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Kamstag. de» 6. Juli 1918

O>. ... Tue s-no»,-»',..g" erscheintden Wer»«!-, Regelmätzig, Beilagen ..Der Kauer -US K-ls-n". ..Die KpimrSube». K.MS.P-.;-- Bei den PoSanitaUen ^«zu tritt noch das Bestellgeld; ^el den Aaenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anr-ig-n: Grundzeile 25 Pfg.. lokale 20 P sg.. Anzeigen von auswans veroen )ur , Oo.'.a erhoben. 0: »llungsorl Friedberg. Hchriftlettung und Nerlag Frieddecg (Hessen), »anaueritratze 12. Ferniprecher 48. Bo;Ljcheck.Lonto Rr. 4859. H n *eatitiurt a m

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westlich von Wern starke Dorstöste des Feindes alrgcwiesen. Tuglilche I,«flittteriear,griffe auf dem Uordufer der Komme klniig rn?ammengebrochen. 1550V Tonnen verrenkt.

Der deutsche Generaistak -- meldet:- °

W. T. S. Großes Hauptquartier. 5. Juli. Amtlich.

den

Das türkische Hauptquartier = meldet:

Konstantinopel, 2. Juli. (WB. Nichtamtlich.) General- stabsbericht.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nnpprechi

westlich von Ppern wurden stärkere Vorstöße des Feindes abgew lesen. Beiderseits der Somme sind gestern früh dem starken englischen Feuer Jnfanterieangriffe des Fein­des gefolgt. Auf dem Ncrdufer des Flusses brachen sie vor unseren Linien blutig zusammen. Südlich der Somme drang der Feind in Dorf und Wald Hamel ein. Auf der Höhe öst. lich von Hamel wurde der Angriff durch unseren Gegenstoß zum Scheitern gebracht, westlich von Villers-Vretonneux warfen wir den Feind in seine Ausgangsstellungen zurück.

Am Abend lebte die Gefechtstätigkeit fast an der ganzen Heeresgruppe- Front auf und blieb auch während der Nacht, namentlich im gestrigen Kampfabschnitt, gesteigert.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Erhöhte Gefechtstätigkeit auf dem Westufer der Avre und beiderseits der Aisne.

«

Leutnant M e n k h o f f errang seinen 35., Leutnant Thuy seinen 24. Luftsieg.

Der Erste Generalquarttermeister: LuLendorff.

Abendberrcht.

An den Paläftinasronten im allgemeinen geringe Gefechts­tätigkeit. Zwischen der Bohn und dem Jordan richtete unsere Ar­tillerie ihr Feuer gegen ein feindliches Lager und beschoß wirk­sam zwei berittene, nur vorübergehend sichtbare Eskadrons, so­wie andere Kavallerieabteilungen. Oestlich des Jordan wurde eine eigene Patrouillenunternehmung mit Erfolg durchgeführt. Die Hastnanlagen von Akoba wurden von einem unserer Flie­ger erfolgreich mit Bomben belegt. Von den übrigen Fronten nichts von Bedeutung.

*

Konstanttnopcl, 3. Juli. (WB. Nichtamtlich.)' Gene- ralstabsbericht.

Palästinafront: Im Küstenabschnitt war die beider­

seitige Arttllerietättgkeit gering. Zu beiden Seiten der Straße JerusalemNablus steigerte sie sich heftig. Westlich des Jordan wurde eine gut erkannte feindliche Batterie wirk­sam durch rrnsere Artillerie beschossen. Drei in der Nähe befindliche Schwadronen zogen sich auf dieses Feuer hin schleunigstt nach Siiden zurück. Zu beiden Seiten des Jordan war die feindliche Fliegertättgkeit sehr rege. Auf den anderen Fronten keine Ereignisse.

Die Doge im Westen.

Berlin, 6. Juli, abends. (WB. Amtlich.? Von den Kampffronten nichts Neues.

Der österreichische Generalstak ===== meldet: =

Wien, 5. Juli. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Die Käurpfe auf der Piavemündungsinsel haben auch gestern keine Unterbrechung erfahren. Die beiderseits angesetzten Kräfte halten einander die Wage. Starke italienische An­griffe gegen unseren Südflügel wurden durch Gegenstoß lvettgemacht. Bei Zhiesanova warf das altbewährte schle­sische Infanterieregiment 4 durch rasches Zugreifen den in unsere Stellungen eingedrnngenen Italiener wieder hin­aus. Zwischen der Piave und der Brenta setzte der Feind seine Versuch, die von uns am 15. Jrmi gewonnenen Stel­lungen zurückzuerobern, mit Zähigkeit fort. Sein Haupt­stoß richtete sich gestern gegen den Raum des Monte Sola- rolo. Der bis an unsere Gräben vorgetragene Angriff führte zu erbitterten Nahkämpfen, in denen ein Großteil des Feindes niedergemäht, der Nest verttieben wurde. Bon Batterien der Grazer 1. und Krakauer 55. Feldarttllerie- bngade vortrefflich untersttitzt, haben sich, seit drei Wock)en fast ununterbrochen im Kanrpfe stehend, wieder die Schle­sier des Bataillons 2/120 und Bosniaken des 4. Regiments besonders ausgezeichnet. Die Verluste des Gegners sind außerordentlich schver. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden und an der Tiroler Front lebhafte Artillerie- tättgkeitz,

Berlin, 5. Juli. (WB.) Nach dem Scheitern der fran­zösischen Versuche, die Paris bedrohende deutsche Front zwischen Oise und Marne zurückzrwrängen, setzten am 4. Juli starke englische Angriffe beiderseits der Somme ein. Jene Strecke der deutschen Front, die Amiens am nächsten ist. und die eine fortgesetzte Bedrohung der Verbindung zwischen den Kanalhäfen und Paris bilden, sollte durch einen unerwarteten, im Großen angelegten Angriff zurückgedrängt werden. Nach schwerstem Feuer ging die englische Infanterie auf dem ebenen deckungslosen Gelände beiderseits der Somme vor. Ihre Angriffswellen, denen es unter schweren Opfern gelang, das deutsche Sperrfeuer zu passieren, wur­den immer wieder von den Garben der ttef gestaffelt auf­gestellten Maschinengewehre gefaßt. So waren alle eng- lischen Ansttengungen und Opfer auf dem Nordufer der Sonnne umsonst. Aus dem Südirfer blieb der ganze Ge­winn des mit so großen Hoffnungen angesetzten Angriffs die Häuserruinen und zerschossenen Ueberreste von Dorf und Wald Hamel. Die immer und immer wieder bewährte Taktik des deutschen Gegenstoßes warf die Engländer wieder von den Höhen östlich von Hamel herunter und drängte sie weiter südlich in ihre Ausgangsstellungen östlich von Villers- Bretonneux zurück.

15 500 Tonnen verjenlrt.

Berlin. 4. Juli. (WB. Amtlich.) Unsere Boote haben auf dem nördlichen Kriegsschauplätze 15500 Brt. feindlichen Handelsschiffsraumes vernichtet.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Der Chef des GeneralstabeS.

Der knlgnrrsche Genernlstnk

meidet:

Sofia, 2. Juli. (WV. Nichtamtlich.) Eeneralstabsberich Mazedonische Front: Auf dem Westufer des Ochrida-See- in der Gegend von Monastir und auf einem Teil bei Dobrc polje war die Feuertätigkeit teilweise ziemlich heftig. Tro der Wachsamkeit des Feindes drangen unsere Sturmabteilunge in die feindlichen Gräben westlich von Altfchak Mahle und siit östlich von Dorran und kehrten nach erbittertem Handgemeng 'Mit griechischen und englischen Gefangenen zurück. In der Näh her Struma-Mündung verstärkte sich bie feindliche Artillerie Tätigkeit oou Zeit zu Zeit.

jutäiik

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Die aiumkanijchen TriiMickausMle «n- die Nauihboale.

Bern, 4. Juli. (WB.) Zu der Frage, warum fast gar keine anlerikanischen Truppentransporte von deutschen Tauchbooten versenkt werden, erklärt Oberst Egli in denBasl. Nachr.", aus berufenem Munde folgendes erfahren zu haben:

Der U-Boot-Krieg ist vor allem gegen den Schiffsraum der Feinde und der Neutralen gerichtet, soweit diese im Dienste der Entente fahren. Es ist gleichgültig, wo der Schiffsraum vcrscntt wird. Daher begeben sich die U-Boote an Stellen, wo großer Schiffsverkehr herrscht und in kurzer Zeit verhältnis­mäßig viel Schiffsraum versenkt werden kann. Die Größe des Ozeans schließt es aus, daß U-Boote sich damtt abgcben, auf bestimmte Schiffe und Geleitzüge zu lauern. Vom U-Boot aus sieht inan bei Tag viele, bei Nacht aber nur zwei Seemeilen weit. Das Zusammentreffen eines U-Bootes mit einem auvert- kaNischen Truppentransport ist Zufall, selbst wenn, ms wahr­

scheinlich ist, die Zahl der Transporte noch bedeutend vermehr! wird. Auch aus militärisch-ökonomischen Gründen ist es aus­geschlossen, daß die Tauchboote gegen Transporte auf der Lauer liegen. Es wäre ein Fehler, wenn die Kommandanten unter Aufwand wertvollster Zeit und wertvollen Materials den Ehr­geiz hätten, auch einmal einen Truppentransport von 100( Amerikanern zu versenken, wenn sie darüber das Hauptziel des U-Boot-Krieges aus den Augen verlieren würden. Ein solches Bestreben wäre um so unzweckmäßiger, als die Truppentrans- portdampfer in stark gesicherten Geleitzügen fahren, also bit Rettung des größten Teils der auf den Schiffen befindliches Mannschaft gesichert ist.

Adlahrt dtg hMliMai fFfldtefö.

Haag, 5. Juli. (WB.) Das Korrespondenzbüro meldÄ daß nach hier eingegangenen Berichten der Convoi heutt friih Uhr die Reise nach Niederländisch-Jndien antraf.

Italienische Offensive?

Genf, 5. Juli. Der ..Temps" meldet aus Rom: Wie bfc Blätter schreiben, steht eine allgemeine Offensive der Italie­ner bevor. Die bisherigen Kämpfe seien lediglich als Vor- postenkäinpfe aufzufasien Eine vorübergehende Absch Eichung der Kampftätigkeit in den allernächsten Tagen wird nichts da­ran ändern, daß Italien dem Augenblick zustteben wird, wo es zu einer Abrechnung mit dem Gegner kommen müsse

Wien. 5. Juli Der Militärkritiker der Neuen Fr. Presse- spricht von einer bevorstehenden Offensive der Italiener unter Mitwirkung der italienischen Flotte. Die gegensvättigen An­griffe feien lediglich Vorläufer der eigentlichen Offensive Ita­liens, eine größere Kraftenffaltung der Italiener dürste daher erst bevcrstehen.

Proklimimiiig des $»hm '%!iitirti Vi.

Konftantinopel, 5. Juli. jMB.) Mil großer Feierlich­keit fand am 4. Juli vormittags die Biat genannte Prokla- mierung des Sultans Mehmed VI. iin Palast Top Kapu statt. Ilm 10 Uhr 50 ttat der Sultan in den Thronsaal ein worin der Thronfolger Mdul Mcdschid Essendi, die faifer- lichen Prinzen, der Großwesir, die Minister, das Parlament und der Khedive versammelt waren. Nachdem der Sultan einen Augenblick auf dem Sessel neben dem Throne Platz genommen hatte, begann die Zeremonie, «wobei die An­wesenden das Saffchk, das die Hand des Padischahs darstellt, küssen. Hierauf nahm der Sultan ans dem Throne Plaß. Abgeordnete aus dem Nordkaukasus und Aserbeidsckxrn wei­ten der Feier bei. Auf das Biat folgte die Beisetzmm der Leiche Mehmeds V., die zu den Waschungen nach dem Palast Top Kapu gebracht wurde. Der Sultan folgte dem -mit reichen bunten Decken behängten Sarge bis an das Tor des Palastes. Dann begab er sich auf seiner Jacht nach Ejub. wohin die Leiche auf einem Motorboot geschafft wurde. Dort fand die Beisetzung in dem von Mehmed V. errichteten Grab- mal statt.

Die rnlßjch-nttaiittjlheil DerhMliuWlt.

Moskau, 4. Juli. Der Vorsitzende der russisch-ukrar- nischen Friedensdelegatton Rakowski ist hier eingetroffen. Er wird sich zwei Tage hier aufhalten. Nach der Ansicht des Abgeordneten wird der Friede mit der Ukraine inner, halb zweier Wochen untelzeichnet werden..

Die EnIkutdrilMn in Rußland.

Bern, 4. Juli. Den» Berichterstatter desNeuen Wie­ner Tageblatts" erklärte der russische Gesandte, die beiden Gefahren, von denen Rußland gegenwärtig bedroht sei seien von der Ententenpresse maßlos übertrieben worden Weder das englische Vorgehen von der Murinanküste her, noch die tschecho-slowakische Bewegung hätten eine solche Bedeutung, daß der Sowjetregierung eine unmittelbare Gefahr drohen könnte. Jedermann wisse, daß England heute seine Truppen an anderen Fronten brauche, als sie über Finnland nach Rußland zu schicken. Auch die Eng­länder wüßten sehr gut, daß bei einem eventuellen Vor­dringen von der Murmanküste aus den Truppen sehr bald nur bevorstände, daß sie in den Stcppey «trt Sümpfen Augrm^ giU e,r, v >