Wkltn-M-kndkn in -kr Pnpikm-nßnk.
Die Ammendorfer Papierfabrik A.-G. in Radewell bei Halle a. S. schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr 86 Prozent Gesamtdioidende vor. Davon werden 36 Prozent in bar und 50 Prozent durch Gewährung von 500 Mark Kriegsanleihe auf jede Aktie vergütet. Zm Vorjahre zahlte die Gesellschaft 36 Prozent Dividende. — Die Eröllwitzer Aktienpapierfabrik i« Halle-Eröllwitz schlägt 25 Prozent Dividende vor, im vorigen Jahre gab sie 16 Prozent. — Wenn auch nicht alle übrigen Papierfabriken derart hohe Gewinne abwerfen, so erscheeint es trotzdem unbegreiflich, daß jetzt abermals eine Papierprers- erböhung eintreten mutz.
Ans der Hermu*.
Wir haben gekämpft und wir haben gesiegt,
Voll Zuversicht allzeit wir waren.
Sie haben uns alle nicht untergekriegt
Die Volker, die England zusammen gefügt,
Zu knechten die „deutschen Barbaren".
Und daß auch der Feind rings, in Zukunft uns nicht
Die heimische Scholle entweihe.
Daß draußen di? Mauer der Helden nickt bricht
Sei heute das Zeichnen Dir deutscheste Pflicht:
Der Neunten Kriegsanleihe?
Friedberg, 12. Oft. (T b e a t e r int Saalbau.) W-r wollen nicht Unterlasten, unsere geehrten Leser auf den am Sonntag abend durch Herrn Direktor Breiholz veranstalteten Theaterabend hinzuweisen. D e guten Leistungen der Direktion bürgen den Besuchern für heitere, genußreiche Stunden. Am Nachmi'tag kann sich die liebe Jugend an dem schonen Märchen- spiel „Tiscklein deck' dich" erfreuen.
Frtcdbcrg. Kriegsbeschädigten. Auf die Mit- glrederversaMMlUMg der hiesigen Ortsgruppe wird nochmals hingewiefen. Aufnabmeanträge werden, jederzeit entgegen- genommen. Siehe Inserat.
FC. Bedingen, 10 Oft. Rach hier eingetroffenen Nachrichten ist Prinz Diether zu Psenburg und Büdingen, Bataillons-Kommandeur im 1. Garde-Reserve-Regiment, in englische Gefangenschaft geraten.
FC. Alsfeld, 10. Oft. Beim Buckeckernsammeln bestieg der Idjährt^e Friedrich SLrckedanz von hier eine Buche, glitt aus, fiel herab und verletzte sich so schwer, daß er kurz darauf verstarb.
Höchst a. M., 10. Okt. (Ein Geschäft, das sich lohnt.) Im „Höchster Kreisblatt" lesen wir: Ein Leser teilt uns mit: Ich
traf kürzlich einen mir bekannten Bauersmann, der eben mit einer Milchkanne crus einem kleinen Laden der Brüningstraße kam. „Na. habt Ihr Milch verkauft?" fragte ich ihn, worauf rr mir antwortete, daß er keine Milch, sondern eine Kanne voll Birnen in den betr. Laden gebracht habe, wie er das öfter tue. Auf meine weitere Frage, was er für das Pfund bekomme, sagte er: „60 Pfennig". Anfänglich wollte ich an die Birnen- geschichte nicht recht glauben und dachte mebr an einen Milchhandel, aber da sah ick auch schon, wie die Birnen in dem Erker crusgeleqt wurden. Mußt doch mal sehen, was sie jetzt kosten, sagte ich mir und ging hinein, um ein Pfund zu kaufen. Und was wurde mir abgefordert? Eine Mark und achtzig Pfennig.
— Die „Dolksstimme" bemerkt dazu: Das nennt man ein glattes Geschält. Gewiß? Aber richtiger wäre es gewesen, wenn durch Anzeige diesem Wucherer sofort das Handwerk gelegt worden wäre. — Ganz richtig, wichtiger wäre aber, wenn die „Volksstimme" einmal zur Einsicht käme, wer eigentlich Wucher treibt.
