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Wem nie durch Me Md geschah, f'

Roman von CourthS-Mahler. '

55) ' Nachdruck verboten

Ich starrte sie betreten an.

Ist das wahr, Helene weißt du, daß Heinz dich liebt, daß er nur in einer Verirrung um mich warb?"

Ja es ist wahr so wahr ich ihn liebe," antwortete sie.

Ich sank in mich zusammen.

Kannst du mir das beweisen?" fragte ich.

Ja ich kann die Beweise bringen, daß er mich liebt," erwiderte sie

Mir wurde gang kalt im Herzen. Ich hatte selbst gemerkt, lieber Heinz, daß du feit unserer Verlobung noch ernster und stiller geworden warst, daß du oich nicht glücklich schienst. Ich mußte an Helenes Worte glauben. Der Gedanke, als Hinder­nis zwischen Dir und Deinem Glück zu stehen, machte mich fast besinnungslos.

Gib mir einen Beweis!" rief ich außer mir.

Das will ich tun. Aber erst schwöre mir, daß du keinem Menschen sagen willst, was ich jetzt mit dir gesprochen haLL Schwöre mir, daß Heinz nicht erfährt, daß ich versucht habe, ihn zu befreien. Gälte es nur mein Glück, würde ich still ent­sagen. Aber es gilt auch sein Glück und dafür ist mir nichts zu schwer."

Mir brach fast das Herz.

Ich gebe dir mein Wort, Helene," sagte ich tonlos,daß ich nicht verraten werde. Und ich schwöre dir. daß ich lieber sterben werde, als ihm wissentlich einen Schmerz zuzufügen.

Steht es in meiner Macht, ihm sein Glück zu sichern, so tue ich es."

Helene faßte meine Hand.

Du kannst es Aber wenn du Opfer bringen willst für ihn, mußt du sie gang bringen. Er darf nicht ahnen, daß du ihn freigibst, weil du ihn-nicht unglücklich machen willst. Du mußt es so hinstellen, als fei es zu deinem Glück nötig, daß du dich von ihm lösest. Denn er ist zu ritterlich, dich zu verlassen, weil ihn fein Herz dazu drängt. Er würde sein Wort halten, und wenn er darüber sterben müßte."

Ich fieberte Mr f y w

Gib mix de» Beweis." fottete U ÄrM \xtttb sei gewiß. 8aß Äh handekw werde, ©te tiu » willst. Er soll sich meinet­wegen nicht mit Vorwürfe» quälen. Latz mich nur klar sehen,

ich will es dir danken, und niemand soll erfahren, was wir gesprochen haben."

Da zog fie heftig einen Brief aus ihrem Kleid. Er war zweimal mitten durchgerissen.

Ich tat es, von meinem Schmerz überwältigt, und wollte ihn erst vernichten," sagte fie und fegte mir die Stücke passend guisammen. Dann fuhr sie fort:Diesen Brief gab mir Heinz,

du kannst daraus ersehen, wie er mich liebt. Lies und entscheide dich." Ich las die Worte gruben sich mir wie mit Flammenfchrist ins Herz. Und sie haben sich mir eingeprägt, als seien sie mir mit glühendem Griffel in die Seele gebrannt. Ich will sie dir wiederholen, Heinz, und lege das zerrisiene Ori­ginal dieses Briefes meinen Aufzeichnungen bei, als Beweis für die Wahrheit meines Bekenntnisses. Dieser unselige Brief lautete:

Mein heißgeliebtes, teures Mädchen! Wenn ich Dir doch nur einmal sagen könnte, wie namenlos ich dich liebe, wie sich mein ganzes Sein nach Dir verzehrt! Ahnst Du weißt Du, was in mir vorgeht? Wie unglücklich bin ich, daß ich es Dir nicht sagen kann Du bist mir so nahe, und doch trennen uns lausend Hindernisse. So viel Angen find um uns her, die uns beobachten. Ich möchte um Dich werben mit der ganzen In­brunst meiner Liebe, aber ich wage es nicht. Du könntest er­schrecken, mich zurückweisen und das ertrüge ich nicht. Wa­rum bin ich nur so zaghaft, Dir gegenüber, warum lache ich nicht alles Zagen fort und reiße Dich in meine Arme, daß Du die Tiefe meiner Liebe fühlst? Ich weiß nicht, ob ich Dir die­sen Brief gebe, ich komme mir wie gebunden und geknebelt vor, weil ich Dir nicht zeigen kann, was in meiner Seele für Dich glüht. Der Verlobungsring an meinem Finger blitzt. Weißt Du, was ich dabei empfinde? Ach, Geliebte warum bist Du nicht mein mit ganzer Seele? So glücklich könnte ich fein an Deiner Seite und bin doch nur

Dein unglücklicher Heinz."

