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Ende der zwangsikkuslgen Vorstellung jrci)X noch immer die mit bolschewistischen Mitteln zu erringende Republik. Wird aber Herr Wilson und seine Freunde gnädigst gewillt sein, der Mehr­heit Friedensbitte zu willfahren, ohne derTimes"-Ford«rung nachzugeben, Deutschland genau so demütigende Bedingungen zu unterwerfen wie Bulgarien, allein aus Grund seiner 14 Punkte, so bedeuten auch sie schon den Beginn des deutschen Absterbens. Schon wirft ja daZ Mitteilungsblatt der ..Unabhängigen" im Bestreben die bolschewistische Richtung gegenüber der mit der bürgerlichen Demokratie zusammen regiere,rden Sozialdemokra­tie zu stärken, die Frage auf, ob die neue Regierung in der Lage sein werde,

die Schultern der Arbeiterklasse vor den unwägbaren Lasten eines Notfriedens zu bewahren".

Die Frage ist gewiß berechtigt, denn allein das Zugeständnis der Mehrheit in bezug auf Wwderaufrrchtung und Entschädigung verneint sie. Rein, dreimal nein aber ruft die stillschweigende Voraussetzung des Derzichtwillens crrrf das Tragen der eigenen Last. Und hundertfach nein wird das Ergebnis der unter dem Zeichen des Verzichts begonnenen Frredensverhändlung rufen, denn darin vermag wohl niemand außerhalb der Mehrheit dem ..Berliner Lokalanzeiger" recht zu geben, daß die Zugeständnisse ,n der Kanzlerrede das Maximum bedeuten. Es wird weit überschritten werden. Wo und in welä>en Punkten ist nicht "zrulfelhaft. Freiheit der Meere, ja. die wird man Deutsch­land ja zusichern, denn wenn mit der Lostrennung Elsaß-Loth­ringens sein Kalimonopol gebrochen, über seinen Kolonien der Union 7va6 weht, dann wird sich England nicht mehr sperren. Aber tn Deutschland wird die Rot. das Wirtschaftselend sich grenzenlos aufrecken. Wenn dann nach Wilsons Programm die doch wohl auch als Seewehr abzurnstende deutsche Kriegsflotte auf das Maß beschränkt ist. das zur A'tt^echterhaltung der inne­ren Ordnung notwendig ui, sie in der Ostsee der polnischen Mee­resküste Polizetdienste leistet, dann mag sich Hamburg immerhin glücklich schätzen, Seehafen des neuen Tschechenreiches zu werden. An gemeldet ist dieser Anspruch ja bereits und Deutschland kann darauf verzichten. Der Völkerbund und der Angelsachsen Güte werden ihm Rohstoffe liefern, so viel, und zu solchen Preisen, wie sie es für gut befinden.

O. Schmack» der Stunde, die solche Bilder nicht als Ausge­burten eines kranken Hirns bezeichnen kann. Ueber die Män­ner. die ne ermöglichten, wird die Geschichte ihr Urteil sprechen' der preußisch-deutsche Genius verhüllt trauernd sein Haupt und gedenkt eines Mannes auf dem Königsthrone, der den Mut aufbrachte. als alles verloren schien, zu dem Worte:

Ich Hobe den Rubikon überschritten und will meine Machtstellung behaupten oder untergehen und alles, selbst den Namen Preußen, mit ins Grab nehmen."

Erstünde ein solcher Monn uns heute, er würde das Volk mit sich reißen, daß es die ..Mehrheit" auskehrte, den Geist der Nredergeschlagenheit wandelte und zum Siege oder zu ehren­vollem Untergänge schritte. Aber der Sieg wird nicht dem Volke. das sich selbst ausgibt, das mit dem Verzicht auf den Glauben an den Sieg sich und seines Volkes Geschichte schändet.

