Englands AnsWen nach Aajgave drs Landkrieges.
In „Ukens Revy" (Christtania) vom 21. Juni finden sich folgende Betrachtungen: Man muß jetzt mehr als jemals vor einer opportunistischen Politik warnen. Es gibt Länder, die früher auf die Niederlage der Mittelmächte spekulierten, die sich ihre Zukunft dadurch gesichert dachten, daß sie sich auf die Seite der mutmaßlichen Sieger schlugen; sie haben aber falsch gerechnet und mußten für ihre Fehlrechnung schwer büßen. Es wäre daher leichsinnig, wenn unsere Politik nach dem Grundgedanken geleitet würde, daß 'Deutschland auf die Dauer unterliegen müsse, weil die anderen die Uebermacht an Menschen und Kriegsmaterial und unbeschränkten Zugang zu neuen Menschenreservoirs haben, während Deutschlands Kraft einmal erschöpft sein müsse. Wir dürfen politisch weder auf die Niederlage der einen noch der anderen Machtgruppe spekulieren. Als eine der vorhandenen Möglichkeiten ist zu erwähnen, daß Deutschland seine Gegner bezwingt, worauf England und Amerika den Krieg als See- und Blockadekrieg fortsetzen, was Deutsch- land wahrscheinlich mit einer Festlandsblockade gegen England erwidern würde. Manches deutet darauf hin, daß England, bevor noch der entscheidende deutsche Sieg erfochten ist, sich sehr mit dieser Frage beschäftigen wird. Die Anhänger einer solchen Lösung inEngland entwickeln folgenden Gedankengang.- Der Landkrieg ist das Element der Deutschen, der Seekrieg unser Element. Tie jetzige Offensive beweist, daß das Verhältnis sich mit jedem Tage zugunsten Deutschlands verschiebt. Außerdem wird Frankreich für unabsehbare Zeit geschwächt. Eine Fortsetzung des Krieges -würde also Deutschlands Machtstellung auf dem Kontinent vergrößern. Aber selbst wenn wir im besten Falle die militärische Kraftprobe mit einer Nemispartre schließen können, haben wir unsere und unserer Verbündeten Kräfte für unendliche Zeit geschwächt, während die Mittelmächte verhältnismäßig stärker dastehen als vor dem Kriege. Man muß auch in Betracht ziehen, daß die Kriegskosten für den Ver- band viel größer sind als diejenigen Deutschlands. Alles dieses sind Dinge, die wir ftüh genug einsehen müssen. Wir sind deshalb damit einverstanden, daß Frankreich und -Italien Frieden schließen, setzen aber unsererseits mit Hilfe Amerikas, unserer Dominien und der übrigen Welt den Krieg als einen verschärften See- und Blockadekrieg fort. Dabei muß Deutschland zum Schluß unterliegen, und das Ende muß sein, daß wir die ftüheren Friedensschlüsse auf- heben und unsere Bedingungen diktieren können.
Welche Aussichten die so veränderten Bedingungen der Kriegführung den beiden Parteien in Wahrheit eröffnen würden — so meint „Ukens Revy" zu diesem Gedanken- -gang — ist einstweilen schwer zu beurteilen. Die Zeitschrift stellt spätere Betrachtungen darüber in Aussicht.
Frankfurter Zeitung und Genössen gegen die Oberste Heeresleitung.
Gewisse Vertreter der Verzichtmehrheit begnügen sich tnckck mit dem Versuch, den Staatssekretär von Kühlmann WEgen seiner Rede vom 24. Juni zu decken, sondern wenden sich mit einer Deutlichkeit, wie sie bisher denn doch noch nicht zutage getreten ist, gegen die Oberste Heeresleitung. Am 26. Juni hat der Abgeordnete N o s k e nach dem Bericht -es „Vorwärts" im Reichstage erklärt:
„Der Vorstoß der annexionistischen Presse gegen Herrn von Kühlmann fand zu unserem Befremden auch die nachdrücklichste Unterstützung der Militärzensur. In der Pressekonferenz wurde gerügt, daß der „Vorwärts" aus Kiihlmanns Rede die Berechtigung zu der Ueber- schrift nahm: Kein Kriegsende durch militärische Entscheidung."
