Nummer 187 Ciiijchreis ^ LL Montag, den 12 . Angnst 191 8 11 . Jahrgang.
. cue Tayes?eitu„g" ericheint ,eden Werktag Neg^etmätzige Beilagen ..Der Kauer ans Hessen". ..Die Hpirrnstube". KrMgspreis: Bei den Postanitalten vlerkeljährUch Mt. 2.4L hinzu 'ritt noch das Bestellgeld: ^e, >en Zenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlodn. Anzeigen: Grundzeile 25 Pfg., lokale 20 Pfg., Anzeigen von auswäns oerden durch Bostnachnahme - oben. Ersüllunosort vrieöbetg. Srt»riftleit««g und» Verlag vriedbecg (Hessen). »anauerstraße 12. Fernsprecher 48. Postscheck-Lsnto Ne. 48»9. Ünr ^ranksurt a. M.
Die unerschüLierliche Angriffskraft unserer Infanterie. — Ueue feindliche Angriffe gescheitert.
Schwere Kämpfe hei Asmga.
3iOOO Tonnen versenkt. — Die Mörder des FeldMmichalis v. Eichhorn hingerichtet.
Der deutsche Generalssab meldet: =:-=-.-^
W. T. K. Große» Hanpr^rrarLLer» de»
10. August Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Rege Tätigkeit.des Feindes zwischen Äser und Ancre. An vielen Stellen dieser Front führte der Feind Vorstöße und Teilangriffe, die vor unseren Linien und im Nahkampf abgewlesen wurden.
Engländer und Franzosen setzten gestern unter Einsatz starker Reserven ihre Angriffe auf der ganzen Schlachtfront -wischen Ancre und Avre fort. Beiderseits der Somme und mittlings der Straße Foucaucourt-Villers Bretonnaux warfen wir den Feind durch Gegenstöße zurück. Er erlitt hier fckpvere Verluste. In der Mitte der Schlachtsront gewann der Feind über Rozieres und Hangest Boden. Unsere Gegenangriffe brachten ihn westlich von Lihons und östlich der Linie Nozieres-Arvillers zum Stehen. Während der Nacht nahmen wir die an der Avre und am Dom-Bach kämpfenden Truppen in rückwärtige Linien östlich von Montdidier zurück. Südöstlich von Montdidier schlugen wir einen starken Teilangriff der Franzosen in unseren Linien ab.
»
Ueber dem Schsachtfelde schössen wir 33 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant Loewenhardt errang feinen 52. und 53., Leutnant Udet seinen 46., 47. und 48., Hauptmann Berthold seinen 41. und 42.. Leutnant Frhr. von Richthofen seinen 36. und 37., Leutnant Billik seinen 30. und 31., Leutnant Bolle seinen 29., Leutnant Koenneke seinen 26., 27. und 28., Leutnant Neumann seinen 20. Luftsieg.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zeitweilig auflebender Feuerkampf an der Aisne und Lesse.
Der Erste Generalquarliermeffter: Ludendorff.
Abendberichi.
Berlin. 10. August, abends. (WTB. Amtlich.) Aus- dehn'.'.ng der Schlacht von der Ancre bis zur -Oise. Angriffe des Feindes sind vor unseren Kampfstellungen gescheitert.
W. sr* 6. Große» Aairplqirarrier, den
11. Andrst Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz R u p p r e ch t
Zwischen Mr und Ancre ließ die erhöhte Gefechtstütig- keit l-7 äder nach, am Abend lebte sie vielfach wieder auf. © ! .: Vorstöße des Feindes beiderseits der Lys wurden
abg. lesen.
