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Umiiuier 152 Dienstag, drn 2. Juli 1918 11. Jahrgang

Die ene o anesieilung" reiche,nl leden Werktag. Regelmäßige BeilagenDer Kaner ans Hessen",Aie Kpinnssube". Ke?«gspreis: Bei den Postanstalten oiertelrätjclicf) Mt. 2.40 hinzu tritt noch das Bestellgeld: e, den 'llnenten monatlich 85 Pfg. einschließlich Trägerlohn. Anreigen: Grundzeile 25 Pfg., lokale 20 Psg^ Anzeigen von auswärts werden durch Pourrachnahme erhoben. Eriüllunnsori Friedberg. hchriftleitunn und Verlag 7riedberg (Hessen), rmnaueritraße 12. Fernivrecher 48. Postj heck»Lonto Nr. 4859. Amt Frankfurt a. M.

Die Deute eines Niertelfatzres.

191151 Gefangene, darunter 91939 Engländer und 89 099 Franrolen. 2176 Grfchlitze und 15021 Maschinengewehre. Fortsetzung der Kämpfe in Italien, der Coi Lei Uoßs

und der Monte di val Kella geräumt.

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Der deutsche Generalstab

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W. T. S. Großes Kauptquartier, den 1. Juli. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprechl

Die Gefechtstätigkeit lebte am Abend an vielen Stellen der Front auf. Lebhafte Erkundungstätigkeit hielt an. Englische Teilangriffe nördlich von Alber* wurden abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen A i s n e und Marne rege Tätigkeit des Fein­des. Mehrfach streß Infanterie zu stacken Erkundungen vor. Bei und südlich von St. Pierre -Aigle griff der Franzose gegen Mittag nach heftiger Feuervorbereitung an. Er wurde abge- roiesen. Ebenso scheiterten hrer nächtliche Vorstöße des Feindes.

Leutnant Loewenhardl errang seinen 32. Lustfieg.

*

Nach Abschluß der Prüfungen beträgt di« Zahl der seil Beginn unserer Angriffsfchlachten 31 März 1918 bisher über unsere Sammelstellen abgeführten Gefangenen (ausschließ­lich der durch die Krankenanstalten zurückgeführten Verwun­deren) :

1914 5 4. Davon haben die

Engländer 64939 Gefangene, darunter vier Generäle und etwa 3100 Offiziere, die

Franzosen 89099 Gefangene, darunter zwei Generäle und etwa 3100 Offiziere verlcren. Der Rest verteilt sich auf Portugiesen, Belgier und Amerikaner.

Bon den Schlachtfeldern wurden bisher 2476 Geschütze und 15024 Maschinengewehre in die Beutesammelsttllen zurückge- lührt

Der Erste Gencralquartiermcister: Ludendorff.

Abendlrer -*t.

Berlin, 1. Juli, abends. (WB. Amtlich.) Oertliche Teilkämpfe südlich des Onrcq.

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Der österreichische Genera rab 11

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Wien, 1. Jrrli. (WB.) Amtlich wird verlautbart:

Von der Piave-Front keine besonderen Ereignisse. Südöstlich Asiago kam es erneut zu heftigen Kämpfen. Ta der Col bei Rosso und der Monte di val Bella sich nur unter großen Opfern hätten behaupten lassen, wurden die Besatzungen dieser Punkte in die früheren Hauptstellungen am Walde von Stenfle zurückgenomnien.

Südlich von Canova bei Asiago wiesen wir feindliche i Erkundungen ob.

Unsere Land- und Seeflieger unternahmen im Mün­dungsgebiete der Piave erfolgreiche Flüge gegen militärische Anlagen des Feindes und kehrten vollzählig zurück.

Der Ehes des Generalstnbcs.

Feindliche Fliegerangriffe.

Karlsruhe, 1. Juli. Heute Nacht griffen feindliche Flieger Ludwigs Hafen, Landau und Homburg i. d. Pfalz mit Bomben an. Es wurde geringer Häuserschaden verursacht. Leider wurden in Ludwigshafen eine Person getötet, eine schwer und zwei leicht verletzt.

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Mannheim, 30. Juni. Die bei dem Fliegerangriff auf Mannheim am Samstag ums Leben gekommenen fünf Per- fcnen find durch eigenes Verschulden getötet worden, weil sie die Warnungsvorschriften nicht beachtet urrd sich nicht in einen genügend schützenden Raum begeben hatten.

