rssch ein Sicht aufgehen, daß eine Schüssel davon, auch ohne den i« Friedenszeitcn üblichen Speck ein gar leckeres Mahl darstellt.
Mit der Schwerverdaulichkeit der grauen Erbsen ist es so gefährlich nicht. Für Schwerarbeiter sind sie jedenfalls ein geradezu ideales Esten, weil ihr Genuß nicht nur das angenehme Gefühl des gut Gesättigtst, ns hervorcuft. sondern auch, dank de« hoben Eiwerhgehaltes der Speise, die Kräfte belebt und ausdauern läßt
Der „Vorwärts" sollte doch seine öde Prinzipienreiterei nicht soweit treiben, das ewige Unzufriedensein auch da noch zu begünstigen und zu fordern, wo es auf törichtes Nörgeln und kindisches Herummakeln von schlecht erzogenen Leuten hinausläuft. deren geistige Fähigkeiten offenbar nicht ausreichen, um ein wertvolles Nahrungsmittel von Schweinefutter unterscheiden zu können.
Am joz-MmkraMtkl siranttr.
Unter voller Namensnennung berichtet der ..Vorwärts" vom 8. Juli über einen Fall „ländlicher Hungerkoft für Stadtkinder" mit folgendem Schlußsatz: „Wie sollen aber Eltern zu dem
jetzigen Versbickungssystcm in der Folgezeit noch Zutrauen haben, wenn das Wohlergehen ihre aufs Land gegebenen Kinder ein Lotteriespiel ist?"
Es ist eine Perfidie sondergleichen, aus einem Einzelfalle solche Verallgemeinerungen zu ziehen. Wenn solche Einzelfälle aber — die. bei Lichte besehen, wohl vielfach sich ganz anders zeigen, als im „Vorwärts" dargestellt —. anstatt den zuständigen Stellen unterbreitet, die sicher für Abhilfe für Möglichstes tun werden, mit verallgemeinernden Bemerkungen dem Urteil ein. s Leserkreises unterbreitet werden, wie es der des „Vorwärts" ist, so ist das ein Stückchen Verhetzung von Stadt und Land, wie es ärger nicht gsd-ackt werden kann. Ein solcher Vorgang wird sschcr nicht dazu beitragen, daß die Landwirte und namentlich die Landwirtsfrauen. denen ja doch die größte Last bei der Aufnahme der Stadtkinder zufällt, sich ,.in der Folgezeit" zu dieser Aufnahme bereiterklären, wenn sie erwarten können, eines Tages im „Vorwärts" an den Pranger gestellt zn werden.
Das Beste aber ist, daß der „Vorwärts" ausdrücklich noch betont, daß die Eltern zu dem Landaufenthalt zuzahlen müssen. Bekanntlich hat ein solches Zuzahlen wohl nur in den seltensten Fällen stattgcfunden Von der großen Zahl der Fälle, wo nicht bloß eins, sondern mehrere Kinder nicht allein verpflegt, sondern auch häufig noch umsonst bekleidet worden sind, spricht der „Vorwärts" nicht.
Cs läßt sich noch mehr zu den Randbemrkungen sagen, mtt denen der „Vorwärts" diesen „Fall" begleitet, aber wir schließen besser mit einer kurzen Anfrage an das f^ialdemokratische Zentralorgan. Bekanntlich ist es eine alte Klage, daß die Eltern der mrtergsbrachten Kinder sich an deren Kostgeber häufig um Ueber- lassung von Lebensmitteln wenden. Was wurde aber der „Vorwärts" dazu sagen, wenn nun die Landwirte einmal mit der Der. öffentlrchung der Namen derer beginnen wollten, die dem aus« dicklichen Verbot zuwider auf diese Weife Hamsterei zu treiben suchen? Konnnt in dem vom „Vorwärts" veröffenttichten F-rlle nicht etwa auch der Aerger über verunglückte Hamsterei zum Ausdruck?
Gewürzersatz.