Ich verstand den Inhalt dieses Briefes nicht ganz nutz «einte, daß ihn nur Helene ganz verstehen könne, an die er gerichtet war. Aber das ersah ich daraus, daß Du nicht mich, lotest, sondern Helene, daß Dich der Verlobungsring drückte und daß Du als mein Verlobter unglücklich warst.

Die Worte dieses Briefes, von Deiner Hand geschrieben^ an eine andere gerichtet, erfüllten mich mit einem namenlose» Schmerz. Für mich hattest Du niemals so heiße, innige Wort« gehabt.

Vergebens fragte ich mich, wie Du Dich mit dieser Liebe für Helene im Herzen, mit mir hattest verloben können. Ich fragte das auch Helene. Da sagte sie mir, daran sei Tante Anna schuld, sie habe Dich gegen sie beeinflußt, bis Du in einer schwachen Stunde ihren Willen erfüllt hättest.

Ach. ich wußte ja nur zu gut, daß Tante Anna das wirk­lich getan hatte! Jedenfalls war ich an jenem Abend das un* glückliche Geschöpf-unter der Sonne. Ich versprach Helene alles, was sie wollte, denn ich war ganz gebrochen. Nur den Brief von Dir erbat ich mir von ihr er sollte mich immer daran mahnen, daß ich verworfen worden war von Dir, trotzdem ich Deine Braut war.

In der Nacht fand ich keinen Schlaf. Am anderen Morgen, als alles noch im Haufe schlief, ging ich hinaus in den Wald. Mein Kopf schmerzte und die Mauern schienen mich erdrücken zu wollen. Ich kam mir namenlos gedemütigt vor, weil ich eine - Mann liebte, der mich verwarf.

Ein Zufall fügte es, daß an jenem Morgen Fritz von Pla- ten auf die Jagd gegangen war. Ich traf ihn im Wald. Und als ich ihn sah, dachte ich: den schickt dir der liebe Gott. Ich war mit Helene einig in der Ueberzeugung, daß Du nicht ahnen durftest, weshalb ich meine Verlobung löste. Und nun war ich plötzlich im klaren, was ich tim mußte.

Fritz von Platen kam auf mich zu. Er sagte mir, er wolle die Gelegenheit benutzen, sich von mir zu verabschieden, denn er müste am nächsten Tage abreisen. Er gehe nach Schweden und sei abgerufen worden.

Fortsetzung folgt.

13, B. 14. Wiedersehen dereinst unsere Hoffnung.

~ fmw T l er 5 ,a i tC ^f^ e L ten - tDic - telegraphisch die tiefschmerzliche,

^ teaunge baß unser mnigstgeliebter, braver, hoffnungs­

voller Sohn und Bruder

Karl Lang

Telegraphist bei der Fernsprecher-Abteilung 119 ,

«inle Stuft) am 9. Juli bs. Js. in bas b 3 r 20 ""geliefert, am gleichen Toqc abenbs 19« Uhr ^ebbaf m "Yb am II Juli, norm. 9-° Uhr. ans bem WUtäl

Jtietyof m Asfeld !a Bille in einem Emzelgrab bestattet worden ist tw, iqIII 1 *r e l n lunges blühendes Leben im Atter von 21 Jahren 4 Monaten nad) 13 monatlicher treuer Pflichterfüllung fürs Vaterland lassen.

Friedberg, den 15. Juli 1918.

Haagstr. 28 In tiefem Schmerz:

Familie Ceorg Lang,

Lina Stelz.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme wäh­rend der Erkrankung und bei dem Tode unseres lieben einzigen Sohnes und Bruders, des Musketiers

Rudolf Vifchoff 1 Ein Pferd

den mir nfTan ftaxfiA.n rr _ r. * . v i EH .... ... ® "

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Friedberg.

sagen wir allen herzlichen Dank. Ganz besonders dan­ken wir seinen Herren Vorgesetzten und seinen Kameraden, dem Kriegerverein Leidhecken und allen für die schönen Blumenspenden und die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung, sowie Herrn Pfarrer Reinfurth für die trostreiche Grabrede.

Leidhecken, den 14. Juli 1918.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Familie Philipp Bischofs.

