Einzelbild herunterladen

HlnauKschlugerr, begann die Mutter ihre vier getöteten SÄH'nS in den Hof zu schleppen, wo sie dann gleichfalls LiLer den Kaufen geschossen wurde. Die Neger feuerten fast 200 Schuß ober trotzdem wurde keiner der Weißen verwundet.

Getreideansdrujch 1918.

Das Kriegswirtschaftsamt Frankfutt a. M. gibt bekannt: Im Nachgang zu dem Ruirdschreiben vom 16. Mat 1618 Tgb. Nr. 3538 betreffend GetreidsausdrAsch Frühdrusch wird noch folgendes mitgctilt:

Treibriemen. Während der diesjährigen Dvufch- periode wird beim Kriegswittschaftsamt eine mäßige Riemen­reserve bereit Fehalten, auf bet vorkommondem Bedarf

in dringenden Fällen zurir- werden karrn. Die Abgabe

der Riemen bei der diesseitigen Stelle erfolgt gegen Barzah. lung und gegen Vorlage einer von der Kriegswirtschaftsstelle ansgestellten Dringlichkeitsbescheinigung.

Druschkolonnen. Die auf Grund des eingangs er­wähnten Rundschreibens angeforderten Druschkolonnen sind be- veitgestellt. Der Abruf der Mannschaften hat durch die Kriegs- * wirtschastsstellen beim Kriegswirtschaftsamt mindestens 48 Stunden vor Beginn der Arbeit unter Angabe des Beginns und Orts der Tätigkeit, unter Abgabe einer Erklärung darüber zu erfolgen, daß die Verpflegung für die Mannschaften sicher­gestellt ist. Dabei wird besonders daraus hingewiesen, daß An­forderungen über die Zahl des seinerzeit gemeldeten Bedarfs nicht entsprochen werden kann. Die Kommandos werden erst­mals bis zum 1L 3. 18 gestellt und muffen, wenn inzwischen nicht eine andere Vereinbarung getroffen wird, zu diesem Zeit­punkt zu ihrem Truppenteil zurückkehren. Jedes Kommando erhalt euren Führer, dem von der Ortsbehörde Ankunft und ! Abmarsch des Kommandos zu bescheinigen ist. Verpflegung und Entlohnung der Kolonnen hat nach den Grundsätzen vom 10.

8 17 zu erfolgen, wonach jedem Kommandierten neben freier Unterkunft und Verpflegung, eine geldlich« Entschädigung auch Sonntags von Mk. 1. zu gewähren ist. Zur Hebung der Arbeitsfroudigkert der Kommandos wird empfohlen den Kommandierten unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Ver- dienftmöglichkeiten für jeden Arbeitstag eine Zulage von M. 3 »nd an Sonntagen eine solche von Mk. 1. zu bewilligen. Me Im vergangenen Jahr können bei Mangel an Derpflegungs- mittel solche gegen Bezahlung bei den zuständigen militärischen Lebensmittelämtern durch die Gemeindebehörde angefordett werden. Für die einzelnen Kreise sind zuständig:

Lebensmittelamt Hanau: Frankfurt o. M., Hanau-Stadt, Offenbach a. M.

Lebensmittelamt Mesbaden: Reg. Wiesbaden mit Aus. nähme Frankfrrrt a. M.

Lebensmittelamt Darmstadt: Provinz Starkenburg mit

Ausnahme OfferGach a. 2JL

Lebensmittelamt Mainz: Rheinheffea Reg. Eoblenz.

Lebensmittelamt Bad Orb: Oberhessen. Schlüchtern, Geln. Hausen, Görsfeld, Hanau-Land.

Drufchhilfe durch Gefangene. Infolge des «ißeror deutlichen Mangels an Arbeitskräften im Allgemeinen, müssen die Kriegsgefangenen in verstärktem Matze zur Drusch. Hilfe herangezogen werden, am zweckmäßigsten wohl tn der Weise, datz wechselweise von den einzelnen Landwirten Ge- fangen« zu einer bildenden Druschkolonne zusammengestellt wer- den. Im übrig'M wird auf das Rundschreiben der Inspektion der Kriegsgefangenenlager rom 1. Juli d. I. verwiesen.

