Nummer 334 «nichrn s L LS, D,e»st«s> de» 34 . September 1918 _ 1 1 , Jahrga ng.
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Geringere Gesechtstätiskeii in der CH mpayne. — Türkische Wederlage in VoUstUna.
35 00 V Tonnen verdenkt.
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Per deutsche Grneruisiak - - - meidet: ——=•
M. T. S. Großes Knnptqrmrtier. den 22. Krptemvev Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Bei örtlicher Unternehmung südlich von Neuve Chapelle [ machten wir befangene. Die Artillerietätigkeit lebte zwischen Ypern und Lu Basste , beiderseits der Scarpe und am Kanal- abschnitt südlich von Marquion auf.
Heeresgruppe Voehn.
In den Abschnitten östlich und südöstlich von Epehy sowie zwischen Omignonbach und der Somme nahm der Artillerieffampf am Nachmittage wieder größere Stärke an. Jnfanterieangriffe, die der Engländer gegen unsere Linien südöstlich von Epehy richtete, wurden abgewiesen. Wie in den letzten Tagen zeichnete sich auch gestern die 2. Gardeinfanteriedivision besonders aus. Während der Nacht hielt starke Feuertätigkeit an. In nächtlichen Angriffen östlich von Epehy faßte der Feind in einzelnen Grabenstücken Fuß. Vorfeldkämpfe an der Oise.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zwischen Ailette und Aisne flaute die EefechtZtätigkeit gestern ab. Erkundungsgefechte in der Champagne.
Heeresgruppe Eallwitz.
Zwischen der Cote Lorraine und der Mosel war der Artil- keriekampf am frühen Morgen zeitweilig gesteigert. Der Feind, der nrit stärkeren Abteilungen gegen Haumont, südlich von Dampwiteux und Rembercourt vorstieß und mit Erkundungs- abteilungen mehrfach gegen unsere Stellung heransühlte, wurde abgewiesen. Westlich der Mosel schoben wir unsere Linie etwas vor.
Oberleutnant Loerzer errang seinen 42., Leutnant Väumer seinen 30. Lustsieg.
Der erste Ceneralquartkermeister: Ludendorff.
Abendbevicht.
Berlin, 23. Sept,. abends. (WB. Amtlich.)' Von den Kampffronten nichts Neues.
u der Front gilt die Tai.
Die Tai der Heimat heißt: ' ^ ^Kriegsanleihe zeichnen!
| Per österreichische Generalstab —- meldet:
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f Pas türkische Hauptquartier 1= meldet:
Konstantinopel, 21. Sept. (WB.) Eeneralstabsbericht.^ Die schweren Kämpfe an der Palästinafront dauern an. Die Engländer sichren ihren Angriff mit besonderem Nachdruck zwischen der Küste und der Eisenbahn. Zur Verkürzung unserer Front gehen unsere Kräfte auch östlich der Eisenbahn nach tapferer Abwehr aller feindlichen Angriffe befehlsgemäß in neue Stellungen nördlich der bisherigen Linien. Sonst nichts Neues.
Konstantinopel, 22. Sept. (WB.) Eeneralstabsbericht. An der Palästinafront vollziehen sich unsere Bewegungen, die wir auch am Jordan einleiteten, in voller Planmäßigkeit und Ordnung. Unsere Nachhuten leisten überall tapferen Widerstand. Aus einem in der Nacht vom 21. zum 22. September an der anatolischen Küste erschienenen feindlichen Flugzeuggeschwader wurde ein Flugzeug bei Kartal durch unser Maschinengewehrfeuer abgeschosien. Die Insasien, ein englischer Hauptmann und ein englischer Oberleutnant sind gefangen. Ein zweites feindliches Flugzeug mit Besatzung fiel bei Art Durau in unsere Hand. Auf den übrigen Fronten keine Ereignisie von Bedeutung.
Englischer Bericht.
