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Osten nicht etwa künstlich ihre ProouLte zurückhälr, sondern Laß sie alles tut. um uns Wer die schwere Zeit der Gegen­wart hinwegzuhelfen."

Es handelt sich hier natürlich nur um einen kleinen Ge­nossen, einen Mann, dem die nötige Weite des Blicks fehlt, um seine Objektivität einen Kompromiß mit den Partei- tr-ktischen Agitationsbedürfnissen schließen zu lasten. Er hat mit dieser Unvoreingenommenheit des Urteils zur Genüge .bewiesen, daß er zum Obergenosten, zumVorwärts"- Redal'teur gar, nicht taugt. Man könnte Herrn Scheide- mann ansinnen, sich aus den Erfahrungen'seines Wcchlkreis- genossen zu belernen. Aber Herr Scheidemann hat sicher, und andere Obergenosten auch, Wichtigeres zu tun. als der Objektivität einen Altar zu errichten. Und gür der Ob­jektivität gegenüber der Landwirtschaft. Also daß diese Solinger Schwalbe auch keinen Sommer machen wird.

Mas ßch du fan^iülrt dielen IM;.

In seiner großangelegten Reichstagsrede am 6. Juli d. I. hat unser Bundesvorsitzender, Abg. Dr. Roesicke, de» Frnger auch in eine Wunde gelegt, die unter den vielen Wunden, die das verfehlte System unserer Kriegswirtschaft der deutschen Landwirtschaft geschlagen, mit am heißesten brennt. Er leitete zu diesem Teil seiner Rede über mit den Worten:Ich komme auf die Frage der Durchsuchungen, sowohl der behördlichen wie der militärischen, die die Land­wirtschaft aufs äußerste erbittern und verärgern müssen." Zur Kennzeichnung des Verfahrens tat Dr. Roesicke damals der Drangsalierung einer 62 jährigen Bauersfrau Erwäh­nung, die von dem Haussuchung abhaltenden Gendarm ge­zwungen wurde, sich von ihrem Krankenlager zu erheben, weil man auch das Bett nach Kartoffeln durchforschen wollte. Das ist nur ein einziger von vielen hundert ähnlich ge­arteten Fällen, die zur Kenntnis des Bundes der Land­wirte gelangt sind.

Nun hört man nickt selten die Meinung vertreten, so werde nur gegen die Bauern vorgegangen, die größeren Be­sitzer würden glimpflicher behandelt. Dazu möchten wir, uns selbst jeder zusätzlichen Aeußerung enthaltend, einem Groß­grundbesitzer das Wort geben. Der Herr wohnt im Kreise Burgsdorf (Prov Hannover) und schildert uns seine Er­fahrungen wie folgt:

Revisionen. 17. November Kartoffelvorräte, 18. Januar sämtliche Getreide-, Stroh- und Heuvorrätr. Zwei Zivilisten, ein Gendarm, eine Militärperson. 18. März ein Gendarm, ein Unteroffizier, drei Soldaten. Die Revisions- kommission (5 Personen) fand sich bei mir im Hause ein. Der Gendarm forderte mich auf, ihm meine Getreidevorräte zu zeigen. Ich ging mit ihm auf den Kornboden und er­wartete, daß. die Soldaten mitkommen oder unten warten würden. Wie wir wieder herunterkommen, waren die anderen Mitglieder der Kommission sämtlich verschwunden. .Als ich den Gendarm für einige Zeit allein ließ, mv auch ler verschwunden. Ich wartete nun auf dem Hofe, um die Kommission durch meine Gebäude zu führen. Ich sehe aber chur hier und da einen von der Kommission auftauchen und gleich wieder in meinen Gebäuden verschwinden. So wurde das ganze Gehöft, sämtliche Gebäude und auch das an- grenzende Gehölz durchsucht, ohne daß es mir möglich war, die Kommission bzw. die Mitglieder durch meine Gebäude und Grundstücke zu begleiten. Nach längerer Zeit fanden .sick) alle Mitglieder der Kommission wieder ein, ihr Suchen war ergebnislos verlausen. Ist es nicht unerhört, daß die .Leute ohne Beisein des Besitzers alles, mit Ausnahme der Wohnräume, die in meiner Gegenwart durchsircht wurden, durchsuchen? Anfang Mai, nachdem Kartoffeln gepffanzt waren. Kartoffeln revidiert: ein Zivilist, zwei Militärper­sonen. Vier Revisionen in einem Frühjahr!"

