Mittwoch, den 31. Juli 1918
Uummsr 177
11. Jahrgang
Di- Tas-sz-itung" -Hch-int ,-den Werktag. R-g-Imatzig- Beilagen „Der K-n-r aus »Die KpiunSuI,-". K.mgspe.is- Bei den P-stanstall-n oierl-liäl.rli-l, Mk 2 i 0
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Schwere, bis m fünfmal wiederholte frau^ftiche Angriffe blutig rusnmmengebrochen. Fortdauer der Kämpfe in Albanien. — 15000 Tonnen verdenkt.
|| Der deutsche Generalstob |j
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meldet:
an IP’,,®* ß*«.]®**^** Ä»»ptqtt»rtier, 30. Inli. Amtlich.
den
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz RupprechL
Rege nächtliche Erkundnngstätigkeit. Leilaligriffe der Engländer in Gegeiw Merrrs (nördlich der Lus) und beiderseits von Aylette (südlich von Ar ras) wurden abgewiesen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
„ An der Kampffront gntt der Feind unsere neuen Linien nördlich des Ourcg und unsere Stellungen auf den Waldhöhen südwestlich von Reims mit starken Kräften an. Franzosen, Engländer und Ainerikaner wurden unter- schwersten Verlusten für den Feind auf ihrer ganzen An- griffsfront zurückgeworfen.
Der Schwerpunkt des feindlichen Angriffs lvar gegen me Front Hartennes—Fere-en-Tardenois gerichtet. Hier stürmten dichte Angriffswellen des Gegners am Vor- und Nachmittage^ immer wieder von neuem an. Vor und an unseren Linien, teilweise in unseren Gegenstößen brach der Ansturm zusammen. Am Nachmittage dehnte der Feind seine Angriffe über Fere-en-Tardenois nach Osten bis zum Walde von Menniere ans. Sie hatten ebenso wenig Erfolg wie Teilangriffe, die er am Morgen am Walde von Menniere, in den Abendstnnden in breiter Front westlich von Ville-en-Tardenois führte. Südwestlich von Reims wiederholte der Feind zwischen Chambreey und Brigny an einzelnen Stellen bis zu fünf Malen seine Angriffe und setzte sie bis zum späten Abend in heftigen Teilangriffen fort. Er wurde überall blutig abgewiesen.
Fn der Champagne vertrieben wir südlich vom Fichtel- berge den Feind aus Gräben, die er seit seinem Vorstoß am 27. 7. noch besetzt hielt und nahmen einen feindlichen Stützpunkt nordöstlich von Perthes.
Leutnant Loewenhardt errang seinen 46. Luft- sieg.
Der Erste Gencralquarticrmcister: Ludendorff.
Abendbericht.
Berlin, 30. Juli, abends. (WB. Amtlich) Nach seiner Niederlage am gestrigen Tage verhielt sich der Feind heute ruhig.
. Der österreichische Generaistab |] — weidet: -
Sbicit, 30. Juli. (WB.) Amtlich wird verlantbart: Auf dem italienischen Kriegsschauplätze wirkungslose feindliche Feuerüberfälle und Störungsfeuer gegen rückwärtige Räume.
Oberleutnant L i n ke -C ra wso rd erzielte seinen 27. Luftsieg.
An der baltischen Front erneuerte der Feind seine starken Angriffe gegen unsere Stellungen auf dem südlichen Semeniufer und ani dem Höhenrücken Mali Silowes. Von unseren Truppen, die teils durch zähen Widerstand, teils durch tapferen Gegenangriff alle Anstrengngen der Angreifer zw nickste machten, verdienen das Budapester Landsturm- Bataillon 329 und das Oberungarische (Kassaer) Grenz- iügerbataillon Nr. 3 besonders hervorgehoben zu werden.
Der Ches des Gencralstabes.
Der bulgarische Gcneralftab
— - meldet: =_
Sofia, 28. Juli. (WB. Nichtamtlich) Gencralstabs- bericht.
Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-
See zerstreuten unsere Posten durch Feuer eine verstmckte französische Abteilung. Die feindliche Artillerie beschoß
imfcre Stellungen iin Süden von Hnma heftig. Bei Siran war die beiderseitige Feuertätigkeit zeitweise lebhafter. In der Gegend vor den Stellungen nördlich des Tahino-Sees vernichtete eine unserer Jnfanteriegruppen eine griechische Erknndungsabteilung. In der Gegerrd von Bitolia wurde nach Luftkampf ein feindliches Flugzeug brennend hinter unseren Linien abgeschossen.
s Das türkische Hauptquartier j] « — meldet: — —-
Konstantinopel. 29. Juli. (WB. Nichtamtlich.) Tages- bericht.
Palästinafront.' Der gestrige Tag stand unter dem Zeichen gesteigerter Gefechtstätigkeit an der ganzen Front. Im Küstenab schnitt griff der Engländer nachts nach hefttger Artillerievorbereitung unsere Vorpostenstellungen an. Er wurde überall blutig abgewiefen. Vorlibergehend eingedrungene Teile des Gegners wurden im Nahkampfe erledigt. Unsere Stellungen sind unverändert in unserer Hand Beiderseits der Straße Jerusalem-Nabulus entwickelten sich Artilleriekämpfe in wechselnder Stärke. Oestlich der Straße bis zum Jordan stießen unsere Pattouillen in die feindlichen Stellungen und holten Gefangene heraus. Auf dem Ostjordanufer beschossen wir wucksam schanzende Trupps des Gegners und vertrieben feindliche Aufklärungsabteilungen.
15000 Tonnen versenkt.
Berlin, 29. Juli. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet Um England wurden 15,000 Brt. versenkt.
Der Chcs des Admiralstabes der Marine.
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GrimchkldimIiIB». Eichham.
Kiew, 30. Juli. (WTB. Amtlich.) Gegen General- fcldmarschall v. Eichhorn nnd seinen persönlichen Adjutanten Hanptmann v. Drcßlcr wurde 2 Uhr nachmittags auf dem Wege vom Kasino nach seiner Wohnung in deren unmittelbarer Nähe durch einen in einer Drosthke an sic heranfahcenden Mann ein Bombenattcntat verübt. Beide w u r d e n sehr schwer verletzt. Attentäter und Kutscher sind verhaftet. Die bisherigen Feststellungen deuten auf die Urheberschaft der soizalrevolntionären Partei in Moskau, hinter der erfahrungsgemäß die Entente steht.
B c r l i n, 30. Juli. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser landie an Generalfeldmarschall v. Eichhorn folgende Depesche:
Mein lieber GencralscldmarschalN Mit Entrüstung nnd tiefem Bedauern erhalte Ich die Meldung von dem verabschenungswürdigen Verbrechen, das gegen Sie und Ihren Adjutanten begangen wurde. Seien Sie Meiner aufrichtigen, herzlichen Teilnahme versichert. Ich hoffe nnd wünsche mit Gott, daß Ihne« baldige Wiederherstellung he. schieden sein möge. Er erhalte Sie uns und dem Vaterlande.
Mit herzlichem Gruß Ihr wohlgeneigter
König Wilhelm.
*
Der Feldmarschall f*
Kiew, 31. Juli. (3BÜÖ.) Feldmarscholl o. Eichhorn ist sei. ncn Verletzungen gestern Abend erlegen, ebenso kurze Zeit vor^ her sein Adjutant.
Die Schlacht im Westen.
Berlin, 29. Juli. (WB.) Die in der Nacht vom 26. zum 27. Juli nach sorgfältiger Vorbereitung durchgeführte, vom Feinde znnäckfft unbemerkte Verlegung unseres Kampf- gelündes in die Gegend bei Fere-en-Tardenois mrd Ville- en-Tardenois erfolgte efft nach gründlicher Zerstörung aller dem Feinde nutzbringender Anlagen. Die Meldung, daß
cst- nnd westpreußische Regimenter, die bereits seit Wscher» auf den Höhen nordwestlich von Chateau-Thierry eingesetzt waren, am 20. Juli hervorragenden Anteil bei der siegreichen Abwehr starker feindlicher Teilangriffe bei und südöstlich Fere-en-Tardenois hatten, zeigt am deutlichsten dis Lügenhaftigkeit der französischen Meldungen über die am geblich ungeheuren deutschen Verluste. Diese französischen Erfindungen verfolgen lediglich den Zweck, die eigene Oeft fentlichckeit über die infolge des rücksichtslosen Mafstnein^ satzes selbst relittenen außergewöhnlich hohen Opfer hin- wegzutäuschen und die eigene, über das Ausbleiben eines entscheidenden Erfolges beunruhigte Volksstiinmung zu beschwichtigen.
