Durchsuchungen,
sowohl der behördlichen wie der militärischen, die die Landwirtschaft aufs äußerste erbittern und verärgern müssen. Ich habe schon früher manches herrorgchoben und einzelne Fälle vorgetragcn. Ich will daher heute auf die Einzelheiten nicht mehr eingehen nur einen Fall will ich erwähnen, der mir kürz lich bekannt geworden ist.
^ Von einem Bauerngut von 250 Morgen befindet stch der Besitzer feit mehreren Jahren im Felde. Es ist eine 62jährige Mutter da, eine Tochter ei» Dienstmädchen, zwei russische Kriegsgefangene. Der Boden ist ein leichter Boden und hat im vergangenen Jahre nicht viel gegeben. Die Mutter sollte 124 Zentner Roggen abliesern, konnte aber nur 60 Zentner liefern, der Kortoffelbestand wurde von einer Kommission im Frühjahr auf 200 Zentner geschätzt, in Wirklichkeit ergaben sich beim Nachwiegen nur 140 Zentner. Es wurden davon 100 Zentner zur Saat verbraucht, die anderen wurden abgegeben. Nun soll die Mutter mit einemnral noch 76 Zentner Kartoffeln nachliefern. Da sie ober dazu nicht imstande war, wurde durch einen Gendarm Haussuchung oorgenommen. Der Gendarm kam sä)on ftüh. Die Mutter lag krank im Bett. Er forderte die Tochter auf, daß die Mutter sofort aufstehe; dann wurde alles durchsucht, sämtliche Betten, Kisten und Schränke durchstöbert, der Garten, der schon bestellt war. wurde noch einmal umgegraben, weil man annahm, daß darunter auch etwas liegen könnte. Das sind Verärgerungen, die durchaus ungehörig si>rd.
Aus Westpreußen bekomme ich gleiche Klagen, dort sind es militärische Kommandos, die in einer Weife vergehen, wie es unter keinen Umständen gebilligt werden kann, wie es geradezu Aergernis Hervorrufen muß. Die Vergleiche, die hier gezogen werden, will ich nicht aussprechen. Sie entspringen natürlich aus der mcnmcntanen Verärgerung. Aber ich würde dringend bitten, daß man dies unterläßt und daß solche militärischen Requisitionen mcht stattfinden. Auch mache ich hier auf die Folgeerscheinungen aufmerksam. Es ist eine Verärgerung, die nicht dazu bettragen kann, die Produktion zu fördern.
Der fortgesetzte Zwang, der überall zur Geltung kommt, tritt ja in der neuen Getreideordnung noch verstärkt hervor, da die Zwangsbewiltschastung auf Lupinen und Mais ausgedehnt wirb. Dann soll aber vor allen Dingen, den Selbstversorgern kräftig zu.Leibe gegangen werden. (Hört, hört! rechts.) Es soll den Selbstversorgern aufcrlegt werden können, daß sie sämtliches Getreide abgeben und daß sie dafür nur Mehl in der Menge zurückbekommen, wie sie es beanspruchen können. Ich weiß aus dem Königreich Sachsen, daß dort damit schon begonnen ist. Was tritt dadurch ein? Der Betreffende gibt fein Getreide weg, er ist nicht mehr Herr über nur ein Korn, was er selbst geerntet hat. Er bekommt auch keine Kleie. Die Klein- mühten leiden aber darunter, weil sie nicht mehr zur Arbeit für die Selbstversorger herangezogen werden. Ich halte alle diese Zwangsmaßnahmen für im hohen Maße bedenklich, und daher der Antrag, den ich gestellt hatte, der ja heute genügend erwähnt geworden lst. Ich fteue mich, daß ich hierbei in Übereinstimmung mit Verttetern anderer Parteien bin.
Auch ich betrachte ben
Schleichhandel
als einen außerordentlichen Krebsschaden, als einen Fehler. Wie aber wollen wir an ihn herankommen? Mit dem jetzigen System können wir es nicht machen.
