Uuurinn 190 (Sin{di)rei0 we IS« Dvnneestag. Ven 15, August 1918
11. Jahrgang.
Die .. cue 1 a« esreitung" erscheint ieöen Werktar. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus Oesseu", „Die Spinnstube". Bezugspreis: Bei den Postanstalten vierkeliährlich Mk. 2.40 hinzu lxitt noch das Bestellgeld,' bei den ^^enten monailich 85 Psg. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grundzeile 25 Psg.» lokale 20 Psg., Anzeigen von auswärts werden durch Po tnochncwme er von. E i-llunasori -vrieDbeta. . l?chriftleitung und Derlaq ^nedbern s.Hssfen), ^anauerrratze 12. ^ernwrecher 48. Pasti tzrck-Conto Nr. 48»!). '21 mt Frankfurt a. M.
Dcegeöttche Angriffe der Italiener. — Gefolge unterer Marinesiieger. — Feindliche Kchiffsuerurste.
Die Zukunft Dolens.
Der deutsche Generalstak •=== meldet: =?
W. f- Großes KaupL«irmrrier, derr 14. August mliich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeres gruppe Kronprinz Nupprecht.
Erfolgreiche VorseN-kämpfe zwischen Vier und S c a r p e. | Südlich ron 2 j{ e r r i 5 und südlich der L y s scheiterten Vorstöße des Fc-irdes.
Heeresgruppe Generaloberst o. Voehn. j
Teilkä'mpfe beiderseits der Somme und nördlich der Avre Westlich und südwestlich von L a s s i g n t) griff der Feind von neuem an. Beiderseits von (Tannt) brach der An, griff in unseres Feuer zusammen. Wörter südlich schlugen wir den Feind im Gegenstoß ab.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Kleinere Infanteriegefechte an der V e s 1 e und östlich von Reims.
Leutnant Volle errang feinen 39., Oberleutnant L ö r z e r selten 29. und Leutnant Roeth seinen 20. Luftsteg.
Der Erste Gencralgnartiermcistcr: Ludendorff.
Abeirdberrcht.
Berlin, 14. August. (WTB. Amtlich.) Von der Kampffront nichts Neues.
Der österreichische GeneraUtab I! —... meldet: — 1 1
Wicn, 14. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vsrlgutbart'
Italienischer Kriegsickanplatz: Im TonaleGebiet griff der Feind gestem zu den von uns seit längerer Zeit erwarteten Angriffen. Er leitete sie am Vormittag durch Vorstöße gegen die ist den Q^llengebieten des e und der Sarca di Genova stehenden Postierungen e 'Nachmittags folgte nach starker Artillerievorbereitung da-. ngehen auf unsere Tonale-Stellung. Die Kämpfe der' m für uns günstig. Vom Zurückdrängen einiger vorgeschobener Hoch- gebirgsposten abgesehen, errangen die Italiener nirgends Erfolge Sonst im Südwssten keine besonderen Ereignisse.
Ai.- . r Oestlich des Devoli-TaleZ bemächtigten sich unsere Bataillone einiger Stützpunkte des Feindes.
Der Chef des GencralstabcS.
] Der bulgarische GeneraMa-'
-- meldet: ———l
Sofia, 11. August. (WB. Nichtamtlich.) Eeneralstabsbericht.
Mazedonische Front' Oestlich vcm oberen Skumbi vertrieben wir eine starke französische Infanterieabteilung. Nördlich von Bitolja und zu beiden Seiten der östlichen Cerna war die beiderseitige Feuertätigkeit zeitweise ziemlich heftig. Der Feind beschoß eines unserer militäcschen Hospitäler südlich vom Dorfe Bechichte, das sichtbar gekennzeichnet war. In der Gegend )on Moglena und östlich vom Wardar zcrsprengten wir durch lseuer starke feindliche Stoßtrupps, die nach Artillerievorbereitung en unsere vorgeschobenen Posten heranzukommen versuchten, llach Lustkampf schoß der deutsche Vizefeldwcbel Fizeler ein feindliches Flugzeug ab, das brennend hinter den feindlichen Stellungen östlich von der Cerna abstürztc; er errang damit seinen elften Luftsieg.
Sofia, 12. Aug. (WB. Nichtamtlich.) Generalstaüsberlcht.