Am 21. September gegen 9 Uhr abends hatte unsere Linie auf dem linken Flügel, indem sie nach links schwenkte, bei Bir- Afur, fünf Meilen südöstlich von Tul-Meram, die Linie Beit— Dejan—Samaria—Dir—Afur erreicht, indem sie den Feind westlich der Straße Jerusalem—Nablus vor sich herjagte und ihn in die Arme unserer Kavallerie, die südlich von Jenin und Betshan operierte, trieb. Andere feindliche Kolonnen versuchten vergeblich, den Unsrigen im Iordantale in der Richtung auf Iier-ed-Damjch, das noch immer von den feindlichen Truppen gehalten wurde, zu entwischen. Diese Kolonnen erlitten durch unsere Flugzeuge, d:e in niedriger Höhe flogen und den Feind fortwährend mit Bomben und Maschinengewehrfeucr bedachten, schwere Verluste. In der Umgebung des Tiberias-Sees hielten unsere Abteilungen unserer Kavallerie Nazareth und die Ueber- gänge, Straßen und Eisenbahnlinien über den Jordan bei Dschisr-Megame besetzt. Wir zählten bereits 18 000 Gefangene und erbeuteten 120 Geschütze.
35 000 Tonnen verdenkt.
VcrUn, 22. Sept. (WB. Amtlich.) Im Atlantic versenkten unsere Unterseeboote
35 600 Bruttoregistertonnen.
Die für unsere Feinde bestimmten Ladungen bestanden, soweit festgestellt werden konnte, aus besonderen wertvollen Gütern, u. a. aus Kohlen, Vcruinwolle, Petroleum, Holz, Stückgütern und Lebensmitteln. Die Versenkung mehrerer Schiffsladungen Kohle ist besonders bedeutungsvoll im Hinblick auf die wachsende Kohlennot in allen feindlichen Ländern.
Der Ehcs deö AdmiralftadeS der Marine.
Wien, 23. Sept. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Nichts Neues.
Der Ehes des GeneralstabeS.
[jj Der imlgarische Generulstud fj
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Sofia, 21. Sept. (WB.) Eeneralstabsbericht. Vom Skumbi bis zum Crrna war die beiderseitige Artillerietätigkeit an mehreren Punkten zeitweise sehr heftig. An der östlichen Cerna warfen unsere Einheiten mehrere serbische Abteilungen durch Gegenangriff zurück. Im Winkel zwischen Cerna und Wardar dauern die Kämpfe mit großer Erbitterung an. Nachdem im Laufe der letzten Tage heftige englisch-griechische Angriffe gegen unsere Stellungen am Doiran durch tapfere Truppen aus Dorostol und Sistooo blutig abgeschlagen waren, nahm die Kampftätigkeit an dieser Front an Stärke ab. Im Struma- fale Patrouillenzusammenstöße im Vorgelände.
Sofia, 22. Sept. (WB.) Bulgarische Telegraphenagentur. Die in den feindlichen Berichten aufgestellten Behauptungen, daß die bulgarischen Truppen bei ihrem Rückzuge die verlassenen Dörfer anzündeten. sirck vollstirMg erfunden.
Stockholm, 22. Sept. (WB.) „Nya Dagligt Allehanda" meldet: Der Dampfer „Igor" der schwedischen Amerika-Mexiko- Linie (220 TonnenO wurde auf der Fahrt von Goeteborg nach den englischen Ostseehäfen torpediert. Die Besatzung wurde gerettet.
Feindliche Kriegspläne.
Zürich, 23. Sept. Der „Zürch. Tagesanz." meldet: Die
gesamte Verbandspresie ergeht sich neuerdings in geheimnisvollen Andeutungen Über wichtige Ereignisie an der Westfront, die nahe bevorstehen sollen. Eine Havasnote von gestern spricht von erbittertem Widerstande der Truppen des Kronprinzen von Bayern und beutet zugleich an, daß ein Verbandsangriff gegen St. Quentin und Le Ehatelet in Aussicht genommen ist.
Der „Zürch. Tagesanz." meldet: Die Kampftage auf der
Westfront beginnt sich neuerdings zu verschärfen. Die Aufklärungstätigkeit auf der ganzen Front östlich von Reims bis ins Oberelsaß verdichtet sich von Tag zu Tag, so daß man dahinter neue Vorbereitungen vermuten muß. Oestlich Reims bis hinab zur belgischen Küste sind die Gegner in engste Fühlung geraten. Zwischen Reims und Laon versuchen die Verbündeten mit aller Gewalt, die Deutschen von ihren Höhenstel-- lungen südlich der Aisne und namentlich vom Damenwege zu
verdrängen, um den Ausweg in die Ebene von Laon zn erzwingen. Auf der ganzen Linie bleibt der deutsche Widerstand hartnäckig, und auf der Höhe südöstlich Soisions ist er ganz un- gemein zähe.
Das Ziel ist Metz.
