Nummer 166
Donnerstag, den 18. Juli 1918
II. Jahrgang.
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r»,dringen gegen de» Surmrli,,.Abschnitt. - Heftige f,-»„,ös,!che «enennngeiffe „ntee Verlusten r»,.m«e»gedr.che». - Schwere Derinste Lee Italiener. - 3lO«v Tonne« ner°enü"
!! Der deutsche Generalstad
^ meldet: - —
der»
17 .
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Die Kcimpftätigkeit lebte erst in den Abendstunden auf ^n Erkundungsvorstößen 'lldioestlich Non S p e r n maä'ten wir Gefangene. Südwestlich von H e b u t e r n e hat der «feind seine Angriffe ohne Erfolg wiederholt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Oertlich« Kämpfe am Savieres-Grunde und westlich von Chateau-Lhierry. Südwestlich von
fZ.'r’l!?“ toir Unfere Linien bis an den ü ''"Abschnitt heran. Heftige Gegenangriffe ° starken Kräften gegen unfere Front
Snt^iÄi^ifT Seine Angriffe brocken tert m I Verlusten, teilweise nach erbit-
WnrA ^ ™ b0r Un ^ eren Linien zusammen. Auf dem
mTm wurden die Erfolge des ersten An- gnffstages erweitert. Nach Abwehr französischer Gegen-
von e r ,r ^ &e ‘ n * e 6iS auf Me Höhen nördlich
Venteurl nach «nü kämpften uns durch den Rode-
zal- und Konigswald hindurch. Beiderseits der Ardre
°uf das Neimfer Bergland zwischen Honteurl und nördlich von Pourey zurück,
.. öon Reims ist die Lage unverändert. Wir
hie ten die feindlichen Liiiien unter starkem F-u«r tlnd vor- besserten an 'der Romerstraße »nd an . der Suippes unsere
^niae"b^ Nordwestlich von Massiges nahmen wir einige befestigte Hohen.
Die Gefangenenzahl ist auf meh'r als 18.000 ge-
feucr zeitweilig lebhafter. Westlich des Ward« fetzte unsere Artilleris ein großes feindliches Munitionslager in Brand.
»
Sofia, 16. Juli. (WB. Nichtamtlich./ Generalftabs- bericht.
Mazedonische Front: In der Gegend von Vitolia und an mehreren Punkten im Cernabogen sowie südlich der Huma war die Feuertätigkeit beiderseits zeitweilig ziemlich heftig. Westlich des Wardar verjagten wir durch unser Feuer ein starke feindliche Jnfanterieabteilnng. Südlich der Velasitza machten unsere Erluudungsabteilungen mehrere Engländer zu Gefangenen.
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Dus türkische Hauptquartier meidet: ^
Knstantinopcl, 16. Juli. (WB. Nichtamtlich.) Gene- ralstabsbericht.
Palästinafront: Im Kiistenabschnitt nahm unsere Artillerie feindliche Unterkünfte wirksam unter Feu-er. Zu beiden Seiten des Jordan trieb der Feind Aufklärungsabteilungen geg«n unsere Stellungen vor; sie wurden überall leicht abgewiesen. Von den übrigen Fronten nichts von Be- deutlmg.
Die Champagne-Schlacht.
stiegen.
f.i HHeben gestern von neuem 36
«6flefÜ ,e ^ aäe “ 8e “ n& ^ Fesselballone
n H>,i 8 o Utnani Vs°"kh off errang seinen 37. Und 38.. Leut- nant L o e w e n h a r d t seinen 37.. Oberleutnant L ° e r -
26 -' Seutmnt B°lle seinen 22. und Vizefelü- Ivebel T h.o m fernen 21. Luftsieg.
Ter Erste Generalquartiermeistcr: Ludendorff.
Abendbericht.
Berlin. 17. Juli, abends. (WB. Amtlich.) Erneute Gegenangriffe der Franzosen auf dem Südufer der Marne wurden abgewiesen. Im übrigen ist die Lage unverändert.
[| Der österreichische Geucraiftal, •* -- meldet: =-■
^ ® l ' Amtlich wird verlautbart:
Slldlich von Aslago vermochten zwei englische Kompagnien vorübergehend in unsere Gräben einzudringen. Sie wurden nach kurzem Kampfe zurückgeworfen. Im Brenta- tal brachte ein Patrouillenunternehmen 30 Gefangene und -luei Maschinengewehre ein.
Die Verluste des Feindes in. den letzten Kämpfen auf dem Monte Solarolo erwiesen sich als außerordentlich fefouer. In schmalem Frontabschnitt wurden über 600 ita- lwnisck)e Leichen gezählt.