Nachdem die ausländischen Gewürze Pfeffer, Nelken, Mus- tat ufw. immer mehr verschwinden, erobern sich heimische Gewürze in zunehmerchen Maße den Markt. In der amtlichen Zeitung des deutschen Flcischvr-B^rbandes wird der Ersatz der Wurstkräuter behandelt, an deren Verwendung man früher gar nicht gedacht hat und bis heute in ausgedehntem Maße ge- braucht werden. Diese Kriegserfahrungen verdienen jedoch in den Frieden hinübergenommen zu werden, um unsere Abhängigkeit vom Ausland auch auf diesem Gebiete zu beseitigen. Besonders reichhaltig sind die heimischen Wür^räuter. die im Sommer frisch zur Anwendung gelangen, im Winter gettockner oder mit Salz verrieben werden können. Außer Petersilie, Schnittlauch, frischen Zwiebelröhren zählen auch die wildwachsenden Vitierttäuter dazu, wie Schafgarbe, Gänseblümchen, Löwenzahn, Gundermann, ferner die wildwachsende Salbei und Pfefferkraut. Kerbel. Quendel und eine Anzahl gärtnerisch gezogene Feinkräuter, wie Basilikum. Estragon. Kerbel, Majoran. Bohnenkraut, Melisse. Pimpinelle. Thymian, Lavendel, Dill und Kümmel. Auf die Wichtigkeit der Ersatzgewürze hat auch die Zenttaleinkaufsgenosstnschaft aufmerksam gemacht, in dem sie darauf hinwies, daß die eigentlichen Nährstoffe erst dadurch -cahrungsmittel werden, daß man ihnen Würzftoffe zufetzt die dre Derdauungsdrüstn des Körpers zur Tätigkeit anregen und den Appetit erwecken. Eine reizlose Kost wird, auch wenn sie die zur Befriedigung des LebensbÄ>iir?nisses erforderlichen Nährstoffe in reichlicher Menge enthält, auf die Dauer vom menschlichen Körper Zurückgewiesen. Für die Wurstgewürze kommt als Ersatz für Pfeffer der Paprika in Frage; er ist dem Natur- pfefter in der Geschmackswirkung sehr ähnlich, wenn er sich auch in Aroma und Farbe von ihm wesentlich unterscheidet. Am begehrtesten ist der sogenannte Rosenpaprika, der eine schöne rote Farbe ergibt und besonders angenehm und mild im Geschmack ist. Auch der sogenannte Kunstpfeffer eignet sich als Wurstgewürz, namentlich für Kochwürste. Das dem Pfeffer den eigenartigen Geschmack verleihende Pierin konnte bisher aus seinen chemischen Elementen nicht hergestellt werden, dagegen gelang Professor Staudinger in Zürich die synthetische Gewinnung eines ähnlichen Stoffes aus der Steinkohle; dieser Pipe- tidid" genannt, ist eine Flüssigkeit, die man an ein Holzmehl bindet, das in seinen Eigenschaften de« holzigen Bestandteil-n des Pfeffers ähnlich ist.
Ws AchrenlRn im Kreile frirb&rrg.
Don. K. Oechler in Ilbeshausen (Vogelsberg.)
In der „Neuen Tageszeitung" vom 17. d. Mts. ist eine Verfügung des Eroßh. Kreisamts Friedberg über das Aehrenfam- mvln erwähnt und daß das aus den Aehren gewonnene Ge
treide zu Gunsten des Kommunalverbandes beschlagnahmt ist und nicht in der eigenen Wirtschaft verwebet werden darf. Eigentlich geht mich ja die Sache nichts an, aber wenn man so etwas liest, dann muß man sich über eine solche Verordnung entrüsten. Was sind denn das für Leute, die das Aehrenlefen betreiben? Das find doch gewöhnlich geringe Leute und geringere Beamtenfamilien, etwa Bahnwärierfamilien, welche zuweilen mitten im Felde wohnen. Wenn diese Leute sich nun einige Pfund Frucht und wären es A Ztr. sich einsammeln durch Aehrenlesen, welches mit vieler Mühe geschieht und sich gar viel gebückt werden muß und noch kein Taglohn dabei herauskommt. so sollte man es ihnen gönnen, wenn sie noch manches für ihre Haushaltung erhalten können was sie nichts kostet. Wie oft hält es manchen Familien schwer, etwa« Frucht zu Kaffee zu bekommen und es muß zu den teuren Kaffeerfatzmit eln gegriffen werden, wo das Pfund oft 1—2 Mark und darüber kostet und wohl noch gesundheitsschädlich sind, während für das Pfund Frucht eist etwa 17—18 Pfg. bezahlt wird. Das Gute und Billige sollen die Leute bergeben und das Schlechte und Teuere kaufen. Wie manche Leute haben sich auch einige