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haben rtr der Tat ein Herz für die Not der breiten Massen, nicht mrr für ihre leibliche, sondern auch für ihre geistige. Wir wissen, daß die Unzufriedenheit und Mißstimmung im Volke nicht allein von der schwersten Not herrührt, sondern auch von der inneren Politik, von der Beschränkung der Be­wegungsfreiheit. In anderen Ländern ist es ebenso. Wir müssen aber fragen, ob man all das so behandeln kann, wie es die Herren wünschen, ohne Schaden für das Vaterland und für die Sache. Ich meine in Uebereinstimmung mit Vorgängen in anderen Ländern, daß man das nicht kann. Gewisse Einschränkungen der persönlichen Freiheit mutz nun einmal in jedem Krieg sich jeder gefallen lassen. Der Mann draußen an der Front weiß nicht mehr, was persön­liche Bewegungsfreiheit ist. Wir hinter der Front müssen uns im Interesse des Ganzen gewisse Beschränkungen aufer- lgen. denn wir haben doch vor allem miteinander das ge­meinsame Ziel im Auge, daß wir den Sieg und den Frieden haben wollen. Wir können aber nicht zum Sieg und Frie­den gelangen, wenn man unter Aufhebung des Belagerungs­zustandes jeden einfach tun läßt, wie er mag und wie er im Frieden tun kann. Der Abgeordnete Scheidemann hat darauf hingewiesen, daß ungeheuer viel auf dem Spiel steht. Das ist sehr richtig. Für uns alle steht ungeheuer viel auf dem Spiel. Deshalb sollten wir es aber auch nicht allzu tragisch nehmen, wenn wir uns vorübergehend gewisse Frei­heiten versagen müssen. Wir sind in der inneren Politik Sie haben das seit langem gesehen bemüht, die Gegensätze wie die Schroffheiten, die durch die Gesetzgebung hervorge- rufen werden, zu mildern und jedem, soweit es eben im Rahmen der bestehenden Gesetze möglich ist, zu seinem Recht imd zu seiner Freiheit zu verhelfen. Mehr aber können wir im Augenblick nickt tun. Es geht ja schrittweise immer vorwärts. Ich will nicht bestreiten, daß es langsam geht, viel langsamer, als es denen erwünscht ist, die unter der: Be­schränkungen leiden. Aber es geht vorwärts, und wir kom­men allmählich zu Zuständen, die ans diesem Gebiet durch-, aus als ersprießlich bezeichnet werden können. Ich glaube pran würde besser tun, statt mit so scharfen Worten sich über diese Zustande zu äußern, auch einmal an die Bevölkerung in der Richtung zu appellieren, daß sie auch diese Opfer auf sich nehmen soll. Was soll bei solchen Reden herauskommen? Eine Förderung unseres Zufammenarbeitens kann dadurch nicht herbeigeftihrt werden. Wir sollten uns nicht aus- einanderreden, sondern wir sollten Zusammenarbeiten, bis wir znm Frieden gekorrnnen find, und bis dahin alles Trennende möglichst beseitigen. Wir müssen es Ihnen ja anheimgeben, ob Sie in dieser Richtung uns helfen wollen, oder ob Sie, wie es scheint, das Verhältnis von Verhand­lung zu Verhandlung immer schroffer gestalten wollen. Darauf haben wir keinen Einfluß. Dafür müssen wir K hnen die Verantwortung überlassen. Was unsere Absicht ist. kann ich Ihnen mit wenigen Worten sagen: Wir werden wie wir bisher unseres Weges gegangen sind und versucht haben, es so gut wie möglich zu machen, auch weiterhin un­seres Weges gehen, wer! wir wissen, daß dieser Weg weder, '.wie Sie behaupten, zum militärischen Despotismus fuhren tmrd noch zum Eroberungsfrieden, den Sie als unser 'Ziel hinzustellen versucht haben, sondern zu einem Frieden her Verständigung, den wir, wenn nid# alle, so doch>en- falls in der weitaus überwiegenden Mehrheit dieses Hauses und innerhalb der Regierung gemeinsam anstreben. ^Beifall.) Wir bitten Sie mn Ihren Beistand. Wir werden nicht aufhören, diesen Weg weiter zu gehen» bis wir zum Sieg und Frieden gekommen sind. (Beifall.)