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Ihr» Kriegstrauung zeigen an
Cari Zinser, Postassistent
z. Zt. Beamte ns tallwertreter bei der Feldpost
Lici Zinser
geb. Zlmmermann
Pfaffen^chv/ab^rheim Im Felde
Kreis Alzey , 2> Oktober ISIS.
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.W, Statt besonderer Anzeige.
Heute wurde uns die tiefrraurige /«X. Nachricht, daß unser lieber, braver, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Vetter
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Musketier iia 2nf.-Neg. 99
in den schweren Kämpfen im Westen im blühenden Alter von 19 Jahren — „in strengster Pflichterfüllung ausharrcnd" — den Heldentod gestorben ist.
Friekberg, Speyer, Ober-Olm, Köln-Kall, den 10. Oktober 1018.
In tiefem Schmerz:
Die trauernd Hinterbliebenen
Theodor Seligmann u» Frau geb. Mayer Elisabeth Seligmann.
Beileidsbesuche dankend verbeten.
^^ern dem geliebten vaterlande, in ilreue gegen und Ohron haben Gatte und 5öhne mit einer kleiiren 5char Setteuer i!>r leben dahingegeben in der festen Zuversicht, do & das deutsche Volk in der Heimat vollenden wird, was sie drausten auf verlorenem soften angrstrebl haben.
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Admiral Graf von Spee
Er starb für sein Vaterland 8 Dezemb 1914
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Aus siihcinhesscn.
FC Oppenheim, 10. Oft. In sämtlichen Landgemeinden des Kreises sird die Herbffferien der Volksschulen bis zur Dauer von vier Wochen verlängert worden.
FC Gustavsburg. 7 . Okt. In einem Büroraum der hiesigen Maschinenfabrik spielten zwei 16jährige Vürogehilfen mit einem geladenen Revolver. Plötzlich ging ein Schuß los und die Kugel durchschlug einem der jungen Leute die Hand.
Ans Hrn, n-Naffliir
FC. Wiesbaden. 8. Okt Ende Juli wurde ein kleiner Junge von einer Frau von der Strafe weg zu einem Schuster in ver Schacktftratze geschickt, um zu fragen, ob die Reparatur fertig fei. Die Frau erbot sich unterdessen. den Korb des Kindes, ln dem vier Brote rr-artn. zu halten. Ais das Kind rmrückkebrte. war ftraa und Korb verschwunden. Durch andere Kinder, die den Vorfall beobachtet hatten, wurde als Täterin die Fr-iu des Kupstrpupers Perer Schramm, Stringaüe 12. dahier ermittelt. Die Frau, die energisch leugnet, es gewesen zu lein, wurde heute vor dem Schöffcnger'ch! non sämtlrcken Kindern mit Bestimmt- beit als.die Täterin wiedererkannt. Dos Gericht sch'ckte ste wegen dieses frechen Tiebstahltz eine Woche in das Gefängnis.
FC. Idstein, 10. Okt. Am 7. OFober waren 30 Jahre Vorgängen. daß die Erziehungsanstalt Idstein besteht. Am 7. Oktober 1888 zogen die ersten Zöglinge, von denen als einziger noch Fritz Nath in Altenheim vorhanden ist. ein. Heute zäblt die Anstalt 300 Zöglinge. — In diesem Iabre waren 100 Jahre verflosien, seit die landwirtschaftliche Schule zu Hof-Gas- senbach bei Idstein errichtet wurde, sie wurde 1831 nach Hof- Geisberg bei Wiesbaden verlegt, wo ste beute noch besteht.
FC. Aus dem Ländcken, 10. Okt. Die Kartoffelernte ist nunmehr beendet. Sie ist hier reichlich über Mittel ausgefallen. In qualitativer Hinsicht ist die Ernte auch eine günstige zu nennen.
FC Eaub. 8 Okt. Seit Ende voriger Woche ist hier die Traubenlese im Gonge, die bei guter Qualität einen selten reichen Ertrag ergibt.