Hüh. ner angelegt und sind froh, wenn sie einige Körner zum Füttern für dieselben haben. Eier sollen abgeliefert werden, aber woher die Hübner den dazu nötigen Stoff zur Eierbildunz nehmen. danach fragen die Gesetzgeber nickt. Bei dem Aehrenlesen glaubt man wahrscheinlich es würden Hunderte von Zentnern da zusammen kommen. Wenn das der Fall wäre, würde wohl Niemand etwas dagegen fagerr. Durch eine solche Verordnung wird es keinem einfallen, Aehren zu lesen wenn nicht die Frucht für den eigenen Bedarf behalten werden darf. Die Leute lassen es lieber fein und die Aehren mit ihren weitvollen Körnern kommen zu auf den Aeckern und verfaulen Man sollte dock nicht über jede Kleinigkeit eine Verordnung erlassen, die off gerade das Gegenteil bewirkt von dem. was sie bewirken soll. Auf der einen Seite werden die Leute genötigt und bedroht, den letzten Korn Frucht und dergleichen herauszuoeben und auf der anderen Seite gehen in den Städten den Kommunalverbänden Tausende von Zentnern Lebensmittel zu Grunde, womit die Bevölkerung ihren Hunger hätte stillen können. Und was sind das für Leute, die bei den Kommnnalverbänden anqestellt sind? Das sind selche, die erstens nichts verstehen und zweiten« gleichgiltig sind, daß sie nicht die ihnen anvertrauten Lebensmittel vor dem Verderben schützen. Muß es nicht die Landwirte verärgern, wenn sie sehen und hören, wie die von ihnen erzeugten Lebensmittel, welche sie zur Ernährung der Allgemeinheit geliefert haben, wieder masienweife zu Grunde gehen? Diejenigen Herren, welche durch ihr Verschulden solche verderben lassen, sollten mit Zuchthaus und Geld besttaff und ihres Amtes entsetzt werden. Den Landwirten wird empfohlen, ihre Frucht und Kartoffeln pfleglich zu behandeln und vor dem Verderben zu schützen und sie tun es auch. Wieviele Tonsende Zentner Kartoffeln sind schon während der Kriegszert in den Städten auf den Bahnhöfen erfroren und Frucht nnd Mehl verdorben, Eier und dergleichen, welches hätte vermieden werden können, dann ist tmtJKt die schöne Ausrede: „Ja, es werden Fehler
gemachtl" Mit dieser kläglichen Ausrede ist aber unserem Volke und Vaterland nicht gedient und es will einem bald scheinen, als wenn diese Leute, welche die Lebensmittel zu Grunde gehen lassen, von Engländern ge-dunaon waren, um «ns auszuhungern. Hoffenttich ttagen diese Zeilen dazu bei, daß das Großherzog, liche Kreisamt Friedberg gestattet, daß die paar Körner vom Aehrenlesen die betreffenden Leute für ihre eigene Haushab. tungen behalten dürfen. Ich glaube nicht, daß eine derartige Verfügung bei uns von dem Kreisamt Lauterbach erlassen wird.
Usm Felde [Mwj der Ehre.
_ Trais-Münzenberg. 28. Juli. Dem Musketier Friedrich Häuser. Sohn des Schrcinermeisters Heinrich Häuser, wurd- das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Wohnbach. Landsturmmann Hugo Scheuermann in einem Infanterie-Regiment, 1. Kompagnie, ist mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse nach 38 monatlicher treuer Pflichterfüllung ausgezeichnet worden. Herzlichen Glückwunsch!
Ans dxx tzcimot.
Kttbsäh'rgkit der Briefmarken. In letzter Zeit wird gelegentlich über die Klebfähigkeit der Briefmarken und die Beschaffenheit des Papiers der amtlichen Posttarten geklagt. Die Postverwalttmg stellt nicht in Abrede.^daß sich in beiderlei Hin. sicht die Verhältnisse gegen früher etwas verschlechtert haben. Die Ursache davon ist in gewissen Schwierigkeiten zu suchen, die sich neuerdings bei der Herstellung des Klebstoffs und des Papiers ergeben und sich vor der Hand nicht beseitigen lassen. Sie muffen als eine Begleiterscheinung des Kr' ges hingenommen werden. Um zu erreichen, daß die Marken möglichst gut haften, empfiehlt es sich sehr, wenn die Verbraucher "sie vorsichtig und nur mäßig anfeuchten. Andernfalls wird von der Klebstoffschicht zuviel fcrtgenommen, sodaß die Marken dann u. U. abfalten.
