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bchiy.onoseki, 29. Juli. (WB.) Reuter. Auf dem Bahnhof explodierte in dem Augenblick, wo der Erpreßzug aus .Kyoto ankam. eine große Meng? Munition. Man schätzt die Zahl der Verunglückten auf 50 bis 150, darunter viele Lote.

Die Deal- und Fleft Ölversorgung.

Berlin, 30. Juli. Vom 19. August ab wird die Mehl- ra-iion, die seit Monaten, gekürzt werden mußte, wieder in voller Höhe von 200 Gramm auf den Kopf geliefert werden. Die Streckungsmittel können aber noch nickst wieder in voller Höhe gewährt werden, sodaß das Brot aus reinem Mehl besteht, aber in seinem Gewicht etwas knapper sein wird als vor der Kürzung.

Am 19. August beginnt auch die erste fleischlose Woche. Als Ersatz für die ausgefallene Fleisch soll ein über 7 Pfund hinaus erhöhtes Quantum Kartoffeln der Ve- Volke' -mf gegeben werden.

Wie Kwm«vck fforb.

(Zu stimm 20 Todestage, 30. Juli.)

Am 30. Juli sind 20 Jahre Hingegangen seit dem Tage, an -oem der große Heros der deuischen Einheit sein lrdisch>.s Dasein geendet. S^in geistiges Wesen lebt unsterblich sort in dem, was er geschaffen, und gerade jetzt, wo sein Volk das von ihm hinber- lasiene Erbe in gewaltigem Ringen noch einmal erwerben muß, um es ganz zu besitzen, steht er uns als Vorbild, Führer und Rater besonders nahe. Wir wissen aus mannigfachen Zeug, nisten, daß Bismarck in den letzten Jahren seines Lebens den großen Weltbrand vorousahnte, der nun entfacht ist, und in den schlaflosen Nächten auf seinem Krankenbett schon mit all den Sorgen rang, die uns heute erfüllen. Zur Gräfin von Eichstedt sagte er ahnungsvoll in seinem letzten Lebensjahr:Montaigne ließ auf seinen Grabstein schreiben:Pent6tre!" Ich möchte mir auf meinen schreiben lasten:Mous verrons! Was er

voraussah. quälte ihn Seine Tochter hörte ihn kurz vor seinem Tode des Nachts immer wieder laut beten:Gott schütze das Deutsche Reich." Und mit seinen Todesahnungen, die ihn da­mals immer stärker bestürmten, vereinigte sich der dunkle Aus. blick in die Zukunft.Meine Trompete ist dnrchschosten, sie gibt keinen Ton mehr," sagte er einmal in diesen letzten Wochen zu Schweninger und fügte prophetisch hinzu:Wir gehen schweren »nd schwierigen Zeiten entgegen." Freilich an der Dauer und der Größe seiner Schöpfung, an der unbesiegbaren Kraft de-^ deutschen Volkes hat er nie gezweifen. Nur kamen die sich da. mals anbahnenden politischen Konflikte, die heute ihre gewalt­same Losung finden, zu der schweren Krankheit, die seinen Nie- senkörper langsam unterwühlte, um eine tiefe Müdigkeit, eine abgeklärte höchste Reife in ihm zu erzeugen. Er findet für sei­nen Zustand das schöne Wort:Es geht mir wie einem Wan­derer im Schnee, er fängt ollmöhlig an zu erstarren, er sinkt nieder, und die Schneeflocken bedecken ihn. Es ist ein angeneh­mes Lustgefühl" Der Tod der geliebten Lebensgefährtin hatte ihn tief erschüttert. «Ich habe nur noch den Wunsch, daß ich nicht länger lebe wie sie. Als Witwer, was soll ich jetzt noch ans der Welt?" sagte er damals. Und am Abend ihres Todes­tages:Dies ist noch ein größerer Abschluß wie damals 1890 und greift noch tiefer in die Gestaltung meines Lebens ein. Seit dem Tode meines alten Herrn habe ich an keinem Sterbebette gestanden. Wäre ich jetzt noch im Dienst, so wurde ich stramm arbeiten. Das wäre die beste Hilfe. Der Trost ist mir versagt." Sein Leiden verschlimmerte sich von nun an mehr und mehr, das letzte Lebensjahr war er fast immer in den Rollstuhl gebannt Der Geist blieb frisch und alles überschauend klar, aber die Glie­der versagten oft den Dienst. Dann scherzte er wohl selbst über denJammermann" und sagte lächelnd:Auf dem Dache sitzt ein Greis, der sich nicht zv helfen weiß." Aber zu Leubach tat er das traurige Geständnis: ,Hür mich gibt es nur noch den einen glücklichen Tag an dem ich nicht wieder erwache." Im. «er deutlicher zeigten sich die Zeichen des Verfalls, und die Al- lernächsten, die um sein Schmerzenslager versammelt waren, hofften und fürchteten, die nächste Stunde werde die Erlösung bringen Dann plötzlich, am 28. Juli, raffte er sich wie durch ein Wunder noch einmal auf. Ein Augenzeuge schildert uns in dem von Marcks und von Müller gesammeltenErinnerungen an Bismarck" den Tod des Fürsten:Wie ein alter Löwe ist « gestorben Den 28. hat er noch heiter in der Familie ver­bracht und sich geistig so frisch wie immer gezeigt. Am 29 rar­er dann, matt und schwach, im Bett geblieben, aber ohne Schme zen, ohne Dcschu erden. Am 30., um die Mittagszeit, sank er i eine Ohnmacht, aus der er sich noch einmal zum Bewußtsein e holte aber bis zum Abend müde hingestreckt liegen blieb. Na lfe<lnb s"n Bewußtsein,' mächtige, aber anscheiner schmerzlose Atemzüge hoben die Brust,- immer tiefer, in imm örofrrert Pausen drangen sie empor, der umstehenden Famil deutllch vernehmbar. Kurz vor 11 Uhr floh ein letzter Hau von fernen Lippen, und Bismarck war tot." Ergreifend wc !? J** Dahingeschiedenen auf fernem Sterbebett.