Was würden wohl die Städter sagen, wenn der Frieden ihres Hauses in gleicher Weise vergewaltigt würde? Aber nicht eher werden wir. werden die deutschen Landwirte ruhen schärfsten Einspruch ge^en diese ungerechte Behandlung zu erheben, bis wir sehen, daß sie vor den Toren der Städte nicht mehr Halt macht.

Ans meiner Dorfkirche.

In der letzten Wochenpredigt ist leider ein Druckfehler -stehen geblieben, der den ganzen Sinn der Ausführungen ent­stellt. In der dritten Spalte heißt es:Das gute alte Wort: Ehre verloren, alles verloren, ist verkehrt worden in das Wort: Gott gewonnen, alles gewonnen." Der ganze Absatz muß heißen'

Und mit dieser Abkehr von Gott stimmte zusammen der Dienst vor dem goldenen Kalb vor dem Gott Mammon! Wir sind heute nicht mehr ein Volk von Brüdern, sondern ein Volk von Wucherern. Ich meine damit nicht, daß aste Preise in die Höhe gegangen sind das liegt an der Entwertung des Geldes, sondern- ich meine, daß das gute alte Wort: Ehre verloren,

olle-s verloren, verkehrt worden ist in das Wort: Gold gewon­nen, alles gewonnen. Es meint heute jeder, er käme zu kurz bei der Jagd nach Geld und Vergnügen, die unser Land trotz aller Kriegsnot beherrscht. Darum nenne ich uns ein Volk von Wucherern!

Ans der Heimat.

Koch einmal Bronzeglocke« und Orgelpfeife». Ende ZuN hat eine Wetterauer Gemeinde folgende Eingabe an das zu­ständige Kreisamt gerichtet: Am Donnerstag, den 1. August, werden 4 Jahre feit dem Ausbruch des Weltkrieges vollendet sein. Zn diesem Zeitraum hat Gott an unserem Volke über Bitten und Verstehen getan, und wenn der volle Endsieg auch noch aussteht, so dürfen wir doch hoffen, daß wtt den gewaltigen Kampf in Ehren und mit gutem Erfolg durchführen werden. Der Herr, der bis hierher geholfen, wird auch weiter helfen, wenn wir Tür empfangene Wohltaten danken und weiter um seinen Segen bitten. Aus diesem Grunde hat das Eroßherzog- liche Oberkonsiftori-um in Darmstadt für Sonntag, den 4. August Festgottesdienste angeordnet, und ohne Zweifel tun andere deutsche Kirchenbehörden das gleiche. Trotzdem sollen auf An­ordnung der Militärbehörde weitere Bronzeglocken und Orgel­pfeifen entfernt rverden. Diese Maßregel stört die Gottesdienste in allen Teilen Deutschlands umso empfindlicher, als bereits nicht nur sämtliche Stimmen, sondern auch klingende Metall­pfeifen in großer Zahl herausgenommen sind. Wäre das Heer für seinen Metallbedarf lediglich auf diese Kirchengeräte an-. gewiesen, so würde man sie natürlich trotzdem gerne dem Vater- lande opfern. Run sind aber dem Vernehmen nach nicht nur in Werkstätten noch beträchtliche Mengen von unverarbeitetem Kupfer und Zinn vcrhanden, sondern es gibt in Schnapsbrenne­reien, Bierbrauereien und anderen kriegsentbehrlichen Gewerbe­betrieben viele Geräte, die man unbedenklich umschmelzen kann. Unter diesen Umständen scheinen uns die erwähnten behörd­lichen Maßnahmen in einem inneren Widerspruch zu einander zu stehen. Es geht nicht gut, daß ein Volk zur selben Zeit, wo es für alte Siege dankt und um neue Erfolge betet, ohne ge­nügende Notwendigkeit fortfähtt, gottesdienstliche Geräte ein­zuschmelzen. Unsere Gemeinde hat bereits 1917 eine ihrer bei­den Glocken und von der noch neuen Orgel mehrere Metall, pfeifen abgegeben. Weitere sind nach dem Urteil des Herrn Organisten nicht entbehrlich. Aehnltch dürfte es in den meisten Orten des Landes stehen. Die Unterzeichneten Körperschaften unterbreiten daher um unseres Dorfes und der ganzen Landes­kirche willen dem Gloßherzoylichen Kreisamt die ehrfurchtsvolle Bitte, darauf hn.Mwirken, daß Meist die anderen, in dieser Eingabe genannten Metallbestände verarbeitet werden, ehe man aufs Neue Kirchengeräte beschlagnahmt. Hierauf folgen die Unterschriften der Kirchenvorsteher und Gemeindevertreter und. da die benutzte Geräte in dem betreffenden Dorfe der bürger­lichen Gemeinde gehören, auch des Herrn Bürgermeisters.

