Mki» nie doch Lirde frib Mab.;
Roman von Courths. Mahler.
^0) Nachdruck verboten.
„Und ich hoffe, daß Sie nicht dazu kommen werden. Dirken- heim zu verlassen. Herr von Virkenheim wird schwerlich in Zukunft auf die Hilfe seiner Sekretärin verzichten wollen. Sie werden sich doch halten lassen?"
Sie sah sinnend vor sich h:n, dann sagte sie leise:
..Darauf kann ich Ihnen heute noch keine bestimmte .Antwort geben."
Graf Steinau lächelte
"Nun — ich warte. Aber in Virkenheim kann ich leider nicht abwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden, weil ich morgen bereits mit meinem Neffen nach Berlin zurückkebren muß "
Christa sah überrascht auf.
„So bald schon? Sie wellten doch länger bleiben." 1
„Allerdings, ich hoffte, einige Wochen Ruhe zu haben. Aber der Mensch denkt - und die Politik lenkt. Ich habe heute morgen Order bekommen, mich morgen direkt nach Wien zu begeben in einer diplomatischen Mission."
„Sollten sich in Oesterreich doch ernste politische Konflikte ergeben?" fragte Graf Joachim.
„Hoifentlich nur in Oesterreich, mein Junge. Aber dariiber darf ich nicht weiter sprechen. Jedenfalls tust du gut daran dich m allen Dingen in Bereitschaft zu halten."
Mit ernsten Augen sahen sich die beiden Herren eine Weile
"!!' ®^ er ® rct f Joachims sonniger Frohsinn siegte schnell über alle Bedenken.
" P hsirtk — tztz »oM <& «W» denke», ab» datz ich
» Diner Viertelstunde Deine Braut i» Arm hatten werde*
Christa sah dl« Leiden Herren fragend an.
„Werden Cie von Wien ans nach Virkenheim gueückkehreit, Craf Steinau?" - '
Er zuckle die Achsel»
„Wenn ich kann, gewiß. Aber wir armen Diplouutten Gn- ne» nie auf eine bestimmte Zeit über unsere Person verfügen."
Christa seufzte.
„Es tut mir sehr, sehr leid, daß Sie schon wieder abreisen. Weiß Herr von Virkenheim schon davon?"
„Nein, ich will es ihm erst heute abend sagen."
„Auch er würde es gern gesehen haben, daß Sie länger bleiben."
„Ja, das weiß ich, wir hatten uns beide auf ein längeres Beisammensein gefreut. Aber, ich habe wenigstens den Trost, daß der Erfüllung Ihrer Mission nichts mehr im Wege steht. So gut ich konnte, habe ich nun das Versprechen eingelöst, das ich Ihrer Frau Mutter gab."
Christa faßte seine Hand und drückte sie warm.
„Lassen Cie mich Ihnen dafür danken, von ganzem Herzen. Nie werde ich Ihnen vergessen, daß Sie meiner Mutter mrt Ihrem Versprechen das Sterben leichter »nachten, und daß Sie sich meiner so freundlich angenommen haben."
Gras Rudolf schüttelte lächelnd den Kopf.
„Sie müssen mir nicht danken für eine so selbstverständliche Sache."
„Das Gute ist dem Guten immer selbstverständlich. Lassen Sie sich nur meinen Dank gefallen "
„Schön! Ich halte still, Uedes Fräulein Christa."
Der alte Herr neckte sich noch ein wenig mit Christa, und Graf Joachim stimmte mit ein. So kamen diese drei Personen in fröhlichster Stimmung in Frankenau an. Heute kam Ursula den Gästen in der Halle entgegengelaufen. Sie sah in einem duftigen weißen Spitzenkleid sehr reizend aus. Das blonde Kraushaar stand wie ein Heiligenschein um das jugendfrische Gesicht. Hell lachte das Glück aus ihren Augen.
Graf Joachim fing sie in seinen Armen auf. und eine Weile hatte das Brautpaar nun mit sich selbst zu tun.
Dann aber begrüßte Ursula auch Graf Rudolf und Christa mit großer Herzlichkeit.
Gleich darauf fuhr auch der zweite Wagen vor, der Herrn von Birtenheim und die beiden Damen brachte. Im frohen Uebermut ihres Glückes fand Ursula heute sogar Baroneß Karla erträglich und kam ihr etwas freundlicher entgegen. Es kam der Vanonesse sehr schwer an. Ursula Glück zu wünschen.