Wkrn l\t Ammlui'ikr in ßrtlin fhintnrldfnm

Für die kindliche Art der amerikanischen Kriegspropaganda ist folgende Notiz derEhicag-o Daily Tribüne" bezeichnend: Wenn die Soldaten der Vereinigten Staaten in Berlin ein­marschieren werden, wird ein Einwohner von Sali Lake City, Ecrvrudnh W. Eannon. ganz besonders dazu ausersehen sein. Wilhelm von Hohenzollern unsere Meinung zu sagen. Er hat nämlich deutschen Sprachunterricht genommen, ober seinem Leh­rer gesagt, er möge ibm nur die kräftigsten deutschen Flüche und Schimpfworte beibrinoen. damit er dem Kaiser und seiner Sipp­schaft in Berlin die Meinung des amerikanischen Volkes sagen könne.

Die ZlrlliMimhM der duMen VaierlandS' Dgrtki ?ar pslitillhe» iw.

Die Deutsche Vaterlands-Partei erblickt in der Derhand- kungsgrundlage, die die Regierung anzunshmen sich bereit er­klärt hat. das notwendige Ergebnis einer schwachen und ziel­losen politischen Leitung seit Beginn des Krieges Die Deutsche Vaterlandspartei hat seit ihrem Bestehen diese Politik auf das lebhafteste bekämpft, leider ohne Erfolgt

Jetzt sehen wir uns einem Schritte gegenüber, den wir als Tatsache hinnehmen müssen und nicht mehr ändern können. Wir halten es aber für unsere Pflicht, schon fetzt auf die furch bare Gefahr binzuweisen. in die wir uns begeben würden, wenn wir durck einen Wcnfenstrllstond England und unseren übrigen Feinden die ersehnte Möglichkeit geben, sich neu zn versorgen, und uns so webrlos macken würden, bevor wenigstens eine Grundlage der Verhandlungen festgeleat ist. die Ehre, Bestand und Zukunft des deutschen Volkes wahtt.

Uns aber und »cklen Gesinnungsgenossen erwachst die heilige Pflickt. mit äußerster Kraft alles zu tun. um das deutsche Volk zur Erkenntnis der ibm drobenden Gefahren zu bringen und. wenn nötig, zur höchsten Widerstandskraft genen unsere Feinde av-usparnen. Rur dann, nur, wenn unsere Feinde eine solche Gesinnung im deutschen Volke erkennen, kann es noch gelingen, statt einer schmacknollen, unsere Zukunft zertrümmernden Unter­werfung einen ehrenvollen Frieden zu erreichen.

3itt* ^itvabftefernng.

Daß unsere Rechtsprechung die hoben Strafen, die auf säu­mige Eierablieferer gesetzt werden, nicht für berechtigt anerkennt, geigt folgender Vorfall:

Die vielfach erör erte Frage der ungenügenden Eierabftefe- rung brockte dieser Tage den Landwirt L. aus Lampertheim vor die Schranken des Gerichts. Er war im Januar durch Strafbefebl mit einer Geldstrafe von 390 Mark bel"gt worden, roeil er von der, ihm auferlectten Eierzahl von 790 Stück nur 400 Laer abgeliefert hatte. Diese barte Strafe dünkte ihn zu

hoch und verfolgte er Berufung. Das Schöffengericht setzte die Strafe auf 25 Mark herab, indem es seinen Angaben Glauben schenkte, daß er wegen des ungünsttg wirkenden Verbotes der Fruchtfütterung nicht die ganze Anzahl Eier abliefern konnte, daß er weiter seine alte schwerkranke Mutter mit Eiern unter­stützen müsse und daß weiter er bei seinem großen Stand an Grundbesitz (etwa 90 Morgen) er auch eine größere Anzahl von Arbeitskräften nötig habe, die er nicht erhalten könne, wenn er ihnen nicht ab und zu. wie auf dem Lande üblich, auch ein Ei vorfetze. Gegen die Herabsetzung der Strafe hatte der Staats­anwalt Berufung eingelegt und stand dieser Tage vor der Strafkammer in Darmstadt zur Verhandlung. Der Angeklagte machte hier die gleichen Gründe geltend.

Sommers Ablchicd.

In dem Garten sind die Rosen Still und einsam abgeblüht.

Stöcke stehn, die blütenlosen,

Und es tönt kein Käserlied.

Und der letzten Rose hauchte Jüngst der Tau den Absckiedskuß,

Hinter Wolken silbern tauchte Still hervor des Mondes Gruß.

Und die letzten Blüten sanken . . .

Schöne Rose, lebe wohl!

