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Dummer 34t GnsklprelS LL Montag, den 14. Oktober 1918 _11. Jahrgang.

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Die deutsche Antwsrt»

Annahme der WUson'jchen Forderungen. Grsolgreiche Abmehr im Westen. Dilch von den Feinden beseht. "I 000 Tonnen versenkt. Eine nene Kauzlerkrise?

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Der deutsche Generalstal»

meldet: ==s

DS. yr. K. Trotzes Hauzrrqnartier, der» 12. mUbcv Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprechk

2Zni* find aus den Stellungen westlich von Douai in rück­wärtige Linien zurlickgegangen. Der Gegner ist langsam ge­folgt und stand am Abend in der Linie Alt-VendinHarnes HeninLietard und östlich der Bahn BeaumontBrebieres. Nordöstlich von Cambrai griff der Feind zwischen der Schelde und St. Baost an. Angriffsziel der hier in schmaler Front an- g-esctzten englischen Divisionen war der Durchbruch auf Valen- eiennes. Seine Absicht ist vereitelt. Es gelang dem Feinde m;r. in Iwny und auf den Höhen östlich und südöstlich des Or­tes Fuß zu fasten. Unsere durch Panzerwagen wirksam unter­stützten Gegenstöße brachten hier den Ansturm des Feindes zum Stehen. An der übrigen Front wehrten wir den Feind vor unseren Linien ab und fügten seinen dichten Angriffswellen schwere Verluste zu.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Heftige Teilangriffe englischer, amerikanischcr und frmrzo- sischer Divisionen beiderseits ron Vvhain wurden vor unseren Stellungen abgewiesen. An der Oise Ertundungsge-fechte.

Südlich von Laon haben wir den Chemin des Dames ge­räumt. In dem Aisnebogen zwischen Berry au Vac und südlich von Vouzlers haben wir neue Stellungen bezogen. Die Be­wegungen. die seit mehreren Tagen eingeleilet waren, blieben dem Feinde verborgen und sind ungestört und planmäßig ver­laufen. Auch in der Ehompacme ist der Feind nur vorsichtig gefolgt. Der siegreiche Ausgang der großen Schlacht in der Champagne, die die Slrmce des Generals v. Einem mit ver­hältnismäßig sckpvachen Kräften gegen eine gewaltige lleber- macht des französischen und amerikanischen Heeres in vierzehn- tögigem harten Ringen gewonnen hat, und die beim Feinde in der Champagne insolge der ungewöhnlich hohen Verluste einge­tretene Erschöpfung haben die reibmrgslose Durchführung dieser schwierigen Bewegungen ermöglicht.

Heeresgruppe Dallwitz.

Teilkämpfe beiderseits der Aire. Heftige Angriffe, die der Feind in den Kampfabschnitten der letzten Tage auf beiden Maasufern führte, sind unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert. Cunel und der Ormeswald, die vorübergehend ver­loren gingen, wurden von sächsischen Bataillonen wieder genom­men. Die seit 15 Tagen am Brennpunkte der Schlacht bei Ro­mane in schweren Abwehrkämpsen stehende elsaß-lothringische 115. Infanterie-Divlsion unter Generalmajor Kundt bat auch gestern die ihr anvertrauten Stellungen gegen alle Angriffe des Feindes gehalten.

Der erste Geueralquartiermeistcr: Luden darff.

Abendberkcht.

DcrNn. 12. Okt.. abends. (WB. Amtlich.) Nördlich von Le Chateau und auf beiden Maasusern sind heftige Angriffe des cFindes gescheitert.

W. S. ttzratzes Hauptquartier, den 13. GKtsüer Amtlich.

Wcstlichrr Kriegsschauplatz, Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Am Kanalabschnitt beiderseits von Douai und dem West­rand ron Douai stehen wir in Eesechtsfühlung mit dem Feinde. Douai hat durch feindliches Artilleriefeuer und Fliegerbomben erheblich gelitten. Nordöstlich von Cambrai haben wir uns in der Nacht vom 11 zum 12. 10. vom Feinde etwas abgesetzt. Der Feind ist gestern mittag gefolgt und stand am Abend bei Aves- neS-les-Sec und auf den Hohen am westlichen Selle-User bei Saulzcir und Hausty. Am frühen Morgen heftiger Artillerie­kampf beiderseits von Le Cateau. Zwischen Soloesnes und Lateou Mf der Feind mit starken Kräften an. Es gelang ih-n Geiderfeus von Neuville in unsere Stellungen einzudringen. Unser durch stärkste Artilleriewirkung vorbereiteter Gegenangriff .führte zu vollein Erfolge und warf den Feind wieder zurück. Ein am Abend bei der Ferme Brlastre erneut vorbrechender Teil- angrift wurde abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nördlich der Oise setzte der Gegner zu starken Angriffen bei­derseits von Vaur Andigny, östlich von Bohain und bei Aison- ville an. Bei und nördlich non Origny suchte er über die Oise in unsere Stellungen einzudringen. Die Hauptlast des Kampfes trugen thüringische Regimenter. Der Feind wurde überall, teil­weise ln hartem Nabkampfe und im Gegenstoß, ogbewiesen.