Graf Westarp (Kons.): Herr Scheidemann hat, als ,<er von tiefster Not des Volkes und Knechtschaft gesprochen hat, weit übertrieben. Gewiß, Not und Entbehrungen be­drücken das Volk. Das liegt aber zum Teil daran, daß das Polk nach dem Rezept der Sozialdemokratie regiert wird. Wir führen immer noch einen Verteidigungskrieg. Was uns dem Frieden nähergebracht hat, ist lediglich der mili­tärische Erfolg. Nur die Siege zu Lande und unter der See können es bringen, daß England und die übrige Welt zur Friedsnsbsreitschaft kommen. Die Regierung war nicht angesehen worden als Vollzugsausschuß des Parlaments und besonders der Sozialdemokratie.

Abg. Dr. Thoma (Natl.): Unsere Feinde wollen

'keinen Frieden, aus dem Deutschland in Ehren hervorgeht. Was deutsch war. muß deutsch bleiben. Wir wollen verständ­nisvolles Zusammenarbeiten bis zum Schluffe in' Ehren.

Abg. Scheidemann (Soz.) ^ Wer hindert die Auf­lösung des Abgeordnetenhauses? Wer. hält den Belage­rungszustand aufrecht? Wer macht den Schutz des Schutz- haftgefetzes illusorisch? Wer hat die Wiederkehr der litauischen Abordnung nach Berlin verboten? Wer hat die Rede Külssmanns zensiert? Alles die Oberste Heeresleitung! Zur verständnisvollen Zusammenarbeit mit der Regierung 'ist volle Klarheit in der Friedensfrage notwendig.

Mg. Ledebeur (unabh. Srtz.): Wer hat das Ansied- lungswerk irr Kurland kommandiert? Die Oberste Heeres­leitung. Das ist ein Eingreifen in die SelbstveNvaltung. Helfen kann allein ein allgemeiner Massenstreik.

Damit schießt die Generaldebatte.

Mg. Freiherr v. Nichthofen erstattet den Bericht stc-s Ausschusses und empfiehlt unveränderte Annahme der Vorschläge.

Abg. Thoma (Natt.) wendet sich scharf gegen die Be- -Handlung dr deutschen Kriegsgefangenen in Rumänien und verlangt strengste Sühne.

Abg. Dr. ficke (Kons.): Wir müssen Sühne ver­langen für diese Greueltaten, mn auch auf die übrigen feindlichen Staaten abschreckend zu wirken.

Oberst F r a n s e ck i: Die Versorgung der deutschen Kriegsgefangenen war infolge des schleunigen Rückzugs der rumänischen Armeen sehr schwer. Jetzt wird dis Zahl

der gestorbenen Deutsche« festgestellt. So hoöh wie man anninnnt, ist sie nicht.

Ministerialdirektor Kriege: Beide Forderungen Sühne und Entschädigung. werden erreicht. Die Ent­schädigung steht bevor. Bezüglich der Sühne hatte die rumänische Regierung bereits Schritte unternommen, als wir vorstellig wurden. Wie gegen Rumänien, so werden wir gegebenenfalls auch gegen andere feindliche Länder vor- ghen, eventuell gegen Frankreich. (Beifall.)

Darauf wird die Weiterberatung auf Donnerstag 2 Uhr vertagt,

Ws sitzt der Wucher?