Pferde. Der gemeldete Bedarf an Gespanntieren steht bereit. Der Abruf durch die Kriegswirtschaftsstellen hat so zei­tig beim Kriegswtttschaftsamt zu erfolgen» daß ordnungsmäßig rechtzeitige Erstellung durch die Truppenteile veranlaßt wer­den kann. Für die Benutzung der Pferde gelten ebenfalls die Bestimmungen vom 10. 9. 17.

Lastkraftwagen. Die angeforderten und etwa noch benötigten Lastkraftwagen sind bei dem Hauptmann der Kraft, fahrttnppen, Mainzerlandstraße 47. unmittelbar abzurufen. Da über die zur Verfügung stehenden Wagen schon auf Tage oft auf Wochen im Voraus verfügt ist. muh der Abruf mindestens 1 Woche vor Beginn der Tätigkeit erfolgen. Ein Abdruck der allgemeinen Bedingungen für die Gestellung von Lastkraft­wagen ist beigefügt.

Haftpflicht der Beschäftigung von Mann- schalten und Pferden. Gemäß kriegsmimsterieller Ver­fügung vom 10. S. 17 und 15. 6. 18 liegt den Zioiloerwaltungs- r^^^ ^erpflrchtun« ob, bei Beschädigungen der Mann- schafteir, dre durch Verschulden des Arbeitgebers herbeigeführt Erstellung * u übernehmen, ^mindestens der Im vcm 31. Mai 1901 bczw. der

im '^^^vterbliebenengesetz vom 17. Mai 1907 vorgesehe-

fntFpn v 4t StrTlei ^ben nach den vorbe^ich-

bl Zioilverwaltungsbehörden die Haft-

^ m dkerde gemäß § 833 B. E. B. sowie die Kosten

Ent^'b^^oder Beschädigung von Pferden zu tragen, falls der Entlecher ein Verschulden vorsätzlich oder fahrlässig herbeige-

^nach den Zivilverwaltuugs-

^ nehmen. «

s 5rriegswirt chaftsamt berslt, eine Kollektivversicher ui«r für den gan-^n Geschäftsbereich abzuschließen und di- Kosten an! teilrg auf alle Kriegswirtschaftsstellon umznlegen

Hessen mit rund 173# Milk. Mark. Darmstadt mtt 61 Millio. näven und 1211 Millionen Mark Vermögen steht cm der Spitze, es folgt Mainz mit 55 und 100 MM. Mark.

Die Zahlen bewifen wieder einmal, daß sich das Großkapt- tat im Kriege recht wohl und munter fühlt. Auf der eine« Seite Blut, Jammer und Elend und auf der anderen Seite Wachstum und Milliorrengewi nne k

V»m Felde

der Ehre.

Ein brdenklichrs Zeichen.

s Das ungeheure Wachsen der Vermöge« zeigt am Klarsten nach den Mitteilungen der Landesstatistik di« Festsiellung. daß die Zahl der M llürnäre im Großherzogtum Hessen von 265 Ww 668# Mill. Mark von 1914 auf 309 mit über 783# Mill. Mark veranlagtes Steu-erkcrpital gewachsen ist. Die meisten Mrütonare hat die Provinz Starkenburg mit 162 SteuerpfUch. "Seu, di« nahezu 372 Mill. Mark versteuern, es folgt Rhein-

Bingenheim. Musketier Otto Bauer, Sohn des Land­wirts Iohs. Wilh. Bauer, erhielt wogen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hessische Tapferkeilsmedaille und das Ei­serne Kreuz zweiter Klaffe. Herzlichen Glückwunsch!

Ans der Heimat.

Friedberg. 17. Juli. Die Gold- und Silberankaufsstelle. Schützenrain 5, ist am Freitag, den 19. Juli von 35 Uhr ge­öffnet.

Friedberg. Das Aehrenlesen. D^s Kreisamt gibt bekannt, daß mit dem Aehrenlesen nicht eher begonnen werden darf, bis das Grundstück völlig abgoerntet, d. h. bis der Besitzer das geerntete Getreide, sowie das Rechsel wegg bracht hat. Das aus dem Aehrenlesen gewonnene Getreide ist zu guvsien des Kommunalverbandes beschlagnahmt, da f also nicht in der eigenen Wirtschoft verwendet werden, es ist vielmehr an den beauftragten Händler gegen Bezahlung abzn- liefern. Zuwiderhandlungen sollen unnach sichtlich gestraft wer­den.