Die Entscheidung öder die Buch ecke rn-Ernte ist gefallen. Das Kriegsernährungsamt hat eine Verordnung über die Bucheckern ertasten. Sie bestimmt, daß Abnahmestellen für die Bucheckern errichtet werden. Sie sagt weiter, daß derjenige, welcher an eine Abnahmestelle abliefert, die Genehmigung erhält, Buch­eckern bis zur Höhe der abgelieferten Menge selbst auf Oel schlagen lasten darf. Ferner ist nach § 5 der Verkauf von Buch­eckern im freien Verkehr gestattet. Das soll also heißen: Einer kann vom Andern Eckern kaufen. Das Kaufen der Ecker, ist freigegeben Wie steht es aber mit dem Schlagen lasten?

8 7 sagt dazu, daß es gegen Schlagschein gestaltet ist. Darf nun, das ist der wichtigste, aber in der Verordnung keineswegs klar und bestimmt ausgedrückte Punkt, auch derjenige, welche nicht abliefert, schlagen lasten? Aus einem Zentner gelesenen Eckern erhält einer 10-20 Pfund getrocknetes schlagfertiges Gut. Muß er die Hälfte davon abliefern, wenn er sich das Recht zum Schlagen erwerben will? Und wenn, wie es den Anschein hat, die Ablieferung den Hauptzweck der Verordnung cn-'smacht. das Schlagen lasten ohne Ablieferung der Hälfte des Schlaggules nicht erlaubt ist, so verbleiben dem Sammler 510 Pfund Eckern, aus denen 12 Schoppen Oel gewonnen wer­den. Da die Landeszentralbehörden iroch besondere Vorschriften über das Sammeln der Bucheckern erlasten sollen, so bietet-sich dabei Gelegenheit, kurz und bündig, klipp und klar anszn- fprechen. ob die Eckernernte beschlagnahmt ist und ob derjenige, welcher nicht abliefert. kein Recht hat. schlagen M lasten.

8r. Hanau. 4. August. Die große Brotkommission des Stadt- und Landkreises Hanau hat beschlossen. dem Magistrat und dem Kreisausschusse das Fortbestehen des Wirtfchaftsver. bandes Hanau-Stadt- und Landkreis zur gemeinsamen Bewirt­schaftung des Brotgetreides zu empfehlen. Während im lau­fenden Wirtschaftsjahre die eigene Ernte zur Ernährung der Bevölkerung des Stadt- und Landkreises Hanau nicht aus­gereicht. hat. ist begründete Hoffnung vorhanden, daß im kom­menden Wirtschaftsjahre noch ein Ueberschuß von der Reichs­getreidestelle zur Ablieferung kommen kann.

Friedberg. Die Herren Stadtverordneten werden zu einer Sitzung auf Donnerstag, den 8. August, nachmittags 4 l A Uhr, ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Voranschlag der

Schillerschule für 1919.- 2. Forderung des H. Rüster. Hierauf geheime Sitzung.

Ober-Efchback Dem Lehrer Mohn dahier, .1 Schrift- -ührer des . Kriegervereinsbezirks. Vilbel, wurde das Der- dienstkreuz für Kriegshilfe verliehen. Wir gratulieren!