Mazedonische Front: Im Tschernabogen mar das feindliche Artilleriefeuer zeitweise lebhafter. Westlich des Dobropolje ver. suchten nach Artillerievorbereitung mehrere feindliche Sturmabteilungen sich unseren Vorposten zu nähern. Sie wurden durch Feuer zerstreut. Bei Altschak Mahle drang eine unserer An- griffsabteilungen in die feindlichen Gräben, von wo sie verschiedenes Kriegsmaterial zurückbrachte. Auf beiden Wardui> utern «nb auf dem Vorgelände südlich Barakli Dschumaja wur
den englische und griechische Insanterieabieilungcn nach Kampf Mann gegen Alaun verjagt.
j] Das türkische Hauptquartier II L= . ■. .= meidet: -— -
Konstantinopcl, 13. August. (WB. Nichtamtlich.) Gene- ralftabsbericht.
Valästinafront: Au mehreren Stellen der Front vor- getrieüene Aufklärungsabteilungen des Gegners wurden überall von uns abgewiesen. Zeitweise Artilleriekämpfe und lebhafte Fliegertätigkeit östlich des Jordans. An den übngen Fronten ereignete sich nichts Wichtiges.
ENolge milerer stuofeiiBreiikrijffk.
Berlin, 11. August. (WTB. Amtlich) Im Laufe des 13. August haben unsere Flugzeugstreitkräfte des Marine- korps 9 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Leutnant zur See Sachsenberg errang feinen 19. und 20., Leutnant Osterkampf seinen 10. Lnftsteg.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Feindliche Schiffsverlufte.
18 000 Tonnen ver-enIU.
Berlin, 11 August. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England versenkte eines unserer U Boote 18 000 Brt.
Der Chcs des Adnnralstabe- der Marine.
Gin britischer Zerstörer torpediert.
Die britische Admiralität teilt mit: Ein britischer Torpedobootzerstörer. der infolge eines Zusammenstoßes schwer beschä. d'gt wurde, ist im Mittelmeer am 6. August von einem Unter- se.'boot torpediert und versenkt worden. Sieben Mann der Besatzung, darunter zwei Offiziere, werden vermißt.
Gin 10000 Toimcn-Zornpfer verlenkl.
Zürich, 13. August. Das amerikanische Marinedepartement gibt die Versenkung des amerikanischen Dampfers „O. B. Jennings" (10.300 Brt.) 100 Meilen von der Küste von Virginien durch ein deutsches U-Boot bekannt. Die Besatzung ist gerettet.
Weitere Versenkungen.
Basel, 13. August. Das französische Marine-Mnisternim vom 12. August gibt bekannt' Das Dampfschiff „Djennah" der Messagerie Maritime, das von Viserta nach Alexandria in einem Transport unterwegs war, ist in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli von einem Unterseeboot torpediert und versenkt werden. 442 Mann werden vermißt.
Am 19. Juli wurden ebenfalls im Mittelmeer ein Dampfschiff d«er nämlichen Gesellschaft, die „Australien" von einem Torpedo getroffen, geriet in Brand und sank. 17 Leute der Besatzung wurden getötet. 948 Passagiere wurden gerettet, drei werden vermißt. In dem gleichen Transport, in dern die „Australien" fuhr, wurde noch ciiti anderes Schiff torpediert, konnte sich aber über Waffer halten. Zahlreiche Bomben wurden auf das Unterseeboot im Augenblick, als es untertauchte, abgeworfen.
In demselben Celeitzuige vnn.de außer dom Dampfer „Australien" noch ein anderes Schiff torpediert, konnte aber flott gehalten werden. Zahlreiche Bomben wurden auf das Unterseeboot im Augenblick des Untertauchens geworfen.
Nie Schlacht im Westen.
Die feindlichen Tanks in der Schlacht.
Berlin, 13. August. (MB.) Ein dichter Nebelschleier lag über dom Sommegebiet, als am frühen Morgen des 8. August kurz nach 5 Uhr an der gaumen Front der Armee v. Marwitz mächtiges Trommelfeuer einfctzte und IX Stunden ununterbrochen anhielt. Unter dem Schutz einer Maste Tanks, wie sie bisher noch nicht eingesetzt worden war, giing die feindliche Infanterie dann in tiefen Wellen zum Angriff vor. An vielen Stellen vernebelte der Feind das Gelände. Auch aus den Tanks wurden Nebelbomben geworfen, so daß sich der Angriff f-ast völlig unserer Sicht entzog Auf dem linken Flügel griffen zwei bis
drei englische Divisionen ln Gegend Marlancourt an. Cstdlick von ihnen rückten australische Korps mit vier Divisionen an. außerdem vier kanadische Divisionen. Alle diese galten als besonders gute Angriffstruppen, die ieit längerer Zeit nicht mehr im Gefecht gestanden haben. Auch ist festgestellt worden, daß vier französische Divisionen an den Kämpfen beteiligt gervesen sind.