Sinnend steh' ich in Gedanken>

Letzte Ross lebe wohl?

Im Felde Albert Wolf, Vzfw. d. Res.

densgewinn nach dem Kriegssteuergesetz vom 21. fl. lff vevt steuert worden ist. habrn die neue Abectt r von einem Mehrge- winn des 4- Kriegkgeschäftsjcrbres zu erttichten. Friedensgr- winn ist der nach den Grundsätzen des Krlegssteuergsetzes von 1916 berechnete durchschnittliche frühere Eeschäftsgewinn. Als 4. Kriegsgeschäftsjahr gilt das Geschäftsjahr, das auf den durch das Kriegsstenergefctz von 1916 erfaßten Zeitraum folgt. Die Sonderrückschkäge und d»e Kriegssteuer dürfen kraft ausdruck. lrcher gesetzlicher Vorschrift von dem Geschäftsgewinn einez Kriegsgeschäftsjahres nicht abgesetzt werden. Die Vorstands der Gesellschaften haben auf>cn Fall eine Steuererklärung über den Gewinn des 4. KriegsgcschäftS! res einzureichen.

Die hiernach erforderlichen Steuercrttärungen sind in der Zeit zwischen dem 16. und 81. Oktober d. Js. bei den Eroßh. Finanzämtern abzugeben. Zuwiderhandlungen werden nach de« §§ 3335 des Kriegssteuergefetzes vom 31. 6. 16 (Geldstrafe. Freiheitsfttafe, auch verbunden mit Aberkennung der bürger­lichen Ehrenrechte) geahndet. Als vollendete Abgabegefährdunz gilt es auch, wenn ein Abgadepflichttger feine unrichtig« Besitz, steuererklärung zu Beginn des Jahres 1917 oder seine unrichtig« Einkommnsanzeige fiir das Steuerjahr 1918 nicht berichtigt unL dadurch stillschweigend sich jetzt zu einer zu niedrigen Kriegs«-^ gäbe veranlagen läßt.

Rom Felde

der Ehre.

Klem-Karben. Philipp Fauerbach. Sohn des Rangier­meisters Jakob Fauerbach, erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde in den Kämpfen bei Mondidier das Eiserne Kreuz zweiter Klasse.

Die Dfranlnwifl ?>ir neuen nod) dein Rk'chsyr'etz vg'n 26. Juli 1918.

Demnächst wird in den öffentlichen Blattern die Aufforde­rung der Eroßh. Finanzämter zur Abgabe der Steuererklärungen für die neue Kriegssteuerveraulagung nach dem Reichsgesetz vom 26 Juli 1918 erscheinen: die Veranlagung wird im No­vember d. I von den Finanzämtern vorgenommen werden. Eine Erläuterung über die wichtigsten Bestimmungen des Ge­setzes ist daher für weiteste Kreise von Jnteresie.

Das neue Kriegsabqabegesttz trifft Einzelpersonen und Ge­sellschaften (Aktiengesellschaften/ Gesellschaften m. b. H. ufw). Der dem früheren Kriegssteuergesetz von 1916 zu Grunde lie­gende Gedanke, die Besteuerung an d-en Vermögenszuwachs aus dem Zeitraum 19141916 anzuschließen, kehrt in dem neuen Gesetz nicht nieder: jetzt ist Steuerbemesiungsgrundlage bei