Die Deute im Westen.

Seit Ende Mär?:

191454 Gefangene, 2476 Geschütze.

Der deutsche Heeresbericht vom 1. Juli veröffentlicht die Gefangenen- und Beutezahlen aus den Kämpfen im Westen seit deni 21. März 1918. In der gewaltigen Zahl von 191,454 Gefangenen sind, wie der Heeresbericht hervor­hebt, lediglich die unverwundeten Gefangenen inbegriffen. Zählt man die verwundeten Gefangenen hinzu, so steigt die Gefangenenzahl um Tausende über das zweite Hundert­tausend, denn bei der Zähigkeit und Erbitterung, mit der sich der Verteidiger vor allem bei Beginn der deutschen Offen­sive wehrte, waren die blutigen Verluste der Engländer und Franzosen gewaltig. Bei der verblüffenden Schnelligkeit, mit der die deutschen Sturmtruppen überall vordrangen, fiel ein großer Teil der Verwundeten gefangen in deutsche Hand.

Die gemeldete Beute von 2476 Geschützen und 15,024 Maschinengewehren umfaßt gleichfalls nicht die englisch- französischen Gesamtverluste. Geschütze und Maschinenge­wehre fielen ja an zahlreichen Stellen dem deutschen Er- oberer nicht nur völlig unversehrt in die Hände, sondern auch mit allem Zubehör, Richtmitteln und Protzen, Bespan­nungen und vor allem mit überreicher Munitionsaus­stattung. Hunderte von Geschützen und Tausende von Ma° schinengewhren wurden so von der kämpfenden Truppe un­mittelbar in Gebrauch genommen.

In diesen Zahlen offenbart sich die ganze Größe des bisher erstrittenen Kampfzieles, das ja nicht der Erreichung einer geographischen Linie, sondern der Vernichtung der lebenden imh toten Krieasmittel der Entente gilt. Was an englischen und französischen Kerntruppen in den bisherigen Angriffsschlochten außer Gefecht gesetzt worden ist, läßt sich durch noch so große amerikanische Massen niemals ersetzen.

p-ik üttvBM hn /och'lllien httuglnlniui.

Berlin, 1. Juli. (WB.) Die Nervosität der Fochschen Heeresleitung hält an. An der gesamten Front vom Niouport- Kcrnal bis nach Mülhausen suchte sie am 30. Juni und in der Nacht zum 1. Juli durch Vorstöße von Patrouillen und Erkun­dungsabteilungen einen Einblick rn die deutschen Absichten zu bekommen. An der Amiensfront versuchten die Engländer und Franzosen bei Albert und Castel durch größere Vorstöße die Linien zu verbessern. An allen Stellen wurde der Angreifer vcrlustteich im Handgranaten- und Maschinengewohrfeuer ab­gewiesen oder im Gegenstoß völlig zurückgeschlagen. Gefangene blichen zahlreich in deutscher Hand.

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Der tmlgarilche dkucritlslaU |

meldet: V

Sofia, 29. Juni. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbe­richt,

Palästinasront: Außer einigen Feuerüberfällen auf seinv- liche Lager und Unterkunstsorte keine besondere Eefechtshand- iung. Der feindliche Boc fen Dschede (Totes Meer) wurde oon unseren Fliegern mit Bomben beworfen. Auf der übrigen Front ist die Lage unverändert.

Die alte Phrasengietzkanne.

Genf, 1. Jult. Nach einer Haoasmeldung fand heute vor­mittag in Airwesenheit Poincares die Uebergabe der Fahne an die tschechisch-slowakische Armee statt. Poincare hielt bei dieser Gelegenheit ein« Ansprache, worin er den Wunsch aus- sprach, daß die junge tschechisch-slowakische Armee bald durch die heldenhaften tschechischen Legionen, die sich durch Sibirien einen Weg bahnten", verstärkt werden möge. Poincare schloß: Nicht weit von hier n artet eine alte französische Provinz, die uns entrissen wurde, gleichfalls auf den Sieg fiir ihre Treue. Der Tag, der über dem befreiten Elsaß-Lothringen aufgehen wird, wird alle Märtyrernationen mit einem netten Lichte bev

sttahlen, bald werden Sie am Horizont die ersten Schimmer dieser Morgenröte erblicken.