Daß die Verhältnisse heute nicht gesund find, sehen Sie aus folgendem. Früher suchte die Landwirtschaft aus eigenem Interesse alles daranzusetzen, um möglichst viel an den Markt zu bringen, heute furchtet man, daß dieses. Interesse sie dazu treiben muß. möglichst wenig abzuliefern, damit sie etwas für sich behält Die Produktton ist ihr zur Last geworden; die Verärgerung ist an der Tagesordnung und das gegenseittge Mißtrauen besteht von Land zu Stadt und von Stadt zu Land. — das ist dos Bedauerliche. Der Schleichhandel blüht in ausgedehntem Maße. Ich kann demgegenüber nur sagen: gehen wir zurück vcm sozialdemokratischen Wirtschaftsstaat und gehen wir wieder über zu einer freien Wirtschaftsgestaltung, die allein der Prcduktton die Möglichttit und die Grundlage gibt, sich zu betätigen und zwar mit Freuden zu betättgen. Freilich ist her. rvogehoben worden, daß ich selbst im Anfang des Krieges dafür st-ewesen bin. daß wir das Getreide organisieren, daß wir dafür Höchstpreise festsetzen, daß wir das Brot rationieren. Gewiß, ich halte das auch für richttg, und ich gehe auch mit meinen Vorschlägen über diesen Rahmen nicht hinaus. Aber ich bin nie dafür gewesen, einen lähmenden Schematismus herbeizuführen. der nicht abzuändern ist, sondern ich verlange, daß wir mit dem lebertt»igen Leben gehen und die Sache gestalten, den Ver. bältnissen anpassen, wie sie gestaltet werden muß, um die Freude uud Lust an der Produktion nicht zu nehmen
Der Antrag Roesicke.
Ich will mir erlauben, mit einigen Worten meinen Antrag hier zu erläutern Der Herr Staatssekretär hat sich gegen ihn gewandt und hält ihn für unausführbar, weil nicht genug Vorräte da seien. Er meinte auch, es ließe sich der Vorschlag nicht sofort durchfuhren. Das ist richttg. Eine solche Umänderung des Systems laßt sich mcht von heute auf morgen durchführen.
Das habe ich auch nie angenommen. Aber vorbereiten läßt sie sich. Ich möchte den Ausführungen des Herrn Staatssekretärs gegenüber eines hervorheben: es soll nicht genug da sein. Ja, meine Herren, wie hoben wir es denn dann bisher mit der Rationierung und dem Schleichhandel betteiben können? Beide waren doch da. Also es muß doch genug Ware dagewesen sein.
Es handelt sich nur darum: wie bekommen wir die Sache, wie
machen wir das eine, den Schleichhandel, gesund und legitim und lassen das andere, die Rationierung, bestehen? Das ist die Frage, und da mochte ich vorschlagen: gehen wir gegen den
Vollzwang, wtt wollen nicht die Rattonierung plus Schleichhandel, sondern wir wollen die Rationierung plus Freihandel. (Sehr richtig' rechts.) Ja, meine Herren, dann ist die Sache gelost. Denn die Rationierung bleibt ebenso, wie sie ist. Run sagen Sie mtt nur: wenn man durch sie gesichert ist wie bisher, wo ist dann die Gefahr, wenn der Rest nunmehr fteigegeben Dird? Dann kann ein großer und kleiner Schleichhandel'nicht
mehr bestehen, denn « ist ja keiner d«. der ihn zu treiben braucht Die Dunkelkammer des Schleichhandels ist erleuchtet, die ganze Zusatzversorgung vollzieht stch dann in der Form des erlaubten Handels vor der Oeftentlichkeit, und vor der Oeffent- lichkeit hat sie auch die Preiskontrolle zu bestehen.