Einzelpersonen das Mehreinkamnren und das Vermögen selbst. Das M>breirkcmmen ergibt sich durch Vergleichung der für 1915 (Kripse inkommen) veranlagten mit den für 1914 (Frie- dens^'inkommen) veranlagten gemmten Einkommensbezügen. Der 1lntersch'.edil<1rag. auf volle Tausend nach unten abgerundet und gekürzt um 3000 Mark, unterliegt der Abgabe vom Mehr­eintom,ne n Als Friedenseinkommen wird mindestens ein Be­trag vor. 10 000 Mark angenommen. War z. B. jemand für 1914 mtt 18720 Mark zur Einkommnsteuer herangezogen und ist er für 191b nunmehr mtt 30580 Mark steuerpflichtigem Ein­kommen veranlagt, so berechnet sich das abgabepflichtige Mehr­einkommen zu (80 58016 720 Mk. 11 860 Mk., abgerundet 11 000 Mk.) 8000 Mark. Anstelle des für 1914 veranlagten Einkommens bat der Pflichtige das Recht, die Zugrundelegung des Durchschnitts aus dem für 1914, 1913 und 1912 veranlagten Einkommens zu beantragen (z. B.. wenn aus vorübergehender Ursache das Einkommen für 1914 rn Nichtübereinstimmung mit den normalen Verhältnissen in geringfügigerem Betrag festge­setzt werden mußte) Uingekehtt ater kann auch das Finanz­amt die Festsetzung des Fr'cd.'nseinkommens nach dem drei­jährigen Durchschnitt von sich aus vernehmen, wenn das Ein­kommen für 1914 ein außergewöhnlich hohes ist und der Ab­gabepflichtige noch Lage der Verhältnisse dieses Einkommen für die Dauer rn hl erwarten konnte. Im übrigen wird die Ab­gabe vom Mebrernkommen abgesehen von den Offizieren, bei denen für 1918 anstelle der Friedens-, die Kriegsbezuge in Steueransatz zu bringen sind ohne Mitwirkung der Abgabe­pflichtigen veranlagt. Maßgebend für die Festsetzung des Mehr­einkommens ist ausschließlich das jeweilige Landessteuerrecht.

Der Abgabe vom Vermögen unterliegen nur die Vermögen von mindestens 101 000 Mark. Zugrunde zu legen ist hierbei das nach den Vorschriften des Vesihsteuergcsetzes (nicht des Krregs- steuergesetzes!) auf den 31. Dezember 1916 festgestellte Ver­mögen. Eine Neuftststellung des Vermögens, dann aber nach dem Stand vom 31 Dezeurber 1917, ist nur erforderlich

L wenn das Vermögen auf den 31. Dezember 1916 nicht festgcstsllt worden ist (z. V. weil es erst nachher erwor­ben worden ist), oder

2. wenn sich das Vermögen nach dem 31. Dezember 1916 durch Erbanfall ooer Schenkung um mehr als 5000 Mk. vermehrt bat.

Auf Amrag des Pflichtigen ist außerdem das Vermögen vom 31. Dezember 1917 neu festzustellen. wenn er nachweist, daß sich fein Bermögen g-egeoüber dem Stand vom 31. 12. 16 um mehr als den 5. Terl verrnir.dert hat.

Die Abgabe vom Mehreinkommen bettägt für die ersten 10 000 Mark des abgabepflichtigen Mehreinkowmens 5 v. H. für die nächstangefangenen 10 000 10 v. H.. 30 000 20 v. H.. 50 000 30 v H.. lOOO'.O 40 v H. und für die wetteren Be­träge 50 v. H.' sie erreccht also ihren Höchstsatz bei einem Mehr­einkommen tu n mth als 200 0CO Mark und beträgt z. B. bei einem Mehrern kommen von 30 000 Mark 3500 Mark, bei 60 000 Mark 10 500 Mark, b-i 100 000 22 500 Mark, bei 300 000 112 500 Mark usw. Die Vermögensabgabe beträgt für die crsten 200 000 Mnrk 1 v. T. und steigt bis 5 v. T.. z. B. bei 150 000 Mar* Vermögen 150 Mark, bei 400 000 600 Mark, bei 1 Mttlrcn 2300 Mart usw.

Die abgatepflichtigen Gesellschaften, bei denen der Mehr­gewinn der drei ersten Kriegsgeschäftsjahre gegenüber dem Frie­

Ans der Heimat.

Friedberg, 10. Okt. Die zum Kriegswitwen- oder Kriegs- waifengeld der Hinterbliebenen von Militärpersonen der Unter, klaffen zahlbaren Zuschläge können jetzt gegen Vorzeigung der erforderlichen Bescheinigung des Gemeindevorstehers usw. über den Bezug von Familienunterstützung bei der zuständigen Post­anstalt abgehoben werden.

* Frachtstückgüter werden am 10., 11., und 12. Oktober 1918 von Stationen des Direktionsbezirks Frankfurt (Main) zur Beförderung nickt angenommen. Die außerhalb dieser Sperrtage gültige Freiliste für den Stückgutversand ist einge- schränt worden. Nähere Auskunft erteilen die Auskunjts- stelle für Güterverkehr, Franfurt(Main), Hohenzollerplatz 35. sowie die Güterabferttgungen.