Ein liiiikr>!rümjizesF>iegerge!l!jUiihkr in Animi.

Zürich, 30. Juni. Der Schweizer Preßtelegraph mel­det aus Rom: Ein amerikanisches Fliegergeschwader voll-

führte unter Leitung des Abgeordneten La Guardia einer? Flug von Mailand nach Rom mit drei Zwischenlandungen,

Ennülch-MlnMIihtt K erfolg in ©lafrilta.

Karlsruhe, 1 .Juli. DerZüricher Anzeiger" meldet: Es bestätigt sich, daß der letzte große Einkreisungsversuch der englisch-portugiesischen Truppen zur Gefangennahme der Reste der deutsck-ostafrikamschen Truppen unter Lettow- Vorbeck abermals völlig gescheitert ist, was in den betroffe­nen Kreisen Enttäuschung verursachte, da man diesmal des Erfolges ganz sicher zu sein glaubte. Es steht nim außer Zweifel, daß Lettow-Vorbeck in dem gebirgigen Waldteil im Innern der portogiesischen Kolonie Mozambique, wo er sich mit seiner kleinen Schar zurückzog, in völliger Sicherheit befindet und während der großen Regenperiode dort ruhen wird.

Unmanren.

Die Annahme des Friedensvertrages.

Bukarest, 1. Juli. Die Annahme des Friedensvertrages te der Kammer erfolgte mit 165 Stimmen in der ersten Lesung mtt 4 Stimmen dagegen, in der dritten Lesung erfolgte die Annahme einstimmig. Bei der Verkündung der Abstimmung sagte der Kammerpräsident Meißner:Wir haben un^re

Pflicht erfüllt, jetzt alle am die Arbeit für den Wiederaufbau Rumäniens!"

Die Anklage gegen Bratian».

Bnkarest, 1. Juli. Der Vizepräsident der Kammer gab an. läßlich der Adreßdebatte namens der Regierung folgende Er­klärung: Die Regierung Vratianu wird nicht unter Anklage

gestellt werden, weil sie den Krieg begonnen hat, sondern weil sie die Verfassung und die Gesetze des Staates verletzte.

Uegirrnngskrile in der Ukraine.

Berlin, 1. Juli. (WB.) Am 27. Juni empfing der Het- man eine Delegation des allukrainrfch''n Semstwo-Kongresses, die eine Denkschrift überreichte über die Organisierung der Re­gierung in der Ukraine. Darin heißt es, daß die Politik des jetzigen Kabinetts Unzufriedenheit und Unruhen im Lande Hervorrufe und daher ein neues nationales Kabinett gebildet werden müsse, das bald eine konstituierende Versammlung und einen Staatsrat, der noch vor der Versammlung in Tätigkeit treten soll, einfetzen müsse. In ukrainischen Regierungskreisen spricht man von einer baldigen Kabinettsänderung. Es wer­den drei Kandidatenlisten genannt: 1. die des Großgrundbe­

sitzers Kotschubel, 2. die des Sozial-Föderalisten Mischnowski und 3. die des Generalstaatsanwalts Markewitsch. Die dritte Liste wird für die aussichtsreichste gehalten.

Die Friedenschle der NkNkilliijchtn SDpIDfüiokratif.

DieWiener Zlbendzeitung" veröffentlicht eine Er­klärung, die die Vertreter der deutsch-österreichischen So­zialdemokraten im Haag an Troelstra übergeben haben. Die Erklärung stellt zunächst folgende Grundsätze auf:

Einigung aller Völker zu einenr Völkerbund; inter­nationale Abrüstung; Lösung aller Gebietsfragen auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Völker; keine Annexionen; keine Kontribrrtionen; kein Wirtschaftskrieg. Weiter heißt es in der Erklärung: Die Völker bedürfen

eines baldigen Friedens, sie nrüssen daher die Negierungen zu einem baldigen Friedensschlüsse drängen, auch wenn, was unter den gegeirwärtigen Machtverhältnissen möglich ist, der Frieden hinter den Forderungen der internationa­len Sozialdenrokratie weit zurückbleibt. Im Anschluß» hieran wird schließlich erklärte Wir jordcrn die Umaeftai*