Im Anschluß an diese Berufung auf die Pressekonferenz, deren Sitzungen u. W. vertraulich sind, verlas der Abgeordnete Noske eine u. W. gleichfalls vertrauliche Zensurverfügung zur Behandlung der Rede des Staatssekretärs v. Kühlmann.
Wir begnügen uns zunächst damit, diesen ganz ungewöhnlichen Vorgang ausdrücklich festzustellen.
In ihrer Nummer 176 vom 27. Juni hat dann die „Frankfurter Zeitung" in einem Leitartikel über die Reichstagsdebatten zur Kühlmannschen Rede in aller- Form zu einem Generalangriff gegen die Oberste Heeresleitung ausgeholt. Das Blatt schreibt im Anschluß an die Aeußer- img des Abgeordneten Noske:
„Die Tatsache, daß die militärische Zensur im Einvernehmen mit der Obersten Heeresleitung sogar die Reden und Erklärungen der verantwortlichen Staatsmänner in den Bereich ihrer Tätigkeit zieht und vorschreibt wie diese oder jene Wendung auszulegen sei, ist wohl die höchste Steigerung auf diesem Gebiete. So weit ist man unseres Wissens bisher noch nicht gegangen, daß die Vertreter der militärischen Gewalten amtliche Zensuren über die Aeußerungen der zur Negierung berufenen Persönlichkeiten austeilten und die Oeffentlichkeit zu hindern '/achten, sich bestimmte Auffassungen der verantwortlichen Männer anzueignen. Das geht weit, aber es kennzeichnet Ae Lage."
Mit aller Klarheit spricht die „Frankfurter Zeitung" Also aus, die Vertreter der militärischen Gewalten, im letzten Grunde die Oberste Heeresleitung, hätten eine „Zensur" über die Aeußerungen des Staatssekretärs von Ki'chlmann — dach dem Zusammenhänge also: eine Mißbilligung — „aus- geteilt". Wenn ferner die „Frankfurter Zeitung" sagt, die .Vertreter der militärischen Gewalten suck-ten die Oesfent- lichkeit zu hindern, sich bestimmte Auffassungen der verantt wörtlichen Männer anzuLiguen, so unterstellt sie damit nach
dem ganzen Zusammenhänge die Auffassung, die u. a. der „Vorwärts" von der Rede des Staatssekretärs von KM- mann zum Ausdruck gebracht hat, als richtig.
Diese Auslassung des Frankfurter Blattes dürfte so- weit sachlich freilich als zutreffend anzuerkennen sein; aber es ist auch hier von Interesse, die Auffassung der „Frankfurter Zeitung" und die deutlichste Art, in der diese Auffassung öffentlich zum Ausdruck gebracht wird, ausdrücklich festzuhalten.
Weiterhin schreibt das Frankfurter Blatt, wenn es die Absicht der alldeutschen Reichstagsminderheit gewesen sei, den Staatssekretär zu stürzen, so sei es möglich, daß sie ihren Zweck diesmal nicht erreicht habe, und sofern sie „der Exponent außerparlamentarischer Einflüsse" sei, würde ihre Niederlage au-ch diese mittreffen. Um keinen Zweifel daran ouffommen zu lassen, wer unter diesen „außerparlamentarischen Einflüssen" zu verstehen sei, schreibt die „Frankfurter Zeitung" weiterhin, indem sie einen Sieg der Reichstagsmehrheit in Zweifel zieht:
„Die Tatsache, daß der Reichskanzler wie der Staatssekretär sich beeilt haben, den Eindruck der ersten Rede des Herrn v. Kühlmann möglichst abzuschwächen, bleibt doch bestehen, und ist das nicht ein Erfolg der außerparlamentarischen Faktoren, dem gegenüber das Gehen oder Bleiben des Staatssekretärs in die zweite Reihe tritt? Ist es diesen Faktoren, deren wichtigster, wie aus ftüheren Krisen bekannt ist und wie auch aus diesen Verhand- lungen wieder deutlich geworden ist. die Oberste Heeresleitung ist, jederzeit möglich, Auffassungen der politischen Leiter, die sie peinlich berühren, umzubiegen, die Zustimmung der Oeffentlichkeit dazu zu verbieten und die Urheber zu Entschuldigungen zu veranlassen, dann kommt es wohl nicht so sehr darauf an, wie die Personen heißen, welche die Geschäfte erledigen und vor dem Reichstage als Vertreter der deutschen Politik auftreten. Dann ist die politische Regierung doch eben nur ein Schein, in Wirklichkeit regiert die Minderheit der Volksvertretung, weil sie in der Lage ist, sich auf ihre Uebereinstimmung mit der Heerführung zu berufen."