Büdesheim. Schon wieder hat der Weltkrieg ein Opfer aus unserer Gemeinde gefordert. Fritz Klehm ist in den schweren Kämpfen im Westen gefallen. Wir betrauern ihn sehr, nehmen aber auch herzlich Anteil an der Trauer seiner alten Eltern. Wir werden dem so so früh Vollendeten stets ein ehrendes Andenken bewahreg. Friede seiner Asche in fremder Erde.

I C. Burgsolms, 4. August. Auf der hiesigen Station kam

Dom Felde

der Ehre.

, Wohnbach. Dem Fahrer Gustav Wolf, Sohn des Ge° meinderechners Wolf, bei einem Feld-Artillerie-Regiment, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen.

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** s. *

eine Eisenbahnschasfnerin, aus Laubach in Oberhesten gebürtig, unter die Räder eines rangierenden Zuges. Sie erlitt so schwere Verletzungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat.

1' 0. Vom Main, 4. August Kapitänlentnant Georg, Kom­mandant eines U-Bootes, der Sohn des Kommerzienrats Georg m Schweinfurt. wurde zum Ritter des Militär-Max-Josef- Ovdens ernannt. Der Dekorierte Hai bereits eine Viertelmil­lien Tonnen Schiffsraum versenkt, und ist der erste Bayer aus der Unterseebootswaffe, der mit dem höchste« bayerischen Kriegs- Horben ausgezeichnet wurde.

Aus Starkenburg.

FO. Habitzheim, 4 August. Der 70jahrige Heinrich Müller von hier stürzte von einem Wagen so unglücklich herab, daß « sofort tot war.

Aus Rheinhesten.

Main^ 8. August. Etwa 15 Zentner Zucker wurden ut* langst von einem hier vor Anker liegenden Schiffe gestohle«. Nunmehr wurde ein Dieb verhaftet, der angab, daß der Zuck« nach Wiesbaden verkauft worden ist.

F . Mainz. 4. August. Vor einigen Tagen zog sich der 50jährig« Heizer Werner von hier in einer Fabrik auf der Gustavsburg schwere Brandwunden zu, denen er jetzt erlegen ist.

FC. Alzey, 4. August. Das hiesige Schöffengericht verur­teilte sine Dienstmagd, die in Tßrlborn in Dienst stand, wege« intime« Verkehrs mit einem russischen Kriegsgefangenen zu i Wochen Gefängnis.

CF. Aus Rheinhessen, 4. August. Die Frühkartoffeln, di, durch die lange Trockenheit zu leiden hatten, ergaben in d« Provinz eiml wenig befriedigende Ernte.

Ans Hessen-Nasiau.

FC. Rüdesheim, 2. Aug. Der Komnnmalverband de? Rheingaukreis sollte nach der Aufstellung des zu deckenden Bedarfs durch die Landeszentralbehörde für die Bekleidung der Heimatarmeen 576 Anzüge liefern. Bis jetzt sind aber nur 349 eingegangen.

FC. Geisenheim, 2. Aug. In der Wohnung des Haupt- mann Löckermann, der zurzeit im Felde steht, wurde einge­brochen, durch einen Schacht, durch welchen die Kohlen einge« füllt werden. Die Diebe stahlen sämtliche Kleidungssiiicke.

FC. Nackenheiw, 4 August Die ersten reisen Trauben be­finden sich am Hause des Dreschmaschinenbesitzers Franz Ben» hard II. dahier.

FC. Diez. 4. August. Anstelle des verstorbenen Landratt Duderstadt-Diez wurde Bürgermeister a. D. Langschied in Btv lenbach zum Mitglied der Landwirtschaftskammer gewählt.

FC. Obcrlahnstein. 4. August. Die Stadtverordnetenver­sammlung wählte den Fabrikbesitzer Lübbecke zum Magistrats. Schöffen.

FC. Braubach. 1. August. Nächtlicherweile wurde de» Bäckermeister Eschenbrenner dahier ein Schwein im Stalle abg«- scblachtet und gestohlen. Der ganze Vorfall geschah in solch« Stille, daß die unmittelbar über dem Stalle schlafenden Hau» bewohner nichts hörten.