Berlin, 30. Juli. (WB.) Mit starken Kräften ist am 29. Juli der Feind aufs neue gegen die jetzige deutsche Front angerannt und hat sich wiederum eine schwere blutigs Schlappe geholt. Wie seinerzeit Marschall Haig in Flandern und General Nivelle an der Aisne, setzte auch an der Kam.pffront zwischen Soissons und Reims Foch die alte starre Kampfmethode der Entente fort, die lediglich dazu führt, seine an und für sich ungeheuren Blutopfer ins Ungemessenr zu steigern. — Nach einer 5 Uhr vormittags begonnenen starken Artillerievorbereitung griff der Feind in dichten Wellen und mit starken Kräften unsere Front südlich Hartennes an. Sein Angriff brach hier völlig und unter schweren Verlusten zusammen. Am Nachmittag wiederholte er mit frischen Kräften seinen Vorstoß, der ebenso erfolglos blieb. Gleichzeitige englische Angriffe nordöstlich Oulchy-le- Chateau wurden glatt abgewiesen. Gegen 10 Uhr abends nochmals vorgehende feindliche Infanterie mußte bereits vor unserem Maschinengewehrsener zurückgehen. Bei dem vergeblichen Anrennen beiderseits F6re-en-Tardenois, das sich bis in die Abendstunden hinein wiederholte, brachten wir im Gegenstoß zwei Offiziere und 70 Mann an Gefangenen ein.
Berlin, 30. Juli. (WB.) Der am Ostrande des Neuniere-Waldes nach einstündiger Artillerievorbereitung am 29. Juli 7 Uhr vormittags unternommene feindliche Angriff endete mit einem vollen Erfolg für unsere dort kämpfenden Truppen. Weiter östlich bis in die Gegend von Ville-en-Tardenois gingen die Franzosen nnd Engländer gegen 7 Uhr abends zum Angriff vor. Auch dieser Angriff brach unter schweren Verlusten für den Feind teils schon in unserem Vernichtungsfeuer, teils im Gegenstoß , ' sammen.
Berlin, 30. Juli. (WB.) Erneute feindliche Bombenabwürfe auf Douai fügten wiederum der französischen Be völkerung schwere Verluste zu.
Die Verkürzung unserer Front.
Durch die Zurückverlegung unserer Front im Westen haben wir unsere Kampfbedingungen wesentlich verbessert und mit der Verkürzung der Front erreicht, daß wir mit möglichst geringem Einsatz einen größtmöglichen Erfolg erzielen können. Tatsächlich hat der Gegner von der Zurückverlegung der Front zwei Tage lang nichts gemerkt und ist unseren Truppen erst dann ge» folgt. Er ist mit erbitterten Massenangriffen gegen die neue Front vorgestürmt. Diese Anstürme find restlos geschei-
tett und haben dem Feind schwere blutige Verluste zrrgefügt. Die Zahl der an diesem Frontabschnitt eingesetzten feindlichen Divisionen ist auf 56 gesttegen, ein Beweis für die halttofe Behauptung des Feindes, er habe keine Entscheidung erzwingen wollen. Unser Kräfteeinsatz war wesentlich geringer und daher auch unser Kraft everbrauch. Die Führung der Schlacht liegt nach wie vor in den Händen der deutschen Heeresleitung, di< sich die operative Freiheit voll gewahrt hat.
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Die Iahresbente.
lieber 830 000 Gefangene. — 7000 Geschütze.
Berlin, 30. Juli. (WB.) Die Leisttmgen des deutschen See» res während des vierten Kriegsjahres kommen in folgenden Zahlen zum Ausdruck:
Den Feinden wurden entrissen und von den deutschen Truppen besetzt: im Osten 198 256 Quadratkilometer. in JtaLienl
14 425 Quadratkilometer, an der Westfront 5823 QuadraMls» mcter (geräumtes Gebiet an der Marire ist abgerechnet), im ganzen 218 022 Quadratkilometer. Ferner halfen unsere Truppen vom Feinde bezw. von räuberischen Banden zu säubern: in Finnland 373 602 Quadratkilometer, in der Ukraine 152 03«