Obermörle«. Bei der am 24. d. Mts. erfolgten Neuverpachtung des in hiesiger Gemarkung liegendes Hofs Hassel heck blieb die seitherige Pächterin Frau Witwe Koch Letztbietende mtt 47 Mark für den Morgen
Frankfurt a. M. Die Milchablieserung der Erzeuger in den Vororten ist. wie die Städtische Nachrichtenstelle schreibt, in der ! letzten Zeit in ausfälliger Weise zurückgegangen. Nach den Feststellungen des Lebensm:ttelamt es wird die MUch zu einem erheblichen Teile im Schleichhandel verkauft und so der ordnungs- gemäßen Verteilung entzogen. Außerdem wird ein Teil der Milch infolge der nachlässigen Behandlung sauer abgeliefert. Es mußten deshalb in den letzten Tagen schon eine große Anzahl Erzeuger bestraft werden. Das Lebensmittelamt teilt mtt, daß es in solchen Fällen.in Zrttunft auf das schärfste vorgehen wird. Es werden nicht nur die Erzeuger, sondern auch die Ab
nehmer, die Milch im Schleichhandel kaufen, zur Anzeige ge. bracht werden, außerdem wettden die Namen diesrr Personen veröffentlicht, um ihr Verhalten an den Pranger zu stellen.
Frankfurt a. M. Im Anschluß an einen Fall bedeutende, Höchstpreisüberschreitung in Bohnen wurde neulich die Frag, oufgen'erfen, ob „der unverschämteste Vobnenwucher auch nui in einem Falle von den von der Preisprüfangsstelle beauftrag ten Personen festgestellt" worden wäre. Die Preisprüfungs stelle teilt hierzu mit. daß ihre vor einiger 3 'it neu eingestellter Kontroveurinnen eine ganze Reihe vom Preisüberschreitungen in Bohnen festgestellt haben. W s über Bobnen gesagt ist, gitt auch für Gurken, Blumenkohl und sonstiges Gemüse. Allein im Verlauf von zwei Wochen sind aus Grund der Feststellungen von Kontrollpersonen annäbernd 86 Anzeigen vor Polizei zur wer« teren Veranlassung übermittelt wurden. In minder schweren Fällen oder in Fällen' erstmalia sestaestellrer lleberttetunge^ sind Verwarnungen erfolgt. Die Kontrolle könnte noch viel wirksamer * -führt werden, trenn die Bevölkerung die Kon- trollperso Ausübung ihres Dienstes durch Namhaftmach,
ung von 9 rn, die gegen die bestehenden Gesetze, insbe
sondere gegen die Höchstpreise, verstoßen, unterstützen würde. Statt deffen kommt es noch häufig vor, d"ß die Käufer mtt den Händlern gegen die Kontrolleure Stellung nehmen
Aus Staikkndurg
Seligenstadt a. M., 23. Juli. In einem der drei Tagebaue des Braunkohlenbergwerks der Zeche , Gustav" ni Dettingen ist Sonntag nachmittag Feuer ausgebrochen. Da es Sonntag war. j fehlte es an der genügenden Zahl von Arbeitskräften, um die Löscharbeiten in dem benötigten Umfang durchzuführen. Das 1 Feuer griff noch auf einen anderen Tagebau über. Da am Montag gegen Mittag das Feuer wieder stärker auflebte, gingen Löfchzuge der Qffenbacher und der Frankfurter Feuerwehr nack . Dettingen. Am Abend war der Brand in der Hauptsache be- f zwungen. Der Betrieb soll nicht gestört sein; jedoch find drei elektrische Motore mitverbrannt.
FC 1 . Von der Bergstraße, 24. Juli. Die Nachfrage nach Landhäusern ist in den Orten der Bergstraße andauernd groß In der letzten Zeit war der Verkauf von Immobilien vor al> len Dingen in Auerbach besonders rege.
Aus Rheiuhessen.