Die Preise könnten ja vielleicht im Augenblick anziehen. Nachher gehen sie zweifellos herunter, denn der Slcheichhandels- preis besttmmt sich ja nicht nur nach dem realen Marktpreis, sondern nach dem realen Marktpreis zuzüglich des Risikos im Schleichhandel und zuzüglich der Strafen, denen die Leute ausgesetzt sind. Und nun frage ich. was tteien weiter für Vorteile ein? Einmal: ein natürlicher Preisstand für dieses Vorräte
plus. Das bedeutet einen wesentlichen Anreiz zur Steigerung der Produktton. Zweitens wird die unberechtigte Verfütterung verhindert. Denn bei einem natürlichen Preisstand für das, was ich übrig habe, werde ich sehr wohl berechnen, ob dieser Preis mir mehr Anreiz gibt, die Waren zu verkaufen oder zu verfüttern. Gibt er mir Anlaß zu verkaufen, d. h. ist der Preis gut, dann ist das der Fall, weil Bedarf da ist. Sintt der Preis so. daß es besser ist. zu verfüttern, dann ist das ein Beweis da. für. daß der Bedarf gedeckt ist. Dann kann ich das übrige verfüttern und bringe dadurch der Allgemeinheit wieder Fleisch und Fett. Meine Herren' Wenn Sie das etwas durchdenken, dann werden Sie der Logik dieser Schlußfolgerung Ihr Einverständnis nicht versagen können. Außerdem wird durch diese Preisgestaltung von den Ueberfchüssen herausgeholt, was nur herauszuholen ist. es wird also eine bessere Lage erzielt, und zwar zu geringeren Preisen, als sie heute der Schleichhandel bietet.
Man muß sich zunächst über das Prinzip klar fein und fta- gen. ob man dieses Prinzip anwenden, den Weg beschreiten will. Man kann nicht sagen, man wolle das Prinzip zurückstellen und erst wissen, wie es mit den Ausführungsdetails sei. Mit den Fragen nach den Details und mit den Erörterungen über diese kann ich jedes Prinzip toffchlagen. (Sehr richtig? rechts.)
Was yrrn die Frage der
Getreideversorqung betrttft, so haben meine politischen Freunde den Antrag gest llt, den die Kommission befürwortet hat, daß das Hinterkorn ftei- gelasien werden soll. Es ist doch ergentlich schon ein Unrecht erster Klasse, wenn man denkt, daß wir heute die Kleie im Mehl belassen, statt sie he rauszunehmen, wievielmehr, daß wtt nicht die Teile aus dem Getreide herausnehmen, das Hinterkorn, die niemals Mehl, nur die Kleie geben können. Solange die Welt existiert, hat der menschliche Magen das Mehl gut verdaut nnd der tierische Magen die Kleie, und nun will man jetzt durchaus den menschlichen Magen dazu zwingen, daß er auch die Kleie verdaut. Ich halte das für einen Fehler und für ein falsches Vorgehen. Wir verlieren dadurch sehr viel Nahrungsmittel. Deshalb sollten wir vor allem das Hinterkorn für die tierische Nahrung freigeben. Dabei will ich übrigens erwähnen, daß ein Ingenieur Meyer ein Verfahren erfunden bat. durch das die Kleie so behandelt werden kann, daß sie besser verdaulich wird als bisher. Die Reichsgetreidestelle hat ihm bisher die Möglichkeit versagt, weitere Versuche damtt zu machen. Ich bttle dringend, daß vom Kriegsernährunqsamt auf die Reichsge- tteidestelle einqewirtt wird, damtt diesem Manne die Möglichkett gegeben wird, die Versuche durchzuführen. Es ist das nicht nur im Kriege für die menschliche Ernährung von Wert, son. dern arlch im Frieden für die tterische Ernährung.
