angriffen stieß er im Laufe des Tages* beiderseits von Remerjes in Gegend von St. Martin und Salesches und mit Teilen auf Beaudignte« vor. In der Mitte der Schlachtfront brachten wir den beider­seits der Römerstraße Le EateauBavai angreifenden Feind in der Linie PoixBousies zum Stehen. Südlich von Bousieß haben die schon in den letzten Schlackten besonders bewährten Radfahrtruppen weiteres Vordringen des Gegners verhindert. Südöstlich von Le Eateau sind mehrfache Anstürme des Geg­ners völlig gescheitert. Zwischen Pommerouil und Eatillon kämpfende schleswig-holsteinische, mecklenburgische, hanseatische und württembergische Regimenter h^ben gegen gewaltige Uebermacht ihre Stellungen behauptet. Das Füsilier Regiment Rr. 12? unter seinem Kommandeur Oberst v. Albeni Hai hier Besonderes geleistet. Südlich von Catillon blieben die gegen den Sambre-Oisekanal vorbrechenden Angriffe vor diesem in unserem Feuer liegen.

Zwischen Oise und Serie zeitweilig Artilleriekampf, dem auf dem Nordufer der Serre feindliche Angriffe folgten. Sie wurden in unserem Feuer und durch Gegenstoß abgewiesen. Teilangrisfe des Gegners gegen den Soucheabschnitt nördlich von Pierrepont scheiterten. Das engbewohnte und mit Flucht- Feuer" Öt1flC Üate W<mtcornct liegt' unter starkem frantzösifchen

Östlich der Aisne beschränkte sich der Feind gestern auf sthr starke, durch heftiges Feuer unterstützte Teilangriffe. Bayern und Württemberger und württembergischs Pioniere ha­ben die Hohen nordöstlich von Louziers gegen viermaligen An- £*5 gehalten. Oestlich von Bouziers taten sich in den letzten Kämpfen Teile der ersten Reserveinfanteric-Division unter Lllajor Graf v. Eulenburg besonders hervor. Zwischen Olizy und Grandpre schlugen elsaß lothringische, thüringische und hei- si.lhe Regimenter feindliche Angriffe ab. Die Hauptlast des Kampres irua das Infanterieregiment Rr. 17. das sich wiede­rum unter seinem Kommandeur ALajor Ctobbe besonders b'- wahrte.

Auf beiden Maasrffern nahmen die Angriffe der Amerlka- ner wieder größeren Umfang an. Aus den Wäldern von ant..ev,-e un>d nördlich von Cunel stießen sie mit starken Kraft ten und von Panzerwagen begleitet gegen unsere Linien vor Eie wurden «bgewiesen und erlitten in unserem zusammen^. foß.en Feuer besonders schwere Verluste. Oestlich der Maas dauerten heftige Kämpfe um die Waldhöhen beiderseits der Straße Confonvoye Da.mvillertz bis zum Abend an. In har- in erfolgreichen Gegenstößen warfen branden- ® 0tainone hc " me ^* «nstilrme^en

EiidSftlich-r Kriegsschauplatz, heftiger, Eebirgslämpfen liab-n unsere Nnchhute» das Beziehen neuer Stellungen betderfeiis von Paracin gesichert.

Trr «mit Gkncr-Iquarticrmcisler: ü u b e n i> o t} f.

Abenddrricht.

24 °«* "bends. (WTB. Amtlich.) Erfolgreiche leillampsc in Flandern. Oestlich ron Solesmes und Le Calean sind erneute schwerste Angrisse der Engländer geschei. mt; sie blieben auf örtlichen Geländegewinn beschräult. Von

audditen Fronten nichts Neues.

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Etaais^kretär des AttswärLiLen Amtes Dr. Solf über die Kriegsanleihe:

Es ist mir rmversiändM, das; manche glauben, durch den Wechsel der Regierung oder in der ReichstageverLreilmg könnte die Sicherheit der Kriegsanleihe nur im geringsten gekährdst kern.

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ran, Köln und Malrrz im gleichen Zustand vor m!r zu haben, um io mehr, als. bevor wir Köln und Mainz erreichten, auL Brüssel und Straßburg zerstört werden müßten.

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jj L er ösierrcichilche Gencralstab !!