Festsetzung und Auszahlung der Preise für Brotgetreide, (Äerste und Hafer. Der Abg. Fenchel hatte beantragt, daß mtt Rücksicht auf die in vielen Gemeinden erst nach dem 1. März L I. vorgenommene Nachschau für sämtliches Ge- treibe, welches nach dem 1. März 1918 noch abgeliefert wurde, entgegen der Verfügung der Reichsgetreidestelle der vor dem 1. März gültige Höchstpreis bezahlt werden möge. Tie Großh. Regierung erklärte, diesen Antrag der Reichsge­treidestelle gegenüber nicht vertreten zu können, da die ein« schlägige Verfügung der letzteren zur Ueberwindung der drohenden Ernährungsschwierigkeiten dringend notwendig und daher durchaus berechtigt war. Dagegen kann zu­gegeben werden, daß in den Fällen, welche Abg. Fenchel bei Stellung seines Antrags im Auge hatte, die nach dem 1. März eingetteten« Preissenkung eine Härte bedeutet. Abg. Fenchel änderte hierauf seinen Anttag ab wie folgt: Hohe Kammer wolle beschließen, daß in d«n Kommunal- verbänden, in denen die Nachschau nicht bereits im Februar d. $ß. abgeschlossen war, für sämtliches Getreide, das nach dem 1. März 1918 noch abgeliefert wurde, der vor dem 1. März 1918 gültige Höchstpreis nachbezahlt wird." Der Ausschuß beantragt einstimmig: Annahme dieses Antrags.

Dilbel, 15. Juli. Vor der Straftammer in Gießen hatte sich am Freitag der Rechtsanwalt Otto Hepl von Vilbel weg«« Untreue zu verantworten. Er ist beschuldigt, eine Summe von 875 Mark, die er für die Gemeinde Niedererlenbach in Verwal­tung hatte, unterschlagen und für sich verwendet z« haben. Im Vorverfahren hat der Angeklagte seine Schuld bestritten, er gab an, die Summe in seinem Schreibtisch« aufbewabtt zu habe«, das Geld sei ihm aber entwendet worden. H. war zum Heere eingezogen: als nun die Gemeinde die Herausgabe des Geldes forderte es handelte sich um Armengelder machte er aller- Hand Ausflüchte, um die Sache hinauszuziehen. Nachdem ihm der Vorsitzende das Unwahrscheinliche seiner früheren Angabe vorgehalten und eindringlich ermahnt halte, doch der Wahrheit die Ehre zu geben, bequömte er sich zu dem Geständnis, daß er das Geld für sich verbraucht, also veruntteut habe. Angesichts d«s Geständnisses lieh das Gericht Milde walten und erkannte nach dem Anträge des Staatsanwaltes auf 6 Wochen Eefäng. ni».

AuS Starkenburg.

Darmstadt. 15. Juli. Die etwa 22 Jahre alte Elisabeth Leißler von hier, die Tochter braver Eltern, fand von der elter­lichen Wohnung aus Gefallen an einem Franzosen, der in ei- nem gegenüberliegenden Bettieb arbeitete. Sie brachte es mit Weiberfchlauheit fertig sich mit ihm zu verständigen, verschaffte ihm Zivilkleider und machte eine mehrtägige Vergnügungsreise mit ihm, auch in der Absicht, ihm die Flucht zu erleichtern. Da sie bisher einen guten Ruf genoß, wird sie vom Schöffengericht unter Zubilligung mildernder Umstände zu 5 Wochen Gefängnis verurteilt. Der Vertteter der Anklage hatte sieben Monate beantragt. Zwei Freundinnen, welch- bas Treiben der L. unter- stützten, erhielten Geldstrafen von 50 und 00 Mark.