An der Schlachtfront bat der Feind seine Angriffe bis zur Life ausgedehnt Zwischen Ancre und Somme brachen sie vor uuüren Linien zusammen. Bis südlich der Somme blieb die feindliche Infanterie nach ihren Mißerfolgen am 9. August untätig. Starke Teilangriffe des Gegners bei Raineconrt und gegen Lihons stl)eiterLen in unserem Feuer und im Gegenstoß. Die Hauptkraft der gestrigen Angriffe war gegen unsere Front zwffcben Lihons und der Avre gerichtet. Oestlich von Rozieres und beiderseits der Straße Amiens—Roye schlugen wir die mehrfach wiederholten feindlichen Angriffe ab. In dem beweglichen Kampf gegen feindlich Uebermacht und gegen den Masseneinsatz von Panzerwagen kam auch hier wiederum die unerschütterliche Angriffskraft unserer Infanterie voll zur Geltung. Vielfach brach der Ansturm des Feindes schon im Feuer unserer Artillerie zusammen. Vor einem Divisionsabschnitt liegen allein mehr als 40 zerstörte Panzerlvagen. Zwischen Avre und Oise setzte der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung zu starken Angriffen gegen unsere alten Stellungen von Montdidier bis Authenil an. Er vermochte unsere gestern gemeldeten neuen Kampflirnen östlich von Mont-
didier nicht zu erreichen. Unsere Nachhuten empfingen den Feind in unseren alten Stellungen nüt starkem Feuer und wichen darauf kämpfend über die Linie Labossiöre—Hain- villers—Ricguebourg—Märest aus.
Sehr rege Fliegertätigkeit über dem Schlachtselde. Wir schossen wiederum 23 feindliche Flugzeuge und einen Fesselballon ab. Leutnant Kroll errang seinen 33., Leutnant V e l t j e n s seinen 24. und 25., Leutnant L a u m a n n seinen 21., 22. und 23., Leutnant Auffahrth seinen 21. Luftsieg.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Vesle wurden Angriffe des Feindes zwischen Fismes und Courlandon abgewiesen. In der Champagne westlich der Straße Somme Py—Souain Teilkämpfe, in denen wir Gefangene machten.
Der Erste Generalqnartiermeister: Ludendorff.
Avendberrcht.
Berlin, 11. August, abends. (WTB. Amtlich.) An der Schlachtfront zwischen Ancre und Oise sind heftige Angriffe des Feindes gescheitert.
Der österreichische Generalstav •=== meldet: ======J
Wien, 10. August. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: An der ven-etianischen Ge-
birgsfront kam es gestern wieder zu größeren Jnfanterie- kämpfen. Zwischen Cagope und Asiago gingen in den frühesten Morgenstunden die Ententetruppen nach einem gewaltigen Feuerschlag in dichten Wellen zum Agriff über. Die feindlichen Sturmkolonnen wurden überall unter schweren Verlusten geworfen. Wo es ihnen vorübergehend gelang, in unseren Linien Fuß zu fassen, trieben wir sie im Gegenstoß zurück. Ebenso scheiterten alle Versuche des Feindes, sich im Asalonegebiet auszubreiten, an dem tapferen Widerstand unserer Truppen.
An den anderen Frontteilen Artillerie- und Patrouillengeplänkel.
Albanien: Keine besonderen Ereignisse.
Der Chef des GeneralstabeS.
Wie«, 11: August. Amtlich wird verlautbart:'
Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden wiederholten die Ententetruppen gestern früh ihre schlagartigen Angriffe. Das Kanlpffeld dehnte sich von Canovo bis in den Raum des Col del Rosso aus. Der Feind wurde nach erbittertem Ringen überall zurückgewrfen imb erlitt sehr schwere Verluste. Es wurden Engländer, Franzosen und Italiener gefangen. Unter den tapferen Verteidigern fällt den ungarischen Regimentern 82, 101 und 138 besonderer Anteil am Erfolg zu. Sonst weder an der italienischen Front noch in Albanien Ereignisse von Belang.
Der Chef des GeneralstabeS.
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i Der h rügarische Generalstaö
U, = meldet: ====*
Sofia, 7. August. (MB. Nichtamtlich.) Generalstabs- bericht.
Mazedonische Front: Oestlich des Prespa-Sees drangen unsere Angriffstrupps trotz heftigen Widerstandes des Feindes in die französischen Gräben südlich Peristert und bei Tscherbena Stena ein, wo sie Franzosen zu Gefangenen machten. Oestlich des Wardar versuchten starke englische Abteilungen in zweimaligem Anlauf unsere Posten bei dem Dorfe Matschukowo zu überrennen, wurden aber durch Feuer zerstreut. Bei Doiran kurze Feuerüberfälle von seiten des Feindes. Feindliche Monitors beschossen ergebnislos am Golf von Orjano unsere Stellungen der Strumamjin- dung.
| Jas türkische Hauptquartier ====== meldet:
Konstantinopcl, 9. August. (WB. Nichtamtlich.) Ge* neralstabsbericht.