Meine Herren, wenn ich meinen Vorschlag nun daraufhin untersuche, wie er bei den anderen Produkten, z. B. bei den Kartoffeln durchgeführt werden kann, so meine ich: wir müssen doch aus den Erfahrungen lernen. Und da muß ich auf diejenige Zeit Hinweisen, wo wrr geglaubt haben, wir würden einen Kattoffclmange-l haben, und das Schlimmste befürchteten, und wo wir dann doch nicht verhungert sind, weil infolge eines rich- ttgen Systems schließlich reichlich Kartoffeln da waren. Es wurde eine Reichsstelle errichtet, die feststellte, was die Ctädt- an Kattoffeln brauchten, und darauf durch Lieferungsvcrträge diesen Bedarf zu decken suchte. Die Lieserungsverträge verpflichteten die Landwirte, die abgeschlossene Menge Kartoffeln zu einem festgelegten, entsprechend steigenden Preis jederzeit zum Abrui f 'c. it zu ballen Der Preis begann nach meiner Erinnerung mit 1.50 Mk. und stieg alle 14 Tage um 50 Pfg. pro Zentner bis 8 Mk. Dadurch hatten die verpflichteten Produzenten ein außerordentlich großes Interesse, die Kartoffeln pfleglich zu behandeln, und sie prompt zu liefern, da sie entsprechend der Lieferungszeit angemessene, gute Preise dafür bekamen. Der freie Handel blieb daneben bestehen. Das Reich hatte Reserven und die Städte hatten sichere Aussicht, rechtzeitig Kartoffeln zu bekommen. Die Preise wurden im freien Handel nun billiger, und die Städte deckten sich zu Viesen Preisen ein, während das Reich neuerdings zu den höheren Preisen die Kartoffeln beziehen mußte. Damals hat das Reich freilich 50 Millionen Mark dabei zugesetzt. Aber ganz Deutschland hatte ge. nügend und billige Kartoffeln und fühlte sich sehr wohl dabei. Im nächsten Jahre machte man es anders. Da gab man, statt sich durch solche Verträge die Lieferung von Kattoffeln zu sichern, eine höhere Fleischportion. und zwar an die Minderbemittelten zu ermäßigten Preisen auf Kosten des Reichs. Diese höhere Fleischportion hat zunächst in unsere Viehbestände außerordentlich tief ein^erissen, zum Nachteil der Viehbestände. Unser Nindviehbestand ist im ganzen um mehr als 10 Prozent zurück- gegangen; mehr darf er nicht zurückgehen. Der Herr Kollege Fegter möchte den Rindviehbestand noch weiter heruntersetzen. Das halte ich für außerordentlich bedenklich. Was die Schweine betrifft, so sind wir schon bereits auf einem solchen Tiefstand daß ich mir schon zu sagen erlaube: die Eebutt eines jeden einzelnen Ferkels erregt große Freude. Da darf man nicht weit er gehen.
Was nun die Kartoffeln betrifft, so hatte man im Jahve 1917 also den Weg des Frühjahrs 1916 für die Kartoffelbewirt- fchaftung nicht bcfchritten, man gab dafür, wie gesagt, zu verbilligtem Preise Fleisch in größerer Menge her, und da hat das Reich das Zehnfache dafür kmsgeben müssen, als im Jahre vor
her (hört? hott? rechts)', und doch haben sich die Leute nicht so wohl dabei befunden, weil sie nicht genügend Kartoffeln hatten. Lernen wir daraus: sagen wir: wir wollen mit einer
bestimmten Menge Kartoffeln die erforderlichen Reserven be- jchaffen: eine Reichsstelle soll sie auf Grund derartiger Liefe- rungsverträge kaufen, dann werden wir sie in der Hand haben und jederzeit darüber verfügen können. Die große Gefahr hier, bei ist, daß fortgesetzt von links der Ruf kockmt' keine höheren Preise? Wann haben wir je ausgesprochen: beileibe keine,
höheren Preise für die Arbeiter? Im Gegenteil, wenn die Löhne für die Arbeiter höher geworden sind, haben wir das als eine notwendige Folge anerkannt, aber von links hat es immer der Landwirtschaft gegenüber gelautet: beileibe keine höheren Preise. Lieber nimmt man die Knappheit hin, die dadurch erzeugt wird. Die Bevölkerung müßte sich dagegen aufbäumen und sagen: das ist nicht das Pttnzip, bei dem wir zu unserem Rechte kommen. Wenn wir im ganzen Wirtschaftsleben den Anreiz zur Produktion und Lieferung dadurch j^ben, daß wir entsprechende Preise für die Produkte, für die Arbeit gestatten, so muß man das auch gegenüber der Landwirtschaft tun. weil man sonst deren Produktion hemmt. Es ist ganz gleichgültig, ob der Landwirt dabei verdient oder nicht; was er mehr dabei verdient, wird ihm im Wege der Steuer schon wieder abgenommen. Es handelt sich darum, daß er taffächlich zur Produktion herangezogen wird, anders kann es nicht gemacht werden. Mit dem nackten Zwange kommen wir nicht dazu, daß der Landwirt sein Feld so bestellt, wie er es bei der richtigen Freude an seiner Tätigkeit ausübt, indem er sich sagt: ich kann über ein Maß meiner Erträgnisse verfügen. Das ist das Furchtbare, daß er weiß: was ich durch meine Hände Arbeit schaffe, steht mir selbst nicht zur Verfügung. (Sehr wahr? rechts.)