Darmstadt, 15. Juli Bedeutende Unterschlagungen zum Nachteil der Firma Gebrüder Rocder, Herdsabrik und Eisen­gießerei, hat sich der schon ein« Reihe von Jahren, zuletzt als Lohnbuchhalter dasselbst tätige K. Scheidt dahier, zu schulde« kommen laffen und wurde daher heute früh festgenommen und t« das Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Nachdem es ihm in der letzten Zeit in Anbetracht der Höhe der Unterschreite nicht mehr möglich war, die Fälschungen und Betrügereien zu verdecken, blieb er ans dem Geschäft weg und zeigte sich selbst bei der Staatsanwaltschaft an. Er gibt zu. daß er ungefähr 45 000 Mark unterschlagen und zum grüßten Teil für sich ver­wendet hat. Einen Teil, etnnr 12 000 Mk.. soll die Frau als. bald bei der Firma gedeckt haben. Angeblich hat er den groß ten Teil der Unterschlagungen an Kriegsspckulationen veilore«.

Er lebte dabei aber recht flott, bewohnte ein hübsches Anwesen in der Eberslädtcr Villenkolonie. 30 Jahr« ohne Mietsteßie- rung wrhgt nunmehr der Schneider K. Dörne bei Herrn Metz­germeister M. L. Zimmer. Gr Ochsengaffe dahier. In Anbe- Iraclit der heutigen Verhältnisse ein ehrenvolles Zeichen für beide Teile.

Aus dem Nodgaa. 15. Juli. Ein charakteristisches Bild der Verwahrlosung unserer männlichen Jugend in ihrem Verhalte«

f bem »'^eren schlecht fort di« heutige Strajkainmerverhand.

dun« gegen -im- Ai^hl junger, kaum 1« Jahr« alter Burlch-» cnu, Tppertshimjsn. hm-lejen. Sie haben im Frühjahr au, am Wege nach Münster zwei harmlose junge Mädchen, die fried. ttch ihres AZeges gingen, in rohester unld gemeinster W-is, /in« Stunde lang drangsaliert und gepeinigt, ihnen da. bei die Kleider »errlhen, Schmucksachen abgerissen und unter Anwendung aller mdglichen Gewaltmittel ihrem WMen geneig, zu machen versucht, erreichten aber chr« Absicht nicht. Dr>rch Hingukammen von Bewohnern konnten die gepeinigten Mädche, ans ch^r Not befreit weiden. Bor dem Schöffengericht hotte- die.Nohlinge mir gering« Eeldstrofen erhalten, die Staatsan. wallsch-ft hatte aber Berufung versolgt und wurden heute vei. N t und Ad. Heilmann »u je vier Monaten.

V. Schneider. V. Müller. F. Becker. Peter Euler und Ad. Mül.

J* C L°1i! ten . ®' fänflni5 Swffentlid) wird ihnen da. mit ihre Wohllust für einige Zeit gekühlt weiden.

Aus Rheinheffen.

Mainz, 11. Juli. (Unterschlagung städtischer Ge l d er.) Der ber der Hafen- uird Lagerhausverwvltung attge Haftnemnehmer Hugo Kirchheim wurde wegen Unterschlagung größerer Summen städtischer Gelder in Haft genommen. Die Unterschlagungen belaufe« sich nach , derMainzer Volksztg." auf 28 000 Mark. Bei Kirächeim,

> der sich in Untersuchungshaft befindet, wurden für 20 000 i Mark Kriegsanleihe und außerdem 2000 Mark in bar be­schlagnahmt, so daß der Stadt nur ein Schaden von 6000 Mark entstehen dürfte. Kirckcheim ist 43 Jahre alt und bezog 6m Gehalt von über 4000 Mark.

Maipz, 14. Juli. Das vor einigen Jahren mit Auf- wand von vielen Millionen erbaute von Waldthausensche Schloß auf dem Lenneberg bei Mainz steht mit den um- liegenden Waldungen zum freiwilligen Verkauf. Das Schloß ist unbewohnt. Die Erbauung, die mit der Ent­ziehung großer seither der Allgemeinheit zugänglicher Wald­strecken, den einzigen in der Nähe von Mainz, verbunden war, hat seinerzeit in der Mainzer Bevölkerung großen Un­willen hervorgerufen. Es wird nun vorgeschlagen. Schloß und Wald für ein Soldatenheim nutzbar zu machen.

l" 0. Worms, 11, Juli. Vergangene Nacht wurde aus ei­nem verfchloffenen Stall ei« Schwein gestohlen und an Ort und Stelle abgeschlachte-t. Don den Tätern ist noch nichts bekannt.

