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Unmmer 247 (flwjrmrrig b %Montag, den 2l. Oktober 1918 IS. Jahrgang,

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MdmfHettimg und Vertag It^öberq (feilen), nancmerlrafje 12. ^ccrroceijer 48, Boitj tzeck-Lonto Jlr. 4859. .Imt Frankfurt a. M.

erhoben. (SniiflunneoTi ^ri?öbcTa.

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Srügge. Thielt und KoririK geräumt. Urne schwere Krmpfe östlich von Kortrik, starke feindlich Angriffe am Zerre- nnd Sonchr-AHZchnM nnd bei Uonsters. 24000 Tonneo Verdenkt.

Wil^n'o Antwort an Oesterreich.

W. T. K. Gvotzrs Zarr^Zqnrrrtiex. de»r (9. Okloder AmLLLch.

Wkstlicher Kriegsschauplatz.

Zwischen Brügge und der Lys wiesen wir mehrfache seind- Me Angriffe ab. Nördlich von Kortrik warfen wir Teile des Gegners, die sich seit den letzten Kämpfen nach auf dem Ostnfer der Lys hielten, über den Fluß zurück. Südwestlich von Kor- Kik wurden Uebergangsversuche vereitelt. Oestlich von Lille und Douai war der Feind gestern bis zur LinieAscqTemp jenveFNsnes- Marquette gefolgt.

Zwischen Le Tateau nnd der Oise dauerten die heftigen Angriffe des Gegners an. Südöstlich von Le Coteau drang -r bis Bazuel, im Walde von Andigny bis an den Südrand ron Wassigny vor. An der übrigen breiten Angriffsfront ist der Ansturm des Feindes vor und in unseren vordersten Li­nien gescheitert. Bazuel wurde im Sturm wieder genommen. Die bet und südlich von Aisonoille kämpfenden Truppen schlugen auch gestern alle Angriffe des Feindes ab. Zn den Abendstunden und wahrend der Nackt fetzten wir hier unsere Linien vom Gegner ab. An der Oise sind bei und nördlich von Origny erneute Angriffe des Feindes gescheitert.

An der Aisne fetzte der Feind seine Angriffe bei Olizy irnd Grandpre fort und dehnte sie über Douziers nach Norden bis Bonca aus. Bei Bandy und bei Falaife iahte er auf dem östlichen Aisneufer Fuß. Seine Versuche, unter starkem Feuer­schutz auf den Höhen östlich der Aisne weiter vorzndringen. wurden durch Gegenstoß vereitelt. Zwischen Olizy und Erand- pre stnd erneute Angriffe französischer und amerikanischer Di­visionen vor unseren Linien gescheitert. Beiderseits der Maas verlief der Tag bei Störungsfeuer und kleineren Infanterie- gefechten.

Division Generalleutnant v. Putttamer brachte durch persön liches Eingreifen den feindlichen Angriff auf den Höhen östlich oon Dandy zum Stehen. Zwischen Olizy und Grandpre wie­sen lothringische, schleswig-holsteinische Regimenter und Iäger- batailloue erneute heftige Angriffe des Gegners vor ihren Li­nien ab.

Auf beiden Maasufern blieb die GefechtstätigteiL auch gestern auf Storungskeuer beschränkt.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Am Bukovic nordwestlich von Aleksinac wurden feindliche Angriffs abgewiesen. Cajecar im Timck-Tale wurde vom Geg­ner besetzt.

Trr Erste Gencralyiiartt'krmeistkr: Ludendorff.

Staatssekretär des Innern Trimborn über die Kriegsanleihe:

Die erste Pflicht des Reiches wird es stets sein, für die Zittern Ser Kriegs­anleihe zu sorgen.

-N? ifo

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Aikerrdbericht.

Dei"n, 20. rrt., afccnhs. <WB. SlmfÜtfiJ Ceftlidi von Kortnk bauern heftige Kämpfe an. Beider- ferts von SoleSmes und Le Eateau sind aus breiter Fron: starke Angriffe des Feindes gescheitert. Erfolgreiche Teil- kämpfe im Serre Abschnitt und auf den Höhen westlich der Aisne. Oestlich von Vouziers wurden feindliche Angriffe abgewiesen.

Der erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

AhrndderlchL.

, Berlin. 19. Okt., abends. (WV. Amtlich.) In Flandern teriif dem Schlachtfelde Zwischen Le Eateau und der Oise ruhiger a.ag. Nördlich von Laon sind feindliche Angriffe gescheitert. Nordöstlich von Douziers haben sich Teile des Feindes auf dem bstlichen Aisneufer festgesetzt. Von der Maas nichts Neues.