Die neuen englischen Niesentanls, die hier zum ersten Mal auflraten, sind noch um einige Fuß länger und besitzen kräftigere Motors. Der moralische Eindruck dieser Ungetüme ist für den Verteidiger die Hauptgefahr. Diese Nervenprobe haben unsere Kämpfer glänzend überstanden. Ueberall da, wo die Tanks an de-n Bereich unseres Artilleriefeuers gerieten» wurden sie vernichtet. In welcher Dichte die Engländer mit ihren Tanks angriffen, erhellt daraus, daß auf einem Dioisions. abschuitt auf einer Breite von vier Kilomeiern 43 zerschossene Tanks liegen blieben, die alle durch unsere Artillerie- und Ma- schinengowohrfeuer vernichtet wurden. Rechnet man hinzu, daß ein großer Teil der Tanks entkommen ist, so können die Zwischen- räume nicht mehr als 60 bis 70 Meter betragen haben. Als Haupteinbruchsstelle für die Tankgeschwader hatte der Feind die Flanken und vospringenden Teile unserer Front gewählt, um in den Rücken unserer Infanterie zu kommen. So stießen z. B. Tanks nördlich Moreuil von Thennes aus vor, da der Avre» Abschnitt von ihnen nicht hätte überwunden werden können. Nicht weniger als drei englische Kavalleriedivisionen — dies bedeutet die gesamte englische Kavallerie — standen bereit und griffen später, schwadronenweise verwendet, in den Kampf ein.
Bei diesem Masteneinfatz von Tanks und Truppen, begünstigt durch die Ungunst des Wetters, gelang es d^m Feinde bekanntlich, in beträchtlicher Tiefe einzudringen, stellenweise jedoch unter schweren blutigen Opfern. Nördlich der Straße Amiens—Peronne liegen die Toten in mehreren Reihen wellen, weife hingemäht. Einzelne deutsche Maschinengewehrnester wehrten sich verzweifelt und brachten der den Tanks mir langsam folgenden Infanterie die ersten Verluste bei. Eine leichte Batterie vernichtete allein 10. eine andere 9 Tanks. Ein Kraft- wagenflakgefchütz erledigte 5 Tanks und fuhr dann zurück, da es sich verschossen hatte, um Munition zu holen. Es schoß dann noch zwei weitere Tanks in Brand. Bei Marcelcave und Fratervills wurden einzelne Schwadronen durch unser Maschinengewhrfeuer fast vollkommen vernichtet.
Ueber alles Lob erhaben ist der Schneid der deutschen Infanterie, die stellenweise der Tanks nicht achtend, sie hindurchfahren ließ und die nachfolgende Infanterie im Gegenstoß aufhielt. Es sind auch Fälle gemeldet worden in denen die In. fonterie allein der Tanks Herr wurde, indem sie an einer Stelle zum Botfpiel 4 Tanks in Brand schoß und 8 weitere außer Ge-> fecht setzte. Dom Schneid unserer Infanterie und der Beweglich, keit unserer ArMer-e sowie ihrer vorzüglichen Schießleistung ist es zu danken, wenn der groß angelegte feindliche Angriff sehr bald zum Stehen kam und in den letzten beiden Tagen nicht mehr weiter Rauni gewinnen konnte.
Der Fliegerangriff auf Calais.
Genf, 13. August. Die Verfolgung der deutschen Flieger, welche gestern die Stadt Calais nach weit wirkungs* voller beschossen als in der Vorlnoche, blieb ergebnislos. Her. vorgehoben wird von den französischen Blättern die besonders Heftigkeit des Maschinengewehrangriffes der Flieger gegen die Hafenobjekte.
Der Fliegerangriff ans Frankfurt.
Basel, 10. Ang. Ter Bericht des englischen Flugdienstes vcin 13. August lautet: Eines unserer Geschwader griff erfolgreich die Flugzeugwerkstätten und die chemischen Jab- riken von Frankfurt a. M. an. Explosionen im Mittelpunkt der Ziele wurden beobachtet. Das Geschwader, das von einer großen Anzahl deutscher Jagdflugzeuge angegiiffcn wurde, vernichtete deren zwei. Der Kau.'pf setzte sich auf einer Strecke voll 30 Meilen fort. Alle unserer Appvirate kehrten zurück. — Ein anders britisches Geschwader griff den Fülgplatz Hagenau an. Es wurde beim Ueberfliegcn der Linien von einer großen Anzahl deutscher Jagdflugzeuge angegriffen, von denen es vier zerstörte und eins zur Lam düng mit Havarien nötigte Seinerseits büßte detz Ge- ßhlvader zwei Apparat ein. 'Es fetzte seinen Flng sert, bombardierte das Ziel und erzielte aas einem großen Flugzeugwerk eine Treffer. Eine andere Bombe -erstörfe tiet; auf der Erde befindliche Flugzeuge.