Auf der Front zwischen Oise und Aisne ist der Feind unte­ren rückgängigen Bewegungen auch gestern nur langsam gefolgt. Er hatte am Abend die Waldungen von St'. Gobain. die Höhen nördlich der Ailette und Amifontaine erreicht. Nördlich des Netourne-Abfchnfttcs bat er die Linie AZfeldLa VilleAoan- conBerthesVaux Champagne- Voufters nur mit schwachen Kräften überschritten Feindliche Abteilungen, die südöstlich von Vouzrers über die Aisne vorstießen, wurden gefangen genom­men. Teilangriffe des Go-gners bei Tormes an der Aisne wur­den abgewiefen.

Heeresgruppe Gollwitz.

Teilangrifse des Feindes aus dem Westufer der Maas schei­terten. Ernstere Kämpfe hielten tagsüber östlich der Maas zwischen dem Orment-Walde und dem Wavrille nordöstlich von Beaumont an. Der Amerikaner, der unter starkem Kräfteeinsatz seine vergeblichen Angriffe immer wieder erireuerte. wurde von prenl-ischen. sächsischen, württrmbergischen und österreichisch-unga­rischen Regimentern in hartem Kampfe zurückgeworfen.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Ber erfolgreichen Unternehmungen westlich von Blamont und nördlich des Rhein Rhone-Kanals machten wir Gefangene.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Kampfe in der Gegend von Nisch. Stärkeren Angriffen wichen unsere Truppen befehlsgemäß auf die Höhen nördlich der Stadt aus. Nisch wurde vom Feinde besetzt.

Der Erste Genkralgiiarliermeister: Ludendorff.

Abendbericht.

Berlin, 13. L)kt. Abends. (WB. Amtlich.?

Mine größeren Kampfhandlungen.

Der österreichische Generalstab j| meldet: ==;

Wien, 12. Oft. (WB.) Amtlich wird verlautbart'.

Italienischer Kriegsschauplatz: Die Hochfläche der Sieben

Gemeinden war gestern der Schlauplatz heftiger, für uns er­folgreicher Kämpfe. Nach kurzem Feuerfchlag setzten um 4 Uhr früh zwischen Assatal und Monte di Val Bella italienische An­griffe ein. Während die Vorstöße bei Asiago durch unser Ab­wehrfeuer zum Scheitern gebracht wurden, gelang es den Fran­zosen und Italienern, auf dem Monte Sisemol vorübergehend in unsere Gräben einzudringen. Aber ungesäumt einsetzende Gegenstöße unserer Vataillonsroserren warfen den Feind sofort wieder hinaus. Auf dem Westteil der Hochfläche brachen die Angriffe des Feindes in unserem Feuer, teils im Nahkampf oder im Gegenstoß zusammen. Zahlreiche tote und schwerver­wundete Gegner blieben vor unseren Stellungen liegen. Der Erfolg ist ebenso das Verdienst der Truppen wie der Führung. Das mustergültige Zusammenarbeiten zwischen Infanterie und Artillerie war wesentlich gefördert durch die Kriegstüchtigkeit der Telegraphenverbände. Unter den opfermutigen Kämpfern waren in ungebrochener Eintracht Söhne aller Gaue der Mo­narchie vertreten. Besondere Anerkennung wird den Südöster- reichern (Deutschen, Slowenen. Italienern) des Infanterieregi­ments Nr. 117 und den österreichisch-ungarischen Honvedregimen- tern Nr. 23 und 24 gezollt.

Balkan-Kriegsschauplatz: In Albanien haben wir im Zu­sammenhang mit dem ungestörten Rückzug unserer Hauptkräfte die Nachhuten vom Skumbi abgezogen. Mitrowitza wurde vom Feinde besetzt. Zwischen Nisch und Leskovac dauerten die Kämpfe an.

Westlicher Kriegsschauplatz: Bei den österreichisch-ungari­

schen Streitkrästen gestern keine besonderen Kampfhandlungen. Die Truppen des Feldmarfchalleutnants Metzger haben an den letzten Abwehrkümpfen vor Verdun hervorragenden Anteil. Die ungarischen Znfanterieregimenter Nr. 5 und 112 wetteiferten an Tapferkeit mit den Feldjägerbataillonen Nr. 17 (Indenburg), Nr. 25 (Brünn) und Nr. 31 (Zagreb).