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Betr.Feldübertretungen durch noch nicht schulpflichtige Kinder.

Kelranntmachnng

Seitherige Wahrnehmungen der Feldpolizei haben ergeben, daß von Kindern, die noch nicht in schul­pflichtigen Alter stehen, in den Gärten der Stadt Friedberg und des Stadtteils Fauerbach und der diesen nahe gelegenen nicht ein- gefrikdigten Gemüsepflanzstücken vielfach Schaden angerichtet wor­den ist, indem diese roh eßbare Eemüsearten, wie z. B. Erbsen und gelbe Rüben rc., aus dem Boden herausziehen und dann wieder nutzlos wegwerfen, sodaß sie vertrocknen und für die mensch­liche Ernährung verloren gehen.

Nach L 4 und 5 des Feldstraf­gesetzes sind derartige Feldüber­tretungen strafbar. Haftbar find für solche die Eltern, Vormünder, Pfleger und Erzieher, wenn die Bestrafung des Täters auf Grund der §§ 51, 56 und 58 des St.G.B. nicht ausgeschloffen ist.

An die Eltern, Vormünder, Pfleger und Erzieher solcher Kin­der richte ich hiermit das dringende Ersuchen, diesen das Betreten der Gärten und Gemüiepflanzftücken, ohneBeisein erwachsener Personen energisch zu verbieten und fie so beaufsichtigen zu lasten, daß der­artige Feldübertretungen nichtvor- kommen können.

Fernere Uebertretungen gleicher An werden rücksichtslos zur An­zeige gebracht.

Friedberg, den 13. Juli 1918.

Der Bürgermeister I. B.: Damm.

Bekanntmachung.

Nächsten Dienstag, den 16. Juli, verteilen wir in der alten Post

Land-Eier.

Zeiteinteilung wie bei der Butteroerteilung.

Es werden abgegeben: Auf Eierkarten gelb, Marke 31, 1 Etz zu 32 Pfennig, auf abgestempelle rote Eierkarten. Marke 32, 1 Ei zu 32 Pfennig, und gegen Borlage der lreisamtlichen Bescheini­gungen auf abgestempelte rote Eierkarten, Marke 35, 1 Ei zu 33

lennrg.

Die Eierkarten find vorzulegen. Nicht abgestempelte rote Eier» karten sind ungültig. Eierkarten ohne die betreffenden Marken be­rechtigen nicht zum Bezug,' einzeln abgetrennte Marken sind wertlos. Friedberg. den 13. Juli 1918.

Der stellvertretende Bürgermeister (städt. Lebensmittel-Ausschuß)

I. A: Langsdorf.

Durch Ankauf von Privatwäl­dern liefert

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C. See,

Massenheim. Telefon 239, Amt Vilbel.

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Freitag, den 19. Zuli, abends 8 Uhr, in der Turnhalle der Augustinerschule.'

Vortrag

mit anschließender freier Aussprache, von «r. It, Streekei», Direktor der Schillerschule. Prioatdozent der Pädagogik an der Universität Gießen, über:

Ausgaben «.Aussichten einerFraueuschule" in Friedberg.

Eintritt frei. Jeder willkommen, der fich für die Fragen einer zeitgemäßen Mädchenerziehung interessiert.

Wir suchen einige Zentner

Deutschen Rotklee

letzter Ernte möglichst vom Erzeuger zu erwerben und bitten um Angebot.

Kornhaus Hanau a. M.

Geschäftsstelle der Kommunaloerbände Hanau Stadt und ssand,

Telefon 245, 246, 247.

Bekanntmachung.

Wir bringen erster Tage

frische grüne Erbsen

durch die hiesigen Gemüsehändler zum De kauf.

Anmeldungen nehmen wir unter Vorlage der Lebensmittelkarte auf unserem Geschäftszimmer Dienstag vormittag von 1112 Uhr für den Bezirk RUI und für diejerügen der übrigen Bezirke, die noch keine erhalten haben, entgegen.

Friedberg, den Ux Juki 1918.

Der stellvertretende Bürgermeister (städt. Lebensmittel-Ausschuß) _'_ I. A>: Langsdorf.

Kreissammelstelle Friedberg.

Annahme des Sammelgutes aus de» Orte« de» Bezirks Friedberg Mittwoch. ta. 17 . 3 «aj ^chEagoE--Sllh. ton Een Güterschuppen (Vahnhosstratze) Friedberg.

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Landwirte!

Wir liefern ab Lager Nidda: Grasmäher, ein- und zweispiinnig, Alchmüher,

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