Die FrankfurterVolksstimme" und geistesverwandte Blat­ter werden nicht müde, ihren Lesern bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit von den übermäßigen Gewinnen zu erzählen, die in der Landwirtschaft erzielt würden und beruft sich dabei auf die ungeheuerliche Preise, d'.e für alle mögliche Lebensmittel bezahlt werden. Wie es damit in der Tat aus-- fieht, dafür wollen wir wieder einmal ein Beispiel aus der Gegenwart geben. Ein Haupiernährungsmittel in Frankfurt bilden herite die D i ck w u r z b l ä t t e r. die gehörig zubereitet, ein dem Spinat ähnliches Gemüse geben. Für diese Blätter weiden etwa bezahlt 7 Mk. frei Frankfurt für den Zentner. In diesem Preis ist alle Arbeit eingeschlossen, der Acker muß be­reitet werden, es muß gesät, die Pflanzen verzogen und behackt werden, dann müssen sie sorgfäktig entblut ^rt werden usw. und zu allem Aeberskutz noch mit den: Wagen nach Frankfurt ge­liefert werden. Dafür werden also 7 Mk für den Zentner be­zahlt, das sind je 7 Pfg. für das Pfu nd, in die Hand der Verbraucher gelangen die Blätter aber nicht unter 2 5 Pfg. Also 7 Pfg. erhält der Er­zeuger bei all seinen Auslagen, Mühen nud Arbeit, 18 P f aber nimmt der Zwischenhandel für sich in Anspruch! Das sind' Tatsachen, an denen nicht zu rütteln ist «nd die sich die Kon­sumenten einmal überlegen sollten. Wir wollen hier gar nicht untersuchen, wer an dem Zwischenhandelsgewinn alle beteiligt ist da ist zunächst der Großhändler, dessen Arbeit, wofiir er gleich einige Mark für den Zentner beansprucht, im wesentlichen darin besteht, dem cmkommenden Wagen zu bedeuten, wohin die Ware abgelieferl werden soll, vielleicht ist auch noch ein Agent dazwischen. Kurz und gut: von 7 Pfg^ die der Erzeuger erhält, wird der Preis in der Sradt ans 25 Pfg. getrieben. Warum erheben sich denn g-rgen diesen Anfug keine Stimmen. Wenn man die Verbraucher schützen will, so möge man sich auch um solche Tinge bekümmern und nicht immer in gedankenloser Weise nur einseitig gegen die Landwirtschaft Stimmung machen.

Gierabgabe.

Der Abg. Wolf- Stadecken hat folgende dringliche An­frage in der Zweiten Kammer der Stünde eingebracht:

1. Hat die Großh. Regierung Kevn.tn.is davon, daß die Landes-Eierstelle in Mainz bei den zuständigen Staatsanwalt­schaften beantragt hat: allgemein für jedes Ei, das- zu wenig aLgcliefert wurde, im Jahr 1917 eine Mark Strafe anzusetzen?

2. Ist die Eroßh. Regierung bereit, diesen zu hohen allge­meinen Strafansatz mindestens auf die Hälfte zu ermäßigen? Insbesondere ist sie bereit, dem darin liegenden allzugroßen Schematismus dadurch entgegen zu wirken, daß sie veranlaßt, daß durch die örtlichen Vertrauensmänner vorher der Grund der zu geringen Eierablieferung durch die Hühnerhatter fest­gestellt wird?

Ist sie bereit Zu verhindern, daß der Huhns rhalter, dem es unmöglich war. die verlangte Zahl von Eiern abzugebsn, genas so bestraft wird, wie derjenige, der in rüchichtsloser Weise die Vorschriften mißachtete?

Ans der llcinmt.

Frredbkrg. Vergangene Nacht wurden an Zwei Stellen in hiesiger Stadt je ein Einbruch bezw. Ernbruchsverfuch begangen. Die Diebe: 1. Der Arbeiter Wilhelm Heilmann, geb. am 14. September 1893 zu Bürgel, Kreis Offenbach und wohnhaft dortselbst Langstraße Nr. 11; 2. der

Conditor Fnedrich Halbach, geb. am 22. März 1890 zu Littin Mausen. Kreis Lenneck R. B. Düsseldorf, angeblich ohne festen Wohnsitz: 3. der Bautechnicker Augrrft Metzger, geb. am 11. Oktober 1892 zu Metz, wohnhaft in Wiesbaden. Mauritzaplah Nr. 3 und 4. der Anstreicher Friedrich Bechtold. geb. am 4. August 1887 zu Eschersheim-Frankfurt a. M., wohnhaft daselbst Alt-Rödelheim Nr. 9 wurden zirm Teil auf frischer Tat von der hiesigen Polizei ergriffen. Zwei dieser wurden später auf dem hiesigen Bahnhofe er­mittelt und gleichfalls festgenommen. Einer der Einbrecher leistete der Schutzmannschaft bei seiner Festnahme heftigen Widerstand.

Friedbcrg. Theater im Saalbau. Die 'Frankfurter Volksbühne, Direktor M. Henß, welche sich bei ihrem ersten Gastspiel mit der Aufführung der OperetteHusarenliebe" auch hier bestens eingeführt hat, veranstaltet diesen Sonm tag wieder zwei Vorstellungen, worauf wir unsere Theater­freunde schon heute aufmerksam machen.