FC. Butzbach, 8 Okt. Der Gcmeinderat beschloß Gelände für die Errichtung von zehn Krieoerheimstätten bereit zu stellen.

IC. Frankfurt a. 7. Okt. Der 27jährige Fuhrmann Alfred Schäfer dahier hatte sich längere Zeit urttei einem ande­ren Namen auf drei Polizeirevieren zugleich angemeldet. und sich dre dreifachen Lebensmittelkarten zu beschaffen gewußt. Er wies daber gefälschte Papiere vor. Die Strafkammer verur­teilte ihn zu einem Jahr Gefängnis.

FC. Franksurt-Rödclhcnn, 8. Ott. In der hiesigen katho. Irschen Kirche wurde vor einigen Togen vormittags an den Sei­tentüren fecks Wachskerzen gestohlen.

FC. Lover, 8. Ott. Im Walde zwischen hier und Wieseck wurde ein aus dem Gefängnis in Marburg entwichener Ge­fangener, der nur mit einem Hemde bekleidet war. festgenommen. Es handelt sich um einen ganz gefährlichen Zuchthäusler, der sich bereits »m Waide ein wohnnchcs Lager eingerichtet Hatto- Aus Starkcnburg.

FC. Von der Bergstraße, 7. Okt. Die allgemeine Weinlese in den Gemarkungen Zwingenberg und Auerbach beginnt am 8 Oktober. In gutgepjlegten Weinbergen wird mit einem vollen Herbst gerechnet.

FC. Zwingcnberg, 4. Okt. Der hiesigen Gendarmerie gelang es in Hochstädten eine Gebeimscklächterei aufzudecken und beschlagnahmte in einem Hotel eines benachbarten Kur­ortes einen Zentner Fleisch der von der Schwarzschlächterei in Hockstädten berrührte. Der fleischlosen Woche sollte, wie die Schwarzfchlächter sagten, etwas unter die Arme ge­griffen werden.

Ans Hessen-Naffou.

FC. Wiesbaden, 8. Olt. Wegen unerlaubten intimen Ver­kehrs mit Kriegsgefangenen wurde die 23 Jahre alte Minna Roffel aus Schierstein zu einem Monat und die Kriegerehefrau Sophie Schäfer eben daher zu zwei Monaten Gefängnis ver- urtettt. Als sie bei ihrer Freundin zu Besuch war. sah die 19wbrige Mana Smolka in Biebrich ein Sparkaffenbuch in einem Schrank liegen. Als eines Tages außer einem kleinen Kinde niemand in der Wohnung war. erbot sich die Smolka die Betten zu macken und die Zimmer zu reinigen. Hierbei nahm sie das Buch weg. erhob 95 Mark und verbrannte dann das Buch. Dre junge Schwindlerin erhielt von den Schöffen eine Gefängnisstrafe von einer Woche.

Aus der Pfalz.

FC. Aus der Pfalz, 2. Okt. Bei ein^ Zugkontrolle an dem Bahnhof Albisheim saß eine Dame von Pfeddersheim im War­tesaal bis kurz vor Ankunft des Zuges. Sie sprang alsdann auf und in diesem Moinent lief eine bratfertige Ente unter rbrem Rock heraus. Die Feldgendarmerie in Webenheim hielt einen von einem Feldgrauen gelenkten Munitionswage» an. indem sich etwa 20 Zentner Fruf dem Schleichwege erworbe­nes Getreide befanden Sie wurden beschlagnahmt.

FC. Hcrburn. 7. Okt. Bei der Wichtigkeit und Dringlich­keit der Beschaffung von Kleinwohnungen beschloß die Stadt­verordnetenversammlung die Erhöhung der Geschäftsanteile der Stadt auf 20 000 Mark.

Bermitworlltck für den poütiidH'n und lokalen ieil: Otto Hirfckel. Fiiedberg: für den Anzeigenteil: N. O et) n er. Fnedberg. Truck und Bering derNeuen TägeszeitungE A G., Friedberg r.