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Wien. 24. Oft. Amtlich wird Versandort:

Italienischer Kriegsschauplatz- Gestern wucks im Abschnitt zwischen Brenta und Piave und im Montello-Gebiet das feind­liche Artill-riefeuer zu großer Heftigkeit an. Auch sonst ent­wickelten die feindlichen Batterien lebhaftere Tätigkeit.

BalkanKrieassckaupsatz: Stärkerer feindlicher Druck auf

den Raum von Zajeear veranlaßfe rrn?r. die Front der Ve-bnn- dcten bei Iagodina zurückzunehmen. Hier wurden stärkere ser­bische Angriffe abgewiescn.

Ter Chcs deS (Bciurnlftabf«.

füt Sfjrfraifefr 4-10000 loniifn Tfr'rnht.

VerNv, 23 Okt. (WB. Amtlich.) Im Monat September haben die Mittelmächte rund 440 060 Brt. des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschrsfsraumtz vernichtet. Rach neueren Rach- rickten sind außerdem weitere 36 000 Brt. Schiffsraum durch unsere kriegerischen Maßnahmen schwer beschädigt in felndl'.che Häsen eingebrackt.

Ter Chef dcS Admiralstabes der Marine.

Ifflrr die JnHinrni ttliüßZIlher ©rtirfjflfffi».

Brrlifl. 20. Okt. Ein höherer englischer Offizier, Mafor Gillespie, von dem Regiment Royal Field Artillerie, wend-ck sich in der Nummer 25 der Wochenschrift ..Nation" vom 21. Sept. gegen die Behauptung, doß die Zerstörung des französischen \ Landes hauptsächlich durch 'die Der?t^chen verursacht sei. beson­ders gegen einen australischen Journalist Mackintosh, der einer der vielen Verbreiter dieser Verleumdung ist. Er schreibt do^u:Ich habe an der Front fast volle drei Jahre gelebt,

h^be selbst meinen schwachen Anteil daran gehabt, die Front während 33 Monaten mit zu halten. Die entsetzliche Zerstö­rung des französischen Landes ist mir wohlbekannt, ist sie doch sogar zum Teil das Werk meiner eigenen Kanonen fsome oi it was even ths work of my own guns). und dennoch sch-int mir ein Nerhandlungsffiede nicht nur sehr wobl möglich, son­dern unter gewissen Bedingirnaen wünschenswert, sobald ein oewisies Stadium des Krieaes erreicht ist. überhaupt ein un­bedingtes Erfordernis, um die Feindseliakeilen zu beendiaen. Diese Meinung muß Herrn Mackintosh seltsam und gar ver­ächtlich erscheinen. Mag sein, daß er denkt, weil wir die not­wendigen Machtmittel anhävfon. um die deutschen Städte und Dörfer zu zerstören, sei es auch Recht, daß wir diese Machtmit­tel erst anw'endsn, selbst wenn ein gerechter und dauerhafter Friede mit anderen Mitteln auf andere Weise erzielt werden könnte. Vielleicht ist es Herrn Mackintosh nicht eingefallen, daß wir. bevor wir das deifffche Land verwüsten können, not­wendigerweise noch über bunderte von Ouadratmeilen de« fran­zösischen und belgischen Bodens Verwüstung bringen müssen, die bisher unversehrt blieben und denen durch einen Verhand- lungssrieden dieses Ilnheil und diese Qualen erspart bleiben könnten. Ja, es nrag auch fein, daß er sich einbildet, die aanze Verwüstung werde von den Deutschen ausgefllhrt. Hätte er einige Dörfer an der Somme gesehen, damals im Jahre 1016. als die britische Armee sich ihnen näherte und hätte er beobach­tet. wie unsere Kolonnen diese Dörfer notgedrungen in Schutt und Asche legten, so käme er zu einer anderen Meinung. Weil ich ^pern und weil ich Arras in Trümmern liegen gesehen habe, gerade deshalb gesteh- ich, fände ich kein Vergnügen da­

Droßnug an Hsiiand.