FC. St. Eoarrhauscn, 1. August. In der Stadtverordneten­versammlung wurde bekannt gegeben, daß die städtische Rech nung des Jahres 1916 m Einnahmen mit 270 192 Mark, in Ausgaben mit 254 197 Mark abfchließt und mithin eine Mehr- cinnahme von 15 935 Mark verbleibt.

Niederbeerbach, 1. August. Ein Einwohner von hier wurde dieser Tage festgenommen, der auf den Flurschützen daselbst, anscheinend aus Rache, daß er schon einmal zur Anzeige gs. bracht wurde, aus einer Browningpistole mehrere Schüsie abge. geben, die aber fehlgingen.

FC. Hallgartc», 30. Juli. Die Eheleute Maurermeister Nikolaus Neujahr dahier begehen am 4. August das golden« Hochzeitsfest.

FC. Montabaur, 28. Juli. In die Bäckerei des hie­sigen barmherzigen Brüderhauses drangen Diebe nächtlicher* weile ein und nahmen einen Doppelzentner fernes Weizen­mehl und 30 Brote mit.

FC. Bad-Nassau, L August. In der hier stattgehabte« Kreissynode Nassau sprach u. A. Pfarrer Lic. Fresenius-Nassau in großen Zügen über die Kriegerheimstättenbewegung und legte der Synode den Anttag vor. daß die Kreissynode Nassau dem Hauptausschuß für Kriegeiheimstätten in Berlin beittitt und den Kirchengemeinden ebenso den Beittitt empfiehlt. Nach­dem verschiedene Synode die große Wichtigkett der Wohnnngs- frage und die Pflicht der Kirche zur Mitarbeit bei der Be­kämpfung der Wohnungsnot betont batten, wurde der Antrag einstimmig angenommen. Dekan Lehr-Däusenau und Professor Deinet.Nassau wurden zu Abgeordneten der Bezirkssynode ein. stimmig gewählt. Pfarrer Neubourg-Kirdcrf und Bürgermeister Hasenclever-Nassau zu Stellvertretern

FC. Kräocneck 1. August. Dieser Tage konnte der Betriebs- führer auf einer der größten Gruben des Lahngebiets der Firma Buderus Wilhelm Kohlhauer von hier sein 40jähriges Bergmannsjubiläum feiern.

FC. Nanzenbach, 31. Juni. Die 800 Hektar umfaßende Gemeindejagd wurde für neun Jahre an Industrielle in Gelsenkirchen für jährlich 3550 Mark verpachtet. Der ' frühere jährliche Pachtpreis betrug 900 Mark.

Ans Kurhesscn.

FC. Aus Niederhessen, 1. August. Die Kaiserin traf gester« in Bad-Soden Werra ein und besuchte die Kronprinzlichen Kin­der. Gegen 7 Uhr abends kehrte die hohe Frau nach Kassel zu. rück. Ebenda ttaf die Gemahlin des österreichisch-ungarischen Botschafters in Berlin, Prinzessin zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Erzherzogin von Oesterreich, zum Besuche ihrer Kinder, die zur Kur dort weilen, ein.

FC. Zwingeuberg, 31. Juli. In einer der letzten Nächte wurden . hier einem wenig beimttelten Mann auf seinem Grundstück 180 Stöcke Stangenbohnen gewaltsam aus der Erde gerissen und entwedet.

FC. Fulda, 2. Aug. Zwei Schleichhändler wurden am hiesigen Bahnhof abgefaßt, die Fleisch nach Frankfurt a. M. schaffen wollten. Dem einen wurde ein Zentner Schweine* fleisch, dem anderen eineinvirtel Zentner Kalbfleisch abge­nommen.

FC. Aus Franken, 1. August. Das Aussehen der Weinberg« ist zurzeit gut und schön. Falls dieselben von lveiteren Witte- rvngsschäden verschont bleiben, kann mit einem günstige» HerdP» ergebnis gerechnet werden.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otts Hirsche!, Friedberg ; für den Anzeigenteil: R. H e y n e r. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung*,, A- G^ F ri ed borgt.