w ün f e'nfache weiße Bett da. halb ausgerichlet l.

^ Körper des Fürsten: das g-lblich-weif

nllitz war etwas nach links gewendet: die Augertt-sder schiene ''^.^esallen und zum Miederöffnen bereit, die Lippe standen em wenig offen, wie sie es bei Lebzeiten taten wen der Mund sich zum Sprechen anschickte oder wenn er die

"""^rechlich feierlicher und befreies Fri^d. lag auf fernem mächtigen Antlitz. Gott sei Dank es i in Ende ch habe Ruh- - fc,, stand iL, «I f Ag '.. W In «»«rttfm ©Stof lagen die Hände auf dem wcih-u Lin-,

? die linke Hand hatte man ein« weiße Rose gelegt Eins«.

w°i^n f erai ** m Bei&en 35111 rait »«

* Zeit, unbeweglich, unvergänglich. «rh»bcn un

Slücklich machend btt allem Schmerze/ ^

Tabalrmncher.

DieMünchener Post" wirft rmter Veruftmg auf die Fachpresse dem früheren Geschäftsführer der Zigarcttentabak- Einfuhr-Gelellsck)aft in Dresden, Varon v. MichelMaulino, vor. sein Amt für private Interessen mißbraucht zu haben. Bekanntlich haben die Tabakpreise in der Türkei und im Orient eine ungeheuerliche Höhe erreichst. Sie sind künst­lich getrieben worden, um jenen Firmen, die sich billig mit großen Mengen von Tabak eingedeckt hatten, einen ge- waligen Nutzen zu versck-affen. Zu diesen Firmen gehört auch die Firma Kiassim Ein in in Tanthi, zu deren Inhabern Herr v. Miäxü'Raulmo gehört. Die Methode, mit der diese Firma die Preise in die Höhe setzte, bestand darin, daß sie, nachdeni sie sich selbst billig mit Rohware versehen hatte, bei den Bai ..n ailsragte, ob sie kleine Postchen von Tabak zum Preise von ck0 Lewa (1 Lewa 80 Pfennig) zu verkaufen hätten. Natürlich wollten die Bauern nun keine Ware mehr billiger abgehen. Die Firma Kiassim Eni in, die peinlich auf ihren guten Nus hält und den Vorwurf des Wuchers scheut, bot ihren Tabak, den sie für drei bis sechs Lelva ge­kauft hatte, zu 30 Lewa aus und konnte sich noch darauf be­rufen, daß sic ihre Ware unter dem Marktpreise abgebe!