FC. Bravboch. «. Oft. Ein Großfeuer äscherte die Wohnhäuser des Heinrich Eiche.nbrenner und der Witwe Goß fast völlig ein. Die Familie Eichenbierner konnte fast nur ihr nacktes Leben retten. Den Famitten Esckcnbrenner und Goß stnd während des Brandes viele kostbare Sacken verfckwunden. Das Feuer hatte seinen Ursprung in den Schweinestallungen und man nimmt an. daß die Ursache des Brandes ein Racheakt ist. der mit einem Schwein edi-ch.fto hl zusommenhöngt. Die Diebe, die ihre Spur verdecken wollten, sollen die Sckweinestallung in Brand gesteckt haben, von wo aus sich das Feuer schnell verbreitet hat.
FC. Vom Westerwald, 7. Okt. In den beiden letzten Nächten
der abgelaufenen Woche sank das Thermometer so tief in der hiesigen Gegend, daß sich eine starke Reifbildung bemerkbar machte. Gurken. Bohnen und Kürblste haben darunter gelitten und stnd stellenweise sogar erfroren.
FC. Mcrricnbcrg, 7. Okt. Der F-u H-inrich Schäfer Wwe. in Atzelglit wurde wegen Unzuverlässigkeit das Recht zur Selbstversorgung in Getreide entzogen.
Ans fiiirfjcfffT?.
FC. Schlüchtern, 10. Okt. Am 7. Oktober ist hier der Schrift, steller Dr. Wilhelm Nullmann, der ein Menschenalter hindurch Chefredakteur der „Tagespost" in Graz gewesen ist. gestorbew Der Verstorbene war am 10. Dezember 1811 in Bieber b« Gelnhausen geboren als Sohn des um die Aufhellung der valer' ländi^cken Gefchlchte. besonders um die G-sckichie des Klosters Schlüchtern, hochverdienten, am 18 . Januar 1881 in Krsstlstod« verstorbenen Pfarrers Dr. Jakob Rullmann, und entstammt« einer alten in Hest-en und Nasiau bekannten Familie, die in Kirdorf bei Homburg früher eingefesien gewesen ist. Rnllma"" besuchte das Gymnasium in Hanau und studierte in Marburs. Theologie und Philologie. Nach Db'olviernna seiner Studien nahm er eine Lehrerstelle am Gymnasium in Wydora in Fi^n fand an uno war Ende der 60er Ia^re an der ..Franks Ze-- tung tätrq. woraus er 1876—78 irr Wiesbaden eine neu gegründete Zeitung leitete, die die Interessen des Linksliberalis- mus vertrat Im Jahre 1878 übernahm er d e Redaktion de, ..Grazer Tagespost", die er 30 Jahre lang inne hatte. Im f^abre 1908 zog er sich nach Schlüchtern zurück. Mit Nvllmann ist ein hochgebildeter, feinsinniger Schriftsteller, ein genauer Kenner der besstschen Geschichte und ein warmherziger Patriot dahin- gegangen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
20. Sonntag nach Trin.. 13. Okt. 1918.
Gottesdienst in der Stadt kirche
Vormittags 9% Uhr- 'Herr Pfarrer K l e h e r g e r.
Abends 8^4 Uhr: Herr Pfarrer Ritter.
Gottesdien st in der Du r g k i r ch e.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarrer Ritter.
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbacch
10 Uhr Gottesdienst. 2 Uhr Krregsandacht.
•
Katholische Gemeinde.
Sonntag, den 13. Okt. 1918. 21. Sonntag nach Pfingsten.
Beichtgelegenheit am Samstag von 5 Uhr cm und Sonnfaas früb von 6 Uhr an.
*47 Uhr Früb messe.
8 Uhr hl. Messe.
V 2 IO Uhr Hochamt mit Predigt.
Nachmittags 2% Uhr Christenlehre und Rosenkranz' Andacht mit Segen.
Während der Woche um V 2 7 und 7 Uhr hl. Messe.
Werktags abends 6*4 Uhr: Rosenkranz Andacht.
Nach dem Hochamt Ausgabe von Büchern aus der Dorromäirs-Bücherei.
Verantwortlich für den politischen und lokalen ?ei!. Otto H i r f ch e!. Friedberg: für den Anzeiaenteil N chevner. Fmedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*, A G, Friedbera f &
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