Bern. 24. Okt. (WB) Das dem Ministerium des Aeuße- ren sehr nahestehende ..Echo de Paris" läßt dnrch seinen milirg. riscken Mitarbeiter folgende vielsagende Aeußerung veröffent­lichen! In diplomatischen gut unterrich^eien Kreisen ist mar. der Ansicht, das Eintreffen der alliierten Armeen im Sckelde» gebiet werde demnach-st das ernste Problem der Souneränilats- reckite ausrollen. die Holland sich über die Sck>el>emündung an- gematzt habe. Am 4. August 1911 habe sich Holland zum ein­zigen Souverän über die Mündung proklamiert, sie der Kriegs» schisfahrt versck'losien und die allikerten Flotten verhindert. Ant­werpen zu unterstützen. Die Alliierten hätten Holland dieses Recht, das ihm auch durch den Vertrag von 1830 niemals ein- geräumt worden sei. nicht zverkannt. 1014 habe die Entente mit unheilvollen Folaen für sie die Haager Reaierung gewäh­ren lallen. Sie habe sich fedoch nicht verpflichtet, da« Fait accompli zu achten. Das Blatt kragt bedeutungsvoll, ob ießt nick't die Stunde, über diese Angelegenheit zu sprechen, geschla. geil habe.

Die Ifiiiöit Wiljm an DriüjchliiO.

§6ag, 24. Okt. Hollandsch Rienwsburegu meldet aus Wa­shington: Das Auswärtige Amt in Washington hat folgendes

verösfenllicht:

Vom Staatssekretär an den Geschäftsträger der Schweiz ad iotenm mit der Wahrnehmung der deutichen Interesien in den Vereinigten Staaten beaustragt. Auswärtiges Amt. den 23. Oktober 1918.

Mein Herr! Unter Berücksichtigung der Mitteilung der deutschen Regierung vom 20. Oktober, welche Sie übermittelten, beehre ich mich Sie zu benachrichtigen, daß der Herr Präsident mich beaustro.ft hat. folgendes darauf zu antworten: Nachdem

der Präsident der Vereinigten Staaten die feierliche und deut­liche Erklärung der deutschen Regierung erhalten hat, daß fw rückhaltslos die Friedensbedingungen akzeptiere, die in seiner Botschaft vom 8. Januar 1918 an den Kongreß der Vereinigteir Staaten nwderg-legt sind und die Grundsage einer Regelung, welche in seinen folgenden Votschosten bekundet wurden, na> mentllch in seiner Botschaft vom 27. September, und daß di« deutsche Regierung wünscht die ein^uleitenden Schritte betreff send deren Anwendung zu besprechen, und daß dreser Wunsch und dieses Ziel somit nicht seftens derjenigen, die bisher Deutschlands Politik diktierten und den gegenwärtigen Krieg im ^kamer. Deutschlands führten, sondern seitens eines Mini­steriums, das für die Mehrheit des Reichstages und für eine überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes spricht, nachdem weiter der Präsident gleichfalls das weitere Versprechen der deutschen Regierung erhalten hat. daß die Gesttze der Mensch- Itchkeil und der zivilrsierlen Welt sowohl zu Wasser wie zu Land durch die deutschen btreitkrafte beobachtet werden, emp­findet der Präsident, daß er sich nicht mehr weigern könne, mit den Regierungen mit denen die Regierung der Bereinig­ten Staaten verbündet ist, der Frage eines Waffenstillstandes näher zu treten. Er hält es aber für seine Pflicht, neuerdings zu erklären, daß der einzige Waffenstillstand, zu dem er sich berechtigt fühlen würde, ihn zu, Erwägung vorzutragen, nur ein solcher sein würde, welcher die Vereinigten Staaten und die mit ihnen asioziierten Mächte in einer Lage lasien wurde, um jeder Abmachung, welche getroffen werden könnte, jene Kraft beizusetzen, die eine Wiederaufnahme der Feindjeligkei» ten seitens Deutschlands unmöglich machen würde.

Der Präsident hat folglich feiue Korrespondenz mit de« deutschen Behörden, den Regierungen, mit denen die Regie, rung der Vereinigten Staaten als Mitfrjegführewde assoziiert ist, übcrinittelt, mit dem Vorschläge, falls diese Regierungen geneigt sind, den Frieden zu den angedcuteten Bedingungen und Grundsätzen zu bewerkstelligen, die militärischen Ratgeber der Vereinigten Staaten einzuladcn, um den gegen Deutschland assoziierten Regierungen die notwendigen Bedingungen eines Zvaffenstillstandes zu unterbreiten, der daß Interesie der beircP senden Völker vollständig wahren werde, um den asioziierteH Regierungen das unbeschränkt« Recht zur/ Sicherung der Ein- zekheiten des Friedens, mitz denen die deutsche Regierung sich.