Herr Varon v. Michel-Nanlino. zugleich Inhaber der Firma Kiassim Emin und Geschäftsführer der Zigaretten- tabak-Einsuhr-Geselljchaft, war natürlich cttr dieser Preis­treiberei beteiligt. Aber es komnit noch) besser. Leistungs­fähige Zigarettenfabriken haben die Herstellung billiger Mannschastszigaretten für das Feldheer unter Berufung auf ihren Mangel an billigen mazedonischen Tabaken ver­weigert. Zu diesen Firmen gehört die Hof-Zigarettenfabrik Zuban in München, unter deren Inhabern ebenfalls der mit Orden geschmückte. mit Ehren überhäufte Baron v. Mickiel- Ranlino sich befindet. DerGeneralanzeiger für den Tabak. Handel" fragt, warum die Firma Zuban keine billigen Tabake hatte und gibt darauf die Antwort:

Weil die Wuchersirma Kiassim Emin (Inhaber von Mich>cl, Tegly und Kiassim Emin) der Hof-Zigarettenfabrik Zuban (Hauptinhaber von Michel, Tegly und Kiassim Emin) ihre billig eingekauften Tabake zu Wucherpreisen be­rechnete."

Seither ist Baron v. Michel-Raulino von seineni Posten enthoben. Das Neichswirtschaftsamt hat ihn im Anfang März telegraphischersucht", abzudanken. Aber sollen die Vorkoinmnisse Amtsgeheimnisse bleiben oder nicht vielmehr zur Warnung aller jener dienen, die sich in die Kriegs- organisationen eingeschlicben haben, um dort ihre persön­lichen Geschäfte zu betreiben?

(fin FaMirllchallsliaiis in Knymi.

München. 27. Juli. Eine Anzahl Landwirte hat sich zu einer G. m. b H. zufammengefchlosien, die die Grundstücke des bis. herigon Hotels Terminus um etwa drei Millionen Mark zur Errichtung eines Hauses der Landwirte erwerben will. Es soll eine landwirtschaftliche Zentralstelle zwecks Zusammenschlusses des ganzen bayerischen landwirtschaftlichen Verkehrs in München gefchafwi werden Es ist die Errichtung einer landwirtschaft­lichen Bibliothek, einer ständigen Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und eines Saalbaues in Aussicht genommen. In dem Hause sollen etwa 30 landwirtschaftliche Organisationen und landwirtschaftliche Berufsberater ihre Geschäftsräume er­halten.

Vom Felde

der Ehre.

Ockstadt. Gefreiter Bernhard Krebs in einem Grenadier- Regiment erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klaffe. Die Heff. Tapferkeitsmedaille besitzt er schon. Mir gratulieren!.

Ans der Heimat.

Bad Ranheim, 31. Juli. Fünftes Sinfoniekonzert der Kur- tapelle Donnerstag, den 1. August im Konzerthans. Leitung: Hofrat Professor Hans Winderstein. Nur drei Namen, aller­dings solche von hohem Klange, weist die Bortragsordnung die­ses Sinfonieabcnds auf. Beethoven Wagner Liszt! Beet­hoven's gewaltigeHeldensinfonie" (Erotca).Zur Erinnerung an den 1. August 1911" stellt das Hauptwerk der monumentalen Vortragsordnung dar; Richard Wagner's LohengriwVorsptel und Liszt's wirksamste TondichtungPräludien" ergänzen und gestalten sie zu einer Huldigung an unsere tapferen Krieger. Insbesondere ehrt der Trauermarsch in der Sinfonie die gefalle­nen Helden. Damit die Stimmung des Gesamt Werkes nicht ge­stört wird, bittet die Konzertleitung von Beifallsbezeugungen nach den einzelnen Sätzen der Sinfonie absehen zu wollen.

FC. KleiwKarben, 28. Juli. Nach 52jähriger Lehrtätig- keit ist Lehrer Kost dahier in den Ruhestand getreten.

Ans Starkcnburg.