Hier ist also nochmals mit schärfster Deutlichkeit gesagt, Faktoren, deren wichtigster die Oberste Heeresleitung sei, hätten Auffassungen der politischen Leiter, die sie peinlich berührten, umgebogen; sowohl der tatsächliche Gegensatz der Auffastzmgen wie die Art, in der dieser Gegensatz zum Ausdruck gebracht worden ist, werden hier mit direkter Berufung auf die Oberste Heeresleitung öffentlich festgestellt. Diese Feststellung wird dann noch in verschiedenen Wendungen, zunächst über den nach Ansicht des Blattes bestehenden „Dualismus zwischen der politischen und militärischen Leitung", wiederholt, die Heerführung als „der eigentlich be* stimmende und ausschlaggebende Teil" auch bei der politischen Leitung bezeichnet, und schließlich erklärt, entweder müsse der Reichskanzler sich nochmals in aller Form aus eine Verständigungspolittk im Sinne der Verzichtsmehrheit festlegen. oder, wenn die Oberste Heeresleitung den Gang unserer Politik bestimme, müsse diese Politik auch ganz offen von einer Persönlichkeit dieser Richtung übernommen werden.
Die Art, wie die „Frankfurter Zeitung" von „Entschuldigungen" des Reichskanzlers und des Staatssekretärs spricht, richten sich natürlich vor allem gegen den Reichskanzler, der dafür doch bestimmend gewesen ist; im übrigen aber kann es keinem Zweifel unterliegen, daß das eigentliche Ziel dieses Angriffs der „Frankfurter Zeitung" die Oberste Heeresleitung ist. Wenn das Frankfurter Blatt davon spricht, „man" sei seines Wissens bisher noch nicht soweit ge- gangen, wie in diesem Falle, so müssen auch wir sagen, daß der Versuch, auch die Oberste Heeresleitung unter den Millen einer Reichstagsmehrheit zu beugen, bisher noch kaum in so rückhaltloser Weise gemacht und so deutlich zu öffentlichem Ausdruck gebracht worden ist.
Wir können uns für heute wesentlich damit begnügen, diese Sachlage klarzustellen und das deutsch Volk darauf aufmerksam zu machen, mit welcher Ungeniertheit die Freunde-des Herrn v. Kühlmann, nachdem sie sich von der ersten Bestürzung über seine Rede erholt haben, nunmehr zum Angriff übergehen, und mit welcher Deutlichkeit sie diesen Angriff gegen die Oberste Heeresleitung richten. Hinzufügen möchten wir im Augenblick nur, daß diese Freunde des Herrn von Kühlmann ganz zu vergessen scheinen daß heute Deutschland im Lager Hindenburgs ist.
Die MtaMilarilchen Zlhwerardeiier.