FC. Die Ernte. Bei der eingetretenen Warme kommt der Roggen jetzt schnell zur Reife. Immerhin wird sich infolge der kalten Temperatur der letzten Wochen der Kornschnttt noch et­was hinausziehon, im allgemeinen wohl bis in den Anfang der zweiten Iulihälste. In warmen Lagen wird der Kornschnitt voraussichtlich bereits nächste Woche einsetzen. Ueber den Kör­nerertrag ist vorläufig noch nichts zu sagen. Dom äußeren An­schein nach ixlcf man mit einer guten Ernte rechnen, da die Halme sehr dicht stehen und di« Aehren sich gut entwickelt habe«. Der Strohettrag wird voraussichtlich den vorjährigen ganz ge­waltig Übectressen.

Laubheujammluug. Wie im ganzen deutsche« Reich. ) wird zur Zeit auch im Vezitt des Stellv. 18. Armeekorps Laub- Heu gesammelt. Vielfach ist die Meinung verbreitet, daß d« volls- oder kriegswirtschaftliche Wert der auf die Laubheu. sammlung gerichteten Üätigf-il, welche in erster Linie von de» Schulen ausgeübt wird, nur gering sei, und in keinem Verhält, rns zu der von Lehrer und Sckülern aufgewendcten Mühe steh«, sicherlich aber den Ausfall des Schulunterrichts nicht rechtfer­tigen könne. Diese Ansicht verkennt durchaus die Lage unserer Futlermittelversorgung und deren unmittelbar« Bedeutung für Heer und'Heimat. Es sst bekannt, daß das deutsch« Reich im Frieden sehr große Mengen Futtermittel aus dem Ausland emführte, für welche es nunmehr zum größten Teil Ersatz z, schaffen gilt. Als eines der wertvollsten Ersatzfuttermitte» kommt das Laubheu in Betracht, das in den ausgedehnte« deutschen Wäldern leicht zu gewinnen ist und, in bestimmter Weise zu Futterküchen verarbeitet, einen vollwertigen Ersatz für Hafer gewährt. Es macht uns mithin von den auslän­dischen Zufuhren, ebenso wie von dem Ausfall der Futtermit- telernte bis zu einem gewissen Grade unabhängig. Echan au« diesem allgemein volkswiisschaftlichen Grunde erfährt di« Laub, heufammlung ihre volle Rechtfertigung. In noch viel höherem Grade gilt dies km Hinblick auf die unmittelbaren Erforder­nisse der Kriegsführung. Für die erfolgreiche Fortführung der militärischen Operationen ist es ebenso erforderlich, unsere tapferen Truppen ausreichend zu ernähren, wie es notwendig ist, die Pferde des Feldheeres rm vollen Besitze ihrer Kräfte zu erhalten. Nur dann, wenn die Bespannungen der Batte- tien, Kolonnen und aller sonstigen Formationen, wenn di« Pferde unserer Kavalleristen voll leistungsfähig find, ist auch die ungemrnbert-e Schlagferttgkeit des Heeres gesichert, und nur dann ist es möglich, der kampfenden Truppe alle die un­zähligen Dinge zuzufiihren, deren sie zur Erfüllung ihrer hohen und schweren Aufgaben bedarf. Dazu soll und muß uns da« Laubheu verhelfen, es soll uns vor allem das nötige Futter für das Heer sichern. Wer Laubhen sammelt, arbeitet daher für die Schlagfettigkeit unseres Heeres, für die siegreiche Beendig­ung des Krieges. Die Lanbheufammlung ist vom unmittelbar- sten vaterländischen Interesse und von arößter Wichttgkeit für die Landesverteidigung. Wenn unsere Schulen, wenn Lehrer und Schüler sich in den Dienst vieler Sache gestellt haben, ss arbeiten sie nicht für eine gleichgültige und nutzlos« Spielerei, sondern sie haben in der Front des Heimatheeres einen wich, tigen und verantwortungsvollen Posten, mit dessen Ausfüllung sie nicht minder wie der Munitionsarbeiter an der Drehba.nl sich den Dank des Vaterlandes verdienen.