Darmstadt. 29. Juli. Verhaftet wurde während der Ver­handlung vor der Straftammer dahier der vielfach vorbestrafte etwa 50 Jahre alte Joh. Lehnhardt aus Kelsterbach, der einer Nachbarin im Februar d. I. die ganze Kartoffelmiete ausleerte und dab. etwa vier Zentner dieser gesuchten Knollen erbeutete. Während er bei dem Gendarm, der ihn s. Zt. vernahm, den Diebstahl angesichts der bei ihm gefundenen Kartoffeln zugab. sucht er jetzt die Schuld auf einen Dritten, jetzt im Heere befind- lichen, abzuschieben. Zwecks weiterer Feststellung wird dah« die Verhandlung gegen L. vertagt, er selbst aber sofort in Hast genommen, um Schwierigkeiten wie Flucht usw. zu vermeiden.

Eberstadt b. Darmstadt. 29. Juli. Aus den Ueberfchüffen des Getreide-Kommunalvcrbandes wurden der Gemeinde Eber­stadt der Betrag von über 5700 Mark überwiesen Durch Holz­verkäufe aus den reichen Waldbeständen bat die Gemeinde

Eberstadt aus dem laufenden Rechnungsjahr einen Ueberschutz von 109 000 Mark zu Gunsten der Gemeindekaffe erzielt. Davo» werdne 50 000 Mark an der Kriegsanleihe abgetragen, weiter« 10 000 Mark werden zur Auszahlung des Schwimmba'des sowt, einiger erworbcnor Häuser verwendet.

Aus Nhcinhcffen.

FC.Mainz, 29. Juli. Der 31jährige Fuhrmann Jakob Vootz gebürtig aus Stadecken, wohnhaft dahier, wurde durch den Huf. tritt ei,res Pferdes am Kopfe schwer verletzt. Ins Kraickenhau, verbracht ist Vootz an den Verletzungen gestorben.

» Aus Hessen-Naffan.

FO. Hochheim a. 29. Juli. Vor einigen Tagen stahl der 17jährige Karl Georg von hier seinen Ettern 600 M,rk und ver- duftete. In Mainz wurde mm der Dieb in einer Wirtschaft fest, genommen. Das gestohlene Geld hatte er zum größten Teil vor« blitzt.

FO. Wiesbaden, 29. Juli. EinEvangel. Kirchenbote" wird für die Kirchengemcinden Dotzheim, Erbenheim, Kloppenheim, Naurod. Namtech und Sonnenberg neuerdings herausgegeknn Verantwortlich für den allgemeinen Teil zeichnet Pfarrer Dr. Schlaffer Wiesbaden, für den lokalen Teil Dekan Valzcr.Doh. heim. Die neue Zeitschrift soll christlich-kirchlichen Zwecken die- neu. sowie das Hcimatgcfühl pflegen und fördern

FO. Wiesbaden, 29. Juli. Eine gut gekleidete Frau wurde heute früh in der Nähe der Fasanerie tot aufgefunden. Si, hatte ihrem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht. Ihr, Personalien konnten noch nicht festgestellt iverden.

FO. Wiesbaden. 28. Juli. Tuch- und Futterstoffe iin Wert« von 10 0090 Mark wurden nächtlicherrveile aus einem hiesigen Tuchgefchäft in der Bärenstraße gestohleii. Die Besitzerin setzt eine Belohnung von 10 Prozent für die Wioderbeschasfung der Waren aus. Aus einer außerhalb der Stadt gelegenen Seiler- wcrkstätte wurden Hanf. Hanfbindfaden usw. für mehrere hun- dert Dlark mittels Einbruch entwendet.

FC. Sprendlingen, 29. Juli. Der Taglöhner Konrad Bra- tengoier van hier wurde vom Frankfurter Schöffengericht zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er auf dem Bekle-idungs- amt, wo er angestellt ist, Verschiedenes stibitzt hat.

FC. Vom Main, 28. Juli. Beim Aepfclbraten singen die Kleider der achtjährigen Tochter Eäcilie der Frau Monika Demling in Vilkach Feuer. Das brennend auf die Straße laufende Kinde erlitt sehr schwere Brandwunden.