In Albanien ist die Lage unverändert.
Der Chef des Generalstabes.
Der bulgarische Grucralstab — meidet:
Sofia. 14. Juli. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Mazedonische Front: Westlich vom Ochrida-See zerstreuten wir feindliche ErtundungsabLerlungen durch unser Feuer. Im Cer- nabogen kurze Feuerüberfälle, die unsere Kavallerie erwiderte. 6re schoß zwei feindliche Munitionslager in Brand. Oestlich der Czerna und iüdlicü der Huma war das beiderseitige Geschütz-
Berlin, 16. Juli. (WB.) Der deutsche Angriff in der Champagne am 15. Juli beugst von neuem, in welchem Maße die deutsche Heeresleitung ihr Hauptziel, die Zertrümmerung der feindlichen Kampfkraft und des feindlichen Kampfwillens, erreicht hat. In der Schlacht bei Noyon war der Franzose um die Hoffnung betrogen, durch Kenntnis der deutschen Angriffs- absichten und entsprechende Tiefengliederung, sowie durch sofortige starke Gegenangriffe die Niederlage zu vermindern. Am 15. Juli hat er sich in der Ueberzeuzung. dem Angriff doch nicht standhalten zu können, nach der Erkenntnis der deutschen Angriffsabsichten auf rückwärtige Stellungen zurückgezogen, ohne den eigentlichen Kampf in der vorderen Linie zu wagen, Dementsprechend drang der deutsche Angriff, nicht etwa infolge von Verlusten — diese sind durchaus normal — nicht weiter vor. Der Feind entzog sich vielmehr dem Angreifer und baute sich mit versammelter Kraft in diesen Verteidigungsstellungen mehrere Kilometer hinter der bisherigen Front auf, bevor der Angreifer auch nur die bisherigen Kampfgräben überschritten hatte. Damit hat der Franzose fast den ganzen Geländegewinn aus drei großen blutigen Schlachten preisgegeben. Was er in der Herbst- und Winterschlacht 1915 mit mehr denn 100 000 Toten und Verwundeten erkaufte und was 30 seiner besten Divisionen in der zweiten Hälfte des April 1917 mit Opfern errangen, die dem damaligen Oberbefehlshaber Nivelle den Na. men „Blutsäufer" eintrugen, das alles gab er fast kampflos an einem einzigen Tage auf. Der Kern der buntgemischten Verbandsheere räumt das Schlachtfeld vor dein Gegner. Eindringlicher kann die Erkenntnis deutscher Waffenuberlegenhert nicht
An der Mariie konnte selbst zähester Widerstand den Ueber- gang der deutschen Sturmtruppen über den mächtigen Fluß nicht hindern Der breite Strom und der auf dem hohen Südufer meisterhaft eingegrabene Feind bildeten kein unüberwindliches Huldernis für den deutschen Angrisfswillen. Im ungestümen Vorwartseraiigen nahmen die Truppen der Armee v. Böhn lhrcnr Gegner allein hier mehr als 8000 Gefangene ab.
j® crI * n / I7 - 8"li. (WB.) Der neue deutsche Sieg an oer Marne und in der Champagne wurde am 16. Juli er- wertert. Hefttge Gegenangriffe, die der Feind mit stärksten Kräften und unter Einsatz zahlreicher Panzerkrafttvagen unternahm, steigerten lediglich seine Blutopfer sowie seine Einbuße an Gefangenen. Ueberall brachen die feindlichen Massenangrisfe bluttg ziisanlnum. Dagegen Lonnten die Deutschen den lltest des Bois de Cond^ säubern, hierbei mehrere Geschütze erbeiiten und 5 Offiziere und 125 Mann gefangen nehmen. Um 2 Uhr nachmittags griff der Feind abernials die derttsck^e Front südlich der Marne unter Ein- satz aller Kampfmittel an. Wiederum scheiterten hier wie an der Straße von Eperrmy—Dormans sämtliche Anstürme unter außerordentlich hohen Feindverluston. Auch während der Nacht fanden hier schwere Kämpfe statt, in denen der gesamte Geländege^mnn des 15 . Juli bcharchtet und teil- weise erweitert wurde.