Palästinchront: An der Eisenbahn Luff-Tul Kern
wurde eine feindliche Aufklärungsabteilung blutig abge- wiesen. Bei geringem Artilleriefeuer lebhafte Fliegertätigkeit auf der ganzen Front. — Aufständische, die sich im Rücken unserer im Hedschas kämpfenden Truppen festletzten, wurden nach harten! Kampfe in die Flucht geschlagen.
Ostfront: Südlich des Urmiasees besetzten wir Mi-
jantuab. — Auf den übrigen Fronten ist die Lgge unver» ändert.
37 000 Tonnen versenkt.
Ein französischer Truppentransporter versenkt.
Berlin. 9. August. (WB. Amtlich.) Im Spe-rrgobüt dsL Mittolmeers verfeiikten unsere U-Boote aus stark gesicherte? Geleitzügen sechs Dampfer von zusammen rund 22 000 Brt.. darunter den französischen Truppentransporter „Dfemnah" mit 3716 Brt., auf dem sich nach Aussagen von (befangenen 21 Passagiere und 800 Soldaten befanden. Der Dampfer sank inner, halb 5 Minuten.
Berlin, 10. August. (WB Amtlich.) Westlich des Kanals und an der Ostkiiste Englands versenkten unsere U-Boote, zurs Teil aus stark gesicherten Eeleitzügen, 18 000 Brt.
Der Chef des Admiralstabcs der Marine«
Die Schlacht Wischen Ancre und Anre.
Berlin, 10. August. (WB.) Auch den zweiten Tag deZ großen Angriffs zwischen Ancre und Avre leiteten die Engländer und Franzosen mit großen Tankangriffen ein. Allein die Panzer ge schwader, durch die Vortage geschwächt, entwickelten nicht mehr die alte Stoßkraft. Im Abwehrfeuer der deutschen Batterien, deren Einschläge in schwarze« Fontainen rings um die Panzertiere hochftiegen, wurde ihr Angriff unsicher. Zahlreiche Panzerwagen wurden ge. troffen und brannten mit hoher, weithin leuchtender Stichflamme aus. Andere kehrten um. Die Infanterie folgte nicht recht; ihr Angriff blieb liegen. Erst am Nachmittag vermochten- die Engländer unter Einsatz ffischer Truppen einen neuen Agriff vorzutreiben. Auf der ganzen Strecke von Morlancourt bis an die Avre brachen tiefgegliederts Sturmwellen vor, denen starke Panzerwagen voranfuhren und über deren Köpfen starke Fliegergeschwader heranbrausten, die durch einen Hagel von Maschinengewehrfeuer die deutschen Reihen zu erschüttern versuchten. Das geschickte Ausweichen und Wiedervorstürmen der deutschen Infanterie ließ den Kampf hin- und herwogen und brachte schließlich beiderseits der Somme und der großen Römerstraße die Engländer und Franzosen trotz starken Kräfteeinsatzes keinen Schritt vorwärts. Weiter südlich gewannen die englisch französischn Angriffe in der Linie Rosieres-Arvillers in dem für die Verteidiger überaus ungünstigen Glände Boden, so daß infolgedessen auch das Kampffeld beiderseits der Somm« freiwillig aufgegeben wurde/ was die wütenden Angriffe der Engländer nicht hatten erreichen können. Fe weiter die Deutschen zurückgehe«, desto günstiger wird für sie das Gelände zur Verteidigung, da sie damit in die rückwärtigen Linien des alten französischen Verteidigungssystems kommen während der Angreifer gezwungen ist, über fei« kahle, dcckungslose Ebene anzurennen.
Der dritte Angriffstag.
Berlin, 11. Aug. (WB.) Am Vorinittag des dritten Angriffstages beschränkten sich die Engländer zwischen Ancre und Avre ans Teilangriffe nördlich der Somms sowie östlich und südöstlich von Roziöres. An beiden Stellen wurden sie abgewiesen. Ihre um 11 Uhr 30 ans Marlancourt vorbrechenden Sturmwellen mußten wieder zurückgehen. Die in den Waldstücken nördlich der Somme bereitgestellten eng* KMn Reserven wurden von der deutschen Artillerie zu-