Der Chef des GeveralstaheA.

Wien, 13. Okt. (WB.s Amtlich wird Verlautbark:

Italienischer Kriegsschauplatz: Die Gegner haben die Angriffe in den Sieben Gemeinden nicht wieder ausgenom­men. Aeberall gewöhnliche Kampftätigkeit.

BalkawKriegsschauplatz: In Albanien wird der Rück­marsch befehlsmäßig fortgesetzt. Im Gebiet von Jpek macht sich starker Vandenzug fühlbar. Nisch wurde nach mehr­tägigen hinhaltenden Gefechten dem Feinde überlassen.

Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Beaumont waren un» sere Regimenter abermals an der Abwehr amerikanischer Angriffe erfolgreich beteiligt.

Der Chef deS EencralstabeS.

Dkl Wkillsut der kuijdp . Antvmt.

Derlrn, 12. Okt. (WB. Amtlich.) In Beantwortung der Fragen des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika erklärt die deutsche Regierung:

Die deutsche Regierung hat die Sätze angenommen, die Präsident Wilson in feiner Ansprache vom 8. Januar und in seinen späteren Ansprachen als Grundlage eines dauernden Rechtsfriedens niedergelegt hat. Der Zweck der einzuleitenden Besprechungen wäre also lediglich der, sich über praktische Einzelheiten ihrer Anwendung zrr ver­ständigen.

Die deutsche Negierung nimmt an, daß auch die Re­gierungen der mit den Vereinigten Staaten verbundenen Mächte sich auf den Boden der Kundgebungen des Präsi. denten Wilson stellen.

Die deutsche Regierung erklärt sich im Einvernehmen mit der österreichisch-ungarischen Regierung bereit, zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes den Räumungs­vorschlägen des Präsidenten zu entsprechen. Sie stellt dem Präsidenten anheim, den Zusammentritt einer gemischten Kommission zu veranlassen, der es obliegen würde, die zur Räumung erforderlichen Vereinbarungen zutreffen.

Die jetzige deutsche Regierung, die die Verantwortung für den Friedensschritt trägt, ist gebildet durch Verhand­lungen .und in Neber ernstimmung mit der großen Mehr­heit des Reichstages. In jeder seiner Handlungen gestützt auf den Willen dieser Mehrheit, spricht der Reichskanzler im Namen der deutschen Negierung und des deutschen Volkes.

Berlin, 12. Oktober.

Igez.'): Solf.

Staatssekretär des Auswärtigen Amtes.

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So ist dnn dcr Schritt geschehen, der einem jeden Deutschen mit Wehmut und Scham erfüllen muß. Wieviel teueres Blut ist nun umsonst geflossen und welche Opfer an Geld und Gut sind vergebens geopfert worden. Wir schnell sind die Hoffnungen verflogen, die wir noch im Frühjahr dieses Jahres hegen konn­ten. wo es schien, als wenn unsere siegende Heere den Frieden im Feindesland erzwingen könnten. Ein tragisches Geschick fürwahr! Jetzt muffen wir als Bittende zu Wilson gehen und unsere ganze Hoffnung beruht darauf, daß der Präsident der Vereinigten Staaten es ehrlich mit seinem Friedensprogramm meine und es nicht als Vorwand für die Rache- und Vernick- tungsoläne unserer Feinde verwenden werde.

Für uns gilt nun die Mahnung, stark zu sein. Leider waren wir es nicht in den Tagen der Siege, möge uns das Unglück härten. Nachdem die Oberste Heeresleitung ihr Einverständnis mit den vorgeschlagenen Schritten kundgegeben hat, bleibt uns nichts anderes übrrg, als uns der Notwendigkeit zu fügen und uns mit dem Spruch trösten: Bester ein Ende mit Schrecken,

als ein Schrecken ohne Ende. Noch ist der geheiligte Boden un­seres Vaterlandes vom Feinde nicht betreten, nröge uns ein gütiges Schicksal und unser treues Heer davor bewahren, daß in dem kommenden Frieden deutsches Land dem Feind erb­getreten werden müßte. Im allgemeinen werden die Aussichten ftir den Frieden nunmehr als günstig angesehen. Man ist der Meinung, daß es zum Waffenstillstand komme und daß. w»»m nicht unvorhergesehene Verwicklungen eintretcn oder die Feinde gar zu anspruchsvoll sind, der Frieden kommen werde.

Nur zu leicht ist man ln diesen Tagön versucht, die Schuld- - frage aufzurollen iind die Schuldigen zu finden, die dafür vers