Dann kommen die anderen Produkte, über die ich mich sehr kurz aussprechen kann. Zunächst ist es notwendig, daß die Milchprodukte entsprechende Preise haben. Es ist auf die Dauer nicht zu verlangen, daß, wie hierzu von technischer Seil« von der Landwittschaftskammer in Brandenburg nachgewiesen ist. die Milchpreise heute um annähernd 50 Prozent unter dem eigentlichen Produktionspreise stehen. Auf die Dauer wird das nicht gehen.
Denn es handelt sich um
die Biehproduktion.
In meinen Vorschlägen gehe ich nicht so weit, alles aufheben zu wollen. Die Organisation der Viehhandelsverbände werden wir vorläufig behalten müssen, weil wir unseren Viehstand sehr pfleglich behandeln müssen. Ich will nicht an allem rütteln, das mag zunächst bleiben; wenn wir nur erst die anderen Wege beschritten haben, wird sich bald auch hier eine freiere Gestal- tung ermöglichen lassen.
Und dann Gemüse und Obst? Wie soll man bei derattig leicht verderblichen Dingen eine Zwangsbewirtschaftung durchführen? Jeder Erzeuger und Verbraucher wird doch froh sein, wenn sie einmal freigegeben werden und er wieder sagen kann: Gott sei Dank, es sind nun keine Höchstpreise, infolgedessen kann ich etwas bekommen.
Errdlich die Eier? Eine Verteilung bei so geringer Pro. duktton, daß für die Person auf drei Wochen womöglich nur ein Ei bleibt, ist zwecklos. Wieviel dabei noch verloren geht, ist bekannt.
Daß so viele Eier verloren geangen sind, dazu hat bte Zwangswirtschaft das Ihre beigetragen. Deshalb ist auch hier mein Vorschlag: man soll die Tierbewtrtschaftung aufheben.
Endlich führe man für die Landwirtschaft''
eine höhere Beschwerde instanz
ein. damit die Landwirte in der Loge sind, sich ihr Recht zu suchen, eine Beschwerdeinstanz gegeiv alle unberechtigten Maßnahmen, so namentlich gegen llebergttffe bei den Durchsuchungen. damit sie sich wohin wenden können, um einheitliche Entscheidungen zu erhalten. Jetzt ^ann sich der Landwirt nur an den Regierungspräsidenten wenden; der entscheidet endgültig. Das widerstreitet unserer Auffassung vom Rechtsschutz.
Ich schlage hierfür vor, daß beim Oberverwaltungsgettcht ein Schiedsgericht eingefuhrt wird, das über diese Dinge zu ent- scheiden hat als weitere Beschwerdeinstanz.
Der liebe Gott hat uns ja rechtzeitig noch Regen geschickt, die Fluren stehen gut. Ich hoffe, wir werden die schwere Zeit überwinden und bald besiere Zeiten haben. Aber eins möchte ich für diese besseren Zeiten wünschen. Sie werden uns nicht die Votteile bttngen, die wir erhoffen müssen, wenn uns nicht mehr wirtschaftliche Freiheit gegeben wird. Deshalb richte ich an den Herrn Staatssekretär die Bitte: geben Sie Freiheit!
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigenteil: R ßepner, Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung*, A- G.. Friedberg i H
Guts-Verpachtung.
. ^5? E>Ä?ut Hasselheck, gelegen in Gemarkung Hasselbeck und Ober-Morlen, im Kreise Friedberg in Oberhessen, 2 Kilometer von der Eisenbahnstation Bad-Rauheim, in Große von
IS« ha 31,58 a
soll
Mittwoch, den 24. Juli 1918, vorm. 10 Uhr In Nüdesheim a. Nh., im Saalbau Rölz, Oberstr. 16
für die Zeit vom 22. Februar 1920 bis dahin 1938 öffent- lrch merstbietend verpachtet werden.
Die Bietungsregeln und Pacht-Bedingungen können gegen Einsendung von Mk. 2.00 von der Unterzeichneten Stelle bezogen worden.
Rüdesheim, den 18. Juni 1918.
Die Eüteroerwaltung der Freiherren von Ritter zu Eruensteyn.