Der „Berliner Lokal-Anzeiger" schreibt:
„Reichstag und Abgeordnetenhaus haben beim Kommissar für Volksernährung und bei der Stadt Berlin durchgesetzt, daß sie, die Parlamentarier, in den Restaurants der Berliner Parlamente markenfrei bekösttgt werden, daß sie insbesondere täglich Fleischspeise markenfrei geliefert er- halten. Begründet wurde diese Bevorzugung mit dem Hinweise, daß viele Abgeordnete genötigt seien, zwischen ihrem Wohnort und Berlin hin und her zu gondeln und dabei die Karten-Ab- und Anmeldungen nicht gleichen Schritt mit ihren plötzlichen notwendigen Fahrten halten könnten. Sie seien auch als geisttge Schweren beiter zu betrachten und könnten deshalb wie die Schwerstarbeiter eine Zulage beanspruchen. Die böse Kritik, die diese Inanspruchnahme eines Ausnahmerechtes im Volke gefunden hat, hat nun in Land- tagskreisen zu dem Vorschläge geführt, doch mit Beginn der Vertagung diese Vergünstigung wieder aufzuheben. Gerade die Parlamentarier hätten die Mölichkeit, sich markenfrei in Berlin gut zu verköstigen, im übrigen aber stehe es Volks- Vertretern wohl an, erst einmal die etwa bevorstehenden, wenigstens von mehreren Seiten vorgeschlagenen fleisch
losen Wochen, die mit „Fleischwochen" bekanntlich av» wechseln sollen, am eigenen Leibe auszuprobieren. Wie wir hören, ist aber der Widerstand gerade des Reichstage- gegen die Aufhebung dieses Ausnahmerechtes erheblich, und der Herr Volksernährungskommissar dürfte ohne einen Aw» trag der Parlamente sich nicht veranlaßt sehen, die Herren Parlamentarier auf gleichem Fuße mit dem übrigen Volke und den wirklichen geistigen Schwerarbeitern zu behandeln."
Bekanntlich ist der Begriff des geistigen Schwerarbeiter- für das Reichsernährungsamt ein unbekannter Begriff, so daß also der Hinweis von Parlamentariern auf zhre Zugehörigkeit zu dieser amtlich nicht existierenden Gruppe überhaupt keine' Sonderbehandlung rechtfertigt. (Wer übrigens die „geistige Schwerarbeit" der weitaus meisten der Herren Parlamentarier kennt, der wird erstaunt über diese Bevorzugung sein. Dieser Fall beweist wieder einmal, wie die „Gewählten des Volkes" stets darauf bedacht, ihre Rechte zu erweitern und sich Sonderrechte anzumaßen. Erst machen sie die Gesetze, die das Volk in Fesseln schmiedet und dann machen sie schleunigst Ausnahmen für sich selber!)
Unsinn, dn siegst!
Es ist ja zu billigen, wenn man in deutschen Zeitungen angesichts der vielen Entbehrungen, die das deutsche Volk in der Kciegszeit zu tragen hat. bemüht ist, begreiflich zu machen, daß cs auch unseren Feinden nicht zum besten geht. Das ist ja auch der Fall, aber immerhin sollte man doch dabei nicht übertreiben, weil dadurch leicht das Gegenteil erreicht wird und kein Mensch mehr diese Schauermärchen glaubt. Gewiß, wir wißen, wie unsere U-Vocte auch der Lebenshaltung unserer Feinde zusetzen und sie zwingt, den Leibriemen enger zu schnallen, aber daß es ihnen doch bester geht avie uns, das beweist die große Beute und die zahlreiche Auswahl derselben bei de« Erstürmung der feindlichen Schützengräben. Bedenklich dabet ist, daß öfters halbamtliche Stellen an der Verbreitung solche» Geschichten beteiligt sind. So war jüngst unter der Ueb.rschriftt „Katzenfleisch-Polono isen in England" in fast allen Zeitungen zu lesen, daß in England ganze Reihen von Menschen vor den Läden ständen und auf den Verkauf von Katzenfleisch warte« müßten. Daraus wurde der Schluß gezogen, die Enqlande» äßen in ihrer Maste bereits Katzenfleisch. Nun weiß bei uns jeder Gebildete, daß es sich nur um minderwertiges Großvieh» fleisch dreht, das in England unter der Bezeichnung Katzenfleisch in den Handel kommt. Der uns spricht man doch auch bei Kälbchen, die zur Schlachtbank geführt werden, von Katzen, also esse« wir auch Katzenfleisch. Ee geht nichts über die Dummheit gcq wister Leute
Die Kleiderabgabe.