M. 9k. g. Großes E0. iökUbev Amtlich.

HanptqrrsrLier,

den

Westlicher Kriegsschauplatz.

In Flandern haben wir in Fortführung der am 18. Olt. gemeldeten Bewegungen Brügge, Thielt und Konrik geräumt und neue Stellungen bezogen Vor diesen landen lebhafte Vor- ftzldkämpse statt Am Abend stand der Feind südöstlich von Etuis an der belgisch-holländischen Grenze, westlich von Hel- degenUrsel bei Poeke und Markegem. Nordöstlich von Kor- tfit hat er die Straße Korlrik Tournal erreicht und war bei­derseits von Douai bis östlich der Linie Orchies Marchienne? gefolgt.

An der Schlachtfront zwischen Le Cateau und der Oise trat gestern eine Kampfpause ein In unseren neuen Linien am Cambre-Oise.Kanal und an der Oise stehen wir in Ge­fechtsfühlung mit dem Gegner.

Der Serie- und Souche-Abfchnitt war tagsüber das Ziel starker feindlicher Angriffe. Der nordöstlich von La Fere auf dern nördlichen Serre-Ufer »um Angriff vorbrechende Feind wurde im Feuer und im Nahkampf abgewiesen. Ebenso schei­terten südlich von Crecy mit starken Kräften geführte Angriffe im Gegenstoß sächsischer Bataillone. An der Straße Laon- Marle faßte der Gegner in kleinen Teilen unserer Stellung Fuß. Beiderseits der Souche-Niederung wurde er nach heftigem Kampfe abgewiesen. Auch auf dem Nordufer der Aisne griff der Feind nach starker Artillerievorbereitung an und drängle . nordöstlich von St. Germainmont unsere Vorposten etwas zu­rück.

An der Aisnefront zwischen Attigny und Olizy nimmt die Gefechtstattgkeit des Gegners zu. Beiderseits von Vouziers * Je&k er sich bei erneuten Angriffen auf den Höhen am ösi- Kchen AlLire-Ufer feit. Der Kommandeur der 199. Infanterie-

!! Der österreichische Generaistuv !!

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S3scn, 19. Okt. (WB.) Anctlich wird verlautbartt

Italienischer Kriegsschauplatz: An zahlreichen Stellen der

Gebirgsfronten sehr lebhafte Erkuudungstätigkeit

Balkan-Kriegsschauplatz: Vor unseren Linien an der

westlichen Morawa haben die verbündeten Truppen die Füh­lung mit dem Feinte wieder ausgenommen. Nördlich von Aleksinac wurden serbische Angriffe abgeschlagen. Weiter- öst­lich brachten erfolgreiche Stirrmtrupps-Unternehmen Gefangene ein.

Der Chef drL GencralstabcS.

Wien, 90. Okt. (WB) Amtlich wird verlautbart:

An der Südfront keine besonderen Ereignisse.

In Albanien werden unsere Bewegungen ohne nennens­werte Störung dnrcbgeführt.

Beiderseits der südlichen Morawa sind Vorstöße des Feindes abgeschlagen worden. Zajeca ist von den Serben besetzt.

Drr Chef des Generalstaber.

Der Duftkampf.

Berlin, 18. Okt. (WB.) Vom 8. bis 19. Oktober verlor der Gegner an der Westfront 74 Flugzeugs im Luftkampf, sechs burd) Erdabwehr' wir büßten dagegen nur 9 Flugzeuge ein. Leutnant v. Becrulieu schoß an drei Tagen 5 feindliche Flug­zeuge, Oberleutnant Roth 1 Flugzeug und 9 Ballone. Leutnant Blauth 9 Flugzeuge ab.

Anl 10. Oktober wurde der Uebergang über eine Maasbrücke 34 Stunden lang durch Angriffs von Schlachtstaffeln vollstän­dig gesperrt. Eine Gruppe griff am 12. Oktober bei Verdun eine mehrere Kilometer reick>ende zusammenhängende Kolonne aller Waffengattungen aus 36 Meter Höhe mit Maschinenge­wehren, Bomben und Wurfminen an. Die Mannschaften wur­den in den Wald zersprengt, und die Fahrzeuge brachen nach allen Seiten aus. Einige Wagen wurden in Brand gefchosien.

24 000 Domren versenkt.

Brrlin, 18. Olt. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet M England versenkten unsere U-Boote 24 000 Brt. Unter dev ve» j-nkten Schiffen befanden sich ein großer Munitionsdampf« ein Frachtdampfer mit Benzinladung, sowie ein tiefbeladens Tankdampser.