Mainz» 23. Juli. Die vorgesehene Abgabe der beschlag. nahmten Türklinken und Fenstergriffe macht sich ein Schwindler zu Nutzen. Angeblich im Aufträge der Metallmobilmachungsstelle versucht er in hiesigen Häusern die Türklinken und Fenster, griffe einMsammeln. In einem Fall ist ihm der Schwindel ge* lungen. Nur mit einem amtlichen Ausweis versehene Personen können die Sammlung vornehmen. die bis jetzt noch nicht ver- fügt ist. - Ein Anbekannter drang am Samstag in eine Wohnung der Mittleren Bleiche wahrend der Abwesenheit der Woh« mmgsinhaber ein und durchwuhlte alles. Als er nichts fand, brach er die Kassette des Gasautomats auf und stahl 25 Mark daraus.
FC!. Ans Rheinhessen, 24. Juli. Die Getreideernte ist flott im Gange, sie fällt hier recht günstig aus. Die Wintergerste ist vielfach schon eingebracht und auf dem Weg zu den Mühlen. Der Roggenfrühdrusch ist gleichfalls vielfach bereits im Gangs. In manchen Gemarkungen wird stark über die Mäufeplage geklagt.
FC. Worms. 24. Juli. Die Trcibriemendiebstähle wollen hier nicht aufhören. In einer hingen Fabrtt sind wiederum zwei Riemen gestohlen worden. Auf einem anderen größerem Werk hat man vermißte Treibriemen zwischen den Kohlen ge. fnnden. Sie waren dort versteckt worden, um sie in geeigneter Stunde fortschaffen zu können. Die Täter sind noch nicht ermittelt. _
FC. Geißcnheim, 21. Juli. An Kriegsunterstützrmgen wurden hier im Rechnungsjahre 1917 bis 1918 aus Staats- Mitteln rund 170 000 Maitt bezahlt, außerdem leistete dis Gemeinde Kriegsunterstützungen im Gesamtbeträge von 11700 Mark. — Durch die erhöhten Einnahmen aus den Gemeindewaldringen und Gemeindeländereien wurden die Gemeindesteuersätze im Jahre 1918/19 um je zehn Prozent ermäßigt.
Ans Hessen.Nassau.
Homburg v. d. H., 23. Juli. Eine vierköpffge Diebesbande aus dem Stadtteil Kirdorf, die schon feit langem im Kreise Usingen durch verwegene Viehdiebstähle von sich reden machte, wurde bei Wehrheim von der Ustnger Gendarmerie überrascht und verhaftet. Es handelt sich um zwei Familienväter und deren 15 bezw. 13 Jahre alten Söhne. Die Bande hatte, als sie überrascht wurde, gerade in Westerfeld eine Kuh und ein Kalb gestohlen nnd das letztere bereits abgcfchlachtet.
FC. Aus Hessen-Nassau 24. Juli. Das älteste Mitglied des Provinzial-Landtags der Provinz Hessen-Nassau, der frühere verdienstvolle Bürgermeister in Rinteln, Oberst Gärtner, ist im 82. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene batte sich bei Kriegsausbruch der Hcorcsverwaltung zur Verfügung gestellt und bis an fein Lebensende dem Vaterlande treue Dienste geleistet. Er war der älteste diensttuende Offizier der deutschen Armee.
MivmrUMtznMLALWN'WL
Offene Stellen:
< «A ^Erwalter. 4 Knechte. 10 Tagelöhner. 1 Knechte- und 1 Arbeiterfamilie. * Schmied, 1 Schlosser. 1 Dreher. 1 Gießer. 1 Watt er, ,8 Stratzenwarter, mehrere Fabrikarbeiter nnd -Arbeuer- innen, 1 Molkereigehilfe. 1 Bäcker. 1 Müller. 1 Bezirksbeam.er l. negsbeichaditter), 16 Hausmädchen. 7 Dienstmäode. 2 Monats« m»lochen. 1 Flickerin, 1 Lehrmäi.chen, Hilfvdienftpstiöftige, Frauen und Mädchen für defttztes Geviet, 3 Schubmacher. 1 Schweine- futterer, 1 männliche Schrribhilfe für Garnison-Kommando.
Stell ensuchende:
Mehrere Melkerfamilien nnd ledige Melker, Frau mit Tochter^ zu zirka 30 Küben. 2 Haushälterinnen, 1 Wirtschatterin. 1 Büro- fraulein, 2 Kinderfräuleins.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto' Hirsche!, Fnedberg; für den Anzeigenteil: 3k. H ey n er. Friedberg. frruef und Verlag der ^Neuey rägeZzeituna^
A- G.. Friedberg i^H. „