Zürich, 23. Cept. Die „Zürcher Morgenzeitung" meldet t der französischen Front, daß dort als weiteres Ziel der Fe schen Offensive die Fetzung Metz gelte. Man betont, daß K s die maßgebende Etappe der französischen Heeresleitung -ff ihrem Wege nach Deutsch-Lothringen sei. Poincaro traf n Operationsgebiet bei St. Mihiel ein und wohnte den Känn n von dem Fort de Eonde aus bei.
Amerikanischer Befehlsbereich.
Gcnff 23. Sept. Die Militarkritiker der Pariser Blätter stellen ein allmähliches Herausnehmen der amerikanischen Truppen aus dem französischen Befehlsbereich und ihre Zusammenlegung zu geschlosienen Heeresverbänden unter amerikanischem Befehl fest.
Italienische Ansriffe.
Zürich, 23. Sept. Der „Corriere della Sera" meldet von der Front, daß in den nächsten Tagen eine Ausdehnung der italienischen Angriffe auf die übrigen Frontteile zu erwarten sei. General Diaz habe die Front besichtigt und die Lage für ausgezeichnet erklärt, um zum Siege zu schreiten. Die italienische Grenze ist am Samstag mittag von neuem teilweise gesperrt worden. Auch die italienischen Zeitungen kommen seit diesem Zeitpunkte nur noch auf Umwegen und verspätet in die Schweiz
Pie Einnahme von Palm.
Moskau, 21. Sept. „Jswestija" bringt folgende Einzest heiten über die Einnahme Bakus auf Grund von Aussagen von Augenzeugen:
In der Nacht auf den 14. begann ein starkes Bombardement; Geschosse krepierten im Zentrum der Stadt. Im Laufe des ganzen Tages fanden hartnäckige Kämpfe in der Stadt selbst statt, an denen sich Arbeiter und Bevölkerung beteiligten. Die Armee der Engländer, 30.000 Mann stark, saß schon auf Dampfern und wurde von der Artillerie der Angreifer im Hafen beschossen. wo die Bevölkerung, Frauen und Kinder, ein geschifft wurden. Behälter mit Napl ffm n-b Benzin waren getroffen worden. Ein Dampfer mit '' i>.’n den Truppen der Baschnakken wurde vernichtet. ^ ' m Reihen der regierenden Diktatur herrschte vollkommene v. wirrung. In der letzten Zeit vor der Einnahme war i. ganze Gewalt in den Händen der „Vier" konzentriert bestehend Nus zwei Vertretern des englischeu Söldnern Pitscberochowsk, aus einem Engländer und einem Vertreter von Lentrokaspi. Mit dem Rat wurde nicht gerechnet und ein Teil seiner Mitglieder, Kommunisten und linke Sozial« revolutionäre, wurde in Haft gehalten, trotz der Vorstellung des Rates und der Forderung aller Arbeiter sie zu befreien.
Am 16., 3 Uhr früh, begann im Kriegshafen die Ein« schiffung der gesamten in Panik fliehenden Armee und Bevölkerung. Um 6 Uhr früh am Sonntag drangen die Eroberer in die an allen Enden brennende Stadt ein. In der ersten Kamvfnacht kamen einige baltische Seeleute an das Boli'ck-ewiki-Gefängnis, welches von Baschnakken-Soldaten bewacht wurde, heran und baten, 30 Rätearbeiter zu be* freien. In der zweiten Kampfnacht wurden die verhafteten Mitglieder des Bakuer Rates der Volkskommissare von der Diktatur aus dem Gefängnis auf einen Dampfer gebracht und mitgenommen. Bei der Evakution forderten die Eng' länder, daß alle Kampfschiffe und die garten Armee- unL Kriegsausrüstungsgegenstände nach Enseli evakuiert würden Es kam zum Zwiespalt und schließlich zogen die Engländer nach Enseli. die Matrosen, Anhänger Pitscherochowsk und die Bevölkerung jedoch nach Petrowsk-Port ab. Es ist bs kannt geworden, daß die Engländerin Enseli viele Handels« dampfer haben, die sie eiligst mit weittragenden Marinegeschützen ausrüsten. Auf den Dampfern „Ardagan", „Kars" und „Leutnant Schmidt", welche sich jetzt in Petrowsk be< finden, siick) die Kommandeure und Artillerieoffiziere Engländer. Die ganze Zeit über ist die BcckUer Regierungs«' gewalt mit uns nicht in Verhandlungen getreten und nimmt sie auch nicht auf; sie hält sich als im Kriege mit der ru{* fischen Zentralrätegewalt stehend.