Selbst dem „Berliner Lokalanzeiger", einem der Regierung nahestehenden Blatte, werden die Pläne des Reichskornmistars, einer Enteignung der Bekleidung der bürgerlichen Bevölkerung zu Gunsten der Munitionsarbeiter, wenn die freiwillige Ab« lieferung nicht den Erwartungen entspreche, zu bunt. Der Anzeiger" erwartet, daß der Reichstag gegen die Durchführung einer derartigen Maßnahme Stellung nimmt u. falls man bl» Enteignung mtt dem Ermächtigungsgesetz von 1914 begründe» welle, eine Abänderung des Gesetzes vornimmt. Der in äußerst scharfen Worten gehaltene Artikel schließt mit den Worten, datz diese Androhung der Reichsbekleidungsstclle kommunistische Eingriffe gegen das Privateigentum darstellle, die die Achtung vo» dein Mein und Dein verschwinden ließe.
Du lieber Gott! wohin ist die Achtung von Mein und Dein in diesem Kriege verschwunden! Bei den Landwirte« hat man die Achtung von Mein und Dein längst verschwinde» lasten und es wird geschaltet, als ob die Bürokraten in de« Kommunalverbänden und Landesstellen die Herren über sämb> liche Aecker, Meh, Schiff und Geschirr der Landwirte wären. Mit der Kl-eiberabgabe hat man nun auch einmal städtisch» Kreise getroffen und diese verspüren nun auch einmal, was di« Enteignung für ein Ding ist. Auf alle Fälle erfreut sich diese „freiwillig erzwungene" Ablieferung von Männerkleidern wie alles, was im Zentrum der Klubfcstelintelligenz und den 300 Kriegswirtfchastsstellen ausaeknobelt wird, einer sich täglich steigernden Unbeliebtheit. Nur in einem gewisten Teil unsere» Preste fand sie von vornherein eine sympathische Aufnahme. Der Großteil des deutschen Volkes, insbesondere der vielgequälte Mittelstand, will sich, wenn auch erfahrungsgemäß gern» zu großen Opfern bereit, doch nicht nach dem Berliner Rezept wie eine Zittone bis zum letzten Tropfen ausquetschen lasten. Trotz aller freundlichen Ermahnungen und ernsten Drohungen scheinen sich, besonders cm norddeutschen Sammelstellen, man« cherlei Schwierigkeiten zu ergeben, um die ihnen zugedachte» Kleidermengen aufzubringen. Auch bei uns hört man vielfach Aeußerungen des Unmuts und der Verärgerung. Manche sind, sogar der Meinung, die sehr gut verpflegten und hochbezahlten Arbeiter der Rüstungsiiibusttie könnten sich, wenn sie wollten, leicht soviel ersparen, um ihren Kleidcrbedarf wie bisher zu decken, und erklären die von Berlin ausgegebenen Gründe für die Notwendigkeit dieser Enteignrmg als Mumpitz. In Berlin ist man aber „aus politischen Gründen" anderer Ansicht und das scheint auch hier wie in allem leider noch für längere ZerL so bleiben zu sollen; denn Angst regiert die Stunde. Soviel steht fest: Der Sammeleifer tteibl manchmal recht sonderbars Blüten^ z. V.; Bei einer größeren Sammelstelle wurde eia sonst noch recht guter Anzug, an besten Hose ein ausbesterbarer Mottenschaden entdeckt wurde, mit der Bemerkung zurückge« geben, man brauche vor allem Sonntagsanzüge für Munitions« arbeiter. Aehnliche Klagen kommen auch aus Berlin, wo An- züge aus gutem Stoff, die aber etwas geflickt waren, zurückge» wiesen wurden. Von einer Stelle ist eine amtliche Aufforderung zur Ablieferung eines Anzugs an eine« im ganzen Bezirk bekannten ledigen Herrn, einen Beamten, gerichtet worben, de» schon vor einigen Zähren gestorben ist. Höher geht» «immer!! Wa« geschieht nun mtt den gesammelten Anzügen? Di« Her« ren in Berlin find sich anscheinend selbst noch nicht ganz to?