. der Champagne, wo der deutsche Angriffsstost an einem einzigen Tage den Franzosen fast den gesamten Ge- landegewinn jahrelanger, mit blutigsten Opfern erkaufter Kampfe entriß, wurden ebenfalls drei feindliche Vorstöße abgewiesen und auch hier unsere Stellungen verbessert Gerade in der Champagne, wo Hu„derttai,sende srnn-ä- ^ Soldat-n im Winter und Herbst 1015 und im April 19 v klägliche Anfangsgewinne mit ihrem Blute bezahlen mußten, tritt di« Bedeutung des großen dentsä?eu Erfolge« ,m Vergleich mit den damaligen Massenangrisfen der drei Franzosenschlachten deutlich hervor.
Bettln, 17. Juli. (WB.) Der Angriff vom 15. Juli h',1 den Franzosen das gesamte erst« Verleidigungssysicin in der Champagne, von dem Bergmassio der Keilhöhe und des Hoch« berges bi^s in die Gegend von Tahure gekostet. Die Wit-erui-, war ungunsttg. Trotzdem wurden die französischen Batterien jo vollkommen medergekämpft, dag die deutsü>e Infanterie mit geringen Verlusten die erste Stellung nahm. Der Widerstand d-r Franzosen war überall rasch gebrochen. Die französischen Stüü punkte wurden ebenfalls schnell gefaßt. So dicht folgten di Deutschen dem Feuer, daß sie die Stollenausgän-e besetzten, eh di« Franzosen horaurkcnnten. Ohne einen Widerstanddzu tu- flicken, ließen sich hundert Mann gefangen nehmen. Ver>.i s enr Mittag statten die Deutschen sich in dem gewonnenen ©oä v :i eingerichtet und sichere Verbindungen nach rückwärts durch d , Tuchterfeld geschaffen.
Der Bruckcnkopf an der Marne.
Berlin, 17. Juli. (WB.) Der den Franzosen trop nackigen Widerstandes abgerungene neue delitsche Blu- köpf südlich der Marne steht in einer Breite von 12 K meter und mit einem Flächeninhalt von über 70 Quadra' ttlometer festnmrissen da. Die dem Gegner so nnbeqi, bentfrfje Festsetzung an der Marne selbst hat sich hierbei durw die Eroberung der das Marnetal weithin beherrsck)endeu Hügel um rund 8 Kilometer erweitert. Gegen die West' flailke des neuen Brückenkopfes brandeten bereits ani vo- mtttag des ersten Angriffstages die Gegenstöße des Feinde mit einer Erbitteuing. die bezeugt, daß der Gegner sich über die Bedeutung der Schaffung eines deutschen Marne- Brückenkopfes schnell klar geworden ist. Infolge des trotz der hartnäckigen Gegenwehr so schnell erzwirngenen deutsck>en Marneübergangs ist der Feind zu einer Ausdehnung der Marnefront nach Osten hin gezwungen. Bisher suchte der Franzose den Schwerpunkt seiner Abwehr am Westflüg-!- dieser Kaiupflinie. Er ist fortan gezlvungen auch im Ost° flügel volle Kraft zu entfalten und bereit zu halten.
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Berlin, 17. Juli. (WV.) Bei eigenem ausgiebigem Bombenabwurf auf den wichtigen französischen Bahnhof Chalons wurden ruehrere Treffer beobachtet und große Brände erkannt.
Englische Dttm Dnm Gelchosie.
Berlin, 17. Juli. (WV.) In den Schützengräben bei Re- veillon wurden neuerdings wieder von deutscher Infanterie Mengen englischer Dum.Dum-Geschosse gefunden, die zum Teil von dem bekannten Typ der mit gepreßtem Papier angefüllten Gcschoßspitze sind. Eine andere Art aufgefundener Geschosse zeigt eine ähnliche Spitze, an die sich ein Kanal an- schließt, der offenbar dazu dient, durch das Auftreffen die hinci,>- gepreßte Papiermasse weiter au zerfetzen. Die Grausamkeit dieser Erfirrdung zeigt deutlich, mit wieviel Ueberlegung Phantasie diese ruchlose Technik arbeitet
Die Dejchietzung von Paris.
Paris, 16. Juli. (WB.) Meldung der Agence Havas. Dis Beschießung der Gegend von Paris durch das weütraLc»ds Geschiitz wurd^' am Dienstag fortgesetzt.
31600 Tonnen versenkt.
Berlin, 16. Juli. (WB. Amtlich.) Von unseren llnterfks» booten sind im westlichen Teil des Kairals drei Danrpser und ein Segler von zusammen über 3 1 0 0 0 V r t. vernichtet worden, darunter befand sich der ainerikanische Truppentransportdanrpfer „Cincinnati" (16 369 Brt.), der aus einem großen Transport. ' Gelcitzug unter starker Sicherung herausgeschosion wurde.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine« ^