Der Chef des Admiralstnbes der Marine.

S

Amsterdam, 17. Okt. (WB.) Den Blättern zuso!^ wurde den noy den Assoziierten reauirierte niederländisch DampferItalia" (2000 Bruttoregistertonnen) versenkt.

Englische 6ZrlN!l!i!!ll?k?len gegen eine ll-6ggt-Lk!ntzi!iig.

Berlin, 19. Okt. (WB.) lieber das enipörende Der» halten englischer Seeleute gegen die Besatzung eines vei> senkten U-Bootes legt nachstehender dienstlicher Bericht e« beredtes Zeugnis ab:

Nacl) dem Sinken des U-Bootes dampften mehrere en^ lische Bewachungsfahrzeuge und Zerstörer aus die Unsall- stelle zu. Als sie festgestellt hatten, daß das U-Boot ge­sunken war. drehten sie sofort ab. obwohl ste die im Wasser mit dem Tode ringende Besatzung des U-Bootes beutlict when. Ein Zerstörer fuhr in nächster Nähe vorbei, ohne sich um die Ertrinkenden zu küminern. Das geschah bei voller Tageshelle. Erst um y 2 12 Uhr nachts näherte sich wiederum derselbe Zerstörer und setzte ein Rettungsboot ans. 9 Man« der Besatzung waren inzwischen ertrunken. Als der U-Boots, kommandant an das Boot heranschwamm, wurde er gefragt, wer er sei. Auf seine Antwort, daß er der Kommandant de» U-Bootes sei. hob ein Matrose sein Ruder gegen ihn unh drohte ihn zu erschlagen. Als er sich trotzdem inchas Boot schwang, ließ der Mann das Ruder sinken. Die englischen Matrosen versuchten -die noch lieber lebenden des U Booleß in der Weise zum Bruch ihrer Dienstverschwiegenheit zu ver­anlassen, daß sie die zu Tode Ermatteten mehrfach unter Gasser tauchten, sie wieder hocbzogen, nnd ihnen dan« Fragen stellten. Mit dieser unmenschliclien Folter wollte ma« offenbar erreichen, daß die Leute in ihrer Todesangst mili­tärisch wichtige Angaben machten. An Bord des Zerstörers leugnete dessen Kommandant, die Schiftbriichigen im Omssee gesehen zu haben. Ein Mann der Besatzung sagte jedoch aus, er babe sie sehr wohl gesehen, aber der Kommandant habe erst die Auttlärunqsfahrt beenden wollen. Der U-Boots-- rommandant wurde darauf an ^ Bord eines englischen Kreuzers gebracht, dessen Kommandant ihm sagte:Sikr

wissen, ich bin berechtigt, sie zu erschießen, zu erhängen oder wnstwie ums Leben zu bringen. Das werde ich auch tun: aber Sie können Ihr Geschick dadurch abwenden, daß Sie uns Auswaen macken. Wenn Sie uns wichtige Aussagen machen, sind wir auch bereit. Sie eventuell zu entschädigen.^ Daran schloß er die Frage nack mehreren dienstlich wichtige« Gegenständen. Als der U-Bootskommandant erwiderte, eK ^ei doch wohl nicht üblich, einen Offizier zum Verrat zu ver­anlassen. wurde er in einen Raum neben der Maschine ein­gesperrt, der keinerlei Venttlation hatte. In diesem LoH wurde er tagelang gefangen gehalten.^

Wilson nnd der H-Koot-Krie?».

DerFrankfurter Zeitung" wirb von einer Bethmann HüL^ weg nnhestehenben Seite zu dem Artikel Schulze-Gävernitz u. <& geschrieben: In Wirklichkeit trugen sich die Dinge in jenen tischen Tagen folgender masten zu:

In den auf die Senatsbotjchaft (22. Januar 1917) folgere den Tagen ließ Wilson Vernstorft durch einen VerttauensmanA agen, der Präsident wolle sich erneut bemühen, den Frieden zu«, standezubringen. Für diesen Zweck werde es von befondorek Wichtigkeit sein, Genaueres über die deuttchen Friedensöeding- ungen zu erfahren. DaZ Telegramm Bernstorffs hierüber ginH in Berlin am 28. Januar sin. Damals war der uneingeschränkt' U-Bootkrieg bereits beschlosien und alle Vorbereitungen für sei- nen zum 1. Februar festgesetzten Beginn gcttoffen. Ein Gegen­befehl war eine technische Unmöglichkeit. Vernstorsf wurde um*> gefctrt) hiervon verständigt und b^ustragt, der amerikanisML-