FC. Rinteln, 28. Juli. Fünf Fohlen im Werte von 10 00* Mark wurden hier von einer Fohlenweide gestohlen.

FC. Aus dem Untertaunuskreis 28. Juli. Jede Ausfuhr sowie auch der der Versuch der Ausfuhr von Ziegenmilch aus dem Untertaunuskreis ist verboten.

FC. Vom Westerwald. 29. Juli. Da« am Freitag im Westerwald niedergegangene Unwetter mit schwerem Hagel­schlag hat vor allem in Teilen des Kreises Manenberg erheb­lichen Schaben angerichlet. Vor allem ist die Gemarkung Borod schwer heimgesucht worLeu. Sechs Dächer von Wohnhäusern würben abgedeckt, Baume entwurzelt. In einem Hause fiel ein« Wand auf ela kleines Kind, das wie durch ein Wunder vhn« Schaden blirü. Der Hagclschlag richtete auf dem Felde großen Schaden an. Auch die Kroppacher Gegend und die Umgebung von Altenktrchen wurden durch das Unwetter schwer ur Mit- leide,Schaft gezogen.

FC. St. Goarshausen. 29. Ju-li. Ueber das Vermögen de» landwirtschaftlichen Konsumvereins e. G. m. u. H. ln LeguU dation zu Dachfenhausen wurde das Konkursverfcchren eröffnech.

* Aus Kurhksien.

sr Eelnhaase«. 27. Juli. Die Vorüber sehr zahlreiche. Kraut- und Zwiebeldiebstähle in der sogenanntenAu" sind er­mittelt. Ebenso ist der Hehler in der Person eines Gemüsehänd­lers festgestellt worden. Die ermittelten Diebe. s'?chs an der Zahl, fühlten sich so sicher, daß sie jeden Abend die Zigarette i- Mund und den Sack auf dein Arme unbefangen durch dieAu^ gingen. Dadurch, daß der eine von ihnen seine Brieftasche mit allerhand Auszeichnungen verlor, war es möglich geworden, di» Täter festzustcllen.

FC. Kinlchai«, 28. Jrili. Nach längerem Leiden verstarb im 72. Lebensjahre der Stadtverordnetenvorsteher Apotheker Karl Jung dahier Vor 45 Jahren kam er nach hier und übernahm von seiiv.'m Schwiegervater die von ihm weitergeführte Apotheke.

FC. .Käffcl, 28. Juli. Das fünf Jahre alte Töcksierchen eines im vietten Stock eines Hallses wohnenden Arbeiters der im Felde weilt, zog sich einen Stuhl ans Fenster, stieg darauf, hcfam das llebergewicht m:d stürzte in die Tiefe auf. einen spitzen Eisenstab, der ihnr den HalS durchbohrte. Der Tod trat auf der Stelle ein.

FC. Kassel, 29. Juli. Durch heidelbeersuchende Leute an« Harleshausen wurden in den Waldungen bei WUhelmshöhe ein Geheimschlächlerei aufgefunden. Die Untersuchung hat ergeben, daß von verschiedenen Personen aus Kassel die Geheimschlach tungon a-usgefiihrt wurden. Verschiedene dringend verdächtig, Personen wurden verhaftet.

FC. Eschwoge, 28. Juli. Ein Einwohner aus dein nahen Dorfe Ermschwexd wurde während der Nachtzeit auf dem Felde beim Hamstern von dem dort aufgestellten Wachtposten eNvischt. Er versuche sein Heil in der Flu<ich wurde aber durch den voni Wächter abgegebenen Schuß getötet.

FC. Aus Riederheffen, 29. Juli. Ein schweres Hagelrvetter. das am Freitag Abend bei einem Gewitter n!Ä»erging, richtet« in Wanfried und in den umliegenden Gemarkungen, uainerrttich auf Rüben- und Gerstenfeldern, erheblicken Schaden an. Die Hagelkörner fielen in solchen Mengen, daß strichweise die Flu. ren den Eindruck einer Winterlandschaft machten. Die FerkelZ preise sind hier erheblich gesunken. Gut entwickelte Sechswochen, tiere wurden zu 40 Mark das Stück und etwas weniger ange^ boten.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den Anzeigenteil: R. Heyn er, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung^ A- G., Friedberg i. H