FC. Büdingen, 1. Juli. Der Großlherzog gestattete dem Fräulein Anna Möhr, als Braut des am 23. November 1916 gefallenen Oberleutnants Hans Köhn. an Stelle ihres seitheri­gen Familiennamens in Zukunft Len Familienname« Köhn zu führen und sich die BezeichnungFrau" beiznlegen.

Schotte». 1. Juli. Den Betrag von 100 000 Mark als Grundstück zum Besten eines Denkmals, das auf dem Winter- berg bei Schotten in Oberhessen errichtet werden soll, hat der Landtagsabgeordnete Forstmeister Dr. Weber - Kvaradsdorf zum Andenken an feine beiden den Heldentod gestorbenen Sohn« nnd einzigen Kinder gespendet. Das Denkmal soll zu Ehren der gefallene« Krieger Oberheffens errichtet werden und hat auch der Oberhssfrsche Provinzialtag hierzu einen namhafte- Beitrag genehnttgt.

Aus Nheinhessen.

FC. Mainz. 1. Juli. Mit dem Anziehen von Schrauben mar der 52jährige Bahnwärter Wendelin Hohmann aus Mainz- Mo mbach im hiesigen Bahnhof beschäftigt, als er von einer Leermaschine erfaßt und zur Seite geschildert wurde. Er er- litt schwere Verletzungen, daß er bald darauf, nach seiner Ein- liefernng ins Krankenhaus, denselben erlag.

Aus Kurbessen.

FC. Schlüchtern, 1. Juli. Von einem Personenzug wurde während der Streckenbegehung in der Nähe des Bahnhofs Jossa der Bahnwärter Götz aus Obersinn überfahren und getötet.

FC. Ziegeshain, 1 . Juli. Im hiesigen Kreise sind folgend« Mühlen Zum Ausschlagen von Samen zugelassen worden: Mühl« Spohr in Treysa, Mühle Itzenhäuser in Riebelsdorf, Mühl« Hauk in Appenhain, Mühle Völker in Hörshain, Mühle Hrch. Franz in Lischeid, Nikolaus Kurz in Schorbach, Konrad Eydt in Hatterod und Mühle Hennighanfen in Riebelsdorf.

AuS Hessen.Nassau.

FC. Oöerurfel, 1. Juli. Unter großer Beteiligung.wurde hier der im 82. Lebensjahre verstorbene Bäckermeister Eberhard Homm zu Grabe getragen. Der Verstorben« war Stadtverord­neter und spät« lange Jahre Magistratsmitglied. Ueber 26 Jahre wirkte er im Schulvorstande und katholischen Kirchen- Vorstand. Der Turnverein verlor in ihm eilten seiner wenige« noch leben'l«n Gründer und Ehrenmitglied.

FC. Oestrich, 1. Juli. Zn der Gemsirrdeverorrmetenvec- fannnlung wurde dem. Gemeinderatsbeschlusse einstimmig di« Genehmigung erteilt, das am Markte, gegenüber dem Rathaus gelegene bekannte GasthausZur Linde" zum Preise von 24000 Mark mit Inventar käuflich zu erwerben. Das Anwesen ist für Gemeindeverwaltungs-ErweiterungSräun« und zunächst zur Errichtung eines zweckdienlichen Grmeindekassenlokal» bestimmt.

FC. Ans dem Rheingaukreis, 1. Juli. Der Antrag ruf Er- richtung einer ^wangsinnung für das Tünchner-, Mal«r- und Lackiererbandwerk für den Rheingaukreis wurde gestellt.

FC. Montabaur. 1 . Juli. Um eine möglichst stark« Der- Minderung der Sperlinge zu erreichen, wird für jede« Spatzen der bis zum 30. Oktober d. I. getötet wird, eine Prämie von * Pfg. pro Stück gezahlt.

FC. Hachenburg. 1 . Juli. Gin ganzes geschlachtetes Kalb. 500 Eier und 27 Pfund Butter wurden durch den de« Frühzoch in Hattert revidierenden Gendarmen beschlagnahmt.

Verantwortlich für den politischen und loyalen Teil: Ott^ H i r s che [ , Friedberg: für den Anzeigenteil: R. H eyn er, Ariedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung*. A- Jriedberg L fl