CF. Worms, 14. Juli. Ein Gänsesegen wird sich demnächst über die Orte der nahen Pfalz ergieße«. So wird der Kom. munQlverband in Pirmasens im Juli und August 3000 Mager- gänfe erhalten. Das Stück stellt sich im Juli auf 21 Mark, im August amf 23 Mark Die Tiere tteffen in Waggonladungen ein, In einem Garten bet Altenglan wurde die Leiche eines Knaben gefunden, die gänzlich ohne Kleider war. Verschiedene Verletzungen deuten auf einen gewaltsamen Tod hin. Sie wurde als die des 12jahrigen Knaben Korb aus Rammelsbachs der kdiottfch veranlagt war, feftgestellt.

FC. Erbenhei», n IM Ei« 43jähriger vermögender Landwirt wurde hier dabei erwischt, als er an Kindern un- züchtige Handlungen oornahm. Er kam in Untersuchungshaft, woselbst er sich nun erhängt hat.

TO. Aus Rheiuhes,.^ UL >tL Als ein« Nachprüfung der Geflüff«,bestand« stattfind«, sollt«, oerstcckt« «in Landwirt in Gau-Algeshelm acht Hüforer tn einrn Sack, d«n er dann in ein« Kiste einfchloh. Als di« Kontrolle vorüber war. holt« er de» Sack hervor, dt« Hühner waven inzwischen erstickt.

A»S Heffev-Nassau.

FC. Hattenheim, 14. Juli. Gestern waren 50 Jahre ver- stoffen, seitdem der Vorarbeiter Andreas Berg dahier ün land- wirtschaftlichen Bettieb« des Langwerth von Simmernfchen Ver» waltung steht.

kamberg. Die hiesige Gemeinde hat für ihre Ein­wohner 200 Stück junge Gänse eingekaust. die vorläufig noch in der Obhut der Stadt gehalten und von ihr ge- rnttert werden. Bei Sonntagsspaziergängen gehen die Burger nach dem Gänsepferch und freuen sich über die zu- nehmende Entwicklung der Tiere, die bereits recht stattlich herangewachsen sind. Damit aber die Freude auf einen leckeren Marfinsvogel nicht etwa durch Spitzbuben zu Wasser wird, ist man auf die schlaue Idee gekommen, die Ganse während der Nacht in eine Einfriedigung zu tteiben, deren Drahtzaun von dem Elekttizitätswerk aus mit Starkstrom geladen wird.

FC. Camberg, 11. Juli. Ruchlose Hände haben i« dem Garten eines hiesigen Einwohners 150 Krautpstanzen, Dohne« und Gurken ausgettffen. Von dem Täter fehlt bis jetzt jede Spur.

FC. Kiedrich, 14. Juki. Wegen Schleichhandel ins Gefän^ nis. Der Arbeiter Jakob Röhrig von hier war unlängst im llntertaumkskreis von der Gendarmerie bettoffen worden, als er einen Schinken, einen Butterweck und Eier, die er im Unter- taunns aufgekauft hatte, aus dem Kreis ausführen wollte. Das Schöffengericht Lavgenfchrvalbach verurteilte den Angeklagten wegen gewerbsmäßigen Schleichhandels zu einer Gefängnis­strafe von drei Tagen und 15 Mark Geldstrafe.

FC. Weilborg. 14. Juli. Gymnasiallehrer cl D. Rückel be­ging seinen 80. Geburtstag.

FC. Limburg, iv. Avst. Im September v. I. wurden bei der Station Willmenrod infolge eines Eisenbahnunglückes meh­rere Personen gelötet und verletzt. Wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung hatten sich vor d-r hiesigen Straftammer der Lokcmotivfuhrer Horn, der Zugführer Isak, beide von Al- tenkirri>en, ber Hilfsschaffner Müller von Gieleroth und der Werkführer Born von Altenkirchen zu verantworten. Horn er­hielt drei Monate, Isak «un Monade, Müller mib Born je 6 Monate Gefängnis.

FC. Bo» der Vah», 11 . Iulll Die Mäuseplage macht sich' in bedrohlichem Umfange bemerkbar, vor allem werden die Ge. miisepslanzeu. sowie die Kartoffel» von de» Schädlinge« be.

fallen.