Dann, als man zu Tisch ging, wußte sie es geschickt so ein. zurichten, daß sie neben Hans Ullrich kam. Cs waren noch ei. nige Freunde und Bekannte geladen, und das Brautpaar sorgt« stlbst dafür, daß gleich eine fröhliche Stimmung herrschte. Aber Hans Ullrich saß sehr ernst und zurückhaltend neben der Baco. nesse. Seine Augen suchten zuweilen mit einem schmerzlich forschenden Blick Christas Gesicht. Graf Rudolf hatte sich lächelnd Fräulein Hellmut als Tischdame ausgegeben. Sie unterhielten sich anscheinend sehr gut. und wenn Christas Blick mit dem Hans Ullrichs zusammentraf, dann lag ein so strahlendes Leuchten darin, daß ihm das Blut jäh zum Herzen dranK
^_ Fortsetzung folgt.
grit der Sfilm FrjMr« M,>
(Sommer 1918 )
Ankunft
aus der Richtung von:
Abfahrt
in der Richtung nach:
Ankunft
aus der Richtung von
Frankfurt ». Mai»
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Abfahrt
in der Richtung nach!
Gießen
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W. |J26
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w. 711
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W. H49
s. 922
Nidda
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w 12 16
W. C13 s. 5 ie
Frankfurt a. Main
Homburg v. d. H.
4 22
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Statt Marten*
Die glückliche Geburt eines kräftigen ÜUngen zeigen hocherfreut an
Friedrich Welcker
Leutn. d. Res., z. Zt. Im Felde
und Frau Marta
geb. Huber.
Friedberg i. H., den 3. Juli 1916.
V- j
Kekanntmachung.
Nächsten Montag, den 8. Juli, vormittags von 9—11 Uhr verteilen wir in der alten Post durch die hiesigen Kolonialwaren- handler an diejenigen, die nicht beliefert werden konnten
Mäse.
Auf jeden noch rückständigen Brolkartenabschnitt „1" werden
, r Gramm zu S3 Pfennig
verabfolgt.
Friedberg. den 6. Juli 1918.
Der stellvertretende Bürgermeister
(städt. Lebensmittel-Ausschuß) __ 2. A.: Langsdorf.
Bekanntmachung.
heute^ab^ Kolonialwarengefchästen bringen wir voa
Maggi-Haushaltwürze
zum Verkauf.
Preis per Flasche von 460 Gramm Inhalt Mk. 2.80 " " »» »» 260 „ n • n 1*50
Friedberg. den 4. Juli 1918.
Der stellvertretende Bürgermeister (städt. Lebensmittel-Ausschuß.
2. A.: Langsdorf.
f w' „J a »a e " Kriegsdauer sind non den bewährten
Roten Kreuzes viele wegen dringenden Gründen
SirÄh k & w* £ a5 ^ ü V™ ]]Qä) neucn Kräften geltend Er; unö rotro fjierb.ircf) bte Augorderung an die Frauen und ^?odchen von Fnedberg und Umgebung gerichtet, sich zu dein dem-
nächst beginnenden 2!nsbildungökttrsuS in der Krankcnpsteoc
i-.u melden. Nach oem Kursus können sie „Helferinnen" werden to iSfatli« sSHuns” 1 8 S,Jfo " atcn «HtlfSschwestern"
SKir haben das Vertrauen in die vaterländische (Befinnimr» unh H'ls-beieist'chaft unserer Frauen und Mädchen, da'» i- sich auch diesmal uu,eier guten Sache zur V-rjugung stelle». " > ^
mH,™* 1 ?!" 1 ®,'? FFT' "be<°n,bis jutn 15. Juli, und zwar vor- nntlags 11—12 bei der Unterzerchneten. Bedingung ist ein Aller »on mindestens 20 oder bald 20 Jahren. 3
Friedberg. den 2. Juli 1918.
2 )ic VsGenSe örs Alitt-Franeu-Vereins.
Frau Dr. N»b«l.t - jj
Bekanntmachung.
Wir bringen erster Tage
frische grüne Erbsen
durch die hiesigen Gemüsehändler zum Verkauf.
Anmeldungen nehmen wir unter Vorlage der Lebensmittelkarte auf unserem Geschäftszimmer Samstag Vormittag von S bis lü Uhr, nur für Bezirk II, Nr. 1—500 entgegen
Friedberg, den 4. Juli 1918.
Der stellvertretende Bürgermeister (städt. Lebensmittel-Ausschuß)
_ , 2. A.: Langedorf.
Einen sprungfähigen
Zuchtbullen,
17 Monate alt, zu verkaufen.
Hch. Georg Brauburger II.,
Nteder-Mörlen.
Ein gekörter, 18 Monate alter
Zuchtbulle,
Simmentaler Rasse, schöne Farbe, zu verkaufen bei
Karl MUller II.. Okarben
(Kreis Friedberg).
Strickgarne
eingetroffen.
Friedberg i. H.,
Kaiserstrasse 51, gegeniib. d.Engelapotheke.
TioiSer in Friaioiy
(SaaEbau).
?. Gastspiel d.Frank- furier Volksbühne.
Direktion: Matthäus HenO.
Sonntag, den 7. Juli 1918, abends 8 l / 4 u. nachm. 4Uhr:
Vorsteüungen!
Alles Nähere in der SamstageAnzeige